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Christian Saehrendt. Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation

Título: Christian Saehrendt. Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation

Ensayo , 2015 , 7 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Eleonore Esser (Autor)

Arte - Artistas
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Pünktlich zum 60. Jahrestag der Gründung der DDR erschien 2009 Christian Saehrendts Buch „Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation. Studien zur Rolle der bildenden Kunst in der Auswärtigen Kulturpolitik der DDR.“ Im Zentrum seiner Analyse steht die Rolle der bildenden und insbesondere der zeitgenössischen Kunst im Rahmen der auswärtigen Kulturpolitik der DDR, welche vor allem die Schwerpunktländer Frankreich, Großbritannien, die USA und die Bundesrepublik betrachtet. Dabei sollen die Besonderheiten der DDR-Auslandskulturarbeit herausgestellt werden.

Eine auswärtige Kulturpolitik begleitet die Außenpolitik Deutschlands schon seit 100 Jahren. Chronologisch beginnt Saehrendt bei den Anfängen und der Professionalisierung der auswärtigen Kulturpolitik in der Weimarer Republik, geht dann zu der Kunst in der auswärtigen Kulturpolitik des „Dritten Reiches“ und der Bundesrepublik bis 1989 über, um sich dann im Hauptteil auf die Grundlagen und den Ausbau der auswärtigen Kulturpolitik und deren künstlerische Entwicklung in der DDR zu fokussieren. In der Gegenwart angekommen, widmet sich Saehrendt im Ausklang seiner Studie der aktuellen nationalen Repräsentation Deutschlands durch die Kunst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge der auswärtigen Kulturpolitik

3. Kulturdiplomatie im „Dritten Reich“ und in der Bundesrepublik

4. Die Rolle der bildenden Kunst in der auswärtigen Kulturpolitik der DDR

5. Die Transformation der Kulturbeziehungen nach dem Grundlagenvertrag

6. Internationale Ausstellungen und ihr Einfluss

7. Außenpolitische Entwicklungen gegenüber den alliierten Siegermächten

8. Ausblick: Repräsentation Deutschlands durch die Kunst

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Rezension analysiert die Untersuchung von Christian Saehrendt zur Rolle der bildenden Kunst als diplomatisches Instrument im Rahmen der auswärtigen Kulturpolitik der DDR, mit besonderem Fokus auf die Wirksamkeit dieses Propagandainstruments im westlichen Ausland.

  • Historische Kontinuität und Wandel der deutschen Kulturdiplomatie
  • Die bildende Kunst als Instrument der DDR-Anerkennungspolitik
  • Der Einfluss des Grundlagenvertrags auf den kulturellen Austausch
  • Die Rolle der Kunst im deutsch-deutschen Systemkonflikt
  • Die Bedeutung der „Leipziger Schule“ im internationalen Kontext

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der bildenden Kunst in der auswärtigen Kulturpolitik der DDR

Erst ab dem vierten Kapitel fokussiert sich Saehrendt auf das zentrale Thema seiner Studie, die Rolle der bildenden Kunst in der auswärtigen Kulturpolitik der DDR. Im Rahmen der DDR-Auslandskulturarbeit stellte die bildende Kunst anfangs keinen wichtigen Bereich dar. In vielen Staaten fand sich die DDR, die als eine „eigenständige sozialistische Nation“ anerkannt werden wollte, in Konkurrenz zur Bundesrepublik gesetzt, welche an einem einheitlichen, nationalen Kulturbegriff festhielt. Es kam zum deutsch-deutschen kulturpolitischen Wettstreit in den westlichen und blockfreien Ländern. Die bildende Kunst der DDR entwickelte sich zum wichtigen außenpolitischen Instrument innerhalb dieses Wettbewerbs und auch innerhalb ihrer internationalen Anerkennungspolitik. Die Kulturorganisationen der DDR wurden auf die ideologische Auseinandersetzung mit dem Westen eingeschworen. Die gegen Westen ausgerichtete Propaganda der DDR versuchte sich selbst als Friedensstaat und die Bundesrepublik hingegen als Quelle schleichender Faschisierung darzustellen. In den Anfangsjahren der DDR sah sich der junge Staat auch den kriegsbedingt antideutschen Vorbehalten seiner Verbündeten Staaten im Ostblock gegenübergestellt, welche es zunächst zu überwinden galt. Ihre auswärtige Kulturpolitik ging von der Sowjetunion aus, konzentrierte sich im historischen Verlauf aber auf den Westblock im Sinne der Anerkennungs- und Abgrenzungspolitik gegenüber der Bundesrepublik. Zudem entwickelte sich die bildende Kunst zu einem devisenbringenderen Exportgut als im Ostblock.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema der auswärtigen Kulturpolitik unter Berücksichtigung historischer Kontinuitäten.

2. Die Anfänge der auswärtigen Kulturpolitik: Analyse der Professionalisierung und Isolierung des deutschen Geisteslebens während der Weimarer Republik.

3. Kulturdiplomatie im „Dritten Reich“ und in der Bundesrepublik: Darstellung der wechselhaften Entwicklung deutscher Kulturpolitik in den verschiedenen politischen Systemen des 20. Jahrhunderts.

4. Die Rolle der bildenden Kunst in der auswärtigen Kulturpolitik der DDR: Untersuchung des Aufstiegs der Kunst zum außenpolitischen Propagandainstrument der DDR.

5. Die Transformation der Kulturbeziehungen nach dem Grundlagenvertrag: Analyse der Flexibilisierung des Kulturbetriebs und der steigenden internationalen Präsenz der DDR-Künstler.

6. Internationale Ausstellungen und ihr Einfluss: Betrachtung der Präsenz der DDR bei bedeutenden Kunstevents wie der documenta und der Biennale.

7. Außenpolitische Entwicklungen gegenüber den alliierten Siegermächten: Diskussion der Bemühungen um eine Anerkennung der DDR durch gezielte Kulturabkommen.

8. Ausblick: Repräsentation Deutschlands durch die Kunst: Zusammenfassende Betrachtung des Umgangs mit dem kulturellen Erbe der DDR in der Gegenwart.

Schlüsselwörter

DDR, Auswärtige Kulturpolitik, Bildende Kunst, Kulturdiplomatie, SED-Regime, Propagandainstrument, Anerkennungspolitik, Grundlagenvertrag, Leipziger Schule, Systemkonflikt, Deutschlandbild, Kunstgeschichte, Außenpolitik, Sozialistischer Realismus, Kulturtransfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit rezensiert das Werk von Christian Saehrendt, das die Funktion der bildenden Kunst als diplomatisches Mittel innerhalb der DDR-Kulturpolitik untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum stehen die Außenpolitik, die Geschichte der Kulturdiplomatie, der deutsch-deutsche Systemvergleich und die strategische Nutzung von Kunst im internationalen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung von Saehrendt?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und wie die DDR bildende Kunst einsetzte, um ihr politisches System international legitimieren und aufwerten zu lassen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Saehrendt stützt sich auf eine breite Quellenbasis bestehend aus Akten, Schriften, Briefwechseln und Korrespondenzen, eingebettet in eine chronologische historische Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Entwicklung der DDR-Kulturpolitik, insbesondere ab dem Grundlagenvertrag von 1972, und deren Wirkung im westlichen Ausland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen DDR, Auswärtige Kulturpolitik, Kulturdiplomatie, Systemkonflikt und Propagandainstrument.

Inwieweit beeinflusste der Grundlagenvertrag von 1972 die Kunstpolitik der DDR?

Der Vertrag ermöglichte eine offizielle zwischenstaatliche Ebene, was die Bedeutung der Kunst als diplomatisches Instrument massiv steigerte und eine stilistische Öffnung begünstigte.

Warum wird die Rolle der bildenden Kunst als „Propagandainstrument“ diskutiert?

Weil die DDR versuchte, durch moderne Kunst positive Assoziationen zu wecken und sich als friedliebende Nation darzustellen, um ihr Image gegenüber dem Westen zu verbessern.

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Detalles

Título
Christian Saehrendt. Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Geschichtswissenschaften)
Curso
Die kulturellen Auslandsbeziehungen der DDR
Calificación
1,7
Autor
Eleonore Esser (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
7
No. de catálogo
V375525
ISBN (Ebook)
9783668529717
ISBN (Libro)
9783668529724
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kulturpolitik DDR Christian Saehrendt Künstliche Nation DDR-Kunst Ausland Weimarer Republik Drittes Reich 1989 BRD
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eleonore Esser (Autor), 2015, Christian Saehrendt. Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375525
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