Die Arbeit erläutert wesentliche Aspekte, weswegen sich Unternehmenseigentümer zu einem Börsengang ihres Unternehmens entscheiden. Außerdem werden die Motivationshintergründe der Unternehmen aus bertrieblicher Sicht, den Gang an die Börse zu wagen, thematisiert.
Zusätzlich wird der gesamte Ablauf eines Börsengangs übersichtlich und in vereinfachter Form dargestellt.
Die gesamte Arbeit wird mit Statistiken zur Anzahl von Börsengängen in den USA und Deutschland unterfüttert.
Inhaltsverzeichnis
1. Unternehmensbezogene Motive für einen Börsengang
1.1 Finanzierungseffekte durch den IPO
1.2 Liquidität- und Flexibilitätsverbesserung
1.3 Aktien als Motivationsfaktor
1.4 Unternehmensanteile als Gehaltsalternative
1.5 Höhere Aufmerksamkeit und Verbesserung des Firmenprestiges
2. Eigentümerbezogene Gründe für einen IPO
2.1 Gewinnerzielungsabsicht des Unternehmenseigentümers
2.2 Sicherung des Privatvermögens und Risikodiversifikation
2.3 Stabilitätserhöhung im Unternehmen
2.4 Regelung der Unternehmensnachfolge
2.5 Erhaltung des „Lebenswerks“ des Unternehmers
3. Ablauf eines Börsengangs
3.1 Anfängliche Vorbereitungen zum IPO und Auswahl der Emissionsbank
3.2 Unternehmensanalyse und Equity Story
3.3 Marketingkonzept zum Börsengang
3.4 Bookbuildingphase und Festlegung des Emissionspreises
3.5 Zuteilung und Zeichnung der Aktien sowie Erstnotiz
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Entscheidungsfaktoren für einen Börsengang (IPO) und erläutert detailliert den damit verbundenen Prozess. Ziel ist es, sowohl die unternehmensbezogenen Motive als auch die Gründe aus der Perspektive der Eigentümer umfassend darzustellen, um Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
- Unternehmensstrategische Motive für einen Börsengang
- Eigentümerbezogene Beweggründe und Risikodiversifikation
- Prozessschritte eines IPOs von der Vorbereitung bis zur Erstnotiz
- Finanzierungs- und Stabilitätseffekte durch den Gang an die Börse
- Vergleich der Börsenkultur zwischen Deutschland und den USA
Auszug aus dem Buch
3.1 Anfängliche Vorbereitungen zum IPO und Auswahl der Emissionsbank
Nach der endgültigen Entscheidung für den Börsengang sucht sich der Emittent, also das den IPO durchführende Unternehmen, externe Hilfe für den Ablauf des Going Public, da fast kein Unternehmen intern über ausreichend fachliches Wissen zum komplexen Ablauf des IPOs verfügt43. Hierfür wird meist ein IPO-Team44 zusammengestellt, dem neben Mitarbeiter des Unternehmens auch professionelle Emissionsberater, wie z.B. ein erfahrener Anwalt oder ein Wirtschaftsprüferunternehmen, angehören. Zusätzlich zum IPO-Team wird eine sogenannte Konsortialbank45 ausgewählt, die als Emissionsbank fungiert, d.h. das Unternehmen während des gesamten Ablaufs des Börsengangs begleitet und letztendlich für die erfolgreiche Platzierung der Unternehmensanteile46 verantwortlich ist. Es gibt zahlreiche Investmentbanken die als Emissionsbanken fungieren. „Der Wettbewerb der Investmentbanken um das Mandat zur Börseneinführung erfolgt im Rahmen eines sog. Beauty Contest, zu dem das Unternehmen ausgewählte Banken einlädt.“47 Im Zuge des Beauty Contest führen die Banken Gespräche mit dem Management des Unternehmens, nehmen Firmenrundgänge vor und analysieren die Zukunftspläne des Betriebs, die in Form eines Businessplans vorgelegt werden48. Schließlich legen die Banken dem Management des Unternehmens, auf Grundlage ihrer umfassenden Analysen, ihre allgemeine Einschätzung zu der Firma und zum Unternehmenswert vor. Der Unternehmenswert ist bereits ein erster Indikator für den späteren Emissionspreis der Aktien. Anhand dieser Informationen entscheidet sich das Führungspersonal des Unternehmens für eine Emissionsbank, die Konsortialbank. Obwohl der Betrieb sich auf eine Bank als Konsortialführer festlegen muss, werden oftmals auch weitere Banken an der Emission beteiligt49.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unternehmensbezogene Motive für einen Börsengang: Dieses Kapitel analysiert ökonomische Anreize wie Eigenkapitalbeschaffung, gesteigerte Flexibilität und die Nutzung von Aktien zur Mitarbeitermotivation.
2. Eigentümerbezogene Gründe für einen IPO: Hier werden persönliche Motive der Eigentümer wie Vermögenssicherung, Nachfolgeregelung und der Wunsch nach Erhalt des Lebenswerks beleuchtet.
3. Ablauf eines Börsengangs: Dieser Abschnitt beschreibt den strukturierten Prozess eines IPOs, angefangen bei der Auswahl der Konsortialbank über die Unternehmensbewertung bis hin zur Platzierung der Aktien.
Schlüsselwörter
Börsengang, IPO, Initial Public Offering, Eigenkapital, Emissionsbank, Konsortialbank, Equity Story, Bookbuilding, Aktien, Unternehmensfinanzierung, Börsenzulassung, Erstnotiz, Unternehmensnachfolge, Risikodiversifikation, Going Public
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und strategischen Motiven, die Unternehmen und deren Eigentümer zu einem Börsengang bewegen, sowie mit dem operativen Ablauf dieses komplexen Finanzierungsvorhabens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Identifikation von Vorteilen für Unternehmen (z.B. Wachstumskapital) und Eigentümer (z.B. Ausstiegsszenarien) sowie die detaillierte Darstellung des IPO-Prozesses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Vor- und Nachteile sowie die prozessualen Anforderungen eines Börsengangs transparent darzulegen, um eine informierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Fachpublikationen sowie auf der Auswertung von Daten zur Entwicklung von Börsengängen in Deutschland und den USA.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Motive für Unternehmen, die Beweggründe der Eigentümer und eine schrittweise Erläuterung des Börsengang-Prozesses von der Vorbereitung bis zur Erstnotiz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören IPO, Eigenkapital, Emissionsbank, Equity Story, Bookbuilding, Risikodiversifikation und Unternehmensnachfolge.
Welche Rolle spielt die „Equity Story“ beim Börsengang?
Die Equity Story dient als zentrales Argumentationskonzept, um Investoren von der Strategie und den Zukunftsperspektiven des Unternehmens zu überzeugen und eine hohe Nachfrage für die Aktien zu generieren.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Unternehmens- und Eigentümermotiven eine Rolle?
Diese Trennung ist entscheidend, da Unternehmen meist finanzielle Wachstumsziele verfolgen, während Eigentümer häufig persönliche Ziele wie Risikominimierung oder den Übergang in den Ruhestand anstreben.
Was macht den Vergleich zwischen Deutschland und den USA besonders?
Der Vergleich verdeutlicht, dass US-amerikanische Unternehmen nach Wirtschaftskrisen deutlich resilienter und aktiver bei Börsengängen agieren als deutsche Betriebe.
- Citation du texte
- Sandro Grahmann (Auteur), 2016, Entscheidungsfaktoren für einen Börsengang und dessen Ablauf. Eigentümerbezogene Gründe für einen IPO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375534