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Suchttheorien

Title: Suchttheorien

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Svea Dahlström (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Der Konsum von Drogen ist in unterschiedlichster Ausprägung in vielen Kulturen seit langer Zeit verbreitet. Wir unterscheiden unter legalen Drogen wie Alkohol und Nikotin und illegalen Drogen, wie Kokain und anderen Substanzen. Manche von diesen Drogen sind gesellschaftlich anerkannt, andere nicht. Die nicht gebilligte Form des Drogenkonsums zeichnet sich meist durch übermäßig starken Konsum und die daraus resultierenden Defizite in der Lebensbewältigung aus.
„ Drogenkonsum wird als sozialindiziertes Verhalten verstanden und gilt als eine Form der Auseinandersetzung mit der Sozialstruktur und den soziokulturellen Begebenheiten einer Gesellschaft.“(Gastpar, Rommelspacher, Mann, S.50) Die sozialen Bedingungsfaktoren beeinflussen nicht nur die Verfügbarkeit von Drogen, sondern auch die gesellschaftliche Bewertung der Substanzen und deren akzeptierte Konsummuster. Die Bedeutung sozialer Bedingungsfaktoren für die Entstehung von Sucht werden hier in unterschiedlichen Erklärungsmodellen dargelegt.
Erklärungsansätze, die soziale Aspekte zur Entstehung von Drogensucht in den Vordergrund stellen, lassen sich aus den Theorien der Devianzforschung ableiten ( Devianzverhalten: Verhalten, abweichend von Normen und Werten, Abweichung von der Norm sozialen Verhaltens). Des weiteren wird in Mikro- und Makrosoziologische Ansätze unterschieden. Die Makrosoziologischen Ansätze betrachten Sucht und Suchtentstehung gesellschaftlich allgemein, wobei die mikrosoziologischen Ansätze zusätzlich den persönlichen Nahbereich wie Familie usw. einbeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

SOZIOKULTURELLE ANSÄTZE

2. ANOMIE – THEORIE

3. CHANCEN – STRUKTUR – THEORIE

4. THEORIE DER DIFFERENTIELLEN ASSOZIATION

5. SUKULTUR –ANSATZ

ANSÄTZE SOZIALER ETIKETTIERUNG

6. LABELING APPROACH

7. ANSATZ DER PRIMÄREN UND SEKUNDÄREN DEVIANZ

8. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht soziologische Erklärungsansätze für die Entstehung und Fortführung von Drogenkonsum und Sucht. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie gesellschaftliche Strukturen, soziale Interaktionen und Etikettierungsprozesse deviantes Verhalten beeinflussen und welche Rolle individuelle Anpassungsmuster in diesem Kontext spielen.

  • Makrosoziologische Theorien zur Anomie und Chancenstruktur
  • Mikrosoziologische Erklärungen durch differentielle Assoziation
  • Bedeutung von Subkulturen für die Suchtprägung
  • Labeling Approach und stigmatisierende Etikettierung
  • Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und Drogenmissbrauch

Auszug aus dem Buch

2. Anomie – Theorie

Bei der Anomie-Theorie (Merton 1968) führt die Diskrepanz zwischen der kulturellen Struktur und der sozialen Struktur zu unterschiedlichen Verhaltensmustern, die sich in deviantem Verhalten (Devianzverhalten = Abweichung von der Norm sozialen Verhaltens) niederschlagen kann.

Die kulturelle Struktur einer Gesellschaft beinhaltet die Wertvorstellungen einer Gesellschaft, legt allgemein anerkannte Ziele und die Wege diese zu erreichen fest. Ein in vielen Gesellschaftsstrukturen anerkanntes Ziel ist der finanzielle Erfolg, zu dem Aus- und Weiterbildung führen sollen.

Die soziale Struktur beschreibt die unterschiedliche Positionierung des Einzelnen in der Gesellschaft. Diese wird durch finanzielle und materielle Ressourcen, durch Bildung und soziale Beziehungen festgelegt. Dabei können sich diese Eckpfeiler der sozialen Struktur gegenseitig bedingen.

Werden jetzt die beiden Strukturen in direkte Beziehung zueinander gesetzt treten bei einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft Diskrepanz auf, auf die mit unterschiedlichen Aktionen reagiert wird. Nimmt man das allgemein akzeptierte kulturelle Ziel des finanziellen Erfolges als Beispiel, so ist es doch nicht für jeden möglich diesen zu erreichen. In diesem Fall gibt es also keine Übereinstimmung zwischen sozialer und kultureller Struktur. Diese Diskrepanz zwischen Normen und Zielen und sozialstrukturierten Möglichkeiten bedingt dann den Zusammenbruch der kulturellen Struktur, führt zur Auflösung gesellschaftlicher Normen und Regeln und wird als Anomie bezeichnet (Anomie = Gesetzlosigkeit, Gesetzwidrigkeit, Zustand mangelnder sozialer Ordnung / Zusammenbruch der Kulturellen Ordnung, Zustand mangelhafter gesellschaftlicher Integration innerhalb eines sozialen Gebildes, verbunden mit Einsamkeit, Hilflosigkeit).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema Drogenkonsum und Definition der theoretischen Grundlagen der Devianzforschung.

2. ANOMIE – THEORIE: Analyse der Diskrepanz zwischen kulturellen Zielen und sozialen Möglichkeiten als Ursache für deviantes Verhalten.

3. CHANCEN – STRUKTUR – THEORIE: Erweiterung der Anomie-Theorie um die ungleiche Verteilung legitimer und illegitimer Mittel zur Zielerreichung.

4. THEORIE DER DIFFERENTIELLEN ASSOZIATION: Darstellung von Sucht als erlerntes Verhalten innerhalb des direkten sozialen Umfelds.

5. SUKULTUR –ANSATZ: Betrachtung von Drogenkonsum als Ausdruck der Zugehörigkeit zu abweichenden Gruppierungen.

6. LABELING APPROACH: Untersuchung, wie gesellschaftliche Zuschreibungsprozesse Verhalten als abweichend definieren.

7. ANSATZ DER PRIMÄREN UND SEKUNDÄREN DEVIANZ: Differenzierung zwischen einmaligem Regelbruch und durch Stigmatisierung gefestigter, sekundärer Devianz.

8. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der soziologischen Ansätze als ergänzendes Erklärungsmodell für multifaktorielle Suchtentstehung.

Schlüsselwörter

Anomie, Devianz, Drogenkonsum, Labeling Approach, Sucht, Sozialstruktur, Kulturelle Struktur, Subkultur, Primäre Devianz, Sekundäre Devianz, Soziale Etikettierung, Differentielle Assoziation, Stigmatisierung, Sozialisation, Suchtprävention

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit soziologischen Theorien, die erklären, warum Menschen Drogen konsumieren oder süchtig werden und wie sich dieses Verhalten in den gesellschaftlichen Kontext einordnen lässt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Anomie-Theorie, die Chancen-Struktur-Theorie, das Konzept der differentiellen Assoziation, der Subkultur-Ansatz sowie Theorien der sozialen Etikettierung (Labeling).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entstehung und Fortführung von Suchtverhalten durch soziologische Erklärungsmodelle transparent zu machen, um ein Verständnis für die multifaktoriellen Einflüsse auf den Einzelnen zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der existierende soziologische Konzepte und Erklärungsansätze der Devianzforschung für den Kontext von Substanzmissbrauch aufbereitet und diskutiert werden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der verschiedenen Theorien, deren Anwendung auf Suchtverhalten sowie eine kritische Reflexion ihrer jeweiligen Stärken und Schwächen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Anomie, Devianz, Labeling Approach, Suchtentstehung, Sozialstruktur und Soziokulturelle Ansätze.

Warum ist laut Autor der Subkultur-Ansatz in der heutigen Zeit besonders relevant?

Der Autor sieht darin eine wichtige Rolle, da Jugendliche in einer Zeit zunehmender familiärer und wirtschaftlicher Instabilität in Subkulturen oft den Halt, das Verständnis und die Gruppenzugehörigkeit suchen, die ihnen in ihrem primären Umfeld fehlen.

Welche Schwäche wird am Etikettierungsansatz kritisiert?

Der Autor kritisiert, dass dieser Ansatz die Betroffenen zu sehr von ihrer Eigenverantwortung entbinde und die Komplexität der Sucht nicht vollständig durch eine rein gesellschaftliche Zuschreibung erklärbar sei.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Suchttheorien
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1
Author
Svea Dahlström (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V37556
ISBN (eBook)
9783638368568
Language
German
Tags
Suchttheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svea Dahlström (Author), 2004, Suchttheorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37556
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