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Quantitatives Chancen- und Risikomanagement für Auftragnehmer des Bauhaupt- und Baunebengewerbes

Title: Quantitatives Chancen- und Risikomanagement für Auftragnehmer des Bauhaupt- und Baunebengewerbes

Master's Thesis , 2012 , 127 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Oliver Grzesko (Author)

Engineering - Civil Engineering
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Summary Excerpt Details

Baukosten sind zu einem bestimmten Zeitpunkt, bei bekannten Qualitäten und Quantitäten beliebig genau approximierbar. Sie bilden dabei eine Gerade auf einem Zeit – Kosten Diagramm. Einzig Änderungen durch den Bauherrn sowie bestimmte eintretende Risiken haben Einfluss auf den Verlauf der Kostenkurve. Wenn man Änderungswünsche des Bauherrn ausblendet (und damit auch sämtliche anderen Änderungen aus Sicht des Arbeitgebers für die er finanziell aufkommen muss) bleiben nur die Risiken, die den Verlauf einer vorbestimmten Kurve ändern können.

Es sollte demzufolge immer im Interesse eines Unternehmers sein, die innerhalb seiner Projekte bestehenden und auftretenden Risiken möglichst genau zu kennen. Nur dadurch kann er sein Unternehmen wirtschaftlich führen und langfristig erfolgreich steuern. Diejenigen Unternehmer, die heutzutage im Umfeld eines „starken Verdrängungs- sowie ruinösen Preiswettbewerb[s]“ (Meinen, 2004) immer noch denken, dass eine Betrachtung von Risiken nicht notwendig ist, oder dass „man den Auftrag bei genauer Risikobetrachtung und wirtschaftlicher Kalkulation“ sowieso nicht bekommt, spielen dabei stets mit der Zukunft ihres eigenen Unternehmens.

Im Rahmen dieser Arbeit wird der Autor versuchen, ein Risikomanagementsystem für kleinere und mittlere Firmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zu entwickeln. Dies soll einfach in die Kalkulationsabläufe implementierbar sein, um den Einstieg zu vereinfachen. Außerdem soll das System auf Standardsoftware basieren, um teure Investitionen zu verhindern.
Trotzdem soll es eine Aussagefähigkeit besitzen, die den Unternehmer vor teuren Fehlkalkulationen schützt und damit dazu beiträgt, den finanziellen Erfolg der Unternehmung langfristig zu sichern. Das System soll durchaus kein Ersatz für die teuren Systeme der Risikomanager darstellen. Es soll vielmehr die kleineren Unternehmen der Bauwirtschaft an dieses wichtige Thema heranführen und versteht sich als Übergang zwischen einem fehlenden Risikomanagementsystem und einem teuren ganzheitlichem Risikomanagement, wie es vielfach in Banken und Versicherungen und mittlerweile auch teilweise in großen Baufirmen praktiziert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und zentrale These

1.1. Zentrale These

1.2. Zielsetzung

1.3. Abgrenzung des Inhaltes

2. Einleitende Betrachtung

2.1. Begriffserläuterungen

2.1.1. Risiko

2.1.2. Gefahr / Schaden

2.1.3. Chance / Erfolg

2.1.4. Unidirektionales Risiko / reine (asymmetrische) Risiken

2.1.5. Bidirektionales Risiko / spekulative (symmetrische) Risiken

2.1.6. Abgrenzung der Definitionen dieser Arbeit

2.1.7. Monte – Carlo Simulation

2.2. Allgemeine Ansätze

2.2.1. Risikomanagement

2.2.2. Risikomanagement im Bauwesen

2.3. Risikokategorisierung

2.3.1. Allgemeine Unternehmensrisiken

2.3.2. Projektrisiken

2.4. Allgemeiner Ablauf eines Risikomanagementsystems

2.4.1. Risikoidentifikation

2.4.2. Risikoanalyse

2.4.3. Risikobewältigung

2.4.4. Risiko-Controlling

2.4.5. Übersicht der Maßnahmen

3. Darstellung vorhandener RM Systeme

3.1. Gründe für den Einsatz eines Risikomanagements in Firmen

3.2. Quantitatives Risikomanagement nach Meinen

3.2.1. Inhalt des Systems

3.2.2. Kritik

3.2.3. Anwendbarkeit auf das eigene System

3.3. ABC – Analyse nach Fischer, Maronde und Schwiers

3.3.1. Inhalt des Systems

3.3.2. Kritik

3.3.3. Anwendbarkeit auf das eigene System

3.4. Holistisches und Probabilisitisches Risikomanagement –Prozessmodell nach Busch

3.4.1. Inhalt des Systems

3.4.2. Kritik

3.4.3. Anwendbarkeit auf das eigene System

4. Eigener Ansatz zum Risikomanagement

4.1. Risikofelder und Identifikation

4.2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit und Tragweite

4.3. Checklisten zur Risikobewertung

4.3.1. Ermittlung der Nettoangebotssumme vor Wagnis

4.3.2. Skonto

4.3.3. Materialpreise

4.3.4. Geologie / Untergrund / Hydrologie

4.3.5. Witterung

4.3.6. Gesetze / Normen

4.3.7. Terminplanung / Strafe aus Terminverzug

4.3.8. Ausfall / Versagen eines Subunternehmers

4.3.9. Ausfall von Lieferanten

4.3.10. Ausfall von Geräten

4.3.11. Ressourcenbereitstellung

4.4. Risikomatrix

4.4.1. Definition

4.4.2. Clustern und erstellen der Risikomatrix

4.5. Risikoaggregation durch Monte Carlo Simulation

4.5.1. Allgemeines Vorgehen

4.5.2. Validierung der erzielten Ergebnisse

4.6. Berücksichtigung im Projekt

4.7. Risikosteuerung / Risikobewältigung

5. Fallbeispiel

5.1. Baubeschreibung

5.1.1. Allgemeines

5.1.2. Bauausführung

5.1.3. Weitere Rahmenbedingungen

5.2. Leistungsverzeichnis und Ansatz

5.2.1. Allgemeines

5.2.2. Leistungsverzeichnis

5.3. Ermittlung der Nettoangebotssumme vor Wagnis

5.4. Ermittlung der Wagniskosten

5.4.1. Festlegen der Randdaten

5.4.2. Ausfüllen der Checklisten

5.4.3. Zusammenfassung der Ergebnisse

5.4.4. Risikoaggregation durch MC-Simulation

5.4.5. Übernahme der Wagniskosten in die Kalkulation

5.5. Ermittlung der Nettoangebotssumme und Zuschläge

5.5.1. Ermittlung der Nettoangebotssumme

5.5.2. Umlageverteilung

5.5.3. Ermittlung der Einheitspreise

6. Evaluation anhand vergleichbarer Systeme

6.1. Ansatz BUSCH auf Projektebene

6.2. Prüfung des Ergebnisses

7. Zusammenfassende Beurteilung des erarbeiteten Konzeptes zum Risikomanagement

7.1. Fazit

7.1.1. Zusammenfassende Beurteilung zur Anwendbarkeit

7.1.2. Fazit

7.2. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit zielt darauf ab, ein pragmatisches Risikomanagementsystem für kleine und mittlere Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie komplexe Risikoanalyse-Methoden, insbesondere die Monte-Carlo-Simulation, in einer einfach handhabbaren Form mittels Standardsoftware (Excel) in bestehende Kalkulationsabläufe integriert werden können, um so die unternehmerische Entscheidungssicherheit zu erhöhen und Eigenkapital zu schützen.

  • Entwicklung eines quantitativen Risikomanagements für kleine und mittlere Bauunternehmen.
  • Methodische Integration der Risikoaggregation mittels Excel-basierter Monte-Carlo-Simulation.
  • Etablierung eines einheitlichen Systems zur Bewertung von Projekt- und operativen Risiken.
  • Reduzierung der Hürden für den Einstieg in ein systematisches Risikomanagement.
  • Validierung des erarbeiteten Ansatzes anhand eines Praxis-Fallbeispiels und Vergleich mit bestehenden Modellen.

Auszug aus dem Buch

1.1. Zentrale These

Baukosten sind zu einem bestimmten Zeitpunkt, bei bekannten Qualitäten und Quantitäten beliebig genau approximierbar. Sie bilden dabei eine Gerade auf einem Zeit – Kosten Diagramm. Einzig Änderungen durch den Bauherrn sowie bestimmte eintretende Risiken haben Einfluss auf den Verlauf der Kostenkurve. Wenn man Änderungswünsche des Bauherrn ausblendet (und damit auch sämtliche anderen Änderungen aus Sicht des Arbeitgebers für die er finanziell aufkommen muss) bleiben nur die Risiken, die den Verlauf einer vorbestimmten Kurve ändern können.

Es sollte demzufolge immer im Interesse eines Unternehmers sein, die innerhalb seiner Projekte bestehenden und auftretenden Risiken möglichst genau zu kennen. Nur dadurch kann er sein Unternehmen wirtschaftlich führen und langfristig erfolgreich steuern. Diejenigen Unternehmer, die heutzutage im Umfeld eines „starken Verdrängungs- sowie ruinösen Preiswettbewerb[s]“ immer noch denken, dass eine Betrachtung von Risiken nicht notwendig ist, oder dass „man den Auftrag bei genauer Risikobetrachtung und wirtschaftlicher Kalkulation“ sowieso nicht bekommt, spielen dabei stets mit der Zukunft ihres eigenen Unternehmens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung und zentrale These: Einführung in die Problematik der Baukalkulation bei unvorhersehbaren Risiken und Definition der Forschungsziele.

2. Einleitende Betrachtung: Klärung grundlegender Risikobegriffe und Darstellung standardisierter Risikomanagement-Prozesse.

3. Darstellung vorhandener RM Systeme: Analyse bestehender Risikomanagement-Ansätze aus der Fachliteratur hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit für das Baugewerbe.

4. Eigener Ansatz zum Risikomanagement: Beschreibung der Entwicklung eines praxisnahen Risikomanagementsystems auf Basis von Checklisten und Monte-Carlo-Simulation.

5. Fallbeispiel: Anwendung und Simulation des entwickelten Systems an einem konkreten Bauprojekt zur Angebotskalkulation.

6. Evaluation anhand vergleichbarer Systeme: Validierung des eigenen Ansatzes durch Vergleich mit den Ergebnissen aus der Dissertation von Thorsten Busch.

7. Zusammenfassende Beurteilung des erarbeiteten Konzeptes zum Risikomanagement: Reflexion über die Anwendbarkeit, den Nutzen des Systems und Ausblick auf künftige Entwicklungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Baugewerbe, Kalkulation, Monte-Carlo-Simulation, Projekt-Risiken, Risikoaggregation, Kostenschätzung, Bauprojekt, Unternehmensrisiken, Entscheidungsunterstützung, Wahrscheinlichkeit, Tragweite, Risikobewertung, Excel, Bauwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines quantitativen Chancen- und Risikomanagementsystems, das speziell auf die Bedürfnisse kleinerer und mittlerer Bauunternehmen zugeschnitten ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Felder sind die Risikoidentifikation, die quantitative Bewertung von Projektrisiken, deren Aggregation mittels Monte-Carlo-Simulation sowie deren praktische Einbindung in die Kalkulation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Übergang von einem fehlenden Risikomanagementsystem zu einem professionellen, aber dennoch pragmatisch und leicht implementierbaren System zu schaffen, ohne teure Spezialsoftware zu erfordern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die Monte-Carlo-Simulation als zentrales Werkzeug zur Risikoaggregation, welches durch tabellarische Kalkulationen in MS Excel umgesetzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse existierender Systeme, der Herleitung des eigenen Ansatzes, der Definition von Risikofeldern sowie der praktischen Anwendung des Modells an einem detaillierten Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Risikomanagement, Bauwirtschaft, Kalkulation, Monte-Carlo-Simulation und Risikoaggregation.

Wie unterscheidet sich dieser Ansatz von komplexen Banken-Modellen?

Der Fokus liegt auf der Praxistauglichkeit für kleine Betriebe; statt hochkomplexer mathematischer Modelle wird eine Excel-basierte Lösung genutzt, die in den normalen Kalkulationsalltag integriert werden kann.

Warum wird im Fallbeispiel ein spezielles "Restrisiko" definiert?

Das Restrisiko definiert den vom Unternehmer tolerierbaren Verlust. Dies ist notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu wahren, da bei einer zu konservativen Risiko-Absicherung die Angebotssummen exorbitant steigen würden.

Wie wurde die Zuverlässigkeit des entwickelten Systems validiert?

Das System wurde anhand eines Vergleichs mit den Berechnungen aus der Dissertation von Thorsten Busch geprüft, wobei die Abweichung der Ergebnisse unter einem Prozent lag.

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Details

Title
Quantitatives Chancen- und Risikomanagement für Auftragnehmer des Bauhaupt- und Baunebengewerbes
College
Technical University of Berlin  (Bauingenieur)
Grade
1,3
Author
Oliver Grzesko (Author)
Publication Year
2012
Pages
127
Catalog Number
V375570
ISBN (eBook)
9783668528628
Language
German
Tags
Chance Risiko Risikomanagement Monte-Carlo Simulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Grzesko (Author), 2012, Quantitatives Chancen- und Risikomanagement für Auftragnehmer des Bauhaupt- und Baunebengewerbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375570
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