Diese Masterarbeit gibt einen Überblick über die Auswirkungen der Erkenntnisse der Hirnforschung auf unterschiedliche moralphilosophische Theorien. Dabei wurden drei Theorien untersucht, die Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik.
Das erste Kapitel erläutert die Problemstellung, den Aufbau der vorliegenden Arbeit sowie die Grundbegriffe „Moral“, „Ethik“ und „Hirnforschung“. Das zweite Kapitel legt die moralphilosophischen Theorien Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik dar, um eine theoretische Grundlage für die Analyse zu schaffen. Gleiches gilt für das dritte Kapitel, welches die Entstehung der Hirnforschung sowie zeitgenössische Strömungen erklärt. Das vierte Kapitel gleicht die theoretischen Grundlagen in Form einer Analyse ab und leitet Erkenntnisse der moralphilosophischen Theorien im Vergleich zu relevanten Strömungen der Hirnforschung ab. Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, umreißt nochmals die Beschränkungen, welche die Hirnforschung der Ethik auferlegt und zeigt, welche Bereiche eventuell weiterer Untersuchungen bedürfen. Hier wird dann ein Ausblick darüber gegeben, welche Trends im Feld der Ethik und der Hirnforschung künftig im Fokus stehen werden und wo sich die Forschungsbereiche hin entwickeln.
Der Begriff „Moral“ geht auf Cicero zurück, welcher den Begriff „philosophia moralis“ als lateinischen Ausdruck neu geprägt hat. Der Begriff wird in der Literatur dezidiert diskutiert. Die Begriffe „Moralphilosophie“ und „Ethik“ werden in der Literatur als Synonym verwendet und sind von der Bedeutung her gleich. Es existieren zahlreiche Definitionen des Begriffs „Moral“, die Literatur ist sich überwiegend einig, dass Moral als diejenigen Normen zu verstehen sind, die in einem Kulturkreis vorherrschen. Die moralphilosophischen Theorien leiten sich aus dem Fachbereich der Philosophie ab. Die Eigenschaften der Theorien werden in Kapitel zwei genauer erläutert, ebenso die Herkunft und Entwicklung der Theorien. Der Begriff „Gerechtigkeit“ ist ebenfalls Teil der Arbeit. Der zweite Teil der Arbeit handelt von dem Thema Hirnforschung. Diese Arbeit greift Inhalte aus dem interdisziplinären Gebiet der Neuroethik, welches ethische, als auch gesellschaftliche Auswirkungen aktueller Entwicklungen der Neurowissenschaften thematisiert, auf. Weitere Grundbegriffe wie die einzelnen Bereiche des menschlichen Gehirns werden detailliert in Kapitel drei beschrieben. In diesem Zusammenhang wird dann auch die Relevanz der Hirnregionen erläutert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Gang der Untersuchung
- Grundbegriffe
- Moralphilosophische Ansätze
- Ungeachtet der Konsequenzen: Pflichtethik
- Sittlich richtig handeln: Tugendethik
- Die Lehre vom Gesellschaftsvertrag: Vertragsethik
- Hirnforschung im Wandel der Zeit
- Entstehung und Geschichte
- Aufbau und Relevanz der Hirnregionen
- Genese der Neuroethik
- Analyse: Moralphilosophie vs. Hirnforschung
- Pflichtethik
- Tugendethik
- Vertragsethik
- Die Idee von Gerechtigkeit
- Diskussion der Erkenntnisse
- Schlussbetrachtung
- Ausblick
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Entstehung der Moral aus Sicht der Hirnforschung und bewertet moralphilosophische Theorien unter diesem Aspekt. Sie beleuchtet die Entwicklung und Relevanz der Hirnregionen, die an moralischen Entscheidungen beteiligt sind, sowie die Genese der Neuroethik.
- Die Beziehung zwischen Moralphilosophie und Hirnforschung
- Die Rolle der Hirnforschung bei der Analyse moralischer Entscheidungen
- Die Entwicklung der Neuroethik und ihre Bedeutung für die Moral
- Die Anwendung der Hirnforschung auf verschiedene ethische Theorien
- Die Frage nach der Entstehung und dem Ursprung von Moral
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit dar, die sich mit der Frage nach der Entstehung der Moral aus Sicht der Hirnforschung beschäftigt. Sie erläutert den Gang der Untersuchung und definiert grundlegende Begriffe.
- Moralphilosophische Ansätze: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene moralphilosophische Ansätze wie Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik. Es erläutert die jeweiligen Kernideen und Argumentationslinien dieser Theorien.
- Hirnforschung im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel beleuchtet die Entwicklung der Hirnforschung, vom historischen Ursprung bis hin zu den modernen Ansätzen. Es beschreibt den Aufbau und die Relevanz der Hirnregionen sowie die Genese der Neuroethik.
- Analyse: Moralphilosophie vs. Hirnforschung: In diesem Kapitel werden die moralphilosophischen Ansätze aus dem Blickwinkel der Hirnforschung analysiert. Es wird untersucht, welche Erkenntnisse die Hirnforschung über die Entstehung und die neuronalen Grundlagen von Moral liefern kann.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselthemen Moral, Hirnforschung, Neuroethik, Pflichtethik, Tugendethik, Vertragsethik, Gerechtigkeit, Entscheidungsprozesse und die Interaktion zwischen Philosophie und Naturwissenschaften.
- Quote paper
- Benjamin Hies (Author), 2017, Die Entstehung der Moral. Bewertung moralphilosophischer Theorien aus Sicht der Hirnforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375744