Führungskräfte weisen bestimmte Kompetenzen auf, nehmen spezifische Aufgaben wahr, damit sich wirtschaftliche Unternehmen in Zeiten der zunehmenden Wettbewerbsintensität, Globalisierung, technologischen Entwicklungen, sowie innerbetrieblichen Dynamiken verändern und standhalten. Führungskräfte in sozialen Organisationen oder auch „Non- Profit- Organisationen“ streben nicht nach finanziellem Ertrag, sondern um die Erfüllung der Mission der Organisation, ihrer sozialen Wirkung oder Nachhaltigkeit. Als gelernte Bankfachwirtin und Erzieherin arbeitete ich bereits in einem wirtschaftlichen Unternehmen sowie in einer sozialen Einrichtung. Es kam für mich die Frage auf, wie sich die beiden Unternehmen hinsichtlich der Führung und Zusammenarbeit unterscheiden. Hierbei greife ich auf den institutionellen Organisationsbegriff zurück, welche Organisationen und Unternehmen gleichsetzt, folglich als ein soziales Gebilde mit mehreren Mitgliedern begreift.
Menschen und Organisationen zu führen ist keineswegs eine leichte Aufgabe, denn Führungskräfte führen keine Maschinen, deren Funktionen und Mechanismen sie steuern können, sondern lebende Systeme, in welchem jedes Individuum über bestimmte Eigenschaften und Charaktere verfügt. Sie können stur und eigensinnig sein, unerwartet reagieren und haben zudem den Drang selbstbestimmt zu handeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Motivation und Intention
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Führungsbegriff
3. Aufgaben einer Führungskraft
3.1. Personen orientierte Aufgaben
3.1.1. Kommunikation
3.1.2. Motivation
3.2. Sachorientierte Aufgaben
3.2.1. Sachbezogener Führungsprozess
3.2.2. Qualitätsmanagement
4. Eigenschaften einer Führungskraft
5. Führungsstil
6. Praxistransfer
6.1. Aufgaben eines Beratungszentrums
6.2. Führung und Zusammenarbeit
6.3. Führungsrolle der Leitung
6.4. Leitlinien der Zusammenarbeit
7. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Führungspraxis zwischen wirtschaftlichen Unternehmen und sozialen Organisationen. Das primäre Ziel ist es, basierend auf dem institutionellen Organisationsbegriff, ein Verständnis für die Anforderungen an Führungskräfte in diesen unterschiedlichen Kontexten zu entwickeln und konkrete Leitlinien für die Zusammenarbeit in einer sozialen Einrichtung abzuleiten.
- Vergleichende Analyse von Führung in Profit- und Non-Profit-Organisationen
- Aufgaben, Eigenschaften und Führungsstile im Wandel der Zeit
- Bedeutung von Kommunikation und Motivation als Führungsinstrumente
- Methodik des sachbezogenen Führungsprozesses und Qualitätsmanagements
- Praktische Implementierung kooperativer Leitlinien in Beratungszentren
Auszug aus dem Buch
3.1. Personen orientierte Aufgaben
Personenorientierung bedeutet, dass diese Aufgaben den Fokus auf die Kooperation mit den Mitarbeitern legt. Mitarbeiterorientierte Führung ist der Weg, der im Arbeitsalltag zu gesunden, motivierten Mitarbeitern führt, die ihre Potenziale im beruflichen Umfeld ausschöpfen können.
Lernen, Entwicklung und Fortschritt braucht vor allem eines: Emotionale Beteiligung. Kommunikation, Motivation und Konfliktmanagement sind elementare Aufgaben einer Führungskraft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Arbeit, die sich aus dem Vergleich von Führung in Wirtschaft und sozialen Organisationen speist, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Führungsbegriff: Erörtert die Problematik der Definitionsfindung von Führung und leitet den Begriff als wechselseitigen Beeinflussungsprozess zur Zielerreichung ab.
3. Aufgaben einer Führungskraft: Differenziert zwischen personenbezogenen Aufgaben wie Kommunikation und Motivation sowie sachorientierten Aufgaben wie Prozessmanagement.
4. Eigenschaften einer Führungskraft: Analysiert auf Basis der Eigenschaftstheorie, welche Fähigkeiten eine Führungskraft auszeichnen, wobei die situative Abhängigkeit betont wird.
5. Führungsstil: Untersucht das Spektrum an Führungsstilen und deren Abhängigkeit von internen und externen Faktoren.
6. Praxistransfer: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf ein soziales Beratungszentrum und stellt erarbeitete Leitlinien für eine kooperative Zusammenarbeit vor.
7. Schlussfolgerung: Führt die Analyse zusammen und bestätigt, dass trotz unterschiedlicher Ziele (Gewinnmaximierung vs. sozialer Auftrag) eine ähnliche methodische Basis in der Führung existiert.
Schlüsselwörter
Führungspsychologie, Personalführung, Soziale Organisation, Unternehmensführung, Kommunikation, Motivation, Führungskraft, Qualitätsmanagement, Führungsprozess, Organisationskultur, Mitarbeiterführung, Praxistransfer, Führungsstil, Teamentwicklung, Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Führung von Menschen in unterschiedlichen Organisationsformen – konkret im Vergleich zwischen wirtschaftlichen Unternehmen und sozialen Einrichtungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den Führungsbegriff, die Aufgaben einer Führungskraft (personell und sachlich), notwendige Eigenschaften, Führungsstile sowie die praktische Umsetzung von Leitlinien der Zusammenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Führungsverständnis beider Sektoren herauszuarbeiten und die Ergebnisse in einem Praxistransfer auf eine soziale Beratungsstelle anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem Praxistransfer, bei dem in einem Study Consulting Projekt Leitlinien für die Zusammenarbeit entwickelt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Führungskompetenzen, Motivationsmodellen (z.B. Maslow/Herzberg) und Managementprozessen diskutiert und dem Praxistransfer gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Führungspsychologie, Mitarbeiterführung, soziale Organisationen und Organisationskultur definieren.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in der sozialen Beratung?
Sie fungiert als entscheidendes Führungsinstrument, wobei der Fokus stark auf dem direkten, persönlichen Austausch liegt, im Gegensatz zur technologieorientierten Kommunikation in Wirtschaftsunternehmen.
Wie unterscheidet sich das Qualitätsmanagement in sozialen Organisationen?
Soziale Organisationen nutzen zunehmend Qualitätsmanagementsysteme aus der Wirtschaft, passen diese jedoch an ihre spezifische Gemeinnützigkeit und den gesellschaftlichen Leistungsauftrag an.
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- Mary P. (Autor), 2017, Führung in sozialen Organisationen und wirtschaftlichen Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375773