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Die Stabilität der saudischen Monarchie anhand des Drei-Säulen Modells nach Gerschewski

Titel: Die Stabilität der saudischen Monarchie anhand des Drei-Säulen Modells nach Gerschewski

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Paul Kruse (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Saudi Arabien. Die absolute Monarchie ist seit 1932 stabil bzw. persistent. Doch durch welche spezifischen Herrschaftsmechanismen versucht das Regime diese Stabilität aufrecht zu erhalten? Reichen harte Repression und großzügige Wohlfahrtsleistungen aus , um nachhaltig Stabilität zu generieren? Um dieser Frage nachzugehen, wird in der vorliegenden Arbeit auf das Drei-Säulen-Modell nach Johannes Gerschewski (2013) zurückgegriffen und die zentrale Fragestellung behandelt: „Inwieweit lässt sich die Stabilität der saudischen Monarchie anhand des Drei-Säulen Modells nach Gerschewski erklären?“

Im empirischen Teil wird das Modell anschließend auf das Fallbeispiel Saudi Arabien angewandt. Hierzu werden die drei Säulen erläutert, das Modell wird beschrieben und in den Forschungsstand der neueren Autokratieforschung eingeordnet. Anschließend werden die aus dem Modell deutlich werdenden Maßzahlen auf das Fallbeispiel Saudi-Arabien angewandt. Des Weiteren werden besondere Einflussfaktoren auf die Stabilität und einzelne Säulen, wie der Status als Rentierstaat oder externe Unterstützung, thematisiert und eingeordnet. Anschließend wird ein Ausblick der Stabilität Saudi-Arabiens geliefert und im Fazit abschließend Bezug auf die Ergebnisse der herangezogener Studien genommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Drei-Säulen-Modell nach Gerschewski (2013)

2.1 Legitimation

2.2 Kooptation

2.3 Repression

2.4 Rentierstaaten - Legitimation durch Performanz?

3. Fallbeispiel Saudi-Arabien

3.1 Legitimation

3.2 Kooptation

3.3 Repression

3.4 Saudi-Arabiens „Vision 2030“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stabilität der saudischen Monarchie unter Anwendung des Drei-Säulen-Modells nach Johannes Gerschewski. Dabei wird analysiert, inwieweit die Mechanismen Legitimation, Kooptation und Repression zur Persistenz des Regimes beitragen und welche Rolle die Abhängigkeit von Erdöleinnahmen sowie externe Faktoren dabei spielen.

  • Analyse von Herrschaftsmechanismen in autokratischen Regimen
  • Untersuchung der saudischen Monarchie als Fallbeispiel
  • Die Rolle von Legitimation, Kooptation und Repression für die Stabilität
  • Einfluss von Rentierstaat-Strukturen und Wirtschaftsreformen
  • Bedeutung der Allianz zwischen Herrscherhaus und religiöser Elite

Auszug aus dem Buch

2.3 Repression

Repression ist zweifelsohne eines der Kerninstrumente autoritärer Langlebigkeit, auch wenn diese durch Repression allein nicht gewährleistet werden kann. In der vorliegenden Arbeit wird Repression nach Gerschewski in Bezug auf die Definition von Davenport verstanden als: „actual or threatened use of physical sanctions against an individual or organization, within the territorial jurisdiction of the state, for the purpose of imposing a cost on the target as well as deterring specific activities“ (zitiert nach Gerschewski 2013, S. 21).

Daran anschließend wird Repression nochmals in zwei Stufen unterteilt. „Harte“ Repressionsmaßnahmen beinhalten physische Gewalt gegen Individuen und Gruppen, wohingegen „weiche“ Repression „low intensity coercion“ bedeutet, also subtilerer Zwang, wie die Einschränkung von bürgerlichen Freiheiten (Gerschewski et al. 2012, S. 115). Autokraten verfolgen mit der Anwendung von Repression verschiedene Ziele, die je nach Bedrohungslage variieren können.

So führen Gerschewski et al. (2012) weiterhin Davenports Auslegung dieser Ziele an: „(a) setting general limits within which citizens can act; (b) controlling or eliminating specific challenges (real or imagined) to existing political leaders, institutions, and/or practices; and (c) faciliating movement in a particular direction - e.g., a preferred strategy or development or ideological orientation“ (Davenport 2007, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der autokratischen Stabilität im Kontext der MENA-Region ein und begründet die Anwendung des Drei-Säulen-Modells auf den Fall Saudi-Arabien.

2. Das Drei-Säulen-Modell nach Gerschewski (2013): Das Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen, der Legitimation, Kooptation und Repression als komplementäre Herrschaftsmechanismen verknüpft, um Regimestabilität zu erklären.

3. Fallbeispiel Saudi-Arabien: Hier wird das theoretische Modell auf Saudi-Arabien angewandt und die Mechanismen der Herrschaftssicherung sowie die Bedeutung der Wirtschaftsstruktur für das Überleben der Monarchie analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des Modells zur Erklärung der saudischen Regimestabilität unter Berücksichtigung der Abhängigkeit von Erdölrenten.

Schlüsselwörter

Autokratieforschung, Regimestabilität, Saudi-Arabien, Drei-Säulen-Modell, Legitimation, Kooptation, Repression, Rentierstaat, Monarchie, Al Sa’ud, Wahhabismus, Vision 2030, Herrschaftsmechanismen, politische Reformen, politische Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Stabilität der absoluten Monarchie in Saudi-Arabien unter Verwendung des politikwissenschaftlichen Drei-Säulen-Modells von Johannes Gerschewski.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Autokratieforschung, die Analyse von Herrschaftsmechanismen wie Legitimation und Repression sowie die wirtschaftlichen Besonderheiten eines Rentierstaates.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit das Drei-Säulen-Modell erklären kann, warum das saudische Regime seit 1932 stabil bzw. persistent geblieben ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen deduktiven Ansatz, indem ein theoretisches Modell der Autokratieforschung (Gerschewski) auf eine konkrete Einzelfallstudie (Saudi-Arabien) angewandt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Säulen – Legitimation durch Religion und Wohlfahrt, Kooptation von Eliten und Bevölkerung sowie Repression – detailliert auf den saudischen Kontext übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Autokratie, Regimestabilität, Rentierstaat, Legitimation und Herrschaftsmechanismen charakterisiert.

Wie spielt die Religion bei der Legitimation in Saudi-Arabien eine Rolle?

Die Religion, speziell der Wahhabismus, fungiert als Basis für die "diffuse" Legitimation des Königshauses, die durch die Allianz mit der religiösen Elite (Familie Al Shaikh) abgesichert wird.

Welche Rolle spielt die "Vision 2030" für die Regimestabilität?

Die "Vision 2030" ist der Versuch des Kronprinzen, die Abhängigkeit von Ölrenten zu verringern, um die langfristige Stabilität des Regimes auch in einer post-ölbasierten Wirtschaft zu sichern.

Warum wird Saudi-Arabien als Rentierstaat bezeichnet?

Saudi-Arabien bezieht den Großteil seiner Staatseinnahmen aus dem Export von Rohöl, was dem Regime ermöglicht, durch soziale Leistungen und Subventionen Legitimation ("Output-Legitimität") zu erzeugen.

Wie wird Repression in der saudischen Monarchie ausgeübt?

Repression äußert sich sowohl durch harte Maßnahmen, wie die Inhaftierung von politischen Aktivisten und Kritikern, als auch durch subtilere Formen der Kontrolle von bürgerlichen Freiheiten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Stabilität der saudischen Monarchie anhand des Drei-Säulen Modells nach Gerschewski
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Politische Wissenschaft)
Note
1,3
Autor
Paul Kruse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V375837
ISBN (eBook)
9783668525597
ISBN (Buch)
9783668525603
Sprache
Deutsch
Schlagworte
saudi arabien stabilität drei-säulen-modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paul Kruse (Autor:in), 2017, Die Stabilität der saudischen Monarchie anhand des Drei-Säulen Modells nach Gerschewski, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375837
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Leseprobe aus  19  Seiten
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