Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Die Position Habermas zum Phänomen Globalisierung. Auswirkungen, Chancen und Gefahren

Title: Die Position Habermas zum Phänomen Globalisierung. Auswirkungen, Chancen und Gefahren

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Christian Schulz (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit werde ich versuchen, die Position Jürgen Habermas zum Phänomen 'Globalisierung' darzustellen. Mir ist wichtig zu zeigen, dass Jürgen Habermas die Auswirkungen der Globalisierung auf demokratische Legitimationsformen der nationalen, europäischen und internationalen Ebene sowohl als Gefahren für den demokratischen Nationalstaat erkennt, er das Globalisierungsphänomen aber auch als Chance und Herausforderung begreift.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Habermas über Demokratie und Nationalstaat

3 Die Position Habermas zur Globalisierung

3.1 Definition

3.2 Auswirkungen der Globalisierung auf den Nationalstaat

3.2.1 Verlust staatlicher Kontrollfähigkeiten

3.2.2 Zunehmende Legitimationsdefizite im Entscheidungsgang

3.2.3 Eingeschränkte Legitimität

3.2.4 Auswirkungen auf die kollektive Identität

3.3 Globalisierung als Chance

4 Erweiterte Schließung der Öffnung

4.1 Europäische Union

4.2 Die Vereinten Nationen

5 Schlussfolgerungen

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Haltung von Jürgen Habermas zum Phänomen der Globalisierung, wobei der Fokus auf den Auswirkungen auf den demokratischen Nationalstaat sowie den identifizierten Gefahren und Chancen liegt. Die Forschungsfrage untersucht, wie die durch die Globalisierung verursachte Öffnung und Entgrenzung des Nationalstaats durch eine "erweiterte Schließung" und eine "Weltinnenpolitik ohne Weltregierung" demokratisch kompensiert werden kann.

  • Demokratietheoretische Einordnung von Habermas' deliberativem Modell.
  • Analyse der funktionalen und legitimitätsbezogenen Entmachtung des Nationalstaats.
  • Diskussion des Globalisierungsprozesses als Herausforderung und Chance für politische Gestaltung.
  • Strategien der erweiterten Schließung am Beispiel der EU und der Vereinten Nationen.
  • Reflektion über die Vision einer Weltinnenpolitik zur Sicherung demokratischer Standards.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Habermas definiert Globalisierung als eine in den 1970er Jahren beginnende Entwicklung, die hauptsächlich durch einen unaufhaltsamen Trend zur Entgrenzung gekennzeichnet ist (Habermas 1997: 145). Jürgen Habermas benutzt den Begriff für die Beschreibung eines Prozesses, nicht eines Endzustandes (Habermas 1998:101). Eine zunehmende wirtschaftliche und politische Verflechtung, eine Zunahme von weltumspannenden Kommunikationsnetzwerken und ein wachsender Einfluss transnationaler Unternehmen sowie neue globale Risken sind für Habermas Kennzeichen des Phänomens Globalisierung: „Er [der Globalisierungsprozess] kennzeichnet den zunehmenden Umfang und die Intensivierung von Verkehrs-, Kommunikations- und Austauschbeziehungen über nationale Grenzen hinweg“ (Habermas 1998: 101).

Jürgen Habermas verwendet den Terminus aber auch in Bezug auf „die interkontinentale Ausbreitung von Telekommunikation, Massentourismus oder Massenkultur“ als auch auf die „grenzüberschreitenden Risiken von Großtechnik und Waffen- und Drogenhandel (Habermas 1998: 106), auf die weltweiten Nebenwirkungen der überlasteten Ökosysteme oder die übernationale Zusammenarbeit von Regierungs- oder Nicht-Regierungsorganisationen“ (Habermas 1998: 102).

Der Begriff „Netzwerk“ ist für Habermas ein wichtiges Element des Globalisierungsphänomens: „Netzwerk ist zu einem Schlüsselwort geworden, gleichviel ob es sich um Transportwege für Güter und Personen, um die Ströme von Waren, Kapital und Geld, um die elektronische Übertragung und Verarbeitung von Informationsflüssen oder um ökologische Kreisläufe zwischen Mensch, Technik und Natur handelt“ (Habermas 1998: 102).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in Habermas' Diagnose der postnationalen Konstellation ein und skizziert das Ziel, die Auswirkungen der Globalisierung auf den demokratischen Nationalstaat zu untersuchen.

2 Habermas über Demokratie und Nationalstaat: Dieses Kapitel erläutert das Modell der deliberativen Demokratie und beschreibt den Nationalstaat als historisch erfolgreiches Instrument zur sozialen Integration.

3 Die Position Habermas zur Globalisierung: Hier wird der Globalisierungsbegriff definiert und dessen negative Auswirkungen auf Handlungsfähigkeit, Legitimität und Identität des Nationalstaats sowie die Chancen für eine transnationale Regulierung dargelegt.

4 Erweiterte Schließung der Öffnung: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit einer politischen Integration auf supranationaler Ebene am Beispiel der Reformen der EU und der Vereinten Nationen.

5 Schlussfolgerungen: Die Schlussfolgerung fasst die Vision einer Weltinnenpolitik ohne Weltregierung als Antwort auf die durch Globalisierung verursachte Fragmentierung zusammen.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, Zeitungsbeiträge und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Jürgen Habermas, Globalisierung, Nationalstaat, deliberative Demokratie, postnationale Konstellation, Weltinnenpolitik, politische Integration, Europäische Union, Vereinte Nationen, transnationale Wirtschaft, Entgrenzung, soziale Integration, demokratische Legitimität, Verfassungspatriotismus, Weltgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die theoretische Auseinandersetzung von Jürgen Habermas mit der Globalisierung und deren Folgen für die demokratische Struktur des Nationalstaats.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder umfassen die Krise des Nationalstaats, die Legitimitätsprobleme durch globale Märkte, die kulturelle Identität sowie die Möglichkeiten supranationaler politischer Organisation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Habermas' Konzept einer "erweiterten Schließung" der Gesellschaft durch transnationale Institutionen als Antwort auf die Globalisierung verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine analytische Betrachtung und Darstellung der Haltung von Habermas basierend auf seinen politischen Essays und Schriften zur Globalisierung.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Demokratietheorie, die Auswirkungen der Globalisierung auf Souveränität und Identität sowie Lösungsansätze durch politische Integration in EU und UN.

Welche Keywords beschreiben den Kern dieser Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie "postnationale Konstellation", "deliberative Demokratie", "Weltinnenpolitik" und "Legitimationsdefizite" charakterisieren.

Inwiefern beeinflusst das Internet laut Habermas den Prozess der Globalisierung?

Das Internet fungiert als Beschleuniger der Globalisierung und führt laut Habermas zu einer transparenteren, aber gleichzeitig semantisch degenerierten Öffentlichkeit.

Warum hält Habermas eine "Weltregierung" für keine ideale Lösung?

Eine Weltregierung ist laut Habermas weder realistisch noch wünschbar, da sie sich aufgrund der Kernaufgaben der Vereinten Nationen ausschließt und stattdessen ein weltweiter Konsens als Legitimationsgrundlage notwendig ist.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Position Habermas zum Phänomen Globalisierung. Auswirkungen, Chancen und Gefahren
College
University of Hamburg
Course
Habermas
Grade
3,0
Author
Christian Schulz (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V37583
ISBN (eBook)
9783638368797
ISBN (Book)
9783638624619
Language
German
Tags
Position Habermas Phänomen Globalisierung Auswirkungen Chancen Gefahren Habermas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schulz (Author), 2005, Die Position Habermas zum Phänomen Globalisierung. Auswirkungen, Chancen und Gefahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37583
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint