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Social Engineering. Psychologische Faktoren der sozialen Manipulation

Psychologische Faktoren der sozialen Manipulation

Titre: Social Engineering. Psychologische Faktoren der sozialen Manipulation

Thèse de Master , 2017 , 54 Pages , Note: 1,1

Autor:in: Alex Elisabeth Eigenseer (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, umfassend über das Phänomen Social Engineering inklusive verschiedener Angriffsarten, Anwenderkreise und Schutzmaßnahmen zu informieren. Im zweiten Teil der Arbeit werden die psychologischen Mechanismen menschlicher Denkprozesse aufgedeckt, die Social Engineers bei ihrem Vorgehen nutzen.

Allgemein wird unter Social Engineering die Manipulation Anderer unter Ausnutzung bestimmter Charakteristika der menschlichen Natur verstanden – im Kontext der IT-Sicherheit bezeichnet Social Engineering die Ausbeutung menschlicher Schwachstellen der Informations- und Datensicherheit, bei der Nutzer von Computersystemen mit psychologischen Tricks zur Herausgabe sensibler Informationen veranlasst werden. Historisch betrachtet gibt es Social Engineering schon, seit es Menschen gibt – die dahinterliegenden psychologischen Mechanismen sind evolutionär tief im Menschen verankert und bieten Kennern seit jeher effiziente Angriffspunkte zur Manipulation ihrer Mitmenschen.

Unternehmen haben vor allem mit den im Zuge eines Social Engineering Angriffs entstehenden, enormen finanziellen Schädigungen zu kämpfen. Der deutsche Digitalverband Bitkom bat im Rahmen der Spezialstudie Wirtschaftsschutz im Januar 2016 349 betroffene Industrieunternehmen, die dadurch entstandenen finanziellen Schäden zu schätzen. Das Ergebnis: 44,7 Milliarden Euro Schadenssumme allein in den letzten zwei Jahren und nur innerhalb der befragten Stichprobe (Bitkom, 2016). Die Dunkelziffer dürfte diese Zahl um einiges übersteigen, denn Social Engineers arbeiten mit dem Ziel der absoluten Diskretion, sodass Vorfälle oftmals gar nicht oder erst sehr spät entdeckt werden. Neben immensen finanziellen Einbußen sind typische Folgen von Social Engineering in Unternehmen der Verlust von Wettbewerbsvorteilen und innovativen Ideen durch Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, Imageverlust bei Kunden und Lieferanten oder Probleme aufgrund gestohlener personenbezogener Daten von Mitarbeitern oder Kunden. Das Thema ist somit vor allem in Zeiten der Digitalisierung von höchster Relevanz.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Social Engineering

2.1 Begriffsbestimmung

2.1.1 Computer-Based Social Engineering

2.1.2 Human-Based Social Engineering

2.1.3 Reverse Social Engineering

2.2 Social Engineers – eine Klassifikation

2.3 Schutzmaßnahmen

2.3.1 Schutz vor Computer-Based Social Engineering Angriffen

2.3.2 Schutz vor Human-Based Social Engineering Angriffen

2.3.2.1 Traditionelle Schutzkonzepte

2.3.2.2 Moderne Schutzkonzepte

2.3.2.2.1 Trainings- und Sensibilisierungsprogramme

2.3.2.2.2 Social Engineering Assessments

3. Manipulation

3.1 Zwei Systeme menschlichen Denkens

3.2 Heuristiken

3.2.1 Kognitive Heuristiken

3.2.1.1 Sure-Gain Heuristik

3.2.1.2 Optimismus

3.2.1.3 Heuristik der Kontrolle

3.2.1.4 Affekt-Heuristik

3.2.1.5 Verfügbarkeitsheuristik

3.2.1.6 Bestärkungs-Heuristik

3.2.2 Soziale Heuristiken

3.2.2.1 Reziprozität

3.2.2.2 Konsistenz und Commitment

3.2.2.3 Soziale Bestätigung

3.2.2.4 Sympathie

3.2.2.5 Autorität

3.2.2.6 Knappheit

6. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen Social Engineering und beleuchtet dessen psychologische Wirkungsmechanismen, um aufzuzeigen, wie menschliche Schwachstellen für Manipulationen ausgenutzt werden und wie sich Organisationen sowie Individuen davor schützen können.

  • Psychologische Grundlagen menschlicher Entscheidungsfindung und Manipulation
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Social-Engineering-Angriffstechniken
  • Klassifizierung von Social Engineers und deren Vorgehensweisen
  • Entwicklung und Implementierung effektiver Schutzkonzepte für Unternehmen
  • Bedeutung von Sicherheitsbewusstsein und Trainingsmaßnahmen im Arbeitsalltag

Auszug aus dem Buch

3.1 Zwei Systeme menschlichen Denkens

Die Basis, die Manipulation durch Social Engineers ermöglicht, liegt letztlich in der Existenz zweier Systeme, die menschliche Denkprozesse auf unterschiedliche Weise steuern. Diese werden automatisches System und willentliches System, oder vereinfacht System 1 und 2 genannt. Daniel Kahneman beschreibt diese folgendermaßen:

System 1 – automatisches System: Dieses arbeitet automatisch, d. h. ohne willentliche Steuerung, ist zur schnellen Informationsverarbeitung fähig und erfordert keine Konzentration oder bewusste Aufmerksamkeitssteuerung.

System 2 – willentliches System: Dieses lenkt die Aufmerksamkeit auf anstrengende mentale Aktivitäten, ist für explizite Überzeugungen und bewusste Entscheidungen zuständig und an das subjektive Erleben von Handlungsmacht und Konzentration gekoppelt.

Der Nutzen eines automatischen Denksystems im Sinne von System 1 liegt begründet in der begrenzten Informationsverarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns. Ist der Mensch zweifellos das am weitesten entwickelte Lebewesen auf dieser Welt, so leben wir doch in einer höchst komplexen und dynamischen Umwelt. Diese macht es schier unmöglich, permanent alle Informationen die auf uns einwirken aufzunehmen, zu analysieren und unsere Entscheidungen unter Berücksichtigung aller existierenden Fakten zu treffen. Daher kommen die meisten Entscheidungen des Alltags ohne willentliche Steuerung, also unbewusst durch Aktivitäten von System 1 zustande.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Social Engineering ein und illustriert anhand des Beispiels „Gosling-Gate“ die Wirksamkeit psychologischer Manipulationstechniken, die sowohl im Alltag als auch in Unternehmen zu erheblichen Schäden führen können.

2. Social Engineering: Das Kapitel definiert Social Engineering, klassifiziert Angreifer, unterscheidet zwischen computer- und humanbasierten Angriffen sowie Reverse Social Engineering und diskutiert notwendige Schutzmaßnahmen für Unternehmen.

3. Manipulation: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Mechanismen der Manipulation, indem es das Zwei-Systeme-Modell menschlichen Denkens vorstellt und aufzeigt, wie kognitive und soziale Heuristiken als Einfallstore für Social Engineers dienen.

6. Diskussion und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die menschliche Vulnerabilität für Manipulationen angeboren ist und betont, dass nicht technische Lösungen allein, sondern die Sensibilisierung des Faktors Mensch der entscheidende Faktor für eine effektive Sicherheitskultur darstellt.

Schlüsselwörter

Social Engineering, Manipulation, Psychologie, Informationssicherheit, Heuristiken, System 1, System 2, Sicherheitstraining, Awareness, Pretext, Sozialer Einfluss, Schutzkonzepte, Menschlicher Faktor, Risikomanagement, Informationsdiebstahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Social Engineering als Angriffstechnik, die psychologische Schwachstellen des Menschen ausnutzt, um sensible Informationen zu erlangen oder Handlungen zu manipulieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Einordnung durch Heuristiken, der Klassifizierung von Angriffstechniken und der Entwicklung nachhaltiger organisatorischer Schutzkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Mechanismen der sozialen Manipulation zu schaffen, um die Notwendigkeit menschlicher Sensibilisierung gegenüber rein technischen Sicherheitslösungen zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung psychologischer Fachliteratur, ergänzt durch die Analyse von Branchenstudien zur IT-Sicherheit und die Anwendung aktueller Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Klassifizierung von Social Engineering, eine detaillierte Darstellung von Schutzmaßnahmen sowie eine psychologische Analyse der menschlichen Entscheidungsfindung durch kognitive und soziale Heuristiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Social Engineering, Manipulation, Heuristiken, Awareness, Informationssicherheit, psychologische Mechanismen und Sicherheitskultur.

Wie nutzen Social Engineers die menschliche Schwäche aus?

Sie adressieren das „System 1“ des menschlichen Gehirns, welches automatisch und unbewusst agiert, um durch soziale Heuristiken wie Autorität, Sympathie oder Knappheit schnellen Gehorsam zu erzwingen.

Welche Rolle spielt das „Zwei-Systeme-Modell“ in der Arbeit?

Es dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, warum Menschen leicht manipulierbar sind, wenn ihr langsames, rationales Denken (System 2) durch psychologische Tricks umgangen wird.

Warum sind technische Schutzmaßnahmen oft nicht ausreichend?

Technik kann zwar Hürden aufbauen, doch der Mensch bleibt laut der Autorin das „schwächste Glied“, da Sicherheitssoftware durch Täuschung umgangen oder abgeschaltet werden kann, wenn kein Bewusstsein für die Bedrohung besteht.

Was macht ein effektives „Social Engineering Assessment“ aus?

Ein solches Assessment simuliert einen echten Angriff, um Schwachstellen in den Prozessen und dem Bewusstsein der Mitarbeiter aufzudecken, wobei die Erkenntnisse anschließend zur Optimierung der Trainingsprogramme genutzt werden sollten.

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Résumé des informations

Titre
Social Engineering. Psychologische Faktoren der sozialen Manipulation
Sous-titre
Psychologische Faktoren der sozialen Manipulation
Note
1,1
Auteur
Alex Elisabeth Eigenseer (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
54
N° de catalogue
V375847
ISBN (ebook)
9783668525184
ISBN (Livre)
9783668525191
Langue
allemand
mots-clé
Social Engineering Business Psychology Wirtschaftspsychologie Psychologie Manipulation Beeinflussung Sozialpsychologie Kevin MItnick Robert Cialdini Human Hacking Hacking Social Hacking Spionage
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alex Elisabeth Eigenseer (Auteur), 2017, Social Engineering. Psychologische Faktoren der sozialen Manipulation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375847
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Extrait de  54  pages
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