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Stadttypen in der Frühen Neuzeit

Titel: Stadttypen in der Frühen Neuzeit

Hausarbeit , 2015 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Tretow (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Was wurde in der Frühen Neuzeit als Stadt definiert? Wie wirkten sich die Veränderungen der Frühen Neuzeit auf die Städte aus? Für die Stadttypen (Berg-, Exulanten-, Festungs-, Haupt- und Residenzstadt) sollen in dieser Hausarbeit besonders die deutschen, sächsischen Städte Freiberg, Johanngeorgenstadt, Dresden und die baden-württembergische Stadt Mannheim in der absolutistischen Zeit betrachtet werden. Die jeweiligen Kapitel der Hausarbeit beschreiben die genannten Stadttypen zunächst definitorisch. Im Anschluss dieser Definitionsversuche werden die bereits genannten Städte analytisch betrachtet und versucht ihre kategorische Relevanz zu erschließen. Inwiefern lassen sich die frühneuzeitlichen Städte in einen Typus kategorisieren oder auch nicht?

Verwendet werden hauptsächlich Quellen aus den Sonderbuchsammlungen, Magazinen und Kupferstichsammlungen der Bibliotheken Erfurt, Dresden, Gotha sowie aus den digitalisierten, historischen Beständen der Bibliotheken in Heidelberg und Freiberg.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Frühneuzeitliche Stadttypen

2.1 Die Bergstadt

2.1.1 Eine Beispielstadt: Freiberg in Sachsen

2.2 Die Exulantenstadt

2.2.1 Eine Beispielstadt: Johanngeorgenstadt in Sachsen

2.3 Die Festungsstadt

2.3.1 Eine Beispielstadt: Mannheim in Baden-Württemberg

2.4 Die Haupt- und Residenzstadt

2.4.1 Eine Beispielstadt: Dresden in Sachsen

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die stadtgeschichtliche Entwicklung und Kategorisierung frühneuzeitlicher Stadttypen in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die Relevanz und Anwendbarkeit verschiedener stadtgeschichtlicher Kategorisierungsversuche anhand spezifischer Fallbeispiele zu analysieren und zu hinterfragen, inwiefern sich frühneuzeitliche Städte in definierte Typen einordnen lassen.

  • Analyse frühneuzeitlicher Stadttypen (Berg-, Exulanten-, Festungs-, Haupt- und Residenzstädte).
  • Untersuchung der städtebaulichen und sozioökonomischen Strukturveränderungen zwischen 1500 und 1800.
  • Kritische Auseinandersetzung mit mediävistisch geprägten Kategorisierungsansätzen.
  • Detaillierte Betrachtung konkreter Beispielstädte wie Freiberg, Johanngeorgenstadt, Mannheim und Dresden.
  • Bewertung des Einflusses absolutistischer Herrschaftsstrukturen auf das Stadtbild und die Stadtplanung.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Eine Beispielstadt: Freiberg in Sachsen

Als ein exemplarisches, frühneuzeitliches Beispiel einer Bergstadt kann die Stadt Freiberg in Sachsen angeführt werden. Die Bergstadt wird im absolutistischen Territorialstaat im Zeitrahmen von 1648 bis 1789 beleuchtet.29

Zunächst ein kleiner Rückblick: Im Jahre 1162 wurde Freiberg zur Szenerie geschriebener Geschichte. In diesem Jahr hatten Rodungsbauern erstmals begonnen Dörfer zu gründen. Die Vorläufersiedlung Freibergs, namens Christiansdorf, wurde zwischen 1156 und 1162 gegründet. Es waren erst wenige Hofstätte, Äcker und Wiesen vorhanden, als in der Dorfflur um 1168 Silbererz entdeckt wurde. Dieser Fund prägte die Geschichte Freibergs entscheidend.30

Im Oktober 1648 stellte sich der Westfälische Frieden von Münster und Osnabrück ein. Freibergs Einwohnerzahlen hatten sich von über 12000 im Jahre 1600 auf rund 6500 Menschen reduziert. Insgesamt konnte die Stadt Freiberg um 1649 nur noch 500 wehrhafte Männer zur Abwehr bereitstellen. Hinzu kamen Preissteigerungen, Inflation, Wohlstandsverluste, Kriegsschäden, Absenkungen des Bildungsniveaus und eine Münzverschlechterung. Aufgrund dieser Zustände verließen viele Bergleute und Handwerker Freiberg.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Epoche der Frühen Neuzeit als Phase des Übergangs zwischen zwei Modernitätsschwellen ein und definiert die methodische Herangehensweise der Untersuchung.

2 Frühneuzeitliche Stadttypen: Hier werden verschiedene Kategorisierungsmodelle für Städte vorgestellt und die Sondertypen Bergstadt, Exulantenstadt, Festungsstadt sowie Haupt- und Residenzstadt anhand von Fallbeispielen analysiert.

2.1 Die Bergstadt: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und den ökonomischen Kontext von Bergstädten, mit einem Fokus auf die technischen Fortschritte im Bergbau und steuerliche Privilegien.

2.1.1 Eine Beispielstadt: Freiberg in Sachsen: Diese Sektion untersucht die Entwicklung Freibergs als Bergstadt im absolutistischen Territorialstaat von 1648 bis 1789 nach dem Dreißigjährigen Krieg.

2.2 Die Exulantenstadt: Das Kapitel thematisiert die Gründung von Städten und Stadtvierteln durch Glaubensflüchtlinge als Folge von Reformation und Gegenreformation.

2.2.1 Eine Beispielstadt: Johanngeorgenstadt in Sachsen: Hier wird die Etablierung Johanngeorgenstadts als stabile Exulantenstadt unter dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. beschrieben.

2.3 Die Festungsstadt: Diese Sektion analysiert die Entwicklung von Festungsstädten unter Berücksichtigung militärstrategischer Anforderungen und der Symbolik fürstlicher Macht.

2.3.1 Eine Beispielstadt: Mannheim in Baden-Württemberg: Das Kapitel betrachtet Mannheim als Beispiel für einen sternenförmigen Festungsbau und die Transformation zu einer Residenzstadt.

2.4 Die Haupt- und Residenzstadt: Hier wird der Aufstieg der Residenzstädte durch die Etablierung sesshafter Hofhaltungen und die daraus resultierende spezifische Sozialstruktur erläutert.

2.4.1 Eine Beispielstadt: Dresden in Sachsen: Diese Sektion befasst sich mit Dresdens Transformation zur europäischen Metropole und Residenzstadt unter den sächsischen Kurfürsten.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Schwierigkeit einer eindeutigen Kategorisierung, da die meisten Städte Merkmale mehrerer Typen in sich vereinten.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Stadtgeschichte, Bergstadt, Exulantenstadt, Festungsstadt, Residenzstadt, Absolutismus, Stadtplanung, Urbanisierung, Freiberg, Johanngeorgenstadt, Mannheim, Dresden, Städtewesen, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die stadtgeschichtliche Entwicklung und die spezifischen Merkmale verschiedener frühneuzeitlicher Stadttypen in Deutschland zwischen 1500 und 1800.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Kategorisierung von Städten nach Sonderfunktionen, der Einfluss des Absolutismus auf Stadtplanung und Wirtschaft sowie die städtischen Reaktionen auf gesellschaftliche und religiöse Umbrüche.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die kritische Analyse der Anwendbarkeit mediävistisch geprägter Kategorisierungsversuche auf die komplexen urbanen Entwicklungen der Frühen Neuzeit.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin verwendet eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, historischer Literatur sowie stadtgeschichtlicher Fallbeispiele basiert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Im Hauptteil werden die Sondertypen Bergstadt, Exulantenstadt, Festungsstadt sowie Haupt- und Residenzstadt definitorisch und analytisch anhand konkreter Beispiele untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Frühe Neuzeit, Städtetypen, Residenzstadt, Festungsbau, Absolutismus und Urbanisierung.

Wie unterscheidet sich die Exulantenstadt von anderen Typen?

Exulantenstädte entstanden primär durch Glaubensflüchtlinge infolge von Reformation und Gegenreformation, wobei die wirtschaftliche Förderung durch Landesfürsten eine zentrale Rolle spielte.

Warum war Freiberg als Bergstadt von besonderer Bedeutung?

Freiberg war aufgrund der Silbervorkommen und der späteren Gründung der Bergakademie ein zentraler Ort für die montanwissenschaftliche Entwicklung und den absolutistischen Territorialstaat.

Welche Rolle spielte die Festungsarchitektur in der Stadtplanung?

Sie diente primär militärischen Sicherheitszwecken und der Demonstration politischer Macht, schränkte jedoch häufig die ökonomische Entwicklung der Städte durch notwendige Freiflächen, sogenannte Rayons, ein.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stadttypen in der Frühen Neuzeit
Hochschule
Universität Erfurt  (Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien)
Veranstaltung
Geschichte der Stadt in der Frühen Neuzeit
Note
1,0
Autor
Lisa Tretow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V376061
ISBN (eBook)
9783668533486
ISBN (Buch)
9783668533493
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stadttypen Frühe Neuzeit Stadttypen der Frühen Neuzeit Freiberg Johanngeorgenstadt Mannheim Dresden Bergstadt Exulantenstadt Festungsstadt Hauptstadt Residenzstadt Lisa Tretow
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Tretow (Autor:in), 2015, Stadttypen in der Frühen Neuzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376061
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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