Wie "Social Media" Kommunikation, Beziehung und Lernen verändert


Seminararbeit, 2017
24 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

2
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... 2
1. Einleitung ... 3
1.1 Persönliche Erfahrungen ... 3
1.2 Aktualität und Relevanz des Themas ... 4
2. Begriffserklärung und Begriffsabgrenzung ,,Social Media" ... 4
3. Auswirkungen digitaler Kommunikation ... 5
3.1 Auswirkungen auf den Körper und die Psyche ... 5
3.1.1 Auswirkung auf die Aufmerksamkeit und Ablenkung ... 6
3.1.2 Auswirkungen auf das Gedächtnis ... 6
3.1.3 Auswirkungen auf Ruhe und Schlaf ... 7
3.1.4 Auswirkungen auf die Glücksregulierung ­ Social-Media-Sucht ... 7
3.2 Auswirkungen auf Beziehungen und die Persönlichkeit ... 9
3.2.1 Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen ... 9
3.2.2 Auswirkung auf Gruppen und Gemeinschaften ... 11
3.2.3 Unterstützt Social Media eine Klassengesellschaft? ... 13
3.2.4 Auswirkung auf Liebesbeziehungen und Sexualität ... 13
3.2.5 Andere problematische Auswirkungen ... 14
3.3 Auswirkungen auf das Lernen ... 17
4. Hilfestellungen im Umgang mit ,,Social Media" ... 18
4.1 Konkrete Hilfestellung: Lernen ... 18
4.2 Konkrete Hilfestellung: Ruhe und Schlaf ... 19
4.3 Konkrete Hilfestellung: Glücksregulierung ­ Social Media Sucht ... 20
4.4 Konkrete Hilfestellung: Durch Schulungen und Seminare ... 21
4.5 Konkrete Hilfestellung: Zwischenmenschliche Beziehungen ... 21
4.6 Konkrete Hilfestellung: Liebesbeziehungen und Sexualität ... 22
5. Hilfestellungen in der Seelsorge ... 22
6. Schluss ... 23
7. Quellenangabe ... 24
Literaturverzeichnis ... 24
Internet ... 24

3
1. Einleitung
Heutige Jugendliche werden oft als digital natives oder auch als die Generation ,,Social
Media" bezeichnet. Doch was zeichnet diese Generation aus? Was hebt sie von den
Generationen vor ihnen ab? Stimmt es, dass neue Medien die Jugendlichen dumm, wütend,
unglücklich, narzisstisch und einsam machen?
1
Oder kann man mit kommenden Generationen
rechnen, die die Verunsicherung durch die technischen Veränderungen ablegen und
Informationen und Kommunikation im Internet effektiv nutzen um Wirtschaft und
Entwicklung voranzubringen?
2
Es wird sich zeigen, dass ein bisschen was von beiden wahr
ist. Doch hierin zeigt sich auch schon die Schwierigkeit der Thematik. Langzeitstudien mit
dem Blick auf digitale Kommunikation sind kaum vorhanden, da sich meist die Praktiken
unter Jugendlichen im Internet schneller ändern, als eine Datenerfassung möglich wäre.
3
So
beruhen die meisten Ergebnisse auf Beobachtungen von Experten, die mit Umfragen und
Interviews zu verschiedenen Ergebnissen gekommen sind. Diese Ergebnisse sollen in die
Ausarbeitung eingearbeitet werden, um ein möglich objektives Bild zu vermitteln, welche
Auswirkung ,,Social Media" tatsächlich auf die Jugendlichen hat. Doch auch hier muss
bedacht werden, dass eine Statistik oder ein Buch, das 5 Jahre alt ist komplett überholt ist, da
hier ein so schneller Wandel stattfindet. Darum wird hier auch nur aus wenigen dafür aber
aktuellen Büchern und Zeitschriften zitiert. Da Medienkritik ein sehr populäres Thema ist,
mit dem sich viel Geld verdienen lässt, erscheinen auch viele Artikel zu diesem Thema die
allerdings nicht empirisch oder wissenschaftlich haltbar sind.
4
Wenn man das Ergebnis
darstellen will, dass neue Medien dumm, süchtig, narzisstisch etc. machen, wird man viele
Autoren , Zeitungsartikel u.ä. finden, die man zitieren kann.
5
Eine Veränderung abzulehnen,
scheint dabei menschlich zu sein, denn bei einem verstärkten Lesen von Büchern, dem
Aufkommen von Kinos und dem Fernsehen, wurden ähnliche Argumente gefunden.
6
Es muss
also, ohne alle Klischees und Vorurteile, nach den Einflüssen der digitalen Kommunikation
auf das Leben der Jugendlichen gesucht werden. Nur dann kann man überlegen, an welchen
Stellen Hilfestellungen praktischer oder seelsorgerlicher Art von Nöten sind.
1.1 Persönliche Erfahrungen
Ich persönlich habe Social Media meist als sehr positiv und hilfreich empfunden. Es ist ein
großes Privileg über Foren oder Online Communitys Antworten auf nahezu jede Fachfrage zu
bekommen. Dieser Wissens- bzw. Fähigkeitsaneignung wäre ohne das Internet wesentlich
schwieriger bzw. unmöglich. So kann ich z.B. in einem BMW Forum Anleitungen finden wie
ich eine bestimmte Reparatur durchführen kann. Ein anderer User, der diese Reparatur schon
ausgeführt hat, weil er das nötige Wissen hatte, teilte es freundlicherweise mit der Online-
Community der BMW Fahrer. Ohne Social Media hätte ich für diese Reparatur viel Geld in
einer Fachwerkstatt bezahlen müssen. Auch das organisieren eines Klassentreffens ist dank
Facebook und co. deutlich einfacher, als es noch vor 15 Jahren mit Telefon und Briefen
gewesen wäre.
Doch ich erlebe auch die andere Seite von Social Media, die mich Nachdenken lässt. Zum
einen sehe ich in meinem eigenen Alltag, wie mich verschiedene Formen der digitalen
Kommunikation immer wieder Ablenken. Beim Spielen mit meinem Sohn, beim Gespräch
mit meiner Frau, bei meiner Stillen Zeit mit Gott oder beim Arbeiten. Ich merke, wie ich die
1
vgl. P. Wampfler, Generation ,,Social Media", Wie digitale Kommunikation Leben, Beziehungen und Lernen
Jugendlicher verändert, Göttingen 2014, 11.
2
vgl. ebd., 11.
3
vgl. ebd., 18.
4
vgl. ebd., 25.
5
vgl. ebd., 29.
6
vgl. ebd., 17.

4
gegenwärtige Situation oder Person vernachlässige und in die virtuelle Welt abtauche,
vielleicht nur für ein paar Sekunden, doch hat mein Gegenüber selbst diese kurze
Missachtung nicht verdient. An anderen Stellen schade ich mir damit selbst, indem ich z.B.
nicht fokussiert arbeite oder zu spät schlafe. Besonders durch die Einbuße der kurzen
Momente der Stille im Alltag, habe ich entschieden mich auf Facebook zu löschen und so
wenigstens eine Ablenkung von Wesentlichen zu beseitigen.
Ich merke diese Veränderung durch das Benutzen von Social Media allerdings nicht nur bei
mir, sondern auch bei anderen. Ein Beispiel dafür ist es, wenn andere Nachrichten bekommen
und dadurch abrupt das Gespräch beenden oder nur geteilt aufmerksam sind. Auch sieht man
häufig wie Jugendliche, die sich eigentlich kennen, nicht miteinander reden, sondern alle auf
ihr Smartphone schauen. Selbst auf dem Kinderspielplatz kann man beobachten wie Eltern
nicht miteinander sprechen, noch mit ihren Kindern spielen, sondern sich lieber ihren Social
Media Aktivitäten widmen. Z.T. lässt sich auch eine Entsozialisation beobachten. Jugendliche
die nicht in der Lage sind ein normales Gespräch mit einem Fremden zu führen, die jede
öffentliche Begegnung scheuen, wenn es auch nur das bestellen bei McDonalds ist. Doch
selbst dafür gibt es ja mittlerweile alternative Bestellterminals, an denen man ohne jeden
Menschenkontakt bestellen kann.
1.2 Aktualität und Relevanz des Themas
Innerhalb der letzten 12 Jahre hat sich die Zahl der Menschen, die das Internet benutzen in
Deutschland fast verdreifacht.
7
Aus aktuellen Umfragen von 2016 zurückgegriffen heißt das,
dass 100% der Befragten 14-19 Jährigen das Internet nutzen. Bis zu einem Alter von 49
Jahren geht der Anteil der Internetnutzer nicht unter 97%.
8
Doch am erstaunlichsten ist wohl
die Nutzungsdauer. Im Jahr 2009 ergab eine Umfrage unter 43.500 Schülern im Alter von 14
Jahren, eine Durchschnittliche Mediennutzungsdauer von 7,5 Stunden täglich.
9
Diese Zahlen
zeigen, dass das Thema eine große Relevanz hat. Dies wird auch damit verstärkt, dass
Jugendliche aufgrund ihrer Sozialisierung nicht auf Social Media verzichten können.
10
Deshalb ist es sehr wichtig, die Gefahren und Chancen von Social Media zu kennen und über
einen sinnvollen Umgang mit der Thematik zu informieren und diesen auch einzuüben.
2. Begriffserklärung und Begriffsabgrenzung ,,Social Media"
Der Begriff ,,Social Media" wird oft mit Begriffen wie web2.0
11
, neue Medien oder auch
allgemein mit der Internetnutzung vermischt oder sogar gleichgesetzt. Dies ist vor allem bei
Studien- aber auch in allen anderen Bereichen, in denen man die Auswirkungen des Internets
untersucht, schwierig. Denn Social Media beschäftigt sich mit digitalen Medien und
Technologien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale
Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen.
12
Es muss also eine Abgrenzung zum
allgemeinen Gebrauch des Internets stattfinden. So haben z.B. Onlinegames, pornografische
Seiten, Lexika, Video- und Musikportale, Shoppingseiten etc. nichts mit Social Media zu tun
und machen einen erheblichen Teil der Internetnutzung aus. Z.T. lässt sich eine Vermischung
mit den Bereichen des Internets, die außerhalb des Bereiches Social Media liegen, nicht
7
vgl. D. Janssen, Ganzheitliche Beratung bei Onlinesucht, in: M. Dieterich (Hg.): Allgemeine Beratung,
Psychotherapie und Seelsorge im Wandel, Witten 2014, 10.
8
Daten entnommen aus: Anteil der Internetnutzer nach Altersgruppen in Deutschland in den Jahren 1997 bis
2016, Statista, das Statistikportal, Verfügbar über: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/ 36149/ Umfrage/
anteil-der-internetnutzer-in-deutschland-nach-altersgruppen-seit-1997/, Datum des Zugriffs: 05.04.2017.
9
vgl. D. Janssen, a.a.O., 11.
10
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 67.
11
web 2.0 kann tatsächlich als Synonym für Social Media verwendet werden.
12
vgl. Social Media, in: Wikipedia, die freie Enzyklopädie Verfügbar über: https://de.wikipedia.org/
wiki/Social_Media, Datum des Zugriffs: 05.04.2017.

5
vermeiden. So nutzt ein Onlinesüchtiger, wie auch ein Online-Lernender immer Bereiche
innerhalb und außerhalb des Social Media. Dennoch soll der Schwerpunkt auf der
Internetnutzung innerhalb des Bereiches social Media liegen.
Eine weitere Frage, die in diesem Zusammenhang geklärt werden muss ist: Wer ist die
Generation Social Media? Darauf kann man keine spezifische Antwort geben, da es sich bei
der Generation Social Media um ein soziales Konstrukt handelt, also eine Projektionsfläche
der Menschen die sie beschreiben.
13
Auch hier werden wieder mehrere Begriffe verwendet.
So wird die Generation Social Media oft mit den ,,Digital Natives", also den Menschen die
mit digitalen Medien aufwachsen gleichgesetzt. Auch das ist nur bedingt richtig. Denn z.T. ist
die Internetnutzung über alle Altersstufen hinweg fast gleich. So nutzen auch Erwachsene, die
keine Digital Natives sind, Social Media ausgiebig. Dennoch hat der Begriff der Digital
Natives einen wahren Kern, denn diese Menschen sind digital sozialisiert, d.h. sie stehen mit
beiden Beinen im Internet und sind oft nicht in der Lage auf analoge Alternativen
zurückzugreifen.
14
So kann man die Generation Social Media auch auf die Menschen
einschränken, deren Erwachsenwerden von digitalen Medien begleitet wurde. Ab 2005 gibt es
Studien, dass über 70% der 12-19 Jährigen das Internet mehrmals pro Woche nutzen. Von
diesem Jahr ausgegangen kann man sagen, dass man bei Jugendlichen, die ab ca. 1990
geboren sind von der Generation Social Media sprechen kann.
15
Diese Zahl ist allerdings nur
als grobe Orientierung zu verstehen, da die Zugehörigkeit zu dieser Generation weiterhin von
regionalen und sozialen Faktoren abhängig ist. Auch ist die Nutzung von Social Media
innerhalb dieser Generation keinesfalls einheitlich souverän. Jugendliche erwerben also,
obwohl sie digital natives sind nicht autodidaktisch alle Kompetenzen im Umgang mit Social
Media, wie die Kompetenzen auch vor 1990 geborenen Menschen nicht automatisch verwehrt
bleibt.
16
3. Auswirkungen digitaler Kommunikation
3.1 Auswirkungen auf den Körper und die Psyche
Zwischen den Auswirkungen von Social Media auf Körper und Psyche kann nicht sauber
getrennt werden, da es meist Wechselwirkungen zwischen beiden gibt. Dies liegt daran, dass
das menschliche Gehirn sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen kann
17
. Diese
Veränderungen im Gehirn wirken sich wiederum auf den Körper, das Lernen und die
Interaktion mit andern Menschen aus.
18
Es muss also festgestellt werden welche Auswirkung
Social Media hat, um Gefahren und Chancen festzustellen und Strategien und Hilfen zu
entwickeln wie man darauf reagieren kann. Sehr allgemeine Auswirkungen, die auch durch
das Nutzen anderer Medien auftreten können, werden nicht weiter vertieft, da sich kein
spezieller Bezug zu Social Media herstellen lässt. Solche Auswirkungen sind z.B.
Übergewicht, Diabetes, Herzkreislaufleiden, Kurzsichtigkeit, Haltungsschäden etc.
19
Diese
Auswirkungen könnten aber genauso auf einen Angestellten in einem Büro zutreffen, der das
Internet gar nicht nutzt.
13
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 21.
14
vgl. ebd., 22.
15
vgl. ebd., 23.
16
vgl. ebd., 145.
17
vgl. ebd., 52.
18
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, Digitale Invasion, Holzgerlingen 2014, 66.
19
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 69.

6
3.1.1 Auswirkung auf die Aufmerksamkeit und Ablenkung
Aufmerksamkeit beschreibt die Kompetenz Reize auf ihre Relevanz hin zu beurteilen.
20
Es ist
nicht sinnvoll Ablenkung pauschal negativ zu werten. In manchen Situationen ist es die
richtige Entscheidung eine kontinuierlich ausgeführte Tätigkeit zu unterbrechen, um für eine
wichtigere verfügbar zu sein.
21
Dies gilt vorerst digital, wie analog. Wenn z.b. eine Freundin
beim Essen beginnt zu weinen, wäre es nicht sinnvoll weiter zu essen ohne sich ablenken zu
lassen.
22
Geübte Social Media Nutzer haben eigene Strategien entwickelt wie sie auf
bestimmte Links klicken, einzelne Texte lesen, andere für später vormerken. In diesem Fall
kann man nicht von Ablenkung, sondern effizienten Umgang mit dem Informationsangebot
sprechen.
23
Dennoch muss man auch bedenken, dass Social Media ein großes Potenzial an
Ablenkung, auch über die Informationsverwaltung hinaus hat.
24
Dies ist z.B. die Nachricht in
einem Chat die angezeigt wird, die Erinnerung an eine Veranstaltung oder die Nachricht, dass
Person X ihr Profilbild geändert hat. Die Fähigkeit sich zu konzentrieren nimmt ab, wenn
permanent neue Reize verarbeitet werden.
25
Wird beispielsweise das Lernen unterbrochen um
eine Nachricht zu beantworten, wird der kontinuierliche Lernprozess gestört und damit die
Müdigkeit des Nervensystems verstärkt.
26
Daraus folgt wiederum, dass das weiterlernen noch
anstrengender ist und die Anfälligkeit für Ablenkungen noch größer.
Unser Gehirn ist also gewissermaßen dazu fähig das gleichzeitige Verarbeiten von
unterschiedlichen Reizen, also Multitasking, zu lernen. Dennoch erhöht sich dadurch die
Gefahr der Ablenkung und die Leistungsfähigkeit des Gehirns sinkt.
27
Für kognitiv
anspruchsvolle Tätigkeiten, die Konzentration erfordern, ist das Nutzen von Social Media,
was automatisch Multitasking erfordert kontraproduktiv.
28
3.1.2 Auswirkungen auf das Gedächtnis
Auch in diesem Punkt lassen sich wieder zwei Seiten der Medaille beleuchten. Durch die
technischen Möglichkeiten ist eine Erinnerungsverwaltung möglich, die unser Gehirn nicht
bewerkstelligen kann. Wurden Erinnerungen digitalisiert, kann man auf diese
Aufzeichnungen zurückgreifen, die sonst in Vergessenheit geraten wären.
29
Der natürliche
Prozess des Vergessens kann so aufgehalten werden, dies scheint menschliche Fähigkeiten ja
zuerst zu verbessern. Doch zum einen ist zu bedenken, dass Vergessen auch eine
entscheidende Kompetenz ist, die nicht ohne Grund im Menschen angelegt wurde
30
und zum
anderen bringt diese Art der Gedächtnisnutzung auch Veränderungen im Gehirn mit. Denn
wenn das Gehirn dazu trainiert wird zu vergessen, weil die Informationen ausgelagert wurden,
passt es sich soweit an, dass es in der Lage ist diese Informationen zwar wieder zu finden aber
die interne Gedankenverknüpfung die entsteht wenn man sich etwas bewusst einprägt, geht
verloren.
31
Kurz gesagt sinkt durch die ständige Präsenz von externen Informationsquellen
20
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 49.
21
vgl. ebd., 49.
22
vgl. ebd., 49.
23
vgl. ebd., 49.
24
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 77.
25
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 50.
26
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 77.
27
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 50.
28
vgl. ebd., 50.
29
vgl. ebd., 56.
30
vgl. ebd., 56.
31
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 67.

7
wie Google, Bezugspersonen im Social Media u.ä. die eigene Gedächtnisleistung.
32
In
Experimenten wurden diese veränderten Erinnerungsprozesse bereits nachgewiesen. Hier
erinnerten sich die Teilnehmer eher daran, wo etwas gespeichert ist, als an den Inhalt selbst.
Auch wurden Informationen weniger behalten wenn sie digital gespeichert wurden.
33
Dies ist
wie schon angedeutet eine wichtige Kompetenz im Umgang mit der digitalen
Informationsflut, aber auch eine große Gefahr die eigene Gedächtnisleistung nicht mehr zu
fördern und immer weiter zu verlieren.
Den Schluss zu ziehen, dass Nutzung von Social Media dumm machen würde ist dennoch
nicht gerechtfertigt. Denn es kommt hier auf die Art der Nutzung an. Wird durch die medialen
Möglichkeiten eine menschliche Eigenschaft ergänzt oder optimiert (wie das Erinnern) ohne
diese zu vernachlässigen, ist dies nur Zeichen einer Effektivierung.
34
Diese Art der
Gedächtnisnutzung ist auch keine neue Entwicklung durch digitale Medien. Menschen haben
schon immer in einer bestimmten Art und Weise Google benutzt, war es in Form von Büchern
oder anderen, fachkundigen Menschen.
35
3.1.3 Auswirkungen auf Ruhe und Schlaf
Das menschliche Gehirn ist mit einem natürlichen Ruhesystem ausgestattet. Dieses sorgt
durch die Ausschüttung körpereigener Beruhigungsmittel für innere Ruhe. Diese innere Ruhe
ist für ein allgemeines Wohlbefinden und eine gute Schlafqualität verantwortlich.
36
Durch
einen starke Social Media Nutzung kommt es zu kognitiver Erregung im Gehirn,
37
was mit
einer Ausschüttung des Stresshormons Cortisol einhergeht.
38
Durch dieses Hormon wird die
natürliche Beruhigung gestört was zu einer längeren Einschlafdauer und schlechterer
Schlafqualität führt.
39
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass durch die Nutzung von Social
Media die Schlafzeit sowieso schon durch späteres ins Bett gehen verkürzt ist, hat Social
Media doch einen erheblichen Einfluss auf die allgemeine Schlafqualität.
40
Die Schlafqualität
wiederum hat einen direkten Einfluss auf das Lernen, das Gedächtnis, die physische
Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden.
41
Besonders das Benutzen von Social
Media direkt vor dem Einschlafen senkt deutlich die Schlafqualität.
42
Doch auch am Rest des
Tages ist eine hohe Cortisolausschüttung, die durch das übermäßige Nutzen von Social Media
gefördert wird, bedenklich. Denn dies kann neben den Gefühlen des Getrieben seins und der
inneren Unruhe auf Dauer das Risiko erhöhen an Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2,
Bluthochdruck oder Angststörungen zu erkranken.
43
3.1.4 Auswirkungen auf die Glücksregulierung ­ Social-Media-Sucht
An den Begriff der Social-Media-Sucht muss man sehr differenziert herangehen. Man kann
nicht einem Jugendlichen, der viele Stunden am Tag in sozialen Netzwerken verbringt
automatisch eine Abhängigkeit zuschreiben. Dies ist deshalb schwierig, weil Kommunikation
32
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 56.
33
vgl. ebd., 57.
34
vgl. ebd., 59.
35
vgl. ebd., 58.
36
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 73.
37
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 60.
38
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 73.
39
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 60.
40
vgl. ebd., 60.
41
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 78.
42
vgl. P. Wampfler, a.a.O., 61.
43
vgl. A. D. Hart und S. Hart Frejd, a.a.O., 74.
Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Wie "Social Media" Kommunikation, Beziehung und Lernen verändert
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
1,5
Autor
Jahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V376110
ISBN (eBook)
9783668530478
ISBN (Buch)
9783668530485
Dateigröße
624 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Social Media, digital natives, Internetabhängigkeit
Arbeit zitieren
David Rümmler (Autor), 2017, Wie "Social Media" Kommunikation, Beziehung und Lernen verändert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376110

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