Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Grundlagen und Allgemeines

Insider und Outsider des Arbeitsmarktes

Eine vergleichende Analyse der Wahlbeteiligung, der Parteiidentifikation und der Policy-Präferenzen zu Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsmarktpolitik

Titel: Insider und Outsider des Arbeitsmarktes

Seminararbeit , 2017 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marc Baqué (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In den letzten Jahrzehnten hat sich in verschiedenen Ländern der Erde durch diverse Faktoren wie Globalisierung und Deindustrialisierung und dadurch ausgelöste Arbeitsmarktliberalisierung eine Dualisierung dessen vollzogen. Die Theorie der Insider und Outsider am Arbeitsmarkt nimmt sich dieser Entwicklung an und versucht Zusammenhänge zwischen dem Insider/Outsider-Status und deren Eigenschaften und Präferenzen zu finden. Die vorliegende Ausarbeitung widmet sich in einer Querschnittsanalyse den Insidern und Outsidern aus 25 OECD-Staaten und ihrer Wahlbeteiligung, Parteiidentifikation sowie deren Policy-Präferenzen zu den Themen Arbeitsmarktsicherheit und aktive und passive Arbeitsmarktpolitiken. Die Datengrundlage bildet dabei der ISSP 2006 zur Role of Government IV, der durch einige Kontrollvariablen ergänzt wurde. Zudem wurde eine eigens konstruierte neuartige Kategorisierung der Arbeitnehmer in Kerninsider bzw. Kernoutsider und reguläre Insider und Outsider verwendet. Die Analyse wird anhand einiger logistischer und multinomial-logistischer Regressionen durchgeführt. Zentrale Ergebnisse bestehen darin, dass Outsider eine signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeit zur Wahlbeteiligung besitzen als Insider und für die Kerninsider in den anderen betrachteten Variablen größere Unterschiede zu den regulären Insidern bestehen, als zu den beiden Outsidergruppen. Reguläre Insider haben außerdem eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, konservativ eingestellt zu sein als alle anderen Gruppen. Kernoutsider hingegen befürworten vor allem höhere Regierungsausgaben zur Arbeitslosenunterstützung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Vorbemerkungen und Hypothesen

2.1. Differenzierung zwischen Insider und Outsider

2.2. Herleitung der Eigenschaften und Policy-Präferenzen

3. Operationalisierung

4. Empirischer Teil: Analyse und Ergebnisse

4.1. Insider/Outsider-Status und Wahlbeteiligung

4.2. Insider/Outsider-Status und Parteiidentifikation

4.3. Insider/Outsider-Status und Arbeitsplatzsicherheit

4.4. Insider/Outsider-Status und Arbeitsmarktpolitik

5. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht in einer quantitativen Querschnittsanalyse den Zusammenhang zwischen dem Insider/Outsider-Status am Arbeitsmarkt und verschiedenen politischen Indikatoren wie Wahlbeteiligung, Parteiidentifikation sowie spezifischen Policy-Präferenzen zu Arbeitsplatzsicherheit und aktiver bzw. passiver Arbeitsmarktpolitik in 25 OECD-Staaten.

  • Dualisierung des Arbeitsmarktes und Insider-Outsider-Theorie
  • Einfluss des Insider/Outsider-Status auf das politische Verhalten
  • Analyse von Policy-Präferenzen in Bezug auf Arbeitsmarktpolitiken
  • Rolle von moderierenden Variablen wie politische Efficacy und Arbeitslosenrate
  • Vergleichende empirische Untersuchung basierend auf dem ISSP 2006

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung:

Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat sich ein Phänomen bei der Entwicklung des Arbeitsmarktes in Demokratien mit (liberal-)kapitalistischer Marktwirtschaft durchgesetzt. Dieses Phänomen ist die Dualisierung des Arbeitsmarktes in einerseits Insider, Menschen mit traditionell als „regulär“ bezeichnete unbefristete Arbeitsverhältnisse und stark ausgeprägtem Kündigungsschutz und auf der anderen Seite „nicht-regulär“ beschäftigte Outsider, die (unfreiwillig) in Teilzeit arbeiten oder nur über befristete Verträge angestellt sind. Ein Auslöser für diese Veränderungen der arbeitsmarktlichen Struktur ist unter anderem die Globalisierung, die Arbeitgeber und Regierungen dem Druck aussetzt ihre traditionellen Beschäftigungsstrukturen zu überdenken und zu liberalisieren.

Ein weiterer beschleunigender Faktor ist die andauernde Deindustrialisierung vor allem in den westlichen Industriestaaten, sowie die Öffnung des Arbeitsmarktes und der Vernetzung der Wirtschaft mit freiem Welthandel als Folge der Globalisierung, die zur Ausgliederung ganzer Industriezweige ins Ausland führten bspw. in der Fertigungsindustrie (vgl. Talgeri: 2014: 2). Im gleichen Maße vergrößerte sich der Dienstleistungssektor in den Staaten mit einem hohen Maß an Deindustrialisierung, wodurch zusehends auch Frauen eine Arbeitsstelle finden konnten. Diese grundlegend positive Entwicklung wird jedoch dadurch geschwächt, dass weibliche Arbeitnehmer immer noch seltener in Vollzeit angestellt sind als Männer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Problematik der Arbeitsmarktdualisierung ein und definiert die zentralen Akteursgruppen der Insider und Outsider im internationalen Kontext.

2. Theoretische Vorbemerkungen und Hypothesen: Hier werden theoretische Ansätze zur Differenzierung von Insidern und Outsidern diskutiert und daraus Hypothesen für die empirische Analyse abgeleitet.

3. Operationalisierung: Das Kapitel erläutert die Datengrundlage (ISSP 2006) sowie die Messung der abhängigen und unabhängigen Variablen zur Überprüfung der Hypothesen.

4. Empirischer Teil: Analyse und Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung und prüft die formulierten Hypothesen bezüglich Wahlverhalten und Präferenzen.

5. Konklusion: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Tragfähigkeit der Theorie und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarkt, Insider, Outsider, Arbeitsmarktdualisierung, Wahlbeteiligung, Parteiidentifikation, Policy-Präferenzen, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsmarktpolitik, ISSP, OECD, Politische Partizipation, Regressionsanalyse, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Status als Insider oder Outsider am Arbeitsmarkt auf das politische Verhalten, die Parteianbindung und die spezifischen Einstellungen zu Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiken auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Arbeitsmarktdualität, politisches Engagement, Wahrscheinlichkeit der Stimmabgabe, ideologische Orientierung sowie Präferenzen für Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitslosenunterstützung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung, ob sich Outsider von Insidern in ihrem Wahlverhalten und ihren politischen Einstellungen unterscheiden und inwiefern Unterschiede innerhalb dieser Gruppen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Querschnittsanalyse auf Basis von Daten des ISSP 2006 durchgeführt, wobei logistische und multinomiale logistische Regressionen zum Einsatz kommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Hypothesen empirisch anhand der Daten für 25 OECD-Länder auf die Variablen Wahlbeteiligung, Parteiidentifikation, Arbeitsplatzsicherheit und aktive/passive Arbeitsmarktpolitik hin überprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitsmarktdualität, Insider-Outsider-Theorie, Politische Partizipation, Policy-Präferenzen und quantitative Regressionsanalyse charakterisieren.

Was unterscheidet Kerninsider von regulären Insidern?

Kerninsider werden in dieser Arbeit zusätzlich durch ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft definiert, was ihnen oft einen noch stärkeren Kündigungsschutz verleiht als regulären Insidern.

Konnte die Hypothese zum Einfluss der Arbeitslosenrate bestätigt werden?

Die Annahme eines verstärkten Radikalisierungseffekts bei Outsidern durch eine hohe Arbeitslosenrate konnte nur teilweise bestätigt werden; die Ergebnisse hierzu sind ambivalent.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Insider und Outsider des Arbeitsmarktes
Untertitel
Eine vergleichende Analyse der Wahlbeteiligung, der Parteiidentifikation und der Policy-Präferenzen zu Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsmarktpolitik
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Wähler, Parteien und Public Policies
Note
1,0
Autor
Marc Baqué (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
39
Katalognummer
V376231
ISBN (eBook)
9783668532472
ISBN (Buch)
9783668532489
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteipräferenzen Insider Outsider Arbeitsmarkt OECD
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Baqué (Autor:in), 2017, Insider und Outsider des Arbeitsmarktes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376231
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  39  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum