Für viele Menschen ist sicher, dass Tourismus nicht nur verreisen bedeutet, sondern auch mit Geld und Gütern umzugehen. Während verreist wird, wird Geld in inländischen sowie auch in ausländischen Unternehmen ausgegeben, sei es die Buchung der Reise oder das Kaufen von Souvenirs. Somit wird schon aufgezeigt, dass der Tourismus in der Wirtschaft eines Landes nicht ganz bedeutungslos ist. In der vorliegenden Arbeit werden einige ökonomische Faktoren des Tourismus beschrieben. Anschließend werden zwei Beispiele aufgezeigt, die dann mit dem Fazit abgerundet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ökonomische Faktoren des Tourismus
2.1 Produktion und Einkommen im Tourismus
2.2 Beschäftigung und Einkommen im Tourismus
2.3 Tourismus und Außenwirtschaft
3. Beispiele
3.1 Deutschland
3.2 Die Kanarischen Inseln
4. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle des Tourismus als bedeutenden Wirtschaftsfaktor und analysiert, wie touristische Aktivitäten zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung, Beschäftigung und außenwirtschaftlichen Ausgleichsfunktionen beitragen.
- Ökonomische Grundlagen und Messgrößen des Tourismus
- Zusammenhang zwischen Einkommensentwicklung und Reiseverhalten
- Bedeutung der Tourismusbranche für den Arbeitsmarkt
- Fallstudie Deutschland: Struktur und volkswirtschaftliche Relevanz
- Fallstudie Kanarische Inseln: Historische Entwicklung des Tourismusbooms
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Kanarischen Inseln
„Einhundert Jahre Sonne, Strand, Kultur und Tradition. So könnte eine Kurzfassung des Lebens im 20. Jahrhundert der Kanarischen Inseln lauten. Die Tourismusindustrie stieg von 100 Touristen am Ende des 14. Jh’s, auf elf Millionen zu Beginn des neuen Jahrtausends an.“ Durch Berichte von deutschen Naturalisten ist die Gründung der Tourismusindustrie der Kanarischen Inseln bis in das 14. Jh zurückzuführen. Damals entdeckten die Europäer die Inseln und unternahmen erste Expeditionen dorthin. Somit wurde die Tourismusindustrie die treibende Wirtschaftskraft der Kanaren. Die ersten Hotels wurden in den beiden Hauptstädten von Gran Canaria und Teneriffa gebaut, da sie in der Nähe eines Hafen lagen, der damals die einzige Anbindung zur Außenwelt darstellte. Gleichzeitig wurden die ersten Reiseführer gedruckt. Die Englische Kolonie und die Schifffahrtslinien waren die Pioniere des Tourismus.
Im 20. Jh gingen die Kanaren sehr viele Verbindungen mit europäischen Hotelketten ein, die für ihre gute Qualität berühmt waren. Ein Ruf, der dem Kanarischem Tourismus nie verloren ging. Obwohl in den 20er Jahren nach den Folgen des ersten Weltkrieges sehr viel Arbeit in den Wiederaufbau gesteckt wurde, begann der wirkliche Touristenboom erst in den späten 50 er Jahren. Dies geschah aufgrund dessen, dass der Massentourismus einsetzte und sich Fluggesellschaften, wie auch Charterunternehmen nieder ließen. Der Bedarf nach weiteren Gebieten wuchs und somit wanderte die Tourismusindustrie von den Städten in ländliche Gebiete. Dies geschah auf allen anderen Kanarischen Inseln. „So entstand ein gewaltiger großer Naturpark mit allen nur erdenklichen Annehmlichkeiten, der bei Besuchern mit all seinen unterschiedlichen Landschaften und seinem frühlingshaften Wetter ein ewiges Erstaunen erzeugt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die wirtschaftliche Relevanz des Tourismus über das bloße Verreisen hinaus und skizziert den Aufbau der ökonomischen Analyse.
2. Ökonomische Faktoren des Tourismus: Dieses Kapitel erläutert die Zusammenhänge zwischen Einkommensverhältnissen, gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung und den spezifischen Herausforderungen bei der statistischen Erfassung touristischer Leistungen.
3. Beispiele: Anhand der Standorte Deutschland und Kanarische Inseln wird die praktische Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber illustriert.
4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Tourismus trotz konjunktureller Schwankungen eine essenzielle und zukunftssichere Wirtschaftskraft darstellt.
Schlüsselwörter
Tourismuswirtschaft, Bruttosozialprodukt, Volkswirtschaft, Beschäftigungseffekte, Wertschöpfung, Fremdenverkehr, Reiseverhalten, Auslandstourismus, Infrastruktur, Wirtschaftsfaktor, Massentourismus, Destinationen, Existenzgründungen, Kanarische Inseln, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Tourismus als Wirtschaftsfaktor und untersucht die ökonomischen Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung der Branche für die nationale und internationale Wertschöpfung.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Produktion und dem Einkommen im Tourismus, der Beschäftigungssituation sowie dem Einfluss des Tourismus auf die Außenwirtschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die ökonomische Relevanz des Tourismus aufzuzeigen und durch Beispiele zu belegen, wie der Sektor zur wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse und stützt sich auf vorhandene statistische Daten, Literaturquellen sowie aktuelle Wirtschaftsberichte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische ökonomische Faktoren und ergänzt diese durch empirische Fallbeispiele für Deutschland und die Kanarischen Inseln.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wesentliche Begriffe sind Tourismuswirtschaft, Wertschöpfung, Beschäftigungseffekte und Reiseverkehr.
Warum ist die statistische Erfassung des Tourismus schwierig?
Aufgrund fehlender eindeutiger Abgrenzungen des Tourismussektors in der amtlichen Statistik müssen Daten häufig über nachfrageseitige Schätzungen oder Sonderbefragungen ermittelt werden.
Welche Rolle spielte der Mauerfall für den deutschen Tourismus laut dieser Arbeit?
Der Text hebt hervor, dass nach dem Mauerfall durch gezielte Förderprogramme rund 20.000 Existenzgründungen im Bereich des Fremdenverkehrs unterstützt werden konnten.
Wie entwickelte sich der Tourismus auf den Kanarischen Inseln?
Die Entwicklung verlief von ersten Entdeckungen durch Naturalisten im 14. Jahrhundert hin zu einem massiven Aufschwung des Tourismus ab den späten 1950er Jahren, getrieben durch den Massentourismus.
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- Danila Weigel (Author), 2002, Wirtschaftskraft Tourismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37624