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Übergang zur Elternschaft und Umgang mit einem Kind mit Behinderung

Titre: Übergang zur Elternschaft und Umgang mit einem Kind mit Behinderung

Dossier / Travail , 2016 , 36 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Beiske (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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In dieser Arbeit geht es um die Entwicklung einer Beziehung, wie sie sich mit einer Elternschaft einstellt. Dazu werden verschiedene Modelle und Perspektiven eingeführt. Nach dieser allgemeinen Betrachtung sollen anschließend diejenigen Veränderungen betrachtet werden, die eintreten, wenn das Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt.

Mit der Erwartung eines Kindes beginnt für ein Paar der Übergang zur Elternschaft. Die Übergangsphase kennzeichnet die Zeit der Schwangerschaft bis hin zur Geburt des Kindes. In diesem Zusammenhang konstatiert der griechische Pädagoge Fthenakis, dass kein anderes Ereignis so grundlegend und nachhaltig auf die Lebenssituation von Paaren einwirkt wie die Geburt eines Kindes. Die werdenden Eltern sind in diesem Stadium mit vielen Neuerungen konfrontiert – sowohl Veränderungen am Individuum selbst, an der Paargemeinschaft als auch im alltäglichen Leben.

Die implizierten Hoffnungen und Erwartungen bei der Geburt des Nachwuchses, wie beispielsweise Selbstverwirklichung, persönliche Weiterentwicklung oder die Erfüllung gesellschaftlicher Normen, offenbaren die Ambivalenz. Neben den Freuden über die Elternschaft bestimmen auch Angst und Ungewissheit über die Zukunft mit Kind die aktuelle Familien- beziehungsweise Paarsituation. Mit der Ankündigung des Nachwuchses erfolgt ein tiefer Lebenseinschnitt in die Partnerschaft.

Der Übergang zur Elternschaft ist die Verfestigung einer bestehenden Paarbeziehung und wird als Entscheidung zur längerfristigen Bindung gesehen. Die Übergangsphase vollzieht sich dabei als Reifungs- und Entdeckungsprozess, der durch die Einwirkung verschiedener Faktoren beeinflusst wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Übergang zur Elternschaft aus verschiedenen Perspektiven

2.1 Übergang als biologischer Prozess

2.1.1 Trimester als Veränderungsstadien bei der werdenden Mutter

2.1.2 Pränatale Entwicklungsphasen des Fötus

2.2 Übergang als psychologischer Prozess

2.3 Verknüpfung zwischen biologischem und psychologischem Prozess

3 Der Übergang zur Elternschaft bei Erwartung eines behinderten Kindes

3.1 Reaktionen der Eltern auf das behinderte Kind

3.2 Gesellschaftliche Reaktion auf die Elternschaft bei Kindern mit Behinderung

3.3 Modell der Krisenverarbeitung zur gesellschaftliche Interaktion

4 Partnerschaft in ihrer Entwicklung zur Elternschaft

4.1 Rollenentwicklung von Mann und Frau

4.2 Modell der normativen Paarentwicklung

4.3 Modell der Paarentwicklungen im Übergang zur Elternschaft

4.4 Bedeutung der Behinderung für die Familienkonstellation

5 Möglichkeiten zur (positiven) Gestaltung des Überganges der Elternschaft

5.1 Präventive Maßnahmen

5.2 Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb des ersten Lebensjahres

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Übergang zur Elternschaft unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Herausforderungen, die mit der Erwartung und Geburt eines Kindes mit einer Behinderung einhergehen. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwieweit dieser Prozess eine nachhaltige Krise darstellt oder neue Chancen für die Familiendynamik bieten kann.

  • Psychologische und biologische Aspekte des Übergangs zur Elternschaft
  • Herausforderungen und Rollenveränderungen in der Partnerschaft
  • Krisenverarbeitungsprozesse bei der Konfrontation mit der Diagnose "Behinderung"
  • Einfluss gesellschaftlicher Reaktionen auf die betroffenen Familien
  • Unterstützungsmöglichkeiten durch sonderpädagogische und medizinische Angebote

Auszug aus dem Buch

Modell der Krisenverarbeitung zur gesellschaftliche Interaktion

Die Erwartung eines behinderten Kindes stellt für viele Paare, wie bereits erläutert, eine Ausnahmesituation dar. So stellt sich die Frage, wie der Übergang zur Elternschaft im Spannungsfeld der eigenen Erwartungen, Wünsche, des gesellschaftlichen Drucks und möglicher Zukunftsoptionen bewältigt werden kann. Wie sollen Eltern/ Paare aber mit den persönlichkeits-, geschlechts- und umfeldspezifischen Einflussfaktoren im Moment der Diagnose „Behinderung“ umgehen (vgl. Sevenig 2000, S. 142)?

Das Krisenverarbeitungsmodell nach Schuchardt bietet eine Möglichkeit zur Bewältigung dieser Krise und ist in drei Stadien, das Eingangs-, Durchgangs- und Zielstadium aufgeteilt. Dabei unterteilt sich jedes Stadium noch in einzelne Phasen, die nachfolgend erläutert werden. Das Modell ist dabei in Spiralenform aufgebaut, was bedeutet, dass die einzelnen Phasen aufeinander aufbauend sind und nacheinander durchlaufen werden.

Das Eingangsstadium umfasst die Phasen der Ungewissheit sowie der Gewissheit und steht damit im Spannungsfeld zwischen Zweifeln und Realisierung der Krise. Dabei erlebt der Betroffene, hier das werdende Elternpaar, sowohl Momente der Verdrängung als auch der Hoffnung, dass die Behinderung des Kindes beispielsweise nur ein Irrtum sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Übergangs zur Elternschaft ein und skizziert die Problematik, mit der werdende Eltern konfrontiert sind, wenn ein Kind mit Behinderung erwartet wird.

2 Der Übergang zur Elternschaft aus verschiedenen Perspektiven: Das Kapitel beleuchtet den Übergang zur Elternschaft aus biologischer Sicht sowie als psychologischen Prozess und zeigt die Verknüpfung beider Aspekte auf.

3 Der Übergang zur Elternschaft bei Erwartung eines behinderten Kindes: Hier werden die spezifischen Reaktionen der Eltern, der gesellschaftliche Kontext sowie ein Modell zur Krisenverarbeitung bei der Konfrontation mit einer Behinderung thematisiert.

4 Partnerschaft in ihrer Entwicklung zur Elternschaft: Dieses Kapitel analysiert die Rollenentwicklung in der Partnerschaft, stellt Modelle der normativen Paarentwicklung vor und diskutiert die Bedeutung der Behinderung für die Familienkonstellation.

5 Möglichkeiten zur (positiven) Gestaltung des Überganges der Elternschaft: Es werden präventive Maßnahmen sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Familien mit behinderten Kindern im ersten Lebensjahr vorgestellt.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Übergang zur Elternschaft bei Erwartung eines behinderten Kindes im Lichte der diskutierten Modelle und Unterstützungsformen.

Schlüsselwörter

Elternschaft, Behinderung, Übergang zur Elternschaft, Krisenverarbeitung, Partnerschaft, Rollenentwicklung, Familienkonstellation, Sonderpädagogik, Frühförderung, Soziale Integration, Pränataldiagnostik, Familienunterstützender Dienst, Psychologische Belastung, Erwartung, Unterstützungssysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und sozialen Veränderungsprozessen, die Paare durchlaufen, wenn sie den Übergang zur Elternschaft vollziehen, mit einem besonderen Fokus auf die Situation bei der Erwartung eines Kindes mit einer Behinderung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der biologische und psychologische Prozess der Elternwerdung, die Auswirkungen auf die Partnerschaft, die Verarbeitung der Diagnose einer Behinderung sowie bestehende Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Familien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Übergang zur Elternschaft bei Erwartung eines behinderten Kindes als komplexen Prozess darzustellen und zu klären, ob dieser als Krise oder als eine Chance zur Neugestaltung der Familiensituation verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der bestehende Modelle zur Krisenverarbeitung, Rollenentwicklung und Familienpsychologie herangezogen und auf die spezielle Situation der Erwartung eines behinderten Kindes angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der biologische und psychologische Übergangsprozess, die spezifischen Reaktionen von Eltern auf die Diagnose, Modelle der Krisenverarbeitung, die Entwicklung der Partnerschaft sowie präventive und unterstützende Hilfsangebote diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elternschaft, Behinderung, Krisenverarbeitung, Partnerschaft, Familienkonstellation, sonderpädagogische Unterstützung und Frühförderung.

Welche Bedeutung kommt dem Modell der Krisenverarbeitung nach Schuchardt in diesem Kontext zu?

Das Modell dient als theoretischer Rahmen, um die emotionalen Phasen der Eltern bei der Konfrontation mit einer Behinderung zu verstehen, und zeigt auf, wie Paare von einem Stadium der Ungewissheit in ein Stadium der aktiven Bewältigung gelangen können.

Warum ist die Rollenentwicklung von Mann und Frau ein wichtiger Aspekt?

Der Übergang zur Elternschaft erfordert eine Neuordnung der Rollen in der Partnerschaft; bei einem Kind mit Behinderung wird dieser Prozess durch zusätzliche emotionale Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen verkompliziert.

Welche Kritik äußert die Autorin an bestehenden Hilfsangeboten?

Es wird kritisch angemerkt, dass Hilfsangebote manchmal zu einer Isolation der Familien in einem Schonraum außerhalb der Gesellschaft führen können und das Ziel der Inklusion sowie der Normalisierung bei der Gestaltung dieser Hilfen stets mitgedacht werden muss.

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Résumé des informations

Titre
Übergang zur Elternschaft und Umgang mit einem Kind mit Behinderung
Université
University of Koblenz-Landau  (Sonderpädagogik)
Cours
Ethik in der Sonderpädagogik
Note
2,0
Auteur
Sandra Beiske (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
36
N° de catalogue
V376244
ISBN (ebook)
9783668532694
ISBN (Livre)
9783668532700
Langue
allemand
mots-clé
übergang elternschaft umgang kind behinderung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sandra Beiske (Auteur), 2016, Übergang zur Elternschaft und Umgang mit einem Kind mit Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376244
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Extrait de  36  pages
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