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"It is all in your head". Physischer und Psychischer Erklärungsversuch des Golfkriegssyndroms

Title: "It is all in your head". Physischer und Psychischer Erklärungsversuch des Golfkriegssyndroms

Term Paper , 2014 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julius Zukowski (Author)

World History - Modern History
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Summary Excerpt Details

Im Folgenden möchte ich die Diskussion um das Golfkriegssyndrom im Vereinigten Königreich nachzeichnen. Zunächst werde ich im zweiten Kapitel das Phänomen des Golfkrieges und seine Symptome erläutern im dritten Kapitel werde ich dann auf die These der physischen Ursachen eingehen, dem gegenüber stelle ich das vierte Kapitel in dem ich mich mit der These der psychischen Ursachen beschäftige, anschließend ziehe ich ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Golfkriegssyndrom

3. Erklärungsversuch physisch

4. Erklärungsversuch psychisch

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und mediale sowie wissenschaftliche Debatte um das sogenannte Golfkriegssyndrom. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum es zu einem jahrelangen Streit zwischen den betroffenen Veteranen, den Wissenschaftlern und dem Verteidigungsministerium bezüglich der Ursachen und der Anerkennung des Leidensbildes kam.

  • Historischer Kontext und Symptomatik des Golfkriegssyndroms
  • Analyse physischer Erklärungsmodelle (z.B. Impfstoffe, Uran, Pestizide)
  • Diskussion psychologischer Zuschreibungen und der Abgrenzung zur PTBS
  • Rolle hegemonialer Männlichkeitsbilder im Militär bei der Krankheitsbewertung
  • Der Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinungsbildung

Auszug aus dem Buch

3. Erklärungsversuch physisch

Obwohl sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich mittlerweile das Golfkriegssyndrom als eine Krankheit mit physischen Ursachen definiert haben, soll hier nochmal die Diskussion darüber dargelegt werden.

Viele Golfkriegsveteranen berichteten sehr bald nach ihrem Einsatz von verschiedensten Leiden, die sie auf auf physische Ursachen zurück führten. Dabei gaben sie abgereichertes Uran (depleted uranium kurz DU), den Ölregen, Pestizide oder Medikamente, die ihnen verabreicht wurden oder den Kontakt mit dem Nervengas Sarin als Ursachen für diese Leiden an. Beispielsweise wurden beim US-amerikanischen und britischem Militär Organphosphate zur Abwehr von Insekten eingesetzt, speziell wurde der Stoff Diazinon eingesetzt, dieser ist als gesundheitsschädlich und umweltgefährdend klassifiziert. Er wird über die Haut aufgenommen und verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen und einiges mehr. Zum Vergleich: Bei den französischen Truppen setzte das Militär Pyrenthroid zum selben Zweck ein. Dieser Stoff verursacht zwar ähnliche Effekte, aber nur über ein sehr kurze Zeitspanne (nicht mehr als einige Stunden, nur in seltenen Fällen mehr als einen Tag). Akute Vergiftungen treten äußerst selten auf. Daher wurde bei den französischen Veteranen von keinem dieser Symptome berichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert den historischen Hintergrund der "Operation Desert Storm" und führt in die Problematik der gesundheitlichen Spätfolgen bei Veteranen sowie den daraus resultierenden gesellschaftlichen und politischen Konflikt ein.

2. Das Golfkriegssyndrom: Hier wird das Krankheitsbild im historischen Kontext erläutert, wobei insbesondere die Symptomatik und die emotionale Dimension durch Berichte über geschädigte Kinder der Veteranen beleuchtet werden.

3. Erklärungsversuch physisch: Das Kapitel analysiert verschiedene physische Hypothesen wie den Kontakt mit chemischen Kampfstoffen, abgereichertem Uran oder Pestiziden und bewertet deren wissenschaftliche Plausibilität.

4. Erklärungsversuch psychisch: Hier wird die kontroverse Sichtweise des Verteidigungsministeriums und einiger Wissenschaftler untersucht, die das Syndrom primär als psychische Folge von Kriegserfahrungen oder als PTBS interpretieren.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz offizieller Anerkennung physischer Ursachen der Streit um die genauen Hintergründe fortbesteht und kritisiert die Rolle maskulinistischer Rollenbilder innerhalb des Militärs.

Schlüsselwörter

Golfkriegssyndrom, Operation Desert Storm, Veteranen, Verteidigungsministerium, PTBS, physische Ursachen, psychische Ursachen, abgereichertes Uran, Sarin, Impfungen, Militärpsychiatrie, Männlichkeitsbild, Simon Wessely, Organphosphate, Kriegstraumata.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, die Symptome und die kontroverse öffentliche sowie politische Debatte um das Golfkriegssyndrom nach der Operation Desert Storm.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die medizinischen Ursachen (physisch vs. psychisch), die Rolle von Militär und Medien sowie die psychosozialen Auswirkungen auf die Veteranen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, warum die Anerkennung der Krankheit durch das Verteidigungsministerium zu einem langjährigen Konflikt führte und welche Faktoren die Wahrnehmung der Symptome beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis bestehender Studien, Medienberichte und Expertenmeinungen die verschiedenen Erklärungsansätze für das Syndrom kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von physischen Hypothesen (wie Kontakt mit Kampfstoffen) und die Analyse psychologischer Erklärungsmodelle einschließlich der Rolle der PTBS-Diagnose.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Golfkriegssyndrom, Veteranen, Militärpsychiatrie, physische und psychische Ursachen sowie der Einfluss von Männlichkeitsbildern auf die medizinische Einordnung.

Warum lehnten viele Veteranen die Diagnose PTBS ab?

Die Veteranen befürchteten, dass eine psychische Diagnose als Stigmatisierung als "Feigling" wahrgenommen würde und ihr Selbstbild als starke Soldaten untergrabe.

Welche Rolle spielten die Medien in diesem Konflikt?

Die Medien nahmen mehrheitlich Partei für die Veteranen und unterstützten die Sichtweise, dass die Symptome physische Ursachen hätten, was den Druck auf das Verteidigungsministerium erhöhte.

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Details

Title
"It is all in your head". Physischer und Psychischer Erklärungsversuch des Golfkriegssyndroms
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Julius Zukowski (Author)
Publication Year
2014
Pages
12
Catalog Number
V376281
ISBN (eBook)
9783668533981
ISBN (Book)
9783668533998
Language
German
Tags
physischer psychischer erklärungsversuch golfkriegssyndroms
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julius Zukowski (Author), 2014, "It is all in your head". Physischer und Psychischer Erklärungsversuch des Golfkriegssyndroms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376281
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