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Über die Metapher

Title: Über die Metapher

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 17 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Hannes Höbald (Author)

German Studies - Linguistics
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In dieser Arbeit soll ein Blick auf die Metapher an sich geworfen werden. Hierfür wird zuerst der Unterschied zwischen Vergleich und Metapher herausgestellt, da beide sich zwar ähnlich sehen, aber grundverschieden sind. Hernach werden die Metaphern in Bezug auf die Wortarten genauer angeschaut und danach soll es um den Lebenszyklus der Metapher gehen. Eingeschoben wird beispielhaft zur Verdeutlichung ein kurzer Blick auf die Todesmetaphern. Nachfolgend stehen Sprecher und Hörer im Mittelpunkt, Metaphernentstehung und der Vorgang und die Schwierigkeiten des Verstehens von Metaphern sollen an diesem Punkt beleuchtet werden. Danach folgt noch ein Blick auf die Metaphern in der Kognitionswissenschaft mit dem Fokus auf Lakoff und Johnson, da sich dieser Bereich derzeit großer Beliebtheit erfreut und verschiedenste neue Erkenntnisse hervorgebracht hat und hervorbringt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Metapher vs. Vergleich

3. Metaphern und Worten

4. Der Lebenszyklus der Metapher

5. Der Tod als Beispiel

6. Metaphern schaffen und Metaphern verstehen

6.1 Der Sprecher und die Metapher

6.2 Der Hörer und die Metapher

7. Metaphern in der Kognitionswissenschaft

8. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen der Metapher als zentrales Element der Sprache und beleuchtet ihre vielfältigen Funktionen, ihre Entstehung sowie die komplexen Prozesse bei ihrer Produktion und Rezeption. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der theoretischen Einordnung der Metapher in der Kognitionswissenschaft sowie ihrer Bedeutung als Mittel zur Strukturierung menschlicher Erfahrung.

  • Abgrenzung zwischen Metapher und Vergleich
  • Die Rolle der Wortarten bei der Metaphernbildung
  • Der Lebenszyklus von Metaphern von der Innovation bis zur Lexikalisierung
  • Sprecher- und Hörerinteraktion bei metaphorischer Kommunikation
  • Die Bedeutung der konzeptuellen Metapherntheorie (Lakoff & Johnson)

Auszug aus dem Buch

6.1 Der Sprecher und die Metapher

Ganz am Anfang steht der „Mangel der Sprache an adäquaten Benennungen“ (Meier, 1963: 180) oder die „Notwendigkeit der Bezeichnung unbenannter Begriffe und Vorstellungen“ (Meier, 1963: 180) oder „das blosse Fehlen eines Ausdrucks im Bewusstsein eines Sprechers“ (Meier, 1963: 180). Dies sind die Hauptgründe für den Sprecher sich Metaphern zu bedienen. Jedoch muss es nicht immer so sein, dass adäquate Bezeichnungen fehlen. Es können zwar Wörter vorhanden sein, jedoch können diese dem Sprecher aus verschiedenen Gründen nicht adäquat genug erscheinen, wie etwa wenn er vermeiden will direkt über das Sterben zu sprechen. In den „Mangel der Sprache an adäquaten Benennungen“ (Meier, 1963: 180) spielen somit auch subjektive und emotionale Beweggründe mit rein, die die Sprache als mangelhaft erscheinen lassen für den Sprecher, wodurch er dazu veranlasst wird sich Metaphern zu bedienen.

Danach kommt es zur Bildung der Metapher, bei der „sich ein „Produzent“ notwendigerweise seiner Verwendung einer Metapher bewußt“ (Black, 1977: 402) sein muss, denn wenn dieser es nicht weiß, kann es auch der Hörer nicht korrekt verstehen. Auch muss ihm bewusst sein, dass Metaphern „Verstöße gegen semantische Kombinationsregeln, gegen so genannte Selektionsbeschränkungen realisieren“ (Skirl / Schwarz-Friesel, 2007: 52), weshalb der Sprecher versuchen muss die entstehende Verwirrung durch weitere Hinweise so gering wie möglich zu halten um den Hörer zu entlasten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Metapher als unausweichlichen Teil der Sprache und führt in die wissenschaftliche Debatte sowie die Zielsetzung der Untersuchung ein.

2. Metapher vs. Vergleich: Dieses Kapitel arbeitet die grundlegenden Unterschiede zwischen Metaphern und Vergleichen heraus, insbesondere hinsichtlich ihrer Struktur und Eindeutigkeit.

3. Metaphern und Worten: Hier werden Metaphern im Hinblick auf ihre Bildung aus verschiedenen Wortarten wie Substantiven, Verben und Adjektiven untersucht.

4. Der Lebenszyklus der Metapher: Dieses Kapitel erläutert den Prozess von der innovativen Neuschöpfung über die konventionelle Nutzung bis hin zur toten Metapher.

5. Der Tod als Beispiel: Am Beispiel des Begriffs „Tod“ wird veranschaulicht, wie abstrakte Konzepte durch Metaphern begreifbar gemacht werden.

6. Metaphern schaffen und Metaphern verstehen: Dieser Teil analysiert die bewusste Aktivität des Sprechers bei der Bildung sowie die kognitive Herausforderung des Hörers bei der Interpretation metaphorischer Aussagen.

7. Metaphern in der Kognitionswissenschaft: Das Kapitel widmet sich der Theorie der konzeptuellen Metapher nach Lakoff und Johnson und deren Bedeutung für das menschliche Denken.

8. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Doppelfunktion der Metapher zwischen Verdeutlichung und Verschleierung von Sachverhalten.

Schlüsselwörter

Metapher, Sprache, Kognition, Vergleich, Wortarten, Lebenszyklus, Konzeptualisierung, Sprecher, Hörer, Lakoff, Johnson, Kommunikation, Wortschatz, Bedeutung, Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse der Metapher als sprachliches Phänomen und untersucht deren Entstehung, Verwendung und Verstehensprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernpunkten zählen die Abgrenzung zum Vergleich, die Einordnung in Wortarten, der Wandel von Metaphern im Laufe der Zeit sowie die kognitive Verankerung von Metaphern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Funktionen von Metaphern zu schaffen und aufzuzeigen, wie sie unsere Wahrnehmung und Kommunikation strukturieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender sprach- und kognitionswissenschaftlicher Theorien, insbesondere unter Einbezug von Forschern wie Lakoff, Johnson, Black und Skirl/Schwarz-Friesel.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse von Metaphern (Wortarten, Lebenszyklus) und die kommunikative Ebene, also die Interaktion zwischen Sprecher und Hörer.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Metapher, Kognition, Konzeptualisierung, Sprachgebrauch und kommunikative Funktion sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheiden sich Metapher und Vergleich nach der Definition im Text?

Der Vergleich ist expliziter und weniger mehrdeutig als die Metapher, die einen semantischen Widerspruch erfordert, um als solche erkannt und interpretiert zu werden.

Welche Rolle spielt die Kultur für das Verstehen von Metaphern?

Kulturelle Hintergründe und das sogenannte "enzyklopädische Wissen" sind entscheidend, da Metaphern auf gemeinsamen Gemeinplätzen basieren, die zwischen Gesellschaften variieren können.

Was besagt die Theorie der konzeptuellen Metapher?

Sie postuliert, dass unser Denken und unsere Alltagssprache grundlegend metaphorisch strukturiert sind und Metaphern auf menschlichen Grunderfahrungen basieren.

Können "tote Metaphern" wieder belebt werden?

Ja, durch spezifische Kontextualisierungen oder metasprachliche Aufmerksamkeit kann die ursprüngliche metaphorische Bedeutung einer bereits lexikalisierten Metapher wieder ins Bewusstsein gerückt werden.

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Details

Title
Über die Metapher
College
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Course
Das Sprachsystem des Deutschen: Exemplarische Analysen
Grade
2,4
Author
Hannes Höbald (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V376399
ISBN (eBook)
9783668534629
ISBN (Book)
9783668534636
Language
German
Tags
Metapher
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannes Höbald (Author), 2013, Über die Metapher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376399
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