Trainingsplanung zur Rehabilitation eines Kreuzbandrisses über drei Monate


Hausarbeit, 2017
31 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

1. Einleitung
1
...
2. Theoretische Grundlage Sportrehabilitation
3
...
2.1 Phase 1
3
...
2.2 Phase 2
4
...
2.3 Phase 3
4
...
2.4 Phase 4
4
...
3. Diagnose in der Sportreha
5
...
3.1 Diagnose Kreuzbandriss
6
...
4. Anamnese 8
...
4.1 Anamnese Sportreha
8
...
4.2 Berufsanamnese
9
...
4.3 Sportanamnese
10
...
4.4 Gesundheitsanamnese
10
...
5. Tests
11
5.1 Notwendigkeit Tests
11
...
5.2 Biometrische Tests
11
...
5.3 Motorische Tests
11
...
5.4 Beweglichkeitstests
12
...
5.5 Krafttests
13
...
5.6 Körperhaltung
14
...
5.7 Allgemeine Gesundheitsanamnese
14
...
6. Theorie und Grundlagen Zielsetzung
15
...
7. Planung / Zielsetzung
15
...
8. Grundlagen Training
16
...
9. Zielplanung
16
...
10. Trainingsplanung 17
...
11. Trainingsplan Birgit
18
...
12. Trainingssteuerung
18
...
13. Einteilung Trainingseinheit
19
...
13.1 Aufwärmen:
19
...
13.2 Hauptteil:
19
...
13.3 Abwärmen
19
...
14. Übungsauswahl Birgit
20
...
14.1 Übungsauswahl Mesozyklus 1
20
...
14.2 Mikrozyklus 1
20
...

14.3 Übungsauswahl Mesozyklus 2
21
...
14.4 Mikrozyklus 2
21
...
14.5 Übungsauswahl Mesozyklus 3
22
...
14.6 Mikrozyklus 3
22
...
15. Erklärung für die Übungsauswahl für die Rehabilitation
23
...
16. Durchführung
24
...
17. Analyse / Evaluation
25
...
18. Fazit
27
...
19. Quellenangaben
28
...

1. Einleitung
In der Abschussarbeit zum Fachtrainer für Sportrehabilitation ist es Aufgabe, auf Basis der
Daten, die aus der Anamnese stammen eine Trainingsplanung der Rehabilitation über drei
Monate zu erstellen. Die Ausarbeitung der Trainingsplanung wird für Birgit Mayer,
Kreuzbandriss bei Skiunfall erstellt. Dabei sind alle Stufen, von der Diagnose, über die
Zielsetzung, die Trainingsplanung, die Durchführung bis hin zur Evaluation bzw. den Re -
Test enthalten.
In Kapitel 2 wird genau beschrieben, in welcher Phase nach einer Verletzung welche
Methoden und welche Art von Betreuer den Patienten betreuen. Die Struktur ist klar
gegliedert und ist unbedingt einzuhalten.
Kapitel 3 gibt die Anamnese der Sportreha wieder. Die Anamnese in der Sportreha läuft
ähnlich ab wie in der normalen Trainingslehre, jedoch steht hier das Beschwerdebild des
Kunden im Vordergrund. Wichtig zu wissen ist, inwieweit der Kunde bereits therapiert
wurde. Diese spezielle Anamnese des Patienten, da wir es mit einem kranken Menschen
zu tun haben, sind vorangegangene Therapien oder Eingriffe, Heilungsverlauf vorange-
gangene Massnahmen und Empfehlung für die weitere Behandlung notwendig.
Kapitel 3 gibt viele Informationen über einen Kreubandriss. Was sind Bänder, wie kommt
es zu Verletzungen derer, wie sind die Behandlungsmethoden und Heilungschancen, wie
wird operiert und welche Massnahmen sind danach zu treffen.
In Kapitel 4 befindet sich Anamnese und Diagnose. Dabei wird auf die verschiedenen Un-
terpunkte der Diagnose eingegangen. Zum einen wird die Sportanamnese in die Unter-
punkte Allgemein-, Umfeld-, Gesundheits- und Sportanamnese unterteilt und die
Wichtigkeit der Kenntnis über den aktuellen Trainingsstand aufgeführt. Anschließende
Tests und körperliche Aufnahmemethoden, wie die biometrischen Daten oder motorische
Tests für Kraft, Beweglichkeit usw. werden durchgeführt und dokumentiert.
In Kapitel 5 werden alle Notwenigen Tests zum Eingangsgespräch dargestellt und aus-
gewertet. Bevor man mit der eigentlichen Trainingsplanung beginnt, sollte man ein Ein-
gangsgespräch durchführen, um zu wissen, auf welchem aktuellen Leistungs- und
Gesundheits- stand der Fitnesskunde ist und welche Ziele er hat. Der Trainer muss
ausserdem die beste Variante für den Kunden wählen, um schnellst möglich und mit
besten Ergebnissen ans Ziel zu kommen. Dazu wurden im Eingangsgespräch bio-
metrische Tests, so wie mo- torische Tests durchgeführt und dokumentiert. Des weiteren
sind in der Sportrehabilitation noch viele weitere Fragen zu beantworten, die für die Train-
ingsplanung von Bedeutung sein könnten. Trainingsempfehlung vom behandelnden Arzt,
vorangegangene Massnahmen usw. sind für eine optimale Ausarbeitung einer Trainings-
planung in der Sportrehabilitation äusserst wichtig.
Kapitel 6 gibt die Grundlagen der Zielsetzung wieder. Die Ziele müssen in Absprache mit
dem Klienten und in Abstimmung mit den Daten der Anamnese, möglichst realistisch
gewählt, klar und deutlich definiert werden. Die Zieldefinition beinhaltet Antworten auf die
Fragen: Was soll erreicht werden (Inhalt)? Wie viel davon soll erreicht werden (Ausmaß)?
In welchem Zeitraum soll es erreicht werden (Zeitrahmen)? Denn nur konkrete
Zielangaben können auf deren Erreichung hin überprüft werden.
1

In Kapitel 7 gehen wir auf die Planung und der Zielsetzung für Birgit näher ein. Hier wer-
den Birgits Ziele definiert, was die Grundlage für eine spätere Trainingsplanung ist. Als
Grobziel für die 3 Monate legen wir gemeinsam fest, dass sich das Kraftdefizit ausgleichen
soll. Teilziel hierfür ist in 4 Wochen eine Verbesserung um der Kraft des rechten Beines um
10%.
Kapitel 8 stellt die Grundlagen des Trainings dar. Gerade in der Sportreha gibt es
wichtiges zu beachten. Die Intensitätssteigerung im Training sollte nach und nach erhöht
werden, da sich verschiedene Gewebearten unterschiedlich schnell anpassen. Die Inten-
sitätssteigerung sollte an der Adaptionsgeschwindigkeit des langsamsten Gewebes, also
den Sehnen und Bändern, angepasst werden. Dafür ist jedoch längeres Training mit einer
Regelmässigkeit Voraussetzung.
Die Makrozyklusplanung der Zielplanung findet sich in Kapitel 9 wieder. In dem gesamten
Makrozyklus erfolgt eine Konzentration auf die Wiederherstellung, Stabilisierung und
Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit.
Das Belastungsparameter für Krafttraining wird in Kapitel 10 festgelegt. Auch hier gibt es
jede Menge für den Trainer zu beachten. In welcher Stufe der Rehabilitation befindet sich
Birgit, wo liegt das Schwergewicht zu Anfangs im Training, was sind die passenden Übun-
gen für ein gelungenes Ergebnis nach unseren 3 Monaten, wie erreiche ich das beste
Ergebnis in der betroffenen Region, ohne Rückschritte, vor allem Verletzungen zu vermei-
den, was ist für das Ganzkörpertraining zu beachten.
Trainingsplan, Mesozyklus 1-3 wird in Kapitel 11 dargestellt.
Die Trainingssteuerung wird in Kapitel 12 dargestellt und näher beschrieben. Es gibt eine
Menge an Trainingsprinzipien, die in jeder Trainingsplanung Beachtung finden sollten, um
erfolgreich ans gewünschte Ziel zu kommen. Gemeinsam mit Birgit wurden die Ziele fest-
gelegt, so dass wir nun die Trainingsplanung gestalten können. Dazu gehört die Train-
ingsmethodik, die Periodisierung und die Übungsauswahl.
Kapitel 13 gliedert das Training in Aufwärmen, Hauptteil und Abwärmen ein.
Die Übungsauswahl für Birgits Training findet sich in Kapitel 14.
Die Übungen aus Kapitel 14 können sinnvoll begründet werden und finden sich in Kapitel
15 wieder.
Die Durchführung des zuvor geplanten Trainings wird in Kapitel 13 dokumentiert.
Die Ergebnisse werden in Kapitel 16 der Trainingsdurchführung und deren Ergebnisse
analysiert und evaluiert. Zur Abrundung der vorliegenden Abschlussarbeit wird in Kapitel
18 des Schlussteils mit dem Fazit abgeschlossen.
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2. Theoretische Grundlage Sportrehabilitation
Fachtrainer für Sportrehabilitation ist ein verantwortungsvoller Beruf. Für den Fachtrainer
der Sport-Rehabilitation steht die Wiedererlangung der Belastbarkeit nach einer Verlet-
zung im Vordergrund und natürlich auch für den Betroffenen. Der Patient vertraut sich uns
an, wenn der Arzt und Physiotherapeut seine Arbeiten abgeschlossen hat. In machen
Fällen sogar, bevor die Physiotherapie vollkommen abgeschlossen ist, denn der Übergang
von der Trainingstherapie des Physiotherapeuten zum Fachtrainer für Sport-Reha sind
fließend. Das Ziel ist stets, die berufliche oder sportliche Wiederherstellung des Men-
schen, um die ursprüngliche Leistungsfähigkeit zu erreichen. Je nach Verletzungsart und -
Schwere ist die Dauer der Behandlung durch die einzelnen Instanzen unterschiedlich lang.
Entscheidend ist jedoch, dass viele Patienten nach der Trainingstherapie ein weiterführen-
des Training im Fitnessstudio durchführen müssen, um die vollständige Belastbarkeit
wiederzuerlangen. Der Patient beginnt ein Training im Fitnessstudio meist bei einer Be-
lastbarkeit von 70 ­ 80% der vollständigen Belastbarkeit. Meist werden die in der akuten
Behandlungs, bzw. Therapiephase durchgeführten Übungen übernommen und auf die
Möglichkeiten im Fitnessstudio übertragen. Stufe 1 und 2 der Therapie werden auss-
chliesslich durch Physiotherapeuten und Sporttherapeuten begleitet. Stufe 3 und 4 kann
im Fitnessstudio absolviert werden, oder gar parallel zu Stufe 2 laufen. Die Stufen werden
in Abbildung 1 nochmals dargestellt.
Abbildung 1 Quelle: Power Point Präsenztag Sportreha, Kapitel 4 ­ Planung und Steuerung von rehabilitativem Training im
Fitnessstudio
2.1 Phase 1
Behandlung postoperativer, degenerativer, akut-traumatischer Zustände,
Ruhe und Mobilisation, Schmerzkontrolle und Reduktion der Schwellung, erste Mobilisa-
tion und Steigerung der Beweglichkeit , Adäquate M. Quadriceps Kontrolle (Muskel der
Oberschenkelvorderseite) , Belastung und Bewegungsausmaß entsprechend der
ärztlichen Vorgabe. Die Streckung sollte zu Beginn nicht weniger als < 20° betragen, damit
der Zug auf das heilende Innenband möglichst gering gehalten wird. Durch physikalische
Therapien, Muskel-, Ausdauer- und Koordinationstraining, Propriozeptives Training und
Übungen zur Wahrnehmung soll der Aufbau und die Verbesserung der Informationsweiter-
leitung aus der Peripherie vorangetrieben werden. Anpassungen des Herz-Kreislaufsys
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tems und bessere Beweglichkeit und Koordination sind ebenfalls einige der Ziele dieser
Stufe.
2.2 Phase 2
Wiedererlangung physiologischer Bewegungsmuster, Stärkung und Koordination.
Zunehmende Belastungssteigerung bis zur Erreichung der Vollbelastung, keine Kni-
eschwellung im Alltag unter normaler Belastung, Gangbild Normalisierung, Steigerung und
Normalisierung der Beweglichkeit, Wiederherstellung koordinativer Fähigkeiten, Stabilisa-
tion der physiologischen Becken-Bein-Achse, Verbesserung der Gelenkstabilität, Belas-
tungssteigerung, ermüdungsfreies Gehen bis zu 30 Minuten.
Jetzt soll das Leistungsniveau nochmals gesteigert werden, optimale Haltung und Stabil-
isierung kommen hinzu. Das Vertrauen in die eigenen Leistungsfähigkeit nimmt zu, die
Gelenkigkeit, Sensorik und die muskuläre Leistungskraft des betroffenen Bereiches
verbessert sich.
2.3 Phase 3
Wiederherstellung, Stabilisierung und Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit.
Schwerpunkt Muskelaufbau und sensomotorische Kontrolle. Keine Schwellung und
Schmerzen bei höherer Belastung und langem Stehen bis zu 60 Minuten, normales Gang-
bild, volle Bewegung im Kniegelenk, weitere muskuläre Stärkung (Oberschenkelvorder-
seite, -rückseite, Waden- und Hüft-, Rumpfmuskulatur), Wiederherstellung sämtlicher ko-
ordinativer Fähigkeiten, aktive achsengerechte Stabilisation im Einbeinstand mit stabiler,
später instabiler Unterlage, Im Seitenvergleich mindestens 85 % der Muskeln zur gesun-
den Seite. Übergang von einbeinigen Übungen zu funktionalen Übungen.
Durch komplexe Koordinationsübungen, angepasstes Muskeltraining, umfassende Bewe-
gungsschulung und Ausdauertraining werden noch bestehende Funktionsdefizite abge-
baut. Weiterhin wird an der Beweglichkeit, Ausdauer und Koordinationsvermögen gear-
beitet. Bewegungsabläufe werden optimiert und Bewegungsmuster geschult.
2.4 Phase 4
Wiederherstellung der speziellen Leistungsfähigkeit.
Exzentrische und reaktive Belastungsformen verbessern die Koordination, Schnelligkeit,
Ausdauer und Kraft. Jetzt werden vielfältige Bewegungsanforderungen geschult und die
speziell benötigten Fähigkeiten in Beruf, Sport und Freizeit trainiert. Kriterien, für die
Rückkehr zum Sport: Keinerlei Entzündungszeichen , volle Wiederherstellung koordinativ-
er Fähigkeiten, Weiterführung der Rehabilitation bis zur Fähigkeit des uneingeschränkten-
Bewegungseinsatzes, auch in kritischen Situationen der normalen Alltagsbewegungen,
Sehr gute Koordination, Bestehen sämtlicher funktionaler Tests.
Auch in der Sport-Reha findet natürlich das allgemeine Trainingsprinzip seine Anwendung:
Bei der Gestaltung des Trainings bzw. einer Übung gelten folgende Trainingsprinzipien:
· Im (späteren) Reha-Verlauf mind. 10 Minuten Aufwärmen
· Von einfacher zu komplexer Übung (Steigerungsformen)
· Von limitiert zu vollem Bewegungsumfang
· Von stabiler zur labilen Unterlage
· Von kurzem zum langem Hebel
· Von statischer zu dynamischer Ausführung
· Von allgemein zu sportartspezifisch (funktionalen) Trainingseinheiten
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Abbildung 2 Phasenmodell der Nachbe-
handlung: Quelle Lehrskript Academy of
Sports
3. Diagnose in der Sportreha
Die Diagnose in der Sportreha läuft ähnlich ab wie in der normalen Trainingslehre, jedoch
steht hier das Beschwerdebild des Kunden im Vordergrund. Wichtig zu wissen wäre, in-
wieweit der Kunde bereits therapiert wurde. Ein Abschlussbericht des Physiotherapeuten
wäre für den Fitnesstrainer ideal, denn dann kann ein optimales Folgetraining entwickelt
werden.
Die Anamnese kann in folgende Unterbereiche separiert werden:
- Berufsanamnese
- Sportanamnese
- Gesundheitsanamnese
Ausserdem wird durch einen Eingangstest das Leistungsniveau des Klienten dokumen-
tiert. Nur so kann Fortschritt dokumentiert, und überhaupt erst der optimale Trainingsplan
erstellt werden.
Bei Reha-Kunden sollte natürlich bedacht werden, dass diese nicht maximal belastbar
sind und der Trainer sensibel einschätzen sollte, welche Tests und Intensitäten ihre An-
wendung finden. Im Zweifel gilt: lieber von der Durchführung absehen, wenn man sich
nicht sicher ist, falls es dem Kunden eher schadet als nützt.
Liegt ein Abschlussbereicht des Physiotherapeuten oder des behandelnden Arztes vor,
kann der Eingangstest auch umgangen werden oder stark minimiert auf einige noch offene
Fragen des Trainers.
Der Zeitpunkt für die Freigabe zur Vollbelastung und das Bewegungsausmaß variieren in
Abhängigkeit vom operativen Verfahren bzw. Heilungsprozess und dem behandelnden
Arzt. Der Operateur gibt das Tempo vor. Bei abweichender ärztlicher Verordnung
entsprechend früher bzw. später in die Übungen einsteigen.
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3.1 Diagnose Kreuzbandriss
Meniskus, Außen-, Innen- und Kreuzbänder sowie die Oberschenkelmuskulatur ­ viele
Strukturen sichern die Beweglichkeit und Stabilität des Knies. Das Knie ist sehr kompliziert
aufgebaut und daher auch sehr verletzungsanfällig. Eine Verletzung im Knie ist mit einem
sehr langen Ausfall und Reha verbunden. Am häufigsten tritt ein Kreuzbandriss beim
Fussbal oder Skifahren auf, wenn das Bein/Gelenk bei feststehendem Unterschenkel ver-
dreht wird.
Häufige Symptome:
Unmittelbar nach der Verletzung tritt ein starker Schmerz auf, welcher meist wieder nach-
lässt und erst bei erneuter Belastung wieder auftritt. Zur Blutung im Knie kommt es weil
sich in Bänder Blutgefässe befinden und diese bei einem Bänderriss reissen. Da mit den
Bändern oft auch Gefäße reißen, kommt es zu einer Blutung ins Kniegelenk. Das Kniege-
lenk weist eine Instabilität auf, z.B. beim Treppen steigen, was neben den Akutsymptomen
auf einen Kreuzbandriss hinweist.
Diagnose:
Neben der körperlichen Untersuchung (Schubladentest) und der Punktion geben Röntge-
naufnahme, Kernspintomografie oder Arthroskopie zuverlässig Aufschluss über den
Schaden. Unabhängig davon, ob der Arzt nach der Untersuchung zu einer Operation rät
oder nicht, Ziel muss es sein, das Knie nach dem Kreuzbandriss so gut wie möglich
wieder zu stabilisieren. Denn ein Wackelgelenk verschleißt frühzeitig, Folgeprobleme wie
Arthrose sind vorprogrammiert.
Konservativ Behandeln:
Eine Operation ist nicht immer unbedingt notwendig. Nur dann, wenn das Knie instabil
bleibt sollte operiert werde. Eine Schienenbehandlung ist oft ausreichend, vor allem wenn
ein Band nur angerissen ist, oder nur ein Band vom abriss betroffen ist. Wichtig ist die
Nachsorge wie Krankengymnastik, für den Aufbau der Oberschenkelmuskulatur zur Stabil-
isation.
Wann operieren?
Bei jüngeren Patienten und Sportlern sollte ein Riss des vorderen Kreuzbandes operiert
werden. Ansonsten bleibt das Knie instabil, erlaubt nur eingeschränkt Sport und es droht
früher oder später eine Arthrose, die heftige Knieschmerzen verursacht. Bevor eine Opera-
tion durchgeführt wird, sollte das Knie jedoch abgeschwollen sein, sich durch eine physio-
therapeutische Behandlung (Krankengymnastik, Massage...) wieder beugen und strecken
lassen und schmerzfrei sein.
So wird operiert:
Sie wird, wie im Prinzip bei allen Bandverletzungen, unter örtlicher Betäubung
arthroskopisch durchgeführt. Alte Kreuzbänder lassen sich nicht reparieren, als Ersatz
eignen sich Teile der Patella- oder einer Oberschenkelmuskelsehne. Zur Befestigung wer-
den Löcher in Schienbein und Oberschenkelknochen gebohrt. Die Passgenauigkeit der
,,neuen" Bänder entscheidet über den Erfolg der Operation.
Nach der Operation:
Von aller höchster Notwendigkeit ist die Nachbehandlung und das Aufbautraining, für
welches man 3 Monate einplanen sollte. Eine kräftige Beinmuskulatur stabilisiert das Knie.
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Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Trainingsplanung zur Rehabilitation eines Kreuzbandrisses über drei Monate
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
31
Katalognummer
V376455
ISBN (eBook)
9783668536883
ISBN (Buch)
9783668536890
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport, Rehabilitation, Training, Plan, Fachtrainer, Anamnese
Arbeit zitieren
Birgit Mayer (Autor), 2017, Trainingsplanung zur Rehabilitation eines Kreuzbandrisses über drei Monate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376455

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