Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Filosofía del siglo XX

Was ist ein Autor? Eine Untersuchung im Spiegel Michel Foucaults

Título: Was ist ein Autor? Eine Untersuchung im Spiegel Michel Foucaults

Ensayo , 2016 , 6 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Stefan Schmidt (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Dieser Essay behandelt die Frage "Was ist ein Autor" im Spiegel des Werkes von Michel Foucaults aus dem Jahre 2000. Darin wird die Komplexität des Begriffes „Autors“ untersucht. Sein Vortrag ist in vier Teile gegliedert und geht der Frage nach, was ein Autor im Allgemeinen ist. Seinen Fokus legt er dabei darauf, den Bezug von Text und Autor.

Die zentrale These auf die er sich dabei stützt entnimmt er einem Zitat des Schriftstellers Samuel Beckett, die eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Autor impliziert. Er analysiert die Funktion des Autorennamens im Bezug von „Text“ und „Werk“ unter drei Blickpunkten: Autorname als besondere Funktionsweise des Eigennamens, die Autorfunktion, die einige Diskurse haben und Autoren als Diskursivitätsbegründer.

Ausgehend von Eigenschaften zeitgenössischen Schreibens und Literatur von Flaubert, Kafka und Proust, diskutiert Foucault das Phänomen des „Verschwindens des Autors“. Dabei lehnt er sich zu Beginn des Vortrages eng an den von Roland Barthes verfassten Text „Der Tod des Autors“ an. Er selbst vertritt die Position, dass man die Existenz eines Autors im wirklichen Leben nicht zu leugnen braucht und gleichzeitig auch nicht das Verschwinden desselben feststellen muss.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Autorname als besondere Funktionsweise des Eigennamens.

2. Die Autorfunktion, die einige Diskurse haben, andere dagegen nicht.

3. Autoren als Diskursivitätsbegründer.

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Michel Foucaults Vortrag "Was ist ein Autor?" und untersucht die Funktion des Autors innerhalb von Diskursen sowie dessen Bedeutung für die Klassifizierung von Texten. Das Hauptziel besteht darin, die theoretischen Konzepte Foucaults – insbesondere die Autorfunktion, den Autornamen als Eigenname und den Begriff des Diskursivitätsbegründers – kritisch zu erläutern und in den Kontext seiner Diskursanalyse einzuordnen.

  • Die Analyse der Autorfunktion in unterschiedlichen kulturellen und historischen Kontexten.
  • Die Untersuchung des Autornamens als klassifikatorisches und ordnendes Prinzip.
  • Die Differenzierung zwischen gewöhnlichen Autoren und Diskursivitätsbegründern.
  • Die Erläuterung der "Ego-Pluralität" und der Distanz zwischen Autor und Erzähler.
  • Die Bedeutung der Authentizitätskriterien zur Bestimmung der Urheberschaft.

Auszug aus dem Buch

Autorname – Eigenname

Als Problem mit dem Gebrauch des Autornamens stellt Foucault die Fragen, was ein Autorenname sei und wie er funktioniert. Er klassifiziert den Autornamen als einen Eigennamen, der eine hinweisende Funktion besitzt, beziehungsweise als Beschreibung dienen kann. Allerdings stellt er einen Unterschied in der Verbindung eines Eigennamens und dem zugehörigen Individuum in Abgrenzung zu einem Autorennamen und dem fest, was dieser benennt. Ein Beispiel kann diese Problematik veranschaulichen: Wenn ich merke, dass Christian keine grünen Augen hat oder nicht in Wiesbaden geboren ist, bezieht sich der Eigenname ‚Christian‘ immer noch auf dieselbe Person. Bei einem Autornamen verhält es sich allerdings nicht so. Foucault nennt ein Fallbeispiel, in dem bewiesen wird, dass Shakespeare nicht die Sonette geschrieben habe. Dies würde der Bedeutung und die Funktion des Autornamens ‚Shakespeare‘ in Mitleidenschaft ziehen. Deshalb ist der Autorname „nicht unbedingt ein Eigenname wie alle anderen“. Eine zusätzliche Betrachtungsweise liefert er mit einem weiteren Beispiel, das eine „paradoxe Einmaligkeit des Autornamens“ beschreibt. In diesem Sinne gibt es einen Unterschied darin zu sagen ‚Christian‘ gibt es nicht oder ‚Homer‘ gibt es nicht. Entgegen dem Eigennamen ‚Christian‘ besitzt der Autorenname ‚Homer‘ eine klassifikatorische Funktion, da man Homer, im Sinne des Zuschreibungsverhältnisses, verschiedene Werke zuordnet, die sich wiederum von Texten anderer Autoren abgrenzen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Autorname als besondere Funktionsweise des Eigennamens.: Dieses Kapitel erläutert die klassifikatorische Rolle des Autornamens, der über die bloße Kennzeichnung einer Person hinausgeht und Texte strukturell ordnet.

2. Die Autorfunktion, die einige Diskurse haben, andere dagegen nicht.: Hier wird untersucht, wie unterschiedliche kulturelle Epochen und Diskursarten die Notwendigkeit einer Autornennung für die Geltung von Texten beeinflussen.

3. Autoren als Diskursivitätsbegründer.: Dieses Kapitel differenziert zwischen gewöhnlichen Autoren und Persönlichkeiten wie Marx oder Freud, deren Werk als Ausgangspunkt für neue Diskurse dient.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Autorfunktion, Diskursivitätsbegründer, Eigenname, Klassifikation, Textanalyse, Theorie der Autorschaft, Ego-Pluralität, Diskurs, Authentizitätskriterien, Literaturtheorie, Werkbegriff, Schreibprozess, Diskursanalyse, Textzuschreibung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich mit Michel Foucaults Vortrag "Was ist ein Autor?" auseinander und beleuchtet die komplexe Rolle des Autors innerhalb von Diskursstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Funktion des Autornamens, die Merkmale der Autorfunktion, die Unterscheidung zwischen wissenschaftlichen und literarischen Texten sowie die Rolle des Diskursivitätsbegründers.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel?

Ziel ist die kritische Aufarbeitung von Foucaults Thesen zur Autorschaft, insbesondere wie der "Autor" als ordnendes Prinzip von Diskursen fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Foucault in seinem Vortrag?

Foucault nutzt eine diskursanalytische Methode, um die historischen und kulturellen Bedingungen zu untersuchen, unter denen ein Autor als Funktion eines Diskurses wahrgenommen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Autornamens, der spezifischen Merkmale der Autorfunktion (wie Aneignung und Authentizität) sowie die Kategorisierung von Autoren als Begründer von Diskursivitäten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autorfunktion, Diskurs, Eigenname, Authentizitätskriterien, Ego-Pluralität und Diskursivitätsbegründer.

Wie unterscheidet Foucault zwischen dem Eigennamen und dem Autornamen?

Während ein Eigenname auf ein Individuum verweist, erfüllt ein Autorname eine klassifikatorische Funktion, die Texte einem Werkzusammenhang zuordnet.

Was ist unter dem Begriff "Ego-Pluralität" zu verstehen?

Der Begriff beschreibt die Zersplitterung des Autors in verschiedene Egos innerhalb eines Textes, insbesondere im Kontext von Erzählerperspektiven.

Wie definiert Foucault den "Diskursivitätsbegründer"?

Dies sind Autoren, deren Werk über sich hinausweist und Möglichkeiten für weiterführende, eigenständige Diskurse schafft, wie es bei Freud oder Marx der Fall ist.

Welche Bedeutung haben die Authentizitätskriterien des heiligen Hieronymus?

Sie dienen als historisches Beispiel für komplizierte Operationen, mit denen ein "Vernunftwesen Autor" konstruiert wird, um die Einheitlichkeit eines Gesamtwerks sicherzustellen.

Final del extracto de 6 páginas  - subir

Detalles

Título
Was ist ein Autor? Eine Untersuchung im Spiegel Michel Foucaults
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1
Autor
Stefan Schmidt (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
6
No. de catálogo
V376494
ISBN (Ebook)
9783668538528
ISBN (Libro)
9783668538535
Idioma
Alemán
Etiqueta
autor eine untersuchung spiegel michel foucaults
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Schmidt (Autor), 2016, Was ist ein Autor? Eine Untersuchung im Spiegel Michel Foucaults, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376494
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  6  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint