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Soziale Gerechtigkeit. Herausforderung, Aufgabe, Ziel und Notwendigkeit

Realisierung als Kennzeichen der Qualität des Gemeinwesens

Titel: Soziale Gerechtigkeit. Herausforderung, Aufgabe, Ziel und Notwendigkeit

Fachbuch , 2017 , 145 Seiten

Autor:in: Prof. Dr. mult. Alfons Maria Schmidt (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Soziale Gerechtigkeit ist Ziel und Notwendigkeit, Herausforderung und zu bewältigende Aufgabe. Das Ziel ergibt sich aus der abendländischen Kultur und der aus ihr resultierenden Bindung an ethische Werte. Die Notwendigkeit wird einsichtig, da die Bewahrung des sozialen Friedens als unverzichtbar erscheint. Aus dem Ziel und der Notwendigkeit resultiert eine Herausforderung an die Gesellschaft und den Einzelnen. Damit ergibt sich die Aufgabe, aktiv zu werden und damit im Interesse des Gemeinwesens integrierend zu wirken.

Sich mit sozialer Gerechtigkeit auseinander zu setzen, macht Sinn, will man verantwortungsbewusst im Rahmen bestehender Möglichkeiten mitgestalten und im Rahmen der sich vollziehenden Entwicklung positive Akzente setzen. Dies setzt sowohl Wachheit im Denken als auch Offenheit bei den zu treffenden Maßnahmen voraus.

Im Einzelnen gehen wir von den bestehenden sozialen Verwerfungen aus und wenden uns sodann der sozialen Gerechtigkeit als Ziel zu. Dies ist Grundlage dafür, Ansatzpunkte zur Annäherung an das Notwendige und Wünschenswerte zu thematisieren und letztlich auf den erforderlichen Willen und auf die stufenweise Entwicklung einzugehen.

Die Auseinandersetzung mit bestehenden sozialen Verwerfungen skizziert den aktuellen Stand der Entwicklung. Wenn wir sie dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit gegenüberstellen, werden im Rahmen eines Soll-Ist-Vergleiches Defizite offengelegt und damit durch Klärung von Ansatzpunkten Vorarbeiten für die zu leistende Arbeit erkennbar gemacht.

Letztlich münden diese vorgenannten Abschnitte ein in den abschließenden Themenkreis, der vom Erkennen zum Handeln führt. Der Wille Defizite zu beseitigen und ein besseres Morgen zu gestalten ist letztlich unverzichtbar und die Bewältigung der Herausforderung wird sich wohl nur in einem schrittweisen Prozess bewerkstelligen lassen.

Mit der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, kontextgebunden die aufgeworfene Thematik zu durchdringen und vom Grundsätzlichen her tragfähige Antworten zu finden, die hilfreiche Orientierung geben. Ungeachtet dessen wird man bemüht sein müssen, über das Grundsätzliche hinaus zu denken und aus dem Grundsätzlichen für die Konkretheit der Herausforderungen vor Ort Lösungen zu finden.

Die anzustrebende Lösung bewegt sich in Variationen innerhalb des Spannungsverhältnisses von vorhandenem Bedarf, individuellem Verdienst und Postulat der Chancengleichheit. Dabei gilt es, den Sieg der Taktik gegenüber der Strategie zu überwinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Bestehende soziale Verwerfungen

Fehlende Chancengleichheit

Verbaute Teilhabemöglichkeit

Reale Entwicklung von Arm und Reich

Gesellschaftliche Blindheit und Bequemlichkeit

Aktivitätsdefizit bei Einzelnen

Soziale Gerechtigkeit als Ziel

Grundvorstellung von sozialer Gerechtigkeit

Begründung für die Notwendigkeit sozialer Gerechtigkeit

Unterschiedlichkeit der Vorstellungen vom Handlungsbedarf

Differenziertheit der Erfordernisse

Ziel als ferne Idealvorstellung

Ansatzpunkte zur Annäherung

Chancen eröffnen und Mut machen

Fordern und fördern

Hilfe zur Selbsthilfe

Begleitung auf dem Weg

Evaluation zur Erfolgssicherung

Erklärter Wille und stufenweise Entwicklung

Gesellschaftliches Bewusstsein als Ausgangspunkt

Politische Rahmensetzung als Grundstruktur

Ehrenamtliche Mitwirkung als Notwendigkeit

Abgestimmtes Zusammenwirken als Bewältigungsstrategie

Stufenweise Entwicklung als realistische Perspektive

Gesamtzusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld der sozialen Gerechtigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für bestehende soziale Verwerfungen zu entwickeln, diese den Idealvorstellungen von Gerechtigkeit gegenüberzustellen und daraus praxisorientierte Ansatzpunkte zu entwickeln, die einen schrittweisen, realitätsnahen Entwicklungsprozess hin zu mehr Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt ermöglichen.

  • Analyse aktueller sozialer Defizite und deren Auswirkungen auf den Zusammenhalt.
  • Erörterung des Zielkonflikts zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.
  • Entwicklung von Strategien wie "Fordern und Fördern" sowie "Hilfe zur Selbsthilfe".
  • Hervorhebung der Bedeutung von gesellschaftlichem Bewusstsein und ehrenamtlicher Mitwirkung.
  • Evaluationskonzepte als Instrument zur langfristigen Erfolgssicherung sozialer Projekte.

Auszug aus dem Buch

Bestehende soziale Verwerfungen

Wer die Wirklichkeit in der Bundesrepublik Deutschland betrachtet muss feststellen, dass Chancengerechtigkeit nur eingeschränkt gegeben ist. Dafür sind verschiedene Gründe maßgeblich. Dazu zählen bestehende Präferenzen bei entscheidungsbefugten gesellschaftlichen Eliten, aber auch Bildungsferne und prekäre familiäre Situation, die einen gesellschaftlichen Aufstieg behindern oder gar verhindern.

Fehlende Chancengerechtigkeit ist hier nicht nur eine Belastung für einen Teil unserer Gesellschaft, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Schließlich liegen Potentiale brach und werden nicht entwickelt, die jedoch gerade heute im Rahmen der Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit und der bestehenden demographischen Entwicklung unbedingt benötigt werden. Negative Auswirkungen auf das Gemeinschaftsempfinden und das soziale Klima im Lande sind dabei kaum verwunderlich.

So wenden wir uns im Rahmen der Auseinandersetzung mit der sozialen Gerechtigkeit zunächst mit fehlender Chancengleichheit auseinander. Wir tun dies, indem wir den Wesenskern von Chancengleichheit betrachten, auf gesellschaftlich bedingte und nicht gesellschaftlich bedingte Defizite bei den Chancen eingehen und die Wechselwirkungen zwischen beiden Formen von Defiziten näher betrachten.

Unsere Betrachtung geschieht auf grundsätzlicher Ebene und bezogen auf die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland. Gegebenheiten zu anderen Zeiten und an anderen Orten sind insoweit aus unseren Überlegungen ausgegrenzt. Sie können sich – zumindest in den entwickelten Staaten Westeuropas – ähnlich wie bei uns gestalten oder aber von den Gegebenheiten bei uns erheblich und nicht nur in marginalen Facetten divergieren.

Mit dem Themenbereich Chancengleichheit, aber auch den anderen Einzelaspekten im Rahmen der Auseinandersetzung mit den bestehenden sozialen Verwerfungen suchen wir aktuelle Gegebenheiten zu erfassen, die sich den Zielvorstellungen über soziale Gerechtigkeit gegenüberstellen lassen, um sodann zum bestehenden Handlungsbedarf und den zu treffenden Maßnahmen zu kommen. Wenden wir uns also nun der Chancengleichheit zu und suchen deren Wesenskern zu ergründen.

Zusammenfassung der Kapitel

Bestehende soziale Verwerfungen: Das Kapitel analysiert aktuelle Mängel bei der Chancengleichheit und Teilhabe, die sowohl den Einzelnen als auch das gesellschaftliche Gesamtklima belasten.

Soziale Gerechtigkeit als Ziel: Es wird erörtert, warum soziale Gerechtigkeit ein erstrebenswertes, wenn auch komplexes Ideal darstellt und wie verschiedene Vorstellungen darüber harmonisiert werden können.

Ansatzpunkte zur Annäherung: Hier werden konkrete Methoden wie das Eröffnen von Chancen, Fordern und Fördern sowie Hilfe zur Selbsthilfe als Wege zu einer gerechteren Gesellschaft vorgestellt.

Erklärter Wille und stufenweise Entwicklung: Dieser Abschnitt betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Bewusstseins und politischer Strukturen, um Veränderungen schrittweise und realistisch umzusetzen.

Gesamtzusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Wichtigkeit eines dauerhaften Engagements für den sozialen Frieden.

Schlüsselwörter

Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Teilhabe, Gemeinwohl, soziale Verwerfungen, Solidarität, Subsidiarität, Hilfe zur Selbsthilfe, gesellschaftliches Bewusstsein, Erfolgssicherung, Evaluation, politischer Handlungsrahmen, ehrenamtliches Engagement, soziale Integration, Bewältigungsstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Konzept der sozialen Gerechtigkeit als Ziel und ständiger Aufgabe moderner Gesellschaften.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Analyse bestehender sozialer Verwerfungen, das Ringen um Konsens bei Gerechtigkeitsvorstellungen sowie praktische Ansätze wie Hilfe zur Selbsthilfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung von tragfähigen, kontextgebundenen Antworten und Orientierungshilfen für die Gestaltung einer gerechteren Gesellschaft.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verfolgt?

Der Autor wählt einen deduktiven Ansatz, der vom Grundsätzlichen und Theoretischen zur Konkretheit der Herausforderungen vor Ort übergeht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose bestehender Defizite, die Reflexion über Gerechtigkeitsziele und die Präsentation konkreter Ansatzpunkte für einen stufenweisen Entwicklungsprozess.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Begriffe wie Chancengleichheit, gesellschaftliches Bewusstsein, stufenweise Entwicklung und die Balance zwischen Fordern und Fördern stehen im Mittelpunkt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen statischer und dynamischer Gerechtigkeit so wichtig?

Diese Differenzierung hilft zu verstehen, dass es nicht reicht, bestehendes Recht nur zu achten, sondern aktiv neuen Erfordernissen und menschlichen Bedürfnissen im Gemeinwohl zu entsprechen.

Welche Rolle spielen private Initiativen laut dem Autor?

Private Initiativen und Wohlfahrtsverbände fungieren als notwendiges Korrektiv, um staatliche Hilfslücken zu schließen und menschliche Nähe zu vermitteln.

Warum reicht technokratisches Handeln nicht aus?

Laut dem Werk bleibt technokratisches Handeln oft an der Oberfläche und verkennt die Individualität und die spezifischen Bedürfnisse der Betroffenen in ihrem Kontext.

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Details

Titel
Soziale Gerechtigkeit. Herausforderung, Aufgabe, Ziel und Notwendigkeit
Untertitel
Realisierung als Kennzeichen der Qualität des Gemeinwesens
Autor
Prof. Dr. mult. Alfons Maria Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
145
Katalognummer
V376550
ISBN (eBook)
9783668538887
ISBN (Buch)
9783668538894
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Gerechtigkeit Verwerfungen Ansatzpunkte für Verbesserungen Erklärter Wille Stufenweise Entwicklung Ethische Verantwortung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Prof. Dr. mult. Alfons Maria Schmidt (Autor:in), 2017, Soziale Gerechtigkeit. Herausforderung, Aufgabe, Ziel und Notwendigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376550
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