Häusliche Gewalt. Eine allgegenwärtige Problematik in unserer Gesellschaft


Term Paper, 2015
15 Pages, Grade: 2,3

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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Häusliche Gewalt im Allgemeinen ... 4
2.1 Definition "Häusliche Gewalt" ... 4
2.2 Formen häuslicher Gewalt ... 4
2.2.1 Physische Gewalt ... 5
2.2.2 Psychische Gewalt ... 5
2.2.3 Sexuelle Gewalt ... 6
3. Die Opferrolle häuslicher Gewalt ... 6
3.1. Perspektiven auf das Opfer ... 6
3.2. Frauen als Opfer häuslicher Gewalt ... 7
3.3. Männer als Opfer häuslicher Gewalt ... 7
3.4. Kinder als Leidtragende häuslicher Gewalt . 8
4. Die Rolle der Massenmedien ... 8
5. Folgen häuslicher Gewalt ... 10
5.2. Die Auswirkungen von Gewalt an Kindern
... 10
6. Fazit ... 12
7. Literaturverzeichnis...14

3
1. Einleitung
"Vorweg sei der zentrale Befund der deutschen Prävalenzstudie
herangestellt,
dass häusliche Gewalt in allen sozialen Schichten der Gesellschaft verbreitet ist.
Häusliche Gewalt ist keine Problematik, die sich hauptsächlich auf einige wenige
marginalisierte Gesellschaftsgruppen beschränkt, sondern die in allen
gesellschaftlichen Milieus zu finden ist
­
auch in schweren Ausprägungen
(Schröttle/Ansorge 2008; Schröttle/Müller 2004 zitiert nach: Lehmann 2015,
S.24)".
In der folgenden Hausarbeit möchte ich mich mit der Frage auseinander setzen,
ob häusliche Gewalt ein Probl
em in unserer Gesellschaft darstellt, welches zwar
allgegenwärtig ist, von welchem viele Menschen jedoch ein falsches Bild
bekommen können, auf Grund dessen, dass sie die Augen vor der Problematik
verschließen.
Nachdem ich mich mit den verschiedenen Forme
n häuslicher Gewalt auseinander
gesetzt habe, möchte ich im Hinblick auf die Opferrolle aufzeigen, dass, viele
Menschen oft glauben, dass nicht nur Frauen Opfer von Gewalt im sozialen
Nahraum werden, sondern auch eine Vielzahl von Männern betroffen sind, u
nd
wie Kinder, selbst wenn sie keine Gewalt am eigenen Leib erfahren, Opfer von
Gewalt innerhalb der Familie werden.
Ich werde mich darüber hinaus, hinsichtlich der Gesellschaft im Kontext häuslicher
Gewalt mit der Rolle der Massenmedien auseinander setze
n und erörtern, ob und
inwieweit die mediale Darstellung häuslicher Gewalt der realen Wirklichkeit
entspricht.
Anhand der gewonnen Erkenntnisse will ich dann, bezugnehmend auf die
Opfertypen, speziell die Rolle der Kinder darstellen und den Fokus auf die Folgen
für die Betroffenen legen, wenn es diesen nicht gelingt aus dem gewalttätigen
Umfeld zu entkommen und sie teilweise über einen längeren Zeitraum hinweg
Opfer von häuslichen bzw. extremen Gewaltsituationen geworden sind.

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2. Häusliche Gewalt im Allgem
einen
2.1 Definition "Häusliche Gewalt"
"Mit familiärer oder ­
sofern sich die Betrachtung auf jene (erwachsenen) Perso-
nen beschränkt, die ständig oder zyklisch zusammen leb(t)en ­
häuslicher Gewalt,
sind physische, sexuelle, psychische, verbale und auch gegen Sachen gerichtete
Aggressionen gemeint, die nach gesellschaftlichen Vorstellungen jener auf (ge-
genseitige) Sorge und Unterstützung ausgerichteten Erwartungshaltung zuwider-
laufen" (Schneider 1990 zitiert nach: Lamnek/ Luedtke/ Ottermann/ Vogl 2012,
S.17/18).
"Die (...) [...] Begriffskombination >Gewalt im sozialen Nahraum< umfasst schädi-
gende interpersonale Verhaltensweisen, intendiert oder ausgeübt in sozialen Situ-
ationen, die bezüglich der beteiligten Individuen durch Intimität und Verhäusli-
chung gekennzeichnet sind. Die Definition impliziert, dass weder die Blutsver-
wandtschaft noch der Zivilstand der Beteiligten begriffsrelevant ist. Einbezogen
sind also auch z.B. Übergriffe von Lebenspartnern alleinerziehender Mütter gegen
deren Kinder [...]. Die Begriff
ssetzung ist deskriptiv und folgte einem lokalen Kri-
terium (Nahraum) und nicht einer sozialen Organisationsform (z.B.: Familie)"
(Godenzi 1996 zitiert nach: Brandstetter 2009, S. 18).
Der Gewaltbegriff umfasst also nicht bloß die körperliche Gewalt gegenüb
er einer
Person, sondern äußert sich auch in psychischer, sowie sexueller Form. Inwieweit
sich diese Gewaltformen zeigen und wie sie zusammenhängen wird im Folgenden
dargestellt.

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2.2 Formen häuslicher Gewalt
Es wird zwischen drei Hauptformen häuslicher Gew
alt unterschieden. Der physi-
schen, der psychischen, sowie der sexuellen Gewalt. Diese Gewaltformen können
sich jedoch auch vermischen und treten häufig miteinander verbunden auf.
2.2.1 Physische Gewalt
Physische Gewalt bezeichnet körperliche Gewalt, sowie
die Gewalt gegen Sachen
(vgl. Kaselitz/ Lercher 2002, S.11). "Beispiele für physische Gewalthandlungen
sind: stoßen, treten, schlagen, boxen, mit Gegenständen werfen [...], Attacken mit
Waffen bis hin zum (Mordversuch) (Lamnek/Luedtke/Ottermann/Vogl 2012,
S.
210)". Psychische Gewalt kann vom Täter allein vollzogen werden, und bedarf
keiner Mitwirkung des Opfers (vgl. Nunner-Winkler 2004, S.39). Die Gewalt gegen
Sachen, die teilweise in den Begriff der physischen Gewalt einbezogen wird, be-
zeichnet z.B. das Zers
tören von Gegenständen, die von persönlichem Wert für das
Opfer sind (vgl. Lamnek/Luedtke/Ottermann/Vogl 2012, S.211). Es wird zwischen
leichten Formen, Gewalthandlungen die teilweise gesellschaftlich akzeptiert sind,
z.B. Klaps auf den Po, und schweren Formen physischer Gewalt unterschieden
(vgl. ebd.).
2.2.2 Psychische Gewalt
"Psychische Gewalt ist schwerer zu identifizieren als körperliche. [...] Zu den ,,psy-
chischen Grausamkeiten" gehören beispielsweise die soziale Isolation [...].Wei-
tere Formen
psychischer Gewalt, [...] sind Drohungen, Nötigungen und Ein-
schüchterungen. Auch die Androhung Dritte zu verletzen (Verwandte, Haustiere)
wird eingesetzt, um den eigenen Willen durchzusetzen. Verbale Formen wie Be-
schimpfungen, Abwertungen, wiederholte Beleidigungen und Diffamierungen wer-
den der psychischen Gewalt zugerechnet, da sie dem Selbstwertgefühl des Opfers
abträglich sein können (ebd. S.362)". Psychische Gewalt kann, durch seine
enorme Bandbreite und Tiefe somit genauso, wenn nicht folgenschwerer sein als
körperliche Gewalt (vgl. ebd.).

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2.2.3 Sexuelle Gewalt
"Sexuelle Gewalt ist meist ein Synonym für Vergewaltigung. Das Zielobjekt wird
zum Sex überhaupt oder zu bestimmten sexuellen Praktiken bzw. dazu gezwun-
gen, diese über sich ergehen zu lassen. Zielobjekte sexueller häuslicher Gewalt
können die (Ehe
-, Intim-)Partner, die (Enkel-, leiblichen, adoptierten) Kinder jeden
Alters oder (Stief-
, Groß
-, Pflege-
)Eltern sein (ebd.)".
3. Die Opferrolle häuslicher Gewalt
3.1. Perspektiven auf das Opfer
Zunächst
lassen sich Opfer aus drei verschiedenen sozialwissenschaftlichen Per-
spektiven betrachten.
1. Das Opfer wird als Subjekt betrachtet. Bei der Perspektive vom Opfer als
Subjekt, wird das Opfer als interagierende Person gesehen, die durch mög-
liche
Verhaltensweisen zur Gewaltentstehung beiträgt. Mögliche Erschei-
nungsformen sind, dass Opfer als Partnerersatz zu sehen (sexuelle Gewalt
in Eltern-Kind-Beziehungen), das Opfer als Provokateur, in der die Hand-
lung des Opfers selbst, als Auslöser für Gewalt
gesehen wird, oder das Op-
fer als Konfliktpartei
, wobei mögliche Machtgefälle ignoriert werden und Fa-
milienmitglieder als gleichrangige Konfliktparteien betrachtet werden (vgl.
Kaiser 2010, S.62 ff.).
2. Das Opfer wird als Objekt betrachtet. In dieser Betrachtung wird das Opfer
als Objekt der Gewaltausübung gesehen, welches in keinster Weise für die
Gewaltausübung verantwortlich ist. Die Intention und Verantwortung der
Gewaltausübung liegt allein beim Täter (vgl. ebd.)
3.
Das Opfer wird gleichermaßen als
Subjekt und Objekt betrachtet. Diese
Perspektive weist eine "Mittäterschaft" des Opfers auf. Zwar wird, wie auch
bei der Betrachtung des Opfers als bloßes Objekt, die Verantwortung und
Intention beim Täter selbst gesehen, das Ausharren in der Gewaltsituation
jedoch, macht das Opfer gleichzeitig zum Handelnden Subjekt (vgl. ebd.
S.68 f.).
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Details

Title
Häusliche Gewalt. Eine allgegenwärtige Problematik in unserer Gesellschaft
College
University of Wuppertal
Grade
2,3
Author
Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V376690
ISBN (eBook)
9783668539020
ISBN (Book)
9783668539037
File size
1010 KB
Language
German
Tags
häusliche, gewalt, eine, problematik, gesellschaft
Quote paper
Leona Maria Day (Author), 2015, Häusliche Gewalt. Eine allgegenwärtige Problematik in unserer Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376690

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