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Sport. Eine Therapieoption bei bipolaren Störungen

Titre: Sport. Eine Therapieoption bei bipolaren Störungen

Thèse de Master , 2015 , 90 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lisa Maria Schmalen (Auteur)

Sport - Médecine du sport, Thérapie, Nutrition
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bipolare Störungen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Arbeit wird Sport als Therapiemittel betrachtet.
Das erste Kapitel befasst sich mit den Begriffen "Krankheit" und "Störung" sowie Erläuterungen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Anschließend wied die bipolare affektive Störung definiert und mittels Klassifizierungssystemen eingeordent. Es folgen Prognose, Symptomatik, eine Erklärung zur Mischform der bipolaren Störung, Verlauf der Krankheit, Auftreten der Erkrankung, Komplikationen, frühe Anzeichen und Ätiologie.
Im darauf folgenden Kapitel wird eine der Hauptursachen betrachtet, die zu dieser Störung führt. Sie wird in einem Modell erklärt und im Anschluss werden die biologischen Reaktionen betrachtet. Ein Kapitel über die Neurobiologie der bipolaren Störung schließt an. Es beschreibt die Prozesse bzw. Vorgänge des erkrankten Organismus, die vor allem im Gehirn vorgehen. Im Anschluss werden Sonderfälle der bipolaren Erkrankung analysiert.
So wird ein Gesamtüberblick über die bipolare Erkrankung geschaffen um im Folgenden die unterschiedlichen Therapieformen zu betrachten.
Alle genannten Therapieformen greifen ineinander über, was bedeutet, dass meistens keine der Therapieform isoliert zum gewünschten Erfolg führt, sondern eine auf den Patienten individuell abgestimmte Kombination an Therapien zusammengestellt werden soll. Die Sporttherapie stellt in dieser Arbeit natürlich den Hauptteil der Therapieformen dar. Unter anderem werden Aquagymnastik und Jogging als Optionen gewählt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Definition des Begriffes ‚Krankheit‘

2.2 Definition des Begriffes ‚Störung‘

3. Die bipolar affektive Störung

3.1 Definition und Klassifikation

3.2 Die depressiven Episoden

3.3 Die manischen Episoden

3.4 Prognose und Symptomatik

3.5 Sonderform: Mischzustand

3.6 Verlauf

3.7 Auftreten der Erkrankung

3.8 Komplikationen

3.9 Frühe Anzeichen

3.10 Ätiologie

4. Definition des Begriffes ‚Stress‘

4.1 Vulnerabilitäts-Stress-Modell

4.2 Die Stressreaktion

4.3 Stressbewältigung

5. Neurobiologie der Erkrankung

6. Gruppenspezifische Sonderfälle der bipolaren Erkrankung

6.1 Bipolare Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

6.2 Bipolare Störungen bei Leistungssportlern

6.2.1 Übertraining und Übertrainingssyndrom

7. Behandlungsmöglichkeiten einer bipolaren Störung

7.1 Pharmakotherapie

7.2 Psychotherapie

7.2.1 Kognitive Verhaltenstherapie

7.2.2 Psychoanalytische Therapie

7.2.3 Tiefenpsychologisch fundierte Therapie

7.2.4 Gesprächspsychotherapie

7.2.5 Systemische (Familien-)Therapie

7.3 Soziotherapie

7.4 Ergänzende Therapiemaßnahmen

8. Sporttherapie als ergänzende Therapiemaßnahme

8.1 Definition der Sporttherapie

8.2 Allgemeine Sporttherapie

8.3 Spezielle Sporttherapie

8.4 Grundvoraussetzungen des Sporttherapiebegriffs

8.5 Konzeptionelle Ansätze

8.6 Ziele der Sporttherapie

8.6.1 Ziele in der Depressionstherapie

8.6.2 Ziele in der Manietherapie

9. Sporttherapiegestaltung und ihre Möglichkeiten

9.1 Kraft- und Ausdauertraining

9.2 Koordinations- und Wahrnehmungsschulung

9.3 Spiel

9.4 Entspannungsübungen

9.5 Gymnastik

10. Stressbewältigung mittels Sporttherapie

11. Parameter der Sporttherapie bei bipolaren Erkrankungen

11.1. Trainingsintensität

11.2. Trainingshäufigkeit

11.3. Indikationen und Kontraindikationen

11.3.1 Indikationen

11.3.2 Kontraindikationen

11.4. Compliance

11.5. Nebenwirkungen

11.6 Mögliche Effekte der Sporttherapie

11.6.1 Physische Effekte

11.6.2 Psychische Effekte

12. Ausdauertraining oder Antidepressivum?

12. 1 Relevante Hormone des Ausdauertrainings

13. Exemplarische Konzeption einer Sporttherapie bei depressiven Patienten

14. Schulsportunterricht bei psychischer Erkrankung

14.1 Übungen zur Entspannung in der Schule

14.1.1 Die Schaukel

14.1.2 Der Überschlag

14.1.3 Der Baum

14.1.4 Die Blume

14.1.5 Die Katze

14.1.6 Die Schlange Kaa

14.1.7 Der fröhliche Frosch

14.1.8 Der Hund

14.1.9 Der Drehsitz

14.1.10 Die Heuschrecke

14.1.11 Die Energie-Kerze

15. Vorschlag eines Konzeptentwurfes für den praktischen Alltag

15.1 Motivation und Idee

15.2 Aufbau der Trainingseinheiten

15.3 Begründung der Sportdisziplinen

15.3.1 Aquafitness

15.3.2 Lauftraining

15.3.3 Kräftigungs- und Dehnübungen

15.3.4 Entspannung und Körperwahrnehmung

15.4 Rahmenbedingungen

15.4.1 Gruppengröße

15.4.2 Zeitaufwand

15.4.3 Personal

15.5 Vorbereitungen

15.6 Übergeordnete Ziele

15.7 Materialwahl

15.8 Kombination aus Lauftraining, Kräftigung und Dehnung

15.8.1 Korrekte Lauftechnik

15.8.2 Laufen

15.8.3 Kräftigung mit dem Theraband

15.8.3.1 ‚Seithebe‘

15.8.3.2 ‚Rückenstreckung‘

15.8.3.3 ‚Zweiarmiges Rudern‘

15.8.3.4 ‚Vertikal Rudern‘

15.8.3.5 ‚Ziehen‘

15.8.3.6 ‚Vor der Brust halten‘

15.8.4 Dehnübungen

15.8.4.1 ‚Kniebeuger‘

15.8.4.2 ‚Oberschenkeldehner‘

15.8.4.3 ‚Schulterdehner‘

15.8.4.4 ‚Schmetterling‘

15.8.4.5 ‚Kniezieher‘

15.8.4.6 ‚Brustdehner‘

15.8.4.7 ‚Rumpfbeuge‘

15.8.5 Entspannen

15.9 Übungen mit dem Theraband für zu Hause

15.9.1 ‚Streckung‘

15.9.2 ‚Brustpresse‘

15.9.3 ‚Spannung in Hocke‘

15.10 Aquafitness/-joggingeinheit

15.10.1 Ziele der Aquatrainingseinheit

15.10.2 Organisation des Aquatrainings

15.10.2.1 Organisationsform

15.10.2.2 Trainingsmethode

15.10.2.3 Musikauswahl

15.10.2.4 Zusätzliche Kontraindikationen

15.10.3 Aufbau des Aquatrainings

15.10.3.1 Wassergewöhnung und Dehnung

15.10.3.1.1 ‚Gleiten der Arme‘

15.10.3.1.2 ‚Schwingen der Beine‘

15.10.3.1.3 ‚Seitliche Rotation‘

15.10.3.1.4 ‚Beckentanz‘

15.10.3.1.5 ‚ Achter‘

15.10.3.1.6 ‚Hänger‘

15.10.3.2 Hauptteil

15.10.3.2.1 Entspannung und Ausklang

16. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Sporttherapie als ergänzende Behandlungsmethode bei bipolaren Störungen. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, inwiefern gezielte sportliche Aktivitäten, wie Laufen oder Aquafitness, bei depressiven Episoden den Leidensdruck mindern, die psychische Stabilität fördern und als nicht-invasive Unterstützung zur klassischen Pharmakotherapie oder Psychotherapie dienen können.

  • Grundlagen der bipolaren affektiven Störung (Ätiologie, Symptomatik, Verlauf)
  • Neurobiologische Zusammenhänge von Stress, Gehirnfunktionen und körperlicher Belastung
  • Theoretische Fundierung der Sporttherapie und ihre Zielsetzungen (ICH-Kompetenz, Körperwahrnehmung)
  • Praktisches Konzept zur Umsetzung von Sporttherapie bei depressiven Episoden (Aquafitness, Lauftraining)
  • Herausforderungen und Parameter in der Sporttherapie (Compliance, Kontraindikationen, Belastungssteuerung)

Auszug aus dem Buch

3.6 Verlauf

Der Verlauf der Erkrankung ist sehr individuell, da er von zahlreichen Faktoren abhängt. Faktoren wie Schweregrad der Krankheit, Alter der Erstmanifestation, Häufigkeit der verschiedenen Episoden, komorbide („...Auftreten von zwei oder mehreren psychiatrischen Störungen oder Persönlichkeitsstörungen...“ (EBDD 2015)) Zustände, Zyklusmuster und eventuell vorliegendes Rapid cycling bestimmen den einzelnen Verlauf. Der gesamte Hergang ist ebenfalls stets wesentlich von der Bereitschaft zur Behandlung abhängig (vgl. PSYCHOSE.DE 2015).

Ebenfalls entscheidend sind die verschiedenen Typen der Krankheit. Es gibt drei Unterteilungen der bipolaren Erkrankung, die Bipolar I-, Bipolar II- und die Zyklothyme Störung. Von Bipolar I spricht man, wenn der Betroffene mindestens eine 14 Tage lang andauernde manische und mindestens eine depressive Episode hatte. Bipolar II meint Betroffene, die mindestens eine 14 Tage lang andauernde depressive Episode und mindestens eine manische Episode hatten. Spricht man von einer zyklothymen Störung, so meint man Betroffene, die innerhalb eines Zeitraums von mindestens zwei Jahren ständig leichte und manische Schwankungen erleben, wobei die einzelnen Phasen nicht alle Kriterien einer ‚echten‘ Manie oder Depression erfüllen (vgl. DGBS 2015).

Bei einer Bipolar I- Störung treten bei insgesamt 90 Prozent der Erkrankten mehrere Episoden auf. Davon sind durchschnittlich 10-20 Prozent Manien, deutlich häufiger sind dementsprechend die depressiven Episoden. Ist die psychische Störung unbehandelt, so treten durchschnittlich in den ersten zehn Jahren vier Episoden auf. 60 bis 70 Prozent der Betroffenen wechseln nach der manischen Episode unmittelbar in eine depressive Episode über. 90 Prozent der Betroffenen haben zwischen den Phasen keine Symptome. Außerhalb der Phasen gibt es jedoch einen geringen Teil der Erkrankten, der Restsymptome, vor allem Stimmungslabilität, jedoch auch leicht depressive Stimmung oder intellektuelle Einschränkungen durch beispielsweise Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, verspürt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der bipolaren Störung und Darstellung der Relevanz von Sporttherapie als ganzheitlicher Behandlungsansatz.

2. Begriffsbestimmungen: Definition der zentralen Termini 'Krankheit' und 'Störung' zur Abgrenzung und Einordnung im Kontext der Psychiatrie.

3. Die bipolar affektive Störung: Detaillierte Darstellung der Klassifikation, Symptomatik, Verlaufsformen und der Ätiologie der Erkrankung.

4. Definition des Begriffes ‚Stress‘: Untersuchung der Rolle von Stress als Auslöser für bipolare Störungen inklusive Erläuterung des Vulnerabilitäts-Stress-Modells.

5. Neurobiologie der Erkrankung: Analyse der neurobiologischen Grundlagen, chemischen Signalübertragungen und veränderten Hirnstrukturen bei bipolaren Patienten.

6. Gruppenspezifische Sonderfälle der bipolaren Erkrankung: Erörterung der besonderen Aspekte bei Kindern, Jugendlichen und Leistungssportlern im Kontext der Störung.

7. Behandlungsmöglichkeiten einer bipolaren Störung: Überblick über etablierte medizinische und therapeutische Interventionen wie Pharmakotherapie, Psychotherapie und Soziotherapie.

8. Sporttherapie als ergänzende Therapiemaßnahme: Definition und theoretische Fundierung der Sporttherapie sowie Erläuterung ihrer Zielsetzungen.

9. Sporttherapiegestaltung und ihre Möglichkeiten: Beschreibung der verschiedenen Module in der Sporttherapie, wie Kraft, Ausdauer, Koordination und Spiele.

10. Stressbewältigung mittels Sporttherapie: Erläuterung, wie Sport spezifisch zur Stressregulation und zur Stärkung der psychischen Belastbarkeit beitragen kann.

11. Parameter der Sporttherapie bei bipolaren Erkrankungen: Festlegung von Rahmenbedingungen wie Trainingsintensität, Häufigkeit sowie Klärung von Indikationen und Kontraindikationen.

12. Ausdauertraining oder Antidepressivum?: Untersuchung der Wirksamkeit von Ausdauertraining als mögliche Alternative oder Ergänzung zu medikamentösen Behandlungen.

13. Exemplarische Konzeption einer Sporttherapie bei depressiven Patienten: Vorstellung eines strukturierten Therapiekonzepts für die praktische Anwendung.

14. Schulsportunterricht bei psychischer Erkrankung: Fokus auf die Bedeutung und Umsetzung von Entspannungs- und Bewegungsübungen für psychisch belastete Schüler.

15. Vorschlag eines Konzeptentwurfes für den praktischen Alltag: Detaillierter Leitfaden für ein Wochenkonzept inklusive Aquafitness und Lauftraining zur therapeutischen Nutzung.

16. Zusammenfassung und Fazit: Resümee der Arbeit und Ausblick auf die Bedeutung von Sporttherapie in der zukünftigen psychiatrischen Versorgung.

Schlüsselwörter

Bipolare Störung, Sporttherapie, Depression, Manie, Ausdauertraining, Stressbewältigung, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Neurobiologie, Aquafitness, Psychische Gesundheit, Therapiekonzept, Compliance, Körperwahrnehmung, Psychiatrie, Rehabilitation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz der Sporttherapie als ergänzende, nicht-invasive Therapiemaßnahme bei der Behandlung von Patienten mit bipolaren affektiven Störungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Erkrankung, die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen Stress und der Störung sowie die praktische Gestaltung und Konzeption von sporttherapeutischen Programmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Sport das Wohlbefinden und die psychische Stabilität bipolar erkrankter Menschen verbessert werden können, insbesondere während depressiver Episoden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und wissenschaftlicher Modelle zu den Themen Psychiatrie, Sportmedizin und Neurobiologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (z.B. Stressreaktion, Neurobiologie) als auch praktische Ansätze, wie ein spezifisches Konzept für Lauftraining und Aquafitness, erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Bipolare Störung, Sporttherapie, Stressbewältigung, Neuroplastizität, Compliance und Psychosomatik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Therapie bei Manie und Depression?

Während bei Depressionen das Ziel die Aktivierung des Patienten und die Reduktion der Passivität ist, liegt bei manischen Phasen der Fokus auf der Zentrierung und Beruhigung des Patienten.

Warum wird Aquafitness als Therapie empfohlen?

Aquafitness ist aufgrund des Wasserauftriebs gelenkschonend, ermöglicht eine neue Körperwahrnehmung und bietet eine effektive Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining bei geringerem psychischem Druck.

Welche Rolle spielt der 'open-window-for-infection' Effekt?

Dieser Effekt beschreibt die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen nach intensiver sportlicher Belastung, weshalb in der Sporttherapie besonders auf ausreichende Regeneration und Wärmeerhalt geachtet werden muss.

Fin de l'extrait de 90 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Sport. Eine Therapieoption bei bipolaren Störungen
Université
University of Koblenz-Landau  (Sportwissenschaft)
Cours
Sportmedizin
Note
1,3
Auteur
Lisa Maria Schmalen (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
90
N° de catalogue
V377013
ISBN (ebook)
9783668552135
ISBN (Livre)
9783668552142
Langue
allemand
mots-clé
Depression bipolar Störung Aquafitness Therapie Sport
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Maria Schmalen (Auteur), 2015, Sport. Eine Therapieoption bei bipolaren Störungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377013
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Extrait de  90  pages
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