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Bankmeldewesen im Wandel. Leverage Ratio, Liquidity Coverage Ratio und Net-Stable-Funding Ratio

Darstellung, Optimierung und Auswirkungen auf die Geschäftspolitik der Banken

Titel: Bankmeldewesen im Wandel. Leverage Ratio, Liquidity Coverage Ratio und Net-Stable-Funding Ratio

Bachelorarbeit , 2017 , 77 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jannik De Winter (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Anforderungen auf die Geschäftspolitik der Banken, insbesondere aber auf die Ertragslage der Institute. Die Arbeit schildert außerdem Optimierungsmaßnahmen, die von Banken ergriffen werden können, um die geschäftspolitischen Ziele weiterhin zu erreichen und gleichzeitig die neuen Anforderungen zu erfüllen.

Die jüngsten Schlagzeilen über die heikle Situation einer spanischen Bank sorgen für Angst vor einer zukünftigen Bankenkrise. Der Grund für die kritische Situation des spanischen Kreditinstituts war eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage in der kürzeren Vergangenheit des Instituts, sodass unsicher war, ob die Bank in der nahen Zukunft ihre Schulden und Verbindlichkeiten hätte bedienen können, was die Einlagen der Kunden in Gefahr brachte. Ein weiteres Problem der Bank ist jedoch ein Bestand von noch 37 Milliarden Euro an notleidenden Krediten aufgrund des Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarkts im Zuge der Finanzkrise von 2008, dessen Risiko nicht mit genügend Eigenkapital abgedeckt ist.

Die oben geschilderte Situation verdeutlicht zwei grundlegende Herausforderungen, denen Banken sich stellen müssen. Zum einen verdeutlicht der benannte Fall die hohe Relevanz von Liquidität für die Überlebensfähigkeit der Kreditinstitute und zum anderen zeigt der hohe Bestand an risikoreichen Aktiva, wie wichtig es für Banken ist, genügend Eigenkapital zur Absicherung von Risiken vorzuhalten.

Das zweite beschriebene Problem, das der zu geringen Eigenkapitalvorhaltung, soll mit der Einführung einer der Leverage Ratio (LR – Höchstverschuldungsquote) gelöst werden. Diese soll dafür sorgen, dass die Kreditinstitute, ungeachtet des Risikos der einzelnen Positionen, genügend Eigenkapital zur Absicherung der eingegangenen Risiken besitzen. Ebenso soll sie dadurch die Geschäftstätigkeiten der Kreditinstitute begrenzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Geschäftspolitik der Kreditinstitute

2.1 Begriffsbestimmung von Geschäftspolitik

2.2 Bankenstrategie

2.2.1 Strategieentwicklung

2.2.2 Geschäftsmodelle und Strategische Geschäftsfelder

2.3 Geschäftspolitische Ziele

2.3.1 Zielsysteme und Zielbestimmung

2.3.2 1. Ziel: Gewinn / Ertragsgenerierung

2.3.3 2. Ziel: Sicherheit / Risikominimierung

2.3.4 3. Ziel: Liquidität

3 Neue Liquiditäts- und Eigenmittelanforderungen nach Basel III

3.1 Historische Entwicklung von Basel I – Basel III

3.2 Mindestliquiditätsquote – Liquidity Coverage Ratio

3.2.1 Darstellung der LCR

3.2.2 Berechnung der LCR

3.2.3 Erfüllungsstand in Deutschland

3.3 Strukturelle Liquiditätsquote – Net Stable Funding Ratio

3.3.1 Darstellung der NSFR

3.3.2 Berechnung der NSFR

3.3.3 Erfüllungsstand in Deutschland

3.4 Verschuldungsquote – Leverage Ratio

3.4.1 Darstellung der Leverage Ratio

3.4.2 Berechnung der Leverage Ratio

3.4.3 Erfüllungsstand in Deutschland

4 Auswirkungen der neuen Anforderungen

4.1 Auswirkungen auf die Bilanz der Kreditinstitute

4.1.1 Auswirkungen der Liquiditätsanforderungen

4.1.2 Auswirkungen der Leverage Ratio

4.2 Auswirkungen auf die Ertragslage

4.2.1 Auswirkungen der LCR

4.2.2 Auswirkungen der NSFR

4.2.3 Auswirkungen der Leverage Ratio

4.3 Geschäftspolitische Auswirkungen

4.3.1 Auswirkungen der LCR

4.3.2 Auswirkungen der NSFR

4.3.3 Auswirkungen der Leverage Ratio

5 Steuerungs- und Optimierungsmöglichkeiten

5.1 Geschäftspolitische Maßnahmen

5.1.1 Maßnahmen in der Aufbau- und Ablauforganisation

5.1.2 Produktpolitische Maßnahmen

5.2 Maßnahmen der Liquiditäts- und Refinanzierungssteuerung

5.2.1 Mögliche Veränderungen in der Liquiditätssteuerung

5.2.2 Möglichkeiten der Adjustierung der Fundingstruktur

6 Kritische Würdigung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Bachelor-Thesis untersucht die Auswirkungen der durch Basel III eingeführten Kennzahlen Leverage Ratio (LR), Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) auf die Geschäftspolitik und Ertragslage von Kreditinstituten, wobei ein besonderer Fokus auf der Optimierung der Kennzahlerfüllung unter Berücksichtigung der Ertragsmaximierung bei der Landesbank Berlin AG liegt.

  • Regulatorische Anforderungen nach Basel III
  • Analyse der Liquiditäts- und Eigenkapitalquoten (LCR, NSFR, LR)
  • Implikationen für das Risikomanagement und die Bilanzstruktur
  • Strategien zur Optimierung der Kennzahlerfüllung
  • Beispielhafte Untersuchung der Landesbank Berlin AG

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Die Banco Popular Español S.A. wird von der Europäischen Zentralbank nach Artikel 18 (1) des Single Resolution Mechanism als nicht überlebensfähig eingestuft. Zum ersten Mal muss die neue Abwicklungsrichtlinie (BRRD) angewendet werden. Die Abwicklungsbehörde SRB stimmt einer Auffangslösung in Form eines Verkaufs an die Santander Bank zu.

Die jüngsten Schlagzeilen über die heikle Situation einer spanischen Bank sorgen für Angst vor einer zukünftigen Bankenkrise. Der Grund für die kritische Situation des spanischen Kreditinstituts war eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage in der kürzeren Vergangenheit des Instituts, sodass unsicher war, ob die Bank in der nahen Zukunft ihre Schulden und Verbindlichkeiten hätte bedienen können, was die Einlagen der Kunden in Gefahr brachte. Ein weiteres Problem der Bank ist jedoch ein Bestand von noch 37 Milliarden Euro an notleidenden Krediten aufgrund des Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarkts im Zuge der Finanzkrise in 2008, dessen Risiko nicht mit genügend Eigenkapital abgedeckt ist.

Die oben geschilderte Situation verdeutlicht zwei grundlegende Herausforderungen, denen Banken sich stellen müssen. Zum einen verdeutlich der benannte Fall die hohe Relevanz von Liquidität für die Überlebensfähigkeit der Kreditinstitute ist und zum anderen zeigt der hohe Bestand an risikoreichen Aktiva, wie wichtig es für Banken ist, genügend Eigenkapital zur Absicherung von Risiken vorzuhalten.

Um diese Probleme in der Zukunft vermeiden zu können, führte die Europäische Kommission auf Anraten des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCSBS) die Liquidity Coverage Ratio (LCR - Mindestliquiditätsquote) ein, welche ausreichende kurzfristige Liquidität der Kreditinstitute garantieren soll. Weiter führt sie demnächst auch die Net-Stable-Funding Ratio (NSFR - strukturelle Liquiditätsquote) ein, welche sicherstellen soll, dass eine fristenkongruente Refinanzierung bei den Kreditinstituten erfolgt.

Das zweite beschriebene Problem, das der zu geringen Eigenkapitalvorhaltung, soll mit der Einführung einer der Leverage Ratio (LR – Höchstverschuldungsquote) gelöst werden. Diese soll dafür sorgen, dass die Kreditinstitute, ungeachtet des Risikos der einzelnen Positionen, genügend Eigenkapital zur Absicherung der eingegangenen Risiken besitzen. Ebenso soll sie dadurch die Geschäftstätigkeiten der Kreditinstitute begrenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bankenregulierung durch Basel III ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der neuen Kennzahlen zu untersuchen.

2 Geschäftspolitik der Kreditinstitute: Dieses Kapitel vermittelt Grundlagen über die Bankenstrategie, Geschäftsmodelle und die geschäftspolitischen Ziele Gewinn, Sicherheit und Liquidität.

3 Neue Liquiditäts- und Eigenmittelanforderungen nach Basel III: Dieser Teil beschreibt die historische Entwicklung der Baseler Regeln und stellt die Kennzahlen LCR, NSFR und Leverage Ratio inklusive ihrer Berechnungsweise vor.

4 Auswirkungen der neuen Anforderungen: Hier werden die Konsequenzen der neuen Regulatorik auf die Bilanz, die Ertragslage sowie die generelle Geschäftspolitik der Banken analysiert.

5 Steuerungs- und Optimierungsmöglichkeiten: Das Kapitel diskutiert Maßnahmen für Kreditinstitute, um die neuen Anforderungen strategisch effizient zu erfüllen und die Ertragslage zu optimieren.

6 Kritische Würdigung und Ausblick: Der Abschluss fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der neuen Regularien kritisch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Basel III, Leverage Ratio, Liquidity Coverage Ratio, Net Stable Funding Ratio, Bankenregulierung, Geschäftspolitik, Eigenkapital, Liquiditätsrisiko, Bilanzstruktur, Ertragslage, Risikomanagement, Landesbank Berlin AG, Refinanzierung, Kreditrisiko, Banksteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der neuen bankenaufsichtsrechtlichen Kennzahlen LCR, NSFR und Leverage Ratio auf die Geschäftspolitik und Ertragssituation von Kreditinstituten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Liquiditäts- und Eigenkapitalregulierung, der Strategieentwicklung von Banken sowie der Optimierung der Bilanzstruktur unter den Bedingungen von Basel III.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Banken aufzuzeigen, wie sie die neuen regulatorischen Quoten bei gleichzeitiger Ertragsmaximierung effizient erfüllen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu den regulatorischen Anforderungen mit einer praktischen Analyse der Kennzahlerfüllung am Beispiel der Landesbank Berlin AG (LBB).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definitionen der neuen Quoten, deren Auswirkungen auf Bilanzen und Erträge sowie konkrete Steuerungsmöglichkeiten für das operative Management.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Basel III, Liquiditätsrisiko, Leverage Ratio, Eigenkapitalsteuerung und Ertragslage definiert.

Welche Rolle spielt die Landesbank Berlin AG in dieser Arbeit?

Die LBB dient als praxisnahes Fallbeispiel, an dem die Umsetzung und die Auswirkungen der neuen Baseler Anforderungen sowie Optimierungsvorschläge konkret illustriert werden.

Welcher Zielkonflikt wird bei der Kennzahlerfüllung identifiziert?

Die Arbeit arbeitet einen Zielkonflikt zwischen der Erfüllung der Leverage Ratio (die eine Bilanzverkürzung nahelegt) und der Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (die oft einen Aufbau hochliquider Aktiva erfordert) heraus.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bankmeldewesen im Wandel. Leverage Ratio, Liquidity Coverage Ratio und Net-Stable-Funding Ratio
Untertitel
Darstellung, Optimierung und Auswirkungen auf die Geschäftspolitik der Banken
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,7
Autor
Jannik De Winter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
77
Katalognummer
V377184
ISBN (eBook)
9783668555884
ISBN (Buch)
9783668555891
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basel III LCR NSFR Liquidity Coverage Ratio Leverage Ratio LR Net Stable Funding Ratio CRR Meldewesen Bank Bankbetriebslehre Aufischtsrecht Basel IV Liquidität Verschuldungsquote Liquiditätsquote Refinanzierung Geschäftspolitik Kreditinstitute Strategie Basel 3
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jannik De Winter (Autor:in), 2017, Bankmeldewesen im Wandel. Leverage Ratio, Liquidity Coverage Ratio und Net-Stable-Funding Ratio, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377184
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Leseprobe aus  77  Seiten
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