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Wertorientierte Managementvergütung auf Basis von aktienkursorientierten und kennzahlenbasierten Bemessungsgrundlagen

Titre: Wertorientierte Managementvergütung auf Basis von aktienkursorientierten und kennzahlenbasierten Bemessungsgrundlagen

Thèse de Master , 2014 , 87 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Gestion d'entreprise - Controlle de gestion
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der wirtschaftliche Erfolg bzw. Misserfolg eines Unternehmens wird dabei maßgeblich durch das Management beeinflusst, welches von den Eigentümern aus vielfältigen Gründen mit der Leitung des operativen Geschäfts beauftragt wird. Jedoch ist eine solche Delegation von Entscheidungsbefugnissen nicht nur mit Vorteilen verbunden. Um ein mögliches opportunistisches Verhalten des Managers zu verhindern, wird in der Praxis häufig auf geeignete (wertorientierte) Anreizsysteme zurückgegriffen. Mithilfe solcher Systeme soll die Leitung des Unternehmens dazu motiviert werden, nachhaltige Entscheidungen im Sinne der Eigentümer zu treffen und dadurch letztlich eine Interessenharmonie zwischen den beiden Parteien herstellen. Dabei spielt neben der Entlohnungsfunktion vor allem die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage, an welche die Belohnung des Managers geknüpft ist, eine besondere Rolle.

In der Praxis erfolgt die Umsetzung der sogenannten wertorientierten Managemententlohnung häufig durch eine breite Vielfalt an Kennzahlen oder aktienkursorientierten Größen. Doch gerade diese sind spätestens seit Ausbruch der weltweiten Finanzkrise verstärkt in Verruf geraten. Das Ziel dieser Arbeit ist es daher, den Einsatz verschiedener in Theorie und Praxis diskutierter absoluter Kennzahlen sowie aktienkursorientierter Bemessungsgrundlagen bezüglich ihrer Eignung für die wertorientierte Managemententlohnung zu untersuchen und diese anhand ausgewählter Beurteilungskriterien kritisch zu analysieren. Zunächst werden dazu die Grundlagen und die zentralen Anwendungsbereiche der wertorientierten Unternehmensführung vermittelt. Anschließend wird gesondert auf die wertorientierte Managemententlohnung eingegangen und dabei die aus der Trennung von Eigentum und Leitung resultierende Prinzipal-Agenten-Problematik als theoretischer Bezugsrahmen diskutiert. Darauf aufbauend wird die allgemeine Ausgestaltung wertorientierter Anreizsysteme als ein möglicher Lösungsweg für diesen Konflikt vorgestellt und im Anschluss daran verschiedene Anforderungen an Anreizsysteme und insbesondere an Bemessungsgrundlagen formuliert, die es für eine adäquate Steuerung zu erfüllen gilt. Zusätzlich werden der Einsatz absoluter Gewinngrößen sowie verschiedener Wertbeitragskennzahlen als auch aktienkursorientierter Größen anhand der zuvor definierten Beurteilungskriterien beurteilt. Hierbei wird insbesondere auf mögliche Fehlanreize und deren Ursprung eingegangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Fundierung der wertorientierten Unternehmensführung

2.1 Grundgedanke des Shareholder Value-Konzepts

2.2 Hauptanwendungsbereiche der wertorientierten Unternehmensführung

3 Wertorientierte Managementvergütung

3.1 Die Prinzipal-Agent-Problematik bei asymmetrisch verteilten Informationen

3.2 Anreizsysteme als Instrument zur Lösung der Prinzipal-Agent-Problematik

3.2.1 Ziele und Funktionen eines Anreizsystems

3.2.2 Ausgestaltung der Basiselemente eines Anreizsystems

3.3 Allgemeine Anforderungen an Anreizsysteme

3.4 Spezifische Anforderungen an die Bemessungsgrundlage vor dem Hintergrund der Wertorientierung

4 Analyse und kritische Würdigung kennzahlen- und aktienkursorientierter Entlohnungskonzepte

4.1 Managementvergütung auf Basis des buchhalterischen Gewinns

4.1.1 Allgemeine Darstellung und Ermittlung des buchhalterischen Gewinns

4.1.2 Eignung des buchhalterischen Gewinns für die wertorientierte Managementvergütung

4.2 Managementvergütung auf Basis von Wertbeitragskennzahlen in Form von Residualgewinnen

4.2.1 Allgemeine Darstellung von Residualgewinnen

4.2.2 Managementvergütung auf Basis des Economic Value Added (EVA)

4.2.2.1 Darstellung und Ermittlung des Economic Value Added

4.2.2.2 Eignung des EVA für die wertorientierte Managementvergütung

4.2.3 Managementvergütung auf Basis von Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC)

4.2.3.1 Darstellung und Ermittlung von ERIC

4.2.3.2 Eignung von ERIC für die wertorientierte Managementvergütung

4.3 Managementvergütung auf Basis von Aktien- und Aktienoptionsplänen

4.3.1 Allgemeine Darstellung von Aktien- und Aktienoptionsplänen

4.3.2 Eignung von Aktien- und Aktienoptionsplänen für die wertorientierte Managementvergütung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit verschiedene in Theorie und Praxis diskutierte Kennzahlen sowie aktienkursorientierte Größen als Bemessungsgrundlage für eine wertorientierte Managementvergütung geeignet sind. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die kritische Analyse, ob diese Kennzahlen Fehlanreize vermeiden und die Interessenharmonisierung zwischen Management und Anteilseignern fördern können.

  • Wertorientierte Unternehmensführung und Shareholder-Value-Konzept
  • Die Prinzipal-Agent-Problematik bei asymmetrischen Informationen
  • Anforderungen an Anreizsysteme und Bemessungsgrundlagen
  • Kritische Würdigung des buchhalterischen Gewinns, von Residualgewinnkonzepten (EVA, ERIC) und aktienkursorientierten Entlohnungsplänen

Auszug aus dem Buch

4.2.2.2 Eignung des EVA für die wertorientierte Managementvergütung

Der EVA soll laut Stewart ein gegenüber alternativen Ansätzen überlegenes Performancemaß darstellen, welches vor allem im Rahmen der wertorientierten Managemententlohnung eine zentrale Rolle einnimmt: „Incentive Compensation is the anchor of the EVA financial management system.“ Der Vorteil wird dabei insbesondere in den angesprochenen Bereinigungen der EVA-Basisgrößen gesehen. Zum einen bezwecken diese, dass rechnungslegungsbedingte Fehlanreize vermieden werden, und zum anderen soll ein Manager dadurch motiviert werden, sich ausschließlich auf das - für die Erreichung des Ziels der Marktwertmaximierung als notwendig angesehene - operative Geschäft zu konzentrieren. Eine derartige Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage ist in Theorie und Praxis jedoch nicht unumstritten. Gerade die Modifikationen der Gewinn- und Vermögensgröße führen nach Meinung der Kritiker zu Entscheidungen, die aus Sicht der Eigentümer nachteilig sind. So wird ein Manager, dessen Entlohnung von der Ausprägung des EVA abhängig ist, aufgrund der Vernachlässigung von nicht betriebsnotwendigen Komponenten lediglich die zum operativen Geschäft gehörenden Bestandteile in sein Entscheidungskalkül miteinbeziehen, da auch nur diese Auswirkungen auf seine Prämie haben. Dies steht allerdings grundsätzlich in einem Konflikt zu der Sichtweise der Anteilseigner, für welche unabhängig von der Zugehörigkeit sämtliche Erfolgskomponenten eines Unternehmens relevant sind. Hieraus resultiert dann die Gefahr, dass der Entscheidungsträger versuchen wird, Verluste in den neutralen Bereich zu verlagern, um trotz eventuell wertvernichtender Handlungen auf Gesamtunternehmensebene seine Entlohnung nicht negativ zu belasten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung und der daraus resultierenden Herausforderungen bei der Anreizgestaltung für das Management.

2 Fundierung der wertorientierten Unternehmensführung: Erläuterung des Shareholder-Value-Konzepts und der zentralen Aufgaben im Rahmen eines wertorientierten Managements.

3 Wertorientierte Managementvergütung: Analyse der Prinzipal-Agent-Problematik sowie Ableitung von Anforderungen an Anreizsysteme und Bemessungsgrundlagen.

4 Analyse und kritische Würdigung kennzahlen- und aktienkursorientierter Entlohnungskonzepte: Detaillierte Prüfung verschiedener Kennzahlen (buchhalterischer Gewinn, EVA, ERIC) und aktienkursorientierter Pläne hinsichtlich ihrer Eignung zur Anreizsteuerung.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der untersuchten Ansätze und Ausblick auf die praktische Relevanz unter Berücksichtigung der Finanzkrise.

Schlüsselwörter

Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Managementvergütung, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Theorie, Bemessungsgrundlage, Residualgewinn, Economic Value Added (EVA), Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC), Aktienoptionspläne, Barwertidentität, Anreizkompatibilität, Controllability-Prinzip, Manipulationsfreiheit, Performancemessung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie eine wertorientierte Managementvergütung gestaltet sein muss, um Manager im Sinne der Anteilseigner zu steuern und Fehlentscheidungen zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der wertorientierten Unternehmensführung, der Prinzipal-Agent-Theorie, der Ausgestaltung finanzieller Anreizsysteme und der Evaluation verschiedener Kennzahlen und Instrumente zur Leistungsbemessung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob gängige Kennzahlen (wie der buchhalterische Gewinn oder der EVA) und aktienkursorientierte Instrumente als Bemessungsgrundlage geeignet sind, um eine Interessenharmonisierung zwischen Management und Eigentümern sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und kritischen Würdigung. Die Eignung der Instrumente wird insbesondere anhand der Prinzipien der Barwertidentität, Entscheidungsverbundenheit, Manipulationsfreiheit und des Controllability-Prinzips beurteilt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der buchhalterische Gewinn, Residualgewinnkonzepte wie der Economic Value Added (EVA) und der Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC) sowie Aktien- und Aktienoptionspläne detailliert auf ihre Anreizkompatibilität geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Wertorientierte Unternehmensführung, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Theorie, Residualgewinn, EVA, ERIC und Anreizkompatibilität.

Warum wird der buchhalterische Gewinn als ungeeignet für die wertorientierte Vergütung eingestuft?

Der Gewinn nach HGB verletzt das Prinzip der Barwertidentität, da er kalkulatorische Zinsen auf das eingesetzte Eigenkapital ignoriert, was zu Fehlanreizen und der Durchführung wertvernichtender Projekte führen kann.

Welche Vorteile bietet der ERIC-Ansatz gegenüber dem EVA?

Durch die Verwendung eines risikofreien Zinssatzes vermeidet der ERIC das Problem der doppelten Risikoberücksichtigung, welches beim EVA zu einer zu hohen Werthürde und damit zu Unterinvestitionen führt.

Warum sind aktienkursorientierte Entlohnungspläne laut der Arbeit kritisch zu hinterfragen?

Aktienkurse werden stark von externen Faktoren und makroökonomischen Einflüssen bestimmt, die außerhalb der Kontrolle des Managers liegen, womit sie gegen das Controllability-Prinzip verstoßen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Praxisrelevanz?

Obwohl der ERIC theoretisch am besten geeignet scheint, um Wertsteigerung abzubilden, ist seine praktische Anwendung aufgrund des hohen Berechnungs- und Transparenzaufwands bisher begrenzt.

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Résumé des informations

Titre
Wertorientierte Managementvergütung auf Basis von aktienkursorientierten und kennzahlenbasierten Bemessungsgrundlagen
Université
Johannes Gutenberg University Mainz
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
87
N° de catalogue
V377224
ISBN (ebook)
9783668548008
ISBN (Livre)
9783668548015
Langue
allemand
mots-clé
wertorientierte managementvergütung basis bemessungsgrundlagen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Wertorientierte Managementvergütung auf Basis von aktienkursorientierten und kennzahlenbasierten Bemessungsgrundlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377224
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Extrait de  87  pages
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