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Naturgemäße Erziehung nach Rousseau. Bewahrung der natürlichen Güte im Kindesalter

Título: Naturgemäße Erziehung nach Rousseau. Bewahrung der natürlichen Güte im Kindesalter

Trabajo Escrito , 2016 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Natalie Mez (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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In dieser Arbeit wird die Erziehungsphilosophie Jean-Jacques Rousseaus anhand seines Bildungsromans "Emil" aus dem Jahr 1762 in Teilen näher betrachtet. Die von Rousseau entworfene Erziehung soll sich nach der Natur des Menschen richten, anstatt sich an bestehenden sozialen Konventionen und Normen zu orientieren. Denn Rousseau sieht die Gesellschaft als die Wurzel allen Übels, die den Menschen verdirbt.

Diese Arbeit untersucht, inwiefern Rousseaus Konzept der ersten Erziehung adäquat zur Erhaltung der natürlichen Güte trotz Vergesellschaftung ist. Um den Erziehungsentwurf bewerten und einordnen zu können, muss geprüft werden, ob dessen Umsetzung zum Erreichen der aufgestellten Ziele führt.

Um dies zu erleichtern, teile ich Rousseaus erste Erziehung in drei Themenbereiche auf: Grundlagen, Lebenssituation und negative Erziehung. Diese unterteile ich wiederum in je zwei Unterkategorien, welche ich einzeln darstellen werde. Nachdem der deskriptive Anteil jedes Themenbereichs so erarbeitet wurde, schließe ich jeweils einen Abschnitt zur kritischen Analyse an. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung werde ich schließlich im Fazit meine Position bezüglich meiner Fragestellung erklären.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Naturgemäße erste Erziehung

2.1 Erziehungsziel

2.2 Grundlagen

2.2.1 Eigenwert der Kindheit

2.2.2 Körperliche Fähigkeiten, Sinne und Sprache

2.2.3 Kritik

2.3 Lebenssituation

2.3.1 Gleichgewicht zwischen Wollen und Können

2.3.2 Erleben und Erlernen des Leidens

2.3.3 Kritik

2.4 Negative Erziehung

2.4.1 Kindheit als „Schlaf der Vernunft“

2.4.2 Erfahrungslernen in didaktischen Arrangements

2.4.3 Kritik

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept der ersten Erziehung von Jean-Jacques Rousseau in seinem Werk „Emil“ geeignet ist, die natürliche Güte des Menschen trotz gesellschaftlicher Verfälschung zu bewahren, und prüft die praktische Umsetzbarkeit dieses Erziehungsentwurfs.

  • Analyse der rousseauschen Erziehungsphilosophie für das Kindesalter
  • Untersuchung der zentralen Säulen: Grundlagen, Lebenssituation und negative Erziehung
  • Kritische Reflexion der Methoden, insbesondere der „negativen Erziehung“
  • Bewertung des Konzepts der „naturgemäßen Gewohnheiten“
  • Diskussion über die Rolle des Erziehers und die psychologische Einwirkung auf das Kind

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Kindheit als „Schlaf der Vernunft“

In Rousseaus Werk umfasst die sogenannte erste Erziehung das Alter von der Geburt bis zum circa zwölften Lebensjahr, dem Beginn der Pubertät. Während dieser Zeit laute nach Rousseau die wichtigste Erziehungsregel: Zeit zu verlieren, anstatt sie zu gewinnen. Dieser Lebensabschnitt sei geprägt durch die Entwicklung schlechter Eigenschaften, wogegen der Erzieher vorerst machtlos sei. Daher könnten sich diese Charakterschwächen in der Persönlichkeit des Kindes verankern. Rousseau sieht den zeitgenössischen Erziehungsstil als nicht altersgemäß, da er für Personen geeignet sei, die über eine vollentwickelte Vernunft verfügen würden. Die Vernunft entwickle sich zuletzt, da sie auf allen anderen Entwicklungsfaktoren aufbaue, weswegen das Kind sie vorerst nicht einsetzen solle.

Daraus ergebe sich, dass die erste Erziehung ohne moralische Belehrungen auskommen müsse, weil das Kind sie aufgrund mangelnd ausgeprägter Vernunft nicht verstehen könne. Bei der positiven Erziehung werden moralische Werte und Normen durch den Erzieher direkt vorgegeben. Die negative Erziehung hingegen kommt ohne diese Methode aus, weswegen sie besser für dieses Alter geeignet sei. Sie konzentriere sich allein darauf, das Kind von sozialen Übeln zu isolieren. Wenn der Erzieher das Kind mit dieser Erziehungsstrategie bis zur Pubertät begleite, würde es von dort an für die Vernunft und moralische Belehrungen empfänglich sein. Dann könne die Eingliederung in die gefährliche, da oft amoralische, Gesellschaft erfolgen. Der Erzieher solle sich bis dahin besonders um die Ausbildung der Sinne und körperliche Stärke des Kindes bemühen, anstatt zu versuchen, es so früh wie möglich moralisch zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Skizzierung der Forschungsfrage hinsichtlich Rousseaus Konzept zur Erhaltung der natürlichen Güte im Kindesalter.

2. Naturgemäße erste Erziehung: Einordnung des rousseauschen Erziehungsziels, welches die Natur als Maßstab für tugendhaftes Handeln definiert.

2.1 Erziehungsziel: Darlegung der Faktoren Natur, Mensch und Dinge als Basis für eine natürliche Erziehung.

2.2 Grundlagen: Analyse der Bedeutung der Kindheit mit Fokus auf deren Eigenwert und die Entwicklung körperlicher Fähigkeiten.

2.2.1 Eigenwert der Kindheit: Kritik am damaligen Bild des Kindes als defizitärer Erwachsener und Plädoyer für eine kindgerechte Lebensphase.

2.2.2 Körperliche Fähigkeiten, Sinne und Sprache: Erörterung der sinnlichen Wahrnehmung als Basis der Entwicklung vor der Ausbildung der Vernunft.

2.2.3 Kritik: Punktuelle Reflexion über die Stimmigkeit und Durchführbarkeit des Konzepts der natürlichen Güte.

2.3 Lebenssituation: Untersuchung des Gleichgewichts zwischen Wollen und Können als Bedingung für Glück.

2.3.1 Gleichgewicht zwischen Wollen und Können: Analyse der Notwendigkeit, das Wollen an die tatsächlichen Fähigkeiten anzupassen, um Unglück zu vermeiden.

2.3.2 Erleben und Erlernen des Leidens: Pädagogische Bedeutung von Leid und Schmerz für die charakterliche Entwicklung des Kindes.

2.3.3 Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung und den Grenzen der Bedürfnissteuerung durch den Erzieher.

2.4 Negative Erziehung: Vorstellung des Prinzips der Isolation von gesellschaftlichen Einflüssen bis zur Reife.

2.4.1 Kindheit als „Schlaf der Vernunft“: Begründung für den Verzicht auf frühe moralische Belehrungen zugunsten einer entwicklungsgemäßen Erziehung.

2.4.2 Erfahrungslernen in didaktischen Arrangements: Beschreibung der praktischen Lernmethoden unter Kontrolle des Erziehers.

2.4.3 Kritik: Abschließende kritische Bewertung der negativen Erziehung hinsichtlich ihrer praktischen Realisierbarkeit und der Rolle des Erziehers.

3. Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Rousseaus Konzept zur Zielerfüllung.

Schlüsselwörter

Rousseau, Naturgemäße Erziehung, Emil, Kindheit, Natürliche Güte, Negative Erziehung, Pädagogik, Vernunft, Wollen und Können, Erfahrungslernen, Erzieher, Gesellschaftskritik, Moral, Selbstliebe, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Rousseaus Erziehungsphilosophie aus seinem Werk „Emil“, mit dem Ziel zu klären, ob sein Modell der ersten Erziehung die natürliche Güte eines Kindes innerhalb einer verfälschenden Gesellschaft bewahren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Grundlagen der kindlichen Entwicklung, die Lebenssituation unter dem Aspekt von Wollen und Können sowie das Prinzip der sogenannten negativen Erziehung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Frage lautet, inwiefern Rousseaus Konzept der ersten Erziehung adäquat zum Erreichen seines Zieles ist, die natürliche Güte des Individuums trotz der Einflüsse der Gesellschaft zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und kritisch-analytische Arbeit, die Rousseaus theoretisches Modell an verschiedenen Stellen auf seine praktische Umsetzung und innere Logik hin prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Grundlagen, Lebenssituation und negative Erziehung, wobei zu jedem Bereich eine detaillierte Beschreibung gefolgt von einer kritischen Analyse erfolgt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie "Naturgemäße Erziehung", "Negative Erziehung", "Natürliche Güte" und "Rousseaus Erziehungsphilosophie" charakterisieren.

Wie definiert Rousseau den Begriff des Glücks?

Rousseau definiert Glück als das Gleichgewicht zwischen Wollen und Können; das Individuum soll nur so viel wünschen, wie es auch aus eigener Kraft befriedigen kann, um keine Abhängigkeiten zu entwickeln.

Warum lehnt Rousseau direkte Moralpredigten bei Kindern ab?

Rousseau argumentiert, dass Kindern in frühen Jahren die ausgereifte Vernunft fehlt, um moralische Belehrungen in ihrer Tiefe zu verstehen, weshalb solche Ansätze eher zu Verwirrung oder negativen Assoziationen führen.

Was versteht man unter dem Prinzip der "negativen Erziehung"?

Negative Erziehung bedeutet bei Rousseau, das Kind vor negativen gesellschaftlichen Einflüssen zu schützen, anstatt es aktiv mit moralischen Lehren zu indoktrinieren, um eine natürliche Entwicklung zu ermöglichen.

Welche Kritik übt die Autorin am Prinzip des "Leiden-Lernens"?

Die Autorin kritisiert, dass der Erzieher das Ausmaß des Leidens nicht exakt einschätzen kann und das Kind somit psychisch oder physisch gefährdet werden könnte, was dem schützenden Anspruch der Erziehung widerspricht.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Naturgemäße Erziehung nach Rousseau. Bewahrung der natürlichen Güte im Kindesalter
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,7
Autor
Natalie Mez (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
20
No. de catálogo
V377261
ISBN (Ebook)
9783668546103
ISBN (Libro)
9783668546110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rousseau Emile Erziehung Negativer Erziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalie Mez (Autor), 2016, Naturgemäße Erziehung nach Rousseau. Bewahrung der natürlichen Güte im Kindesalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377261
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