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IFRS für KMU

Title: IFRS für KMU

Seminar Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andre Breimann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Globalisierung erschließt auch die internationalen Kapitalmärkte zunehmend. Dies hat zur Folge, dass grenzüberschreitende Investments erleichtert werden, wenn die entscheidungsrelevanten Informationen vergleichbar sind. Die Bilanzierung nach HGB besitzt allerdings international keinen besonderen Stellenwert. Somit scheint eine Harmonisierung der Rechnungslegungstandards unausweichlich. „In den letzten Jahren haben internationale Rechnungslegungsvorschriften zunehmend Eingang in die Bilanzierung und Bewertung deutscher Unternehmen gefunden. IAS und US-GAAP haben sich zwischenzeitlich als die am weitesten verbreiteten Normensysteme herausgebildet.“ Diverse Gesetzesänderungen im Handelsrecht in den letzten Jahren lassen die Wichtigkeit und das Voranschreiten der Harmonisierung bereits erkennen. Die EU hat sich auf die International Financial Reporting Standards als einheitlichen Standard innerhalb der EU verständigt. Dies wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass ab dem 01.01.2005 ca. 7000 kapitalmarktorientierte Konzerne innerhalb der EU ihre Konzernabschlüsse nach den IFRS erstellen müssen. Somit ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer einheitlichen Rechnungslegung getan. Dies lässt den Schluss zu, dass sich mittelfristig die IFRS auch im Einzelabschluss zu den dominierenden Rechnungslegungsstandards heraus kristallisieren werden. Der Gesetzgeber hat bereits ein Wahlrecht für die Bilanzierung nach IFRS auch im Einzelabschluss festgesetzt.
Die vorliegende Arbeit soll sich insbesondere mit den Auswirkungen der Änderungen für den Mittelstand beschäftigen. Während in Kapitel 2 allgemeine Grundlagen zur aktuellen Situation um die Thematik IFRS dargestellt werden, steht in Kapitel 3 die konkrete Definitionsproblematik der KMU im Vordergrund. Kapitel 4 greift die Vor- und Nachteile der Rechnungslegung nach IFRS im Mittelstand auf. Nachdem in Kapitel 5 die aktuelle Diskussion über ein etwaiges eigenständiges IFRS-Regelwerk für KMU thematisiert wird, soll das letzte Kapitel dazu dienen, die komplexe Problematik zusammenfassend darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Rechnungslegung nach IFRS

2.1 Organisation und Ziele des IASB

2.2 Grundlegende Unterschiede zur Bilanzierung nach HGB

2.3 Bedeutung der IFRS für deutsche Unternehmen

3 Definition KMU

4 Anwendung der IFRS im Mittelstand

4.1 Argumente für die Anwendung der IFRS

4.1.1 Steigerung des Informationswertes

4.1.2 Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung

4.1.3 Basel II

4.2 Argumente gegen die Anwendung der IFRS

4.2.1 Abkehr vom Maßgeblichkeitsprinzip

4.2.2 Abkehr vom Vorsichtsprinzip

4.2.3 Umstellungskosten

5 Entwicklung eines eigenständigen IFRS-Regelwerks für KMU

5.1 Diskussionspapier des IASB

5.2 Stellungnahmen zum Diskussionspapier des IASB

5.2.1 Gemeinsame Stellungnahme des BDI und des DIHK

5.2.2 Kurz-Stellungnahme der ASU

6 Ergebnis und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und die Auswirkungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund einer zunehmenden globalen Harmonisierung der Rechnungslegung und der gesetzlichen Wahlrechte für Einzelabschlüsse.

  • Grundlagen und Ziele des IASB sowie Unterschiede zur HGB-Bilanzierung
  • Definition und Abgrenzungsproblematik von KMU
  • Argumente für eine IFRS-Anwendung (z.B. Informationswert, Basel II)
  • Argumente gegen eine IFRS-Anwendung (z.B. Umstellungskosten, Maßgeblichkeitsprinzip)
  • Status quo der Entwicklung eines eigenständigen IFRS-Regelwerks für KMU

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Steigerung des Informationswertes

Das oberste Ziel eines Jahresabschlusses nach IFRS ist darin zu sehen, den diversen Bilanzadressaten einen grundlegenden Einblick in die tatsächlichen Verhältnisse des Unternehmens zu verschaffen. „Wenden die Unternehmen IAS/IFRS an, so ergibt sich nach Auffassung des IASB ein Abschluss, der ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt.“

Dieser Gedanke der Steigerung des Informationswertes als primäres Ziel unterscheidet sich von der Bilanzierung nach HGB. Die Rechnungslegung nach HGB verfolgt mehrere Ziele. In Abgrenzung zur Bilanzierung nach IFRS erfüllt die Bilanzierung nach HGB die Aufgaben der Rechenschafts-, der Gewinnermittlungs-, der Ausschüttungsbemessungs-, der Gläubigerschutz- und der Informationsfunktion. Da dies in vielen Fällen zu einem Interessenkonflikt führt, versucht das HGB einen Kompromiss zwischen den verschiedenen Zielen zu erreichen. Die Informationsdarstellung nach IFRS ist im Vergleich zur Bilanzierung nach HGB detaillierter, da ein Abschluss nach IFRS keine Ausschüttungs- oder Steuerbemessungsfunktion zu erfüllen hat.

Ein IFRS-Abschluss weist in der Regel ein erhöhtes Eigenkapital und Jahresergebnis aus. Nach einer Studie des DRSC erhöhte sich bei der erstmaligen Anwendung der IFRS das Eigenkapital der befragten Unternehmen im Durchschnitt um 34% im Vergleich zu einer handelsrechtlichen Bilanzierung. Diese Erhöhung ist unter anderem zu einem großen Teil auf die geringeren Abschreibungen, und die damit verbundene Erhöhung des Anlagevermögens zurückzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Globalisierung der Kapitalmärkte und die daraus resultierende Notwendigkeit einer Harmonisierung der Rechnungslegungsstandards ein.

2 Grundlagen der Rechnungslegung nach IFRS: Dieses Kapitel erläutert die Organisation des IASB, dessen Ziele sowie die wesentlichen konzeptionellen Unterschiede zwischen der Rechnungslegung nach IFRS und dem deutschen Handelsgesetzbuch.

3 Definition KMU: Hier wird die Problematik einer eindeutigen Definition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beleuchtet und verschiedene quantitative Abgrenzungskriterien dargestellt.

4 Anwendung der IFRS im Mittelstand: Dieses Kapitel diskutiert die zentralen Argumente für sowie gegen eine Anwendung der IFRS durch den Mittelstand, wobei Aspekte wie Informationswert, Finanzierungseffekte durch Basel II und Umstellungskosten hervorgehoben werden.

5 Entwicklung eines eigenständigen IFRS-Regelwerks für KMU: Es wird die Initiative des IASB zur Schaffung eines spezialisierten Regelwerks für KMU analysiert sowie die kritische Resonanz deutscher Wirtschaftsverbände dazu aufgezeigt.

6 Ergebnis und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass eine IFRS-Anwendung für KMU derzeit aufgrund von Kosten- und Komplexitätsfaktoren sowie der Fortexistenz der Einheitsbilanz für Steuerzwecke kaum attraktiv ist und zukünftige Reformen des Bilanzsteuerrechts erfordert.

Schlüsselwörter

IFRS, KMU, Rechnungslegung, HGB, IASB, Mittelstand, Harmonisierung, Bilanzierung, Eigenkapital, Jahresabschluss, Basel II, Maßgeblichkeitsprinzip, Vorsichtsprinzip, Umstellungskosten, Diskussionspapier

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Relevanz und die Auswirkungen der Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS) auf deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Vergleich von IFRS und HGB, die Definition von KMU, die Vor- und Nachteile einer Umstellung auf IFRS sowie die laufenden Bemühungen des IASB zur Schaffung eines KMU-spezifischen Standards.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Eignung der aktuellen IFRS für den Mittelstand zu bewerten und die Notwendigkeit sowie die Rahmenbedingungen für ein eigenständiges IFRS-Regelwerk für KMU zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Literaturanalyse sowie die Auswertung von Diskussionspapieren des IASB und offiziellen Stellungnahmen deutscher Wirtschaftsverbände.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung, eine detaillierte Analyse der Argumente für und gegen die IFRS-Anwendung im Mittelstand sowie eine Diskussion des KMU-spezifischen IFRS-Diskussionspapiers des IASB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören IFRS, KMU, Harmonisierung, Bilanzierung, Basel II, Maßgeblichkeitsprinzip und Umstellungskosten.

Warum ist die Bilanzierung nach HGB für KMU in Deutschland nach wie vor dominierend?

Da das HGB eng mit der Steuerbilanz verknüpft ist (Maßgeblichkeitsprinzip), ermöglicht es eine kosteneffiziente Einheitsbilanz, während IFRS zu einer komplexeren Doppelbilanzierung führen würden.

Welche Rolle spielt Basel II für die IFRS-Anwendung im Mittelstand?

Basel II könnte KMU dazu motivieren, IFRS-Abschlüsse zu erstellen, um durch eine höhere Transparenz und verbesserte Kennzahlen eine günstigere Einstufung im bankinternen Rating zu erreichen.

Warum fordern Verbände wie die ASU ein Zurückhalten bei der IFRS-Einführung?

Die ASU warnt vor einer "doppelten Belastung" und sieht die Gefahr, dass ein KMU-IFRS-Standard nur als erster Schritt zu einer verpflichtenden Vollanwendung der komplexen IFRS führt, ohne dass die steuerlichen Rahmenbedingungen zuvor angepasst wurden.

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Details

Title
IFRS für KMU
College
University of Applied Sciences Kaiserslautern
Grade
1,7
Author
Andre Breimann (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V37736
ISBN (eBook)
9783638370011
Language
German
Tags
IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Breimann (Author), 2005, IFRS für KMU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37736
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