Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, ob Streaming-Dienste bei der Generation der 14 bis 39-Jährigen einen höheren Stellenwert haben als Kinos. Weiter soll die Arbeit zeigen, dass das Kino eher als Event gesehen wird und es weniger um das Kino als einzige Quelle für neue und gute Filme geht. Denn während Streaming-Dienste Film- und Serien- Dienstleister sind, ist der Kinobesuch eine Aktivität, welche weniger mit dem Film als vielmehr mit dem Erlebnis zu tun hat. Die Arbeit wird zeigen, dass in diesem Punkt die Chance für die Kinobranche liegt, sich zu behaupten.
Die Forschungsfrage befasst sich damit, wie sich die die Kinobranche in Hinblick auf die neue Konkurrenz in Form von Streaming-Diensten verändert und wie sie auf die neue Situation reagieren sollte. Außerdem geht es in der Arbeit darum, wie die Kinofilm-Produktionsfirmen und Kino-Verleiher reagieren sollten und inwieweit sich die Ziele der jeweiligen Akteure mit den Wünschen der Verbraucher decken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Ziele und Fragestellungen
1.3. Methodisches Vorgehen
1.4. Gliederung der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen und Grundlagen
2.1. Die Verwertungskette einer Kinofilmproduktion
2.2. Kino
2.3. Fernsehfilme
2.4. Die Entstehung von Streaming-Diensten
2.5. Eigenproduktionen der Streaming-Dienste
2.6. Filmpiraterie
2.7. SWOT-Analyse
3. Ziele der Akteure der Filmbranche
3.1. Ziele der Kinobetreiber
3.2. Ziele der großen Filmstudios
3.3. Ziele der Streaming-Dienste
4. Methodik zur Analyse der Nutzersicht
4.1. Forschungsdesign
4.2. Fragebogenkonstruktion
4.3. Durchführung der Befragung
5. Analyse der Verbrauchersicht und der Bezug zu den Zielen der Anbieter
5.1. Relevanz des Kinos
5.1.1. Kino als Quelle für neue Filme
5.1.2. Kino als Event
5.2. Relevanz von Streaming-Diensten
5.2.1.Streaming-Dienste als Quelle für Inhalte
5.2.2. Eigenproduktionen als Konkurrenz für Kinofilme
5.3. Vergleich von Streaming-Diensten mit dem Kino
5.3.1. SWOT-Analyse für das Kino im Hinblick auf die Ziele der Kinobetreiber und Filmstudios
5.3.2. SWOT-Analyse für Streaming-Dienste im Hinblick auf die Ziele der Streaming-Anbieter
5.4. Strategien, Zukunftsaussichten und Handlungsempfehlungen für die Kinobranche
6. Diskussion
6.1. Kritische Reflexion der Ergebnisse
6.2. Grenzen der Arbeit
6.3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die veränderte Stellung des Kinos im Wettbewerb mit Streaming-Diensten bei der Zielgruppe der 14- bis 39-Jährigen. Dabei wird analysiert, wie sich das Konsumverhalten entwickelt hat und ob das Kino künftig eher als Event denn als primäre Quelle für neue Filme wahrgenommen wird.
- Wettbewerbsanalyse zwischen Kino und Streaming-Anbietern
- Untersuchung der Nutzerpräferenzen bei der Generation der 14- bis 39-Jährigen
- Analyse der Anbieterziele (Kinobetreiber, Studios, Streaming-Dienste)
- Einsatz der SWOT-Analyse zur strategischen Bewertung der Marktteilnehmer
- Ableitung von Zukunftsaussichten und Handlungsempfehlungen für die Kinobranche
Auszug aus dem Buch
2.1. Die Verwertungskette einer Kinofilmproduktion
Die Verwertungskette beschreibt die verschiedenen Stufen, die ein Film im Rahmen seiner Monetarisierung durchläuft. Um mit einem Film möglichst viele Einnahmen zu generieren, wird er nach und nach auf unterschiedlichen Wegen veröffentlicht. Diese Veröffentlichungen sind die Verwertungsstufen, welche zusammen genommen die Verwertungskette darstellen. Die Strategie der zeitlichen Abgrenzung der Stufen wird genutzt, um bei jedem Schritt den maximalen Umsatz zu generieren.10
Die erste Stufe der klassischen Kinofilm-Produktion ist die Veröffentlichung des Films in Kinos. Diese ist die für den Erfolg des Films relevanteste Etappe in der Verwertungskette. Denn auch, wenn die Kino-Einnahmen oft nicht den Hauptteil des Umsatzes ausmachen und nur zehn Prozent aller Kinofilmproduktionen die Produktionskosten allein durch diesen Schritt refinanzieren können, so ist er doch ausschlaggebend für den weiteren Erfolg. Der Kinoerfolg ist so wichtig, da er richtungsweisend für die weitere Popularität des Films ist. Ein erfolgreicher Film und die damit verbundene, positive Reputation des Films kann auch in den Folgeschritten der Verwertungskette in gesteigerten Einnahmen resultieren. Als erster entscheidender Punkt der Kette sei in diesem Zusammenhang das Inflight-Entertainment genannt. Denn nachdem der Film einige Zeit im Kino zu sehen war, wird er zuerst an Fluggesellschaften verkauft, die diesen dann exklusiv zeigen dürfen. Anschließend erscheint der Film auf DVD und Blu-ray. Auch hier sorgen gute Kinozahlen und positive Kritiken für größeren Erfolg.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Ausgangslage in der Filmbranche und Definition der Forschungsziele bezüglich der Konkurrenz durch Streaming-Dienste.
2. Theoretischer Rahmen und Grundlagen: Erläuterung der Verwertungskette von Kinofilmen sowie der Entstehung und Bedeutung von Streaming-Diensten und SWOT-Analysen.
3. Ziele der Akteure der Filmbranche: Analyse der unterschiedlichen Interessen von Kinobetreibern, großen Filmstudios und Streaming-Plattformen.
4. Methodik zur Analyse der Nutzersicht: Beschreibung des Forschungsdesigns mittels eines Online-Fragebogens zur Erfassung der Konsumgewohnheiten junger Nutzer.
5. Analyse der Verbrauchersicht und der Bezug zu den Zielen der Anbieter: Auswertung der Umfrageergebnisse und Vergleich der Bedürfnisse der Konsumenten mit den Strategien der verschiedenen Anbieter.
6. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Darstellung der Grenzen der Bachelorarbeit und abschließendes Fazit.
Schlüsselwörter
Kinobranche, Streaming-Dienste, Netflix, Amazon Prime Video, Filmverwertung, Verwertungskette, Konsumverhalten, Digitalisierung, SWOT-Analyse, Kinobesucher, Filmstudios, Eigenproduktionen, Blockbuster, Event-Kino, Mediennutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Zukunftsperspektiven der Kinobranche angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Streaming-Dienste und deren zunehmende Eigenproduktionen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die ökonomischen Interessen der Akteure (Kinos, Studios, Streaming-Anbieter), das veränderte Nutzerverhalten bei Filmen und Serien sowie die Bedeutung der klassischen Kinoverwertungskette.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass Streaming-Dienste für die junge Generation (14- bis 39-Jährige) an Relevanz gewonnen haben und das Kino seine Rolle eher als Event neu definieren muss.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin kombiniert eine qualitative Inhaltsanalyse der relevanten Literatur mit einer quantitativen Untersuchung in Form eines Online-Fragebogens bei 130 Teilnehmern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Anbieterziele sowie der Auswertung der Nutzersicht, um anschließend Handlungsempfehlungen für die Kinobranche durch eine SWOT-Analyse abzuleiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kinobranche, Streaming-Dienste, Verwertungskette, Digitalisierung, Konsumverhalten und SWOT-Analyse.
Welche Rolle spielen Streaming-Dienste als Konkurrenz zu Filmstudios?
Streaming-Dienste fungieren zunehmend als eigener Distributor und Produzent, wodurch sie klassische Verleiher umgehen und eine direkte Konkurrenz für das Kino darstellen, indem sie den Kunden Exklusivität und Komfort bieten.
Welche Rolle spielt das "Kino als Event" für die Zukunft?
Da die reine Verfügbarkeit neuer Filme kein Alleinstellungsmerkmal des Kinos mehr ist, liegt die Zukunftschance der Kinos darin, den Kinobesuch als gemeinschaftliches Erlebnis und besondere Abendunterhaltung zu inszenieren.
- Arbeit zitieren
- Leon Schumacher (Autor:in), 2017, Die Zukunft des Kinos. Eine Analyse vor dem Hintergrund neuer Konkurrenz in Form von Eigenproduktionen der Streaming-Dienste, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377426