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Geschichtliche Hintergründe des Berg-Karabach Konflikts. Standpunkte der Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan

Título: Geschichtliche Hintergründe des Berg-Karabach Konflikts. Standpunkte der Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan

Trabajo Escrito , 2013 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Tobias Schneider (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Der langandauernde Streit zwischen Aseri und Armeniern um die Region Bergkarabach stellt ein sicherheitspolitisches Problem für den Kaukasus dar und lähmt die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Staaten Aserbaidschan und Armenien. Dieser brach nach dem Niedergang der Sowjetunion aus und hatte zur Folge, dass in beiden Ländern ‚ethnische Säuberungen‘ stattfanden, bei denen jeweils die Bevölkerung des Nachbarlandes vertrieben wurden.

Die Region Bergkarabach und 20% des aserbaidschanischen Territoriums konnten von der armenischen Armee und Rebellen erobert werden. Während Bergkarabach seit 1991 jedes Jahr am 2. September die Unabhängigkeit feiert, gedenkt Aserbaidschan jährlich am 26. Februar den über 600 toten Aseri, die 1992 beim Massaker in Chodschali fielen. Seitdem befindet sich die Region Bergkarabach in einem Zustand, der weder Krieg noch Frieden ist und für ein dauerhaft angespanntes Verhältnis zwischen beiden Ländern sorgt. Die umstrittene Region hat für die jeweiligen Staaten eine mythologische und identitätsstiftende Bedeutung; so versuchen beide ihren rechtmäßigen Anspruch „durch die historische Besiedlung des Gebiets […] (und) die Instrumentalisierung der Geschichte“ (Eder, 2008) zu untermauern. Für die Armenier stellt Bergkarabach ein 3000 Jahre altes Siedlungsgebiet dar. Die Aserbaidschaner hingegen streiten die armenische Abstammung der bergkarabacher Urbevölkerung ab und sehen hier ihre eigene Herkunft verwurzelt. Diese Voraussetzungen erschweren es für einen Außenstehenden Beobachter eine wissenschaftliche und nicht normative Übersicht über den Konflikt zu erlangen.

In der folgenden Hausarbeit wird dennoch versucht die geschichtlichen Hintergründe des Bergkarabach-Konflikts und die Standpunkte der beteiligten Länder neutral zu beleuchten. Dabei werden die verschiedenen Etappen in der Auseinandersetzung herausgearbeitet. Anschließend sollen mögliche Lösungsansätze und Perspektiven für den Konflikt aufgezeigt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konfliktparteien

2.1. Armenien

2.2. Aserbaidschan

2.3. Region Bergkarabach

3. Geschichte des Bergkarabach-Konflikt

3.1. Vorgeschichte des Bergkarabach-Konflikt

3.2. Der Bergkarabach-Konflikt in der Sowjetunion

3.3. Der Bergkarabach-Konflikt während des Niedergangs der UdSSR

3.4. Ausbruch des offenen Krieges um Bergkarabach

3.5. Zwischenbilanz des Konfliktes

4. Bergkarabach: Von der inneren zur internationalen Angelegenheit

5. Konfliktbearbeitung zwischen verhärteten Fronten

5.1. Konfliktvermittlung durch die KSZE/ OSZE

5.2. Verhärtete Fronten

6. Die de-facto-Republik Bergkarabach

7. Handlungsstrategien der Konfliktparteien

7.1. Außen- und Sicherheitspolitik in Armenien

7.2. Außen- und Sicherheitspolitik in Aserbaidschan

7.3. Zuspitzung des Konflikts

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die historischen Hintergründe sowie die aktuellen Standpunkte Armeniens und Aserbaidschans im Bergkarabach-Konflikt, um eine wissenschaftliche, neutrale Übersicht über die festgefahrene Situation zu geben und mögliche Perspektiven aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung des Bergkarabach-Konflikts
  • Einfluss der Sowjet-Nationalitätenpolitik auf die ethnischen Spannungen
  • Die Rolle internationaler Akteure und Schlichtungsversuche
  • Gegenwärtige Handlungsstrategien und die Situation der de-facto-Republik

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der langandauernde Streit zwischen Aseri und Armeniern um die Region Bergkarabach stellt ein sicherheitspolitisches Problem für den Kaukasus dar und lähmt die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Staaten Aserbaidschan und Armenien. Dieser brach nach dem Niedergang der Sowjetunion aus und hatte zur Folge, dass in beiden Ländern ‚ethnische Säuberungen‘ stattfanden, bei denen jeweils die Bevölkerung des Nachbarlandes vertrieben wurden. Die Region Bergkarabach und 20% des aserbaidschanischen Territoriums konnten von der armenischen Armee und Rebellen erobert werden. Während Bergkarabach seit 1991 jedes Jahr am 2. September die Unabhängigkeit feiert, gedenkt Aserbaidschan jährlich am 26. Februar den über 600 toten Aseri, die 1992 beim Massaker in Chodschali fielen. Seitdem befindet sich die Region Bergkarabach in einem Zustand, der weder Krieg noch Frieden ist und für ein dauerhaft angespanntes Verhältnis zwischen beiden Ländern sorgt.

Die umstrittene Region hat für die jeweiligen Staaten eine mythologische und identitätsstiftende Bedeutung; so versuchen beide ihren rechtmäßigen Anspruch „durch die historische Besiedlung des Gebiets […] (und) die Instrumentalisierung der Geschichte“ (Eder 2008: S.160) zu untermauern. Für die Armenier stellt Bergkarabach ein 3000 Jahre altes Siedlungsgebiet dar. Die Aserbaidschaner hingegen streiten die armenische Abstammung der bergkarabacher Urbevölkerung ab und sehen hier ihre eigene Herkunft verwurzelt. (vgl. Langner 2009: S.106-107) Diese Voraussetzungen erschweren es für einen Außenstehenden Beobachter eine wissenschaftliche und nicht normative Übersicht über den Konflikt zu erlangen. In der folgenden Hausarbeit wird dennoch versucht die geschichtlichen Hintergründe des Bergkarabach-Konflikts und die Standpunkte der beteiligten Länder neutral zu beleuchten. Dabei werden die verschiedenen Etappen in der Auseinandersetzung herausgearbeitet. Anschließend sollen mögliche Lösungsansätze und Perspektiven für den Konflikt aufgezeigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, die identitätsstiftende Bedeutung der Region für beide Länder und das Ziel, eine neutrale Analyse des Konflikts zu liefern.

2. Konfliktparteien: Analysiert die historischen Kultureinflüsse und die sowjetische Nationalitätenpolitik, die das Fundament für die ethnische Abgrenzung in Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach legten.

3. Geschichte des Bergkarabach-Konflikt: Zeichnet den Weg vom frühen 20. Jahrhundert über die sowjetische Ära bis hin zur Eskalation des offenen Krieges und der daraus resultierenden humanitären Krise nach.

4. Bergkarabach: Von der inneren zur internationalen Angelegenheit: Erläutert den Wandel des Konflikts nach dem Zusammenbruch der UdSSR und das Scheitern früherer Schlichtungsversuche.

5. Konfliktbearbeitung zwischen verhärteten Fronten: Untersucht die Rolle der OSZE-Minsk-Gruppe und warum bisherige Schlichtungspläne aufgrund innenpolitischer Blockaden und divergierender Interessen scheiterten.

6. Die de-facto-Republik Bergkarabach: Beleuchtet die wirtschaftliche, soziale und politische Situation des nicht anerkannten Staates sowie dessen Abhängigkeit von externer Hilfe.

7. Handlungsstrategien der Konfliktparteien: Analysiert die außen- und sicherheitspolitischen Strategien Armeniens und Aserbaidschans sowie die Zuspitzung durch zunehmende Aufrüstung und verbale Aggression seit 2010.

8. Fazit: Fasst zusammen, dass eine dauerhafte Lösung nur durch eine friedliche Annäherung und Sonderstatus-Lösungen möglich ist, anstatt durch Fortführung nationaler Mythen.

Schlüsselwörter

Bergkarabach, Armenien, Aserbaidschan, Konflikt, Sowjetunion, Nationalismus, Unabhängigkeit, OSZE, Militär, Minderheiten, ethnische Säuberungen, Sicherheitspolitik, Waffenstillstand, Autonomie, Kaukasus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Bergkarabach-Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan, untersucht dessen historische Genese sowie die daraus resultierenden sicherheitspolitischen Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Identitätsbildung, die sowjetische Nationalitätenpolitik, die Eskalationsstufen zum offenen Krieg und die heutige Blockadepolitik der Konfliktparteien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine wissenschaftlich neutrale und historisch fundierte Übersicht des Konflikts zu bieten und zu beleuchten, warum bisherige Lösungsansätze gescheitert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die geschichtliche Ereignisse, politische Strategiepapiere und aktuelle Berichte zur Situation vor Ort auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung des Konflikts, die Analyse der Konfliktparteien, die Rolle der internationalen Vermittlung sowie die Untersuchung der heutigen internen Strategien beider Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bergkarabach, ethnische Identität, nationale Sicherheit, Waffenstillstand und die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft.

Warum wird die Region Bergkarabach als De-facto-Staat bezeichnet?

Obwohl Bergkarabach über eigene Institutionen, eine Verfassung und eine Verwaltung verfügt, wird es völkerrechtlich international nicht als souveräner Staat anerkannt.

Welche Rolle spielt Russland in diesem Konflikt?

Russland fungiert historisch und aktuell als bedeutende Einflussmacht im Kaukasus, die sowohl als Vermittler auftritt als auch durch ihre regionale Sicherheitspolitik maßgeblichen Einfluss auf die militärische Stabilität nimmt.

Warum scheiterte der stufenweise Schlichtungsplan von 1997?

Der Plan scheiterte vor allem am massiven Widerstand der einheimischen Bevölkerung und Eliten in Armenien, die Kompromisslösungen als Verrat an nationalen Interessen werteten.

Welchen Einfluss haben die Erdöl- und Erdgasressourcen auf Aserbaidschan?

Die Einnahmen aus der Energieindustrie ermöglichen Aserbaidschan eine massive militärische Aufrüstung, was die Position des Landes im Konflikt stärkt und die Bereitschaft zu Verhandlungskompromissen verringert.

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Detalles

Título
Geschichtliche Hintergründe des Berg-Karabach Konflikts. Standpunkte der Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan
Universidad
Technical University of Darmstadt
Curso
Kaukasus
Calificación
1,7
Autor
Tobias Schneider (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
19
No. de catálogo
V377480
ISBN (Ebook)
9783668548640
ISBN (Libro)
9783668548657
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bergkarabach Berg Karabach Konflikt Armenien Außenpolitik Sicherheitspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Schneider (Autor), 2013, Geschichtliche Hintergründe des Berg-Karabach Konflikts. Standpunkte der Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377480
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