Gegenstand dieser Arbeit wird die Thematik AD(H)S, insbesondere die alternativen Behandlungsmethoden, darstellen.
Nach einer kurzen Hinführung zum Thema und einer kurzen Zusammenfassung fokussiert sich diese Seminararbeit auf die alternativen Behandlungsmethoden bei AD(H)S. Der Schwerpunkt wurde gesetzt, um neue und andere Methoden weiter in den Fokus der Betroffenen und deren Familien zu rücken. Dazu werden im zweiten Abschnitt der vorliegenden Arbeit verschiedene Methoden vorgestellt, bewertet und miteinander verglichen. Um das Ergebnis der Forschung zu kompensieren, wird am Ende ein Resümee gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Theoretische Annäherung an die Thematik der Entwicklungsstörung AD(H)S
1.1 Die Klassifikation
1.2 Die Diagnose
1.3 Die Prävalenz
1.4 Der Verlauf
2 Medizinische Maßnahmen
2.1 Die medikamentöse Therapie
2.2 Die psychologischen Therapieverfahren
3 Die alternativen Behandlungsmethoden
3.1 Die Sporttherapien
3.2 Das kognitive Trainingsprogramm “ X-Cog“
4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht das Störungsbild AD(H)S bei Kindern und analysiert kritisch das gängige Spektrum der medizinischen sowie psychologischen Behandlungsansätze. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, den Fokus auf alternative, nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden zu lenken, um Betroffenen und deren Familien evidenzbasierte sowie handlungsorientierte Ergänzungen oder Alternativen zur konventionellen pharmakologischen Therapie aufzuzeigen.
- Grundlagen der AD(H)S-Klassifikation und Diagnostik
- Kritische Beleuchtung der medikamentösen Therapie
- Sporttherapie als komplementäre Behandlungsmethode
- Einsatzmöglichkeiten computergestützter kognitiver Trainingsprogramme
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Sporttherapien
An der Universität Regensburg fanden Wissenschaftler heraus, dass gezielte Bewegungsprogramme zur Verbesserung motorischer und kognitiver Fähigkeiten konkret AD(H)S-Symptome lindern können. Ebenso fand man heraus, dass bei körperlicher Aktivität ähnliche neurophysiologische Effekte stattfinden wie bei einer Stimulanzien-Therapie.
In der Natur ausgeführte, vielfältige körperliche Aktivitäten sind hierbei eine preiswerte, nicht-medikamentöse Methode. Vermittelt der Sport Freude, fördert er die motorische Leistungsfähigkeit und es werden Grenzen aufgezeigt, so ist eine deutliche Verbesserung des Selbstwertgefühls, des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz zu verzeichnen. Bereits eine tägliche Aktivität von 20 Minuten in der Natur schafft eine deutliche Verbesserung der Symptome (Vgl. Faber Taylor A, Kuo FE, S. 402-409).
Bei dieser Methodik sind einige Punkte zu beachten. So sollten die Aktivitäten allein bzw. in Zweiergruppen durchgeführt werden, da sonst ein Wettbewerbsdruck entstehen kann. Deswegen sollte auch Vereinssport vermieden werden. Durch die motorischen Störungen kann es zu einem Leistungsdefizit kommen, welches schnell zum Problem im Team werden kann. Das könnte zum Ausschluss führen und dies hätte negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl, das Selbstbewusstsein sowie auf die soziale Kompetenz.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Theoretische Annäherung an die Thematik der Entwicklungsstörung AD(H)S: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Störung, einschließlich der Klassifikationssysteme, der diagnostischen Kriterien sowie der Prävalenz und des individuellen Entwicklungsverlaufs.
2 Medizinische Maßnahmen: Es erfolgt eine kritische Darstellung der gängigen medikamentösen Therapieformen sowie der psychologischen Interventionsmethoden zur Verhaltenssteuerung.
3 Die alternativen Behandlungsmethoden: Hier werden nicht-medikamentöse Ansätze, speziell sporttherapeutische Programme und das computergestützte Training „X-Cog“, als wirksame Ergänzung oder Alternative vorgestellt.
4 Ausblick: Das Fazit fordert ein Umdenken bei Ärzten und Kostenträgern sowie eine stärkere Einbeziehung alternativer Methoden zum Wohle der betroffenen Familien.
Schlüsselwörter
AD(H)S, Entwicklungsstörung, Alternative Behandlungsmethoden, Sporttherapie, X-Cog, Medikamentöse Therapie, Kognitives Training, Psychotherapie, Kindesentwicklung, Selbstbewusstsein, Verhaltensauffälligkeit, Soziale Kompetenz, Neurophysiologie, Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Problematik von AD(H)S bei Kindern und setzt sich kritisch mit der einseitigen Fokussierung auf die medikamentöse Therapie auseinander.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Diagnose, die Bewertung schulmedizinischer Ansätze sowie die Vorstellung alternativer, nicht-medikamentöser Behandlungswege.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, alternative Methoden wie Sporttherapie und kognitives Training als ernstzunehmende Optionen für betroffene Familien in den Fokus zu rücken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die bestehende Studienergebnisse und Klassifikationssysteme (wie DSM-V und ICD-10) systematisch zusammenführt und bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Betrachtung, eine Diskussion psychologischer Therapieverfahren und die detaillierte Vorstellung von Sport- und Computertrainingsprogrammen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind AD(H)S, alternative Behandlung, Sporttherapie, X-Cog und der ganzheitliche Blick auf die Lebenssituation betroffener Familien.
Welchen Stellenwert nimmt die medikamentöse Therapie in der Arbeit ein?
Sie wird als Standardmethode anerkannt, jedoch aufgrund ihrer Nebenwirkungen und der Vernachlässigung kreativer Problemlösungskompetenzen kritisch hinterfragt.
Warum wird im Kontext von Sporttherapie vom Vereinssport abgeraten?
Der Autor argumentiert, dass Leistungsdruck und drohende Ausgrenzung bei motorischen Defiziten das Selbstwertgefühl der Kinder eher schädigen als fördern können.
Was unterscheidet „X-Cog“ von herkömmlichen Computer-Trainingsprogrammen?
X-Cog nutzt zeitgesteuerte Aufgaben statt aufgabengesteuerter Varianten, was eine objektivere Messung der Konzentration ermöglicht, ohne den Anwender durch Leistungsdruck zum Abbruch zu verleiten.
Wie bewertet der Autor die Unterstützung durch das Gesundheitssystem?
Der Autor sieht eine große Lücke zwischen dem Bedarf an Alternativen und der mangelnden Unterstützung durch Krankenkassen sowie Ärzte, die oft aus ökonomischen oder bequemen Gründen an der Pharmakotherapie festhalten.
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- Melissa S. (Autor), 2016, Entwicklungsstörungen bei Kindern. Alternative Behandlungsmethoden bei AD(H)S, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377483