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Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und ihre Anforderungen an das Pflegepersonal

Der Effekt eines alternativen Demenzverständnisses auf neue Wohnformen

Titre: Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und ihre Anforderungen an das Pflegepersonal

Mémoire (de fin d'études) , 2016 , 57 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Mark Kleinknecht (Auteur)

Sciences infirmières - Démence
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Résumé Extrait Résumé des informations

In Zukunft wird es in Deutschland immer mehr ältere Menschen geben, die an Demenz oder Alzheimer leiden. Doch das darf nicht bedeuten, dass die Gesellschaft ihnen die Eigenständigkeit nimmt. Denn dann besteht die Gefahr, dass diese Menschen sich in ihrer sozialen Rolle nutzlos fühlen und in die Verwahrlosung abgleiten. Doch wie können Eigenständigkeit und Pflege sowie die passende Betreuung miteinander vereinbart werden?

Die Antwort sind Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Hier können ältere Menschen selbstbestimmt leben, ohne sich zu gefährden oder zu vereinsamen. Die Wohnform stellt aber auch besondere Herausforderungen an die pflegerische Betreuung. Die Publikation von Mark Kleinknecht klärt alle wichtigen Fragen und zeigt Lösungswege auf, die sowohl auf die Pflegenden als auch auf die Bewohner zugeschnitten sind.

Kleinknecht gibt dazu einen grundlegenden Überblick über die verschiedenen Formen der Demenz und die jeweils verbundenen Herausforderungen. Daraus entwickelt er ein Konzept für die Wohngemeinschaften. Eine neue Wohnform bedeutet auch neue Rhythmen, neue Tagesabläufe und neue Prozesse. Die Pflege muss sich darüber bewusst sein und neben bewährten Methoden auch neue Wege gehen. Mark Kleinknecht gibt dazu in seiner Publikation praktische Empfehlungen.

Aus dem Inhalt:
-Demenz;
-Alzheimer;
-Altenpflege;
-Wohngemeinschaft;
-Alter

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in den Themenbereich

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise dieser Arbeit

2 Demenz und herausforderndes Verhalten als Ausgangssituation für die pflegerische Versorgung innerhalb von Wohngemeinschaften

2.1 Demenzen als häufigste Formen psychischer Veränderungen im Alter

2.1.1 Ursachen von Demenz vom Alzheimer-Typ

2.1.2 Klassifizierung von Verhaltensformen und Verlauf der Demenz

2.2 Gründe für einen Perspektivwechsel im Verständnis von Demenz

2.2.1 Herausforderndes Verhalten – ein alternatives Verständnis von Demenz

2.2.2 Das NDB-Modell als Erklärungsansatz für herausforderndes Verhalten

3 Grundsätze des Konzeptes der Wohngemeinschaft für demenziell veränderte Menschen

3.1 Konzeptionelle Rahmenbedingungen und Prinzipien als Basis für den Aufbau der Demenzwohngemeinschaft

3.1.1 Erkenntnisse zu verschiedenen Betreuungsformen

3.1.2 Umsetzung der Erkenntnisse bei der Gestaltung einer Demenzwohngemeinschaft

3.1.3 Das Normalisierungsprinzip

3.2 Die Grundsätze des Freiburger Modells als Ausgangspunkt für die Konzeption von Wohngemeinschaften für demenziell veränderte Menschen

3.3 Gestaltung der drei grundlegenden Prozesse

3.3.1 Der Einzug in die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz

3.3.2 Leben und Wohnen in der Wohngemeinschaft

3.3.3 Auszug und Tod

4 Herausforderungen an pflegerisches Denken und Handeln in Wohngemeinschaften für demenziell veränderte Menschen

4.1 Grundlagen für die pflegerische Arbeit in Demenzwohngemeinschaften

4.1.1 Das humanistische Menschenbild als Ausgangspunkt für pflegerisches Handeln

4.1.2 Das Pflegeverständnis und die Ziele der Pflege in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz

4.2 Darstellung der Kernelemente pflegerischen Handelns und entsprechenden Anforderungen in der Demenzwohngemeinschaft

4.3 Ausgewählte pflegerische Ansätze bei herausforderndem Verhalten

4.3.1 Verstehende Diagnostik

4.3.2 Die Grundsätze der Validation

4.3.3 Erinnerungspflege

4.3.4 Berührung, Basale Stimulation

5 Handlungsmöglichkeiten des Pflegemanagements, um pflegerischen Herausforderungen zu begegnen

5.1 Top-down- und Bottom-up-Prozesse

5.2 Fort- und Weiterbildung

5.3 Supervision

5.4 Konzept der vollständigen Tätigkeit

5.5 Arbeitsumgebung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen, die das Konzept der Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz an das pflegerische Denken und Handeln stellt, und erarbeitet Strategien, wie Pflegekräfte sowie das Pflegemanagement diesen begegnen können, um das Wohlbefinden der Bewohner zu fördern.

  • Grundlagen der Demenz und des herausfordernden Verhaltens
  • Konzeptionelle Prinzipien von Demenz-Wohngemeinschaften
  • Anforderungen an die professionelle Pflege und Beziehungsarbeit
  • Pflegerische Interventionsmethoden (Validation, Erinnerungspflege, Basale Stimulation)
  • Management-Instrumente zur Unterstützung der Pflegequalität

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Herausforderndes Verhalten – ein alternatives Verständnis von Demenz

Nachdem einige Gründe für einen Perspektivwechsel im Verständnis von demenziellem Verhalten angeführt wurden, muss der daraus resultierende Begriff „herausforderndes Verhalten“ genauer beleuchtet werden.

„Als herausfordernd wird betrachtet, was als störend, belastend, fremd- oder selbstgefährdend wahrgenommen wird. Der Begriff „herausforderndes Verhalten“ bezieht sich somit allein auf die Wirkung des Verhaltens auf die Umgebung und nicht darauf, wie die kranke Person das Verhalten selbst erlebt. Was für die Umgebung eine Herausforderung bedeutet, kann unter Umständen für den Kranken mit Wohlbefinden verbunden sein und aus seiner Perspektive sinnvoll sein. Betreuende sind daher gefordert, herausforderndes Verhalten zu tolerieren, wenn es für den Kranken mit Lebensqualität verbunden ist und andere nicht zu Schaden kommen“ (Schwarz 2012: 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in den Themenbereich: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit alternativer Wohnformen für Menschen mit Demenz und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der pflegerischen Herausforderungen.

2 Demenz und herausforderndes Verhalten als Ausgangssituation für die pflegerische Versorgung innerhalb von Wohngemeinschaften: Es werden die medizinischen Grundlagen von Demenz erläutert und für einen Perspektivwechsel plädiert, der das Verhalten Betroffener nicht als Störung, sondern als herausfordernd definiert.

3 Grundsätze des Konzeptes der Wohngemeinschaft für demenziell veränderte Menschen: Dieses Kapitel stellt konzeptionelle Rahmenbedingungen, das Normalisierungsprinzip sowie die Kernprozesse vor, die das Leben in einer Demenzwohngemeinschaft strukturieren.

4 Herausforderungen an pflegerisches Denken und Handeln in Wohngemeinschaften für demenziell veränderte Menschen: Hier werden die Anforderungen an die Pflege analysiert und pflegerische Ansätze wie Validation, Erinnerungspflege und Basale Stimulation detailliert beschrieben.

5 Handlungsmöglichkeiten des Pflegemanagements, um pflegerischen Herausforderungen zu begegnen: Das Kapitel beleuchtet managementorientierte Ansätze wie Fortbildung, Supervision und das Konzept der vollständigen Tätigkeit zur Unterstützung des Pflegepersonals.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Bedeutung eines personen-zentrierten Ansatzes und einer unterstützenden Managementstruktur.

Schlüsselwörter

Demenz, Wohngemeinschaft, Pflegemanagement, herausforderndes Verhalten, Altenpflege, Validation, Erinnerungspflege, Basale Stimulation, Normalisierungsprinzip, Personenzentrierung, Arbeitspsychologie, Supervision, Lebensqualität, Pflegeverständnis, Alltagsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen Anforderungen, die das Leben in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz an das pflegerische Personal stellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Perspektivwechsel im Demenzverständnis, die Gestaltung von Wohngruppenkonzepten sowie spezifische pflegerische Interventionsansätze und Managementstrategien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den pflegerischen Umgang mit herausforderndem Verhalten zu professionalisieren, um sowohl die Lebensqualität der Bewohner als auch die Arbeitszufriedenheit des Personals zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller gerontopsychiatrischer Erkenntnisse und pflegemanagementtheoretischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Wohnkonzepte, die Herausforderungen an das pflegerische Handeln und die Managementmöglichkeiten zur Prozessoptimierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demenz, Wohngemeinschaft, Pflegemanagement, Validation, Erinnerungspflege und Basale Stimulation.

Was unterscheidet dieses Konzept von traditionellen Pflegeheimen?

Im Gegensatz zu stationären Heimen steht bei diesem Konzept die Alltagsnormalität und die Mieterrolle im Fokus, wobei die architektonische und personelle Struktur auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben ausgerichtet ist.

Warum ist das NDB-Modell für das Verständnis von Demenz wichtig?

Das NDB-Modell (bedürfnisorientiertes Verhaltensmodell) hilft, Verhalten nicht isoliert als „krank“ zu betrachten, sondern die zugrunde liegenden Hintergrund- und proximalen Faktoren zu analysieren, um passgenaue Unterstützung zu bieten.

Welche Rolle spielt die Supervision in diesem Kontext?

Supervision dient dazu, die professionelle Distanz zu wahren, Konflikte im Pflegeteam zu bearbeiten und die Reflexionskultur innerhalb der Wohngemeinschaft zu stärken, um eine Überforderung der Mitarbeiter zu verhindern.

Wie trägt das „Konzept der vollständigen Tätigkeit“ zur Arbeitsqualität bei?

Durch die Integration von Planungs-, Vorbereitungs- und Kontrollfunktionen in die Tätigkeit des Pflegepersonals wird die Arbeitszufriedenheit gefördert und einer Stagnation sowie psychischen Belastungen entgegengewirkt.

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Résumé des informations

Titre
Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und ihre Anforderungen an das Pflegepersonal
Sous-titre
Der Effekt eines alternativen Demenzverständnisses auf neue Wohnformen
Université
University of Applied Sciences Hamburg
Note
1,3
Auteur
Mark Kleinknecht (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
57
N° de catalogue
V377492
ISBN (ebook)
9783668585904
ISBN (Livre)
9783960951452
Langue
allemand
mots-clé
Demenz Alzheimer Altenpflege Wohngemeinschaft Alter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mark Kleinknecht (Auteur), 2016, Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und ihre Anforderungen an das Pflegepersonal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377492
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Extrait de  57  pages
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