Erfolgsfaktoren der Internationalisierung nach Russland


Seminararbeit, 2004

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

TabellenverzeichnisV

1. Einleitung und Abgrenzung

2. Internationalisierung
2.1. Begriff und Formen
2.2. Bedeutung

3. Russland als Wachstumsmarkt
3.1. Politisch - rechtliche Rahmenbedingungen
3.2. Soziokulturelle Rahmenbedingungen
3.3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

4. Erfolgsfaktoren
4.1. Wahl der Internationalisierungsform
4.2. Einfluss externer Interessengruppen
4.3. Weitere Erfolgsfaktoren

5. Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Internet-Adressenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Formen der Auslandstätigkeit

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Tochtergesellschaften

1. Einleitung und Abgrenzung

Mit 145 Mio. Einwohnern und einer Fläche von 17,1 Mio. km² (vgl. www.ikb.de/download_neu/ 2004, 3) ist Russland einer der weltweit größten Absatz- und Beschaffungsmärkte. Dadurch ergeben sich für die Internationalisierung nach Russland vielfältige Chancen (vgl. Sarodnick 2003, 41), aber auch Risiken, die es zu beachten gilt (vgl. Sarodnick 2003, 44).

Der Fokus der Arbeit liegt auf der Untersuchung dieser Chancen und Risiken, die sich aus dem Umfeld eines Unternehmens in Russland ergeben. Diese Umweltanalyse des Ziellandes soll einige der Determinanten aufzeigen, die einen Einfluss auf den Unternehmenserfolg ausüben können (vgl. Perlitz 2000, 72).

Die Branchen- und Unternehmensanalyse, die idealtypisch ebenfalls zur Analyse der strategischen Ausgangsposition eines sich internationalisierenden Unternehmens gehört (vgl. Strunz/Dorsch 2001, 33), wird hiermit ausdrücklich ausgeschlossen.

Es muss angemerkt werden, dass in der vorliegenden Arbeit keine abschließende Aufzählung aller Erfolgsfaktoren erfolgen kann. Diese könnten zum Beispiel im Rahmen empirischer Studien ermittelt werden. Die aufgezeigten Handlungsempfehlungen sollten bei einer Internationalisierung nach Russland jedoch hilfreich sein.

Im Anschluss hieran erfolgen eine Begriffsbestimmung der Internationalisierung, eine Dar-stellung ihrer möglichen Formen und eine Erläuterung ihrer Bedeutung für die Unternehmen. Im 3. Kapitel werden die Rahmenbedingungen in Russland dargestellt, um dann im 4. Kapitel die erkannten Problemfelder zu vertiefen und ggf. zu ergänzen. Daraus sollen überblicksartig einige Hinweise für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit in Russland abgeleitet werden, wobei vertiefend der Einfluss externer Interessengruppen und die Direktinvestitionen als Internationalisierungsform in Russland dargestellt werden. Abschließend erfolgen ein kurzes Fazit und ein Ausblick über mögliche Perspektiven der Internationalisierung nach Russland.

2. Internationalisierung

2.1. Begriff und Formen

In der wissenschaftlichen Literatur wird der Terminus Internationalisierung nicht einheitlich verwendet (vgl. Glaum 1996, 9). So kann er einerseits als Zustand des „Ausmaß[es] der geographischen Verteilung der Leistungserstellung einer Unternehmung zu einem Zeitpunkt“ aufgefasst werden (vgl. Glaum 1996, 11). Andererseits besteht die Möglichkeit, Internationalisierung als Prozess in dessen Verlauf eine wachsende, sukzessive Eingliederung in ausländische Volkswirtschaften erfolgt, zu betrachten (vgl. Glaum 1996, 11).

Im weiteren Verlauf der Arbeit wird vereinfachend jede Art „von grenzüberschreitender Tätigkeit“ (vgl. Dülfer 2001, 127), die nachhaltig ist (vgl. Krystek/Zur 2002, 5), als weitgefasste Definition der Internationalisierung verstanden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Formen der Auslandstätigkeit

Wird die Internationalisierung als Prozess betrachtet, so kann man die Formen der inter-nationalen Unternehmenstätigkeit als eine Dimension desselben auffassen (vgl. Bamberger/Wrona 2002, 289). Ausgehend vom Stufen- und Phasenmodell von Meissner/Gerber lassen sich die verschiedenen Formen der Auslandstätigkeit wie in Abb. 1 darstellen (vgl. 1980, 224).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anzumerken ist, dass in der Praxis auch Mischformen als Kombination der verschiedenen Ausprägungen der internationalen Geschäftstätigkeit existieren (vgl. Bamberger/Wrona 2002, 291). Des Weiteren verweisen Backes-Gellner und Iann darauf, dass Direktinvestitionen auch in Form eines Joint - Ventures erfolgen können (vgl. 2000, 181; vgl. 1996, 74). Ferner sind weder die beginnende Aufnahme der Auslandstätigkeit mittels Exporten noch die unterstellte chronologische Abfolge zwingend (vgl. Klein 1998, 89).

2.2. Bedeutung

Die Internationalisierung als Phänomen, dem sich kaum noch ein Unternehmen entziehen kann, verstärkt den Druck grenzüberschreitend tätig zu werden (vgl. Krystek/Zur 2002, 4). Fördernd für die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit erweisen sich der weiter fortschreitende Abbau tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse und die Entstehung von Freihandelszonen, Zoll- und Wirtschaftsunionen bis hin zu integrierten Wirtschaftsräumen (vgl. Kutschker 1999, 9-12). Am Beispiel der EU als Wirtschaftsunion lässt sich der weitgehend uneingeschränkte Kapital-, Personal-, Waren- und Dienstleistungsverkehr erkennen (vgl. Kutschker 1999, 12-14).

Als weitere Triebfeder der Internationalisierung gestaltet sich der rasante technologische Fortschritt. Dieser äußert sich u.a. in neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, verkürzten Produktlebenszyklen, reduzierten Transportkosten und -zeiten und zunehmender Standardisierung und Normung (vgl. Kutschker 1999, 20-23).

Nicht zuletzt der Wandel früherer Planwirtschaftssysteme hin zu liberalisierten Marktwirtschaften und der damit einhergehende ansteigende Güter- und Kapitalfluss, können als bedeutende Triebkräfte der Internationalisierung identifiziert werden (vgl. Berger 2002, 21-22; vgl. Kutschker 1999, 17-20).

Die Internationalisierung stellt aufgrund der Ausweitung des Chancen- und Risikopotentials erhöhte Anforderungen an die Unternehmensführung. Neben der quantitativen Zunahme der zu lösenden Problemstellungen kommt es auch zu einer qualitativen Erweiterung anfallender Führungsaufgaben (vgl. Krystek/Zur 2002, 13). Hier ist neben einer fundierten Sachkompetenz vor allem eine ausgeprägte Sozialkompetenz zur Anpassung der Unternehmung an die internationalen Rahmenbedingungen notwendig. Die Neuartigkeit der auftretenden Probleme in Hinblick auf fremdartige Kulturkreise, Wirtschaftsordnungen und Sozialgefüge in anderen Ländern oder Regionen macht die Internationalisierung zu einer Herausforderung, der sich das Management stellen muss (vgl. Krystek/Zur 2002, 13).

3. Russland als Wachstumsmarkt

3.1. Politisch - rechtliche Rahmenbedingungen

Laut Verfassung vom 12.12.1993 ist Russland ein föderaler und demokratischer Rechtsstaat (vgl. Sarodnick 2003, 31). Auf föderaler Verwaltungsebene sind vor allem die Staatsduma, der Föderationsrat, die Regierung, der Präsident (Wladimir Putin) und die föderalen Organe der richterlichen Gewalt von Bedeutung für die Wirtschaftspolitik (vgl. Cherkasov 2003, 92-93). Die russische Föderation besteht aus 89 Föderationssubjekten mit unterschiedlichen Eigenständigkeiten und rechtlichen Freiräumen, was man als „asymmetrischen Föderalismus“ bezeichnet. Die im Mai 2000 erfolgte Verwaltungsreform mit der Aufteilung in 7 föderale Verwaltungsbezirke, denen jeweils ein Präsidentenvertreter vorsteht, hat zum Ziel, die teils erheblich differierende Gesetzgebung in den Regionen in Einklang mit der Gesetzgebung der Föderation zu bringen. Zum anderen soll eine stärkere Abstimmung zwischen den einzelnen Strukturen der Föderation erreicht werden (vgl. Sarodnick 2003, 32,119). Problematisch erweist sich das Bestreben des Präsidialamtes, die Regionen noch stärker der administrativen Kontrolle der Zentralregierung zu unterstellen und sie in die Verwaltungshierarchie zu re-integrieren (vgl. Heinemann-Grüder 2001, 86). Dies birgt aufgrund der gestiegenen Macht-ansprüche der regionalen Exekutiven Konfliktpotential in sich (vgl. Stadelbauer 2001, 17). Tragische Beispiele sind das tödliche Attentat auf Tschetscheniens Präsident Kadyrow oder die Geiselnahme durch tschetschenische Terroristen im Moskauer Theater und in der Beslaner Schule (vgl. Donath 2004, 1; vgl. www.stuttgarter-zeitung.de/stz/ 2002, 1-2; vgl. www.faz.net/s/ 2004, S. 1). Trotz dieser Ereignisse und der Uneinsichtigkeit Putins im Tschetschenien-Konflikt, kann man die derzeitige politische Lage als relativ stabil beschreiben, da Präsident Putin sowohl das Vertrauen des Volkes als auch zunehmend das der ausländischen Regierungen genießt (vgl. Sarodnick 2003, 118; vgl. Voß 2004, S. 2-3).

Das Rechtssystem befindet sich derzeit noch im Aufbau, was zur Folge hat, dass Unter-nehmen nicht nur die Gesetze, sondern auch deren Auslegung im Rahmen der Rechts-sprechung beachten müssen (vgl. Kurennoj 2002, 71). Die Unternehmen sehen sich somit mit einer Vielzahl von Präsidentenerlassen, Rechtsakten bzw. branchen- und lokalbezogenen Rechtsnormen konfrontiert (vgl. Kurennoj 2002, 70). Dies führt zu Rechts- und Planungsun-sicherheit, da sich Gesetze häufig überlappen (vgl. Trunk, 2002, 269), sich widersprechen und z.T. rückwirkend eingeführt werden (vgl. Falk 2001, 116). Zudem weicht die Rechtspraxis von der Rechtstheorie ab (vgl. Sarodnick 2003, 120). Relevante Rechtsnormen für die unternehmerische Tätigkeit finden sich z.B. im Zivil-, Arbitrage- und im Steuergesetzbuch, insbesondere im II. Teil des sogenannten Steuerkodex zur Unternehmensbesteuerung. Zu wei-teren wichtigen Einzelgesetzen zählen die föderalen Gesetze über ausländische Investitionen, die Registrierung juristischer Personen, Grund und Boden oder die Exportkontrolle. Eine umfassende Aufzählung der erlassenen Gesetze findet man bei Kurennoj (vgl. 2002, 72-75).

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Erfolgsfaktoren der Internationalisierung nach Russland
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Seminar
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V37752
ISBN (eBook)
9783638370141
ISBN (Buch)
9783640861521
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Seminar hieß "Branchen und Regionen" und fand im WS 2004/2005 statt
Schlagworte
Erfolgsfaktoren, Internationalisierung, Russland, Seminar
Arbeit zitieren
Thomas Geyer (Autor), 2004, Erfolgsfaktoren der Internationalisierung nach Russland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37752

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