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Die zukunftsorientierte Ermittlung der Kapitalkosten. Eine empirische Betrachtung

Titel: Die zukunftsorientierte Ermittlung der Kapitalkosten. Eine empirische Betrachtung

Seminararbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.Sc. Meryem Önüt (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf einem vollkommenen Kapitalmarkt ist die Entscheidung über Konsum, Investition und Finanzierung deutlich einfacher als auf einem unvollkommenen da diese getrennt voneinander betrachtet werden können. Bei einem unvollkommenen Kapitalmarkt ist eine fundierte Vorbereitung wesentlicher unternehmerischer Entscheidungen notwendig, um optimale Entscheidungen treffen zu können. Unternehmensbewertungen dienen, wie auch für viele andere Zwecke, als geeignete Instrumente dafür. Die Herausforderung der Unternehmensbewertung ist es, den fundamental gerechtfertigten Wert des Eigenkapitals eines Unternehmens zu bestimmen. Wissenschaftler sind sich bis dato nicht einig darüber, welche theoretische Methode tatsächlich in der Praxis bestmöglich anwendbar ist und gleichzeitig den Grundzügen der ordnungsmäßigen Unternehmensbewertung gerecht wird. Als Bewertungsstandard gelten derzeit in Deutschland das Ertragswertverfahren und das DCF-Verfahren. Der Bestimmung risikoadäquater Diskontierungssätze kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Zu deren Bestimmung wird in der praktischen Anwendung, sowie vom IDW empfohlen, das CAPM verwendet. Dabei wird der Zins aus Kapitalmarktrenditen abgeleitet. Unzureichend ist jedoch, dass beim CAPM die Schätzung der Kapitalkosten fast ausnahmslos aus historischen Aktienkursschwankungen ermittelt wird. Daher ist sowohl die theoretische als auch die empirische Ermittlung der Kapitalkosten seit längerer Zeit Gegenstand kontroverser Diskussionen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Konzeptionelle Grundlagen zur Ermittlung der zukünftigen Kapitalkosten

3. Gewinnkapitalisierungsmodelle

3.1 Schätzung mit einer expliziten Annahme von Wachstum

3.2 Simultane Schätzung von Eigenkapitalkosten und Wachstum

4. Residualgewinnmodelle (RIM)

4.1 Schätzung mit Wachstumsannahme

4.2 Simultane Schätzung von Eigenkapitalkosten und Wachstum

5. Kritische Würdigung des Analystenansatzes

6. Aktueller Bezug - Neuer Ansatz zur Ermittlung der Implied Cost of Capital (ICC)

7. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zukunftsorientierte Verfahren zur Ermittlung von Kapitalkosten in der Unternehmensbewertung. Ziel ist es, die methodischen Ansätze zur Ableitung impliziter Eigenkapitalkosten aus Markt- und Analystendaten kritisch zu analysieren und deren Eignung für die Bewertungspraxis zu bewerten.

  • Methoden der zukunftsorientierten Kapitalkostenermittlung
  • Gewinnkapitalisierungsmodelle
  • Residualgewinnmodelle (RIM)
  • Implizite Kapitalkosten (ICC)
  • Kritische Analyse von Analystenprognosen

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung

Auf einem vollkommenen Kapitalmarkt ist die Entscheidung über Konsum, Investition und Finanzierung deutlich einfacher als auf einem unvollkommenen da diese getrennt voneinander betrachtet werden können. Bei einem unvollkommenen Kapitalmarkt ist eine fundierte Vorbereitung wesentlicher unternehmerischer Entscheidungen notwen dig, um optimale Entscheidungen treffen zu können. Unternehmensbewertungen dienen, wie auch für viele andere Zwecke, als geeignete Instrumente dafür. Die Herausforderung der Unternehmensbewertung ist es, den fundamental gerechtfertigten Wert des Eigenkapitals eines Unternehmens zu bestimmen. Wissenschaftler sind sich bis dato nicht einig darüber, welche theoretische Methode tatsächlich in der Praxis bestmöglich anwendbar ist und gleichzeitig den Grundzügen der ordnungsmäßigen Unternehmensbewertung gerecht wird.

Als Bewertungsstandard gelten derzeit in Deutschland das Ertragswertverfahren und das DCF-Verfahren. Der Bestimmung risikoadäquater Diskontierungssätze kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Zu deren Bestimmung wird in der praktischen Anwendung, sowie vom IDW empfohlen, das CAPM verwendet. Dabei wird der Zins aus Kapitalmarktrenditen abgeleitet. Unzureichend ist jedoch, dass beim CAPM die Schätzung der Kapitalkosten fast ausnahmslos aus historischen Aktienkursschwankungen ermittelt wird. Daher ist sowohl die theoretische als auch die empirische Ermittlung der Kapitalkosten seit längerer Zeit Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Problematik der vergangenheitsorientierten Kapitalkostenschätzung und begründet die Notwendigkeit zukunftsorientierter Bewertungsansätze.

2. Konzeptionelle Grundlagen zur Ermittlung der zukünftigen Kapitalkosten: Hier werden die theoretischen Grundlagen der impliziten Eigenkapitalkosten als Renditeforderungen der Marktteilnehmer definiert.

3. Gewinnkapitalisierungsmodelle: Das Kapitel behandelt Modelle zur Schätzung von Kapitalkosten auf Basis kurzfristiger Gewinnprognosen, unterteilt in Ansätze mit explizitem Wachstum und simultaner Schätzung.

4. Residualgewinnmodelle (RIM): Hier wird das RIM als zahlungsorientiertes Verfahren vorgestellt, welches durch Rechnungslegungsparameter erweitert wurde und verschiedene Wachstumsannahmen integriert.

5. Kritische Würdigung des Analystenansatzes: Dieses Kapitel analysiert die Stärken und Schwächen der zukunftsorientierten Schätzung, insbesondere unter Berücksichtigung von Analystenprognosen und der Datenverfügbarkeit.

6. Aktueller Bezug - Neuer Ansatz zur Ermittlung der Implied Cost of Capital (ICC): Es wird ein moderner, querschnittsorientierter Ansatz vorgestellt, der versucht, die Schwächen der rein analystenbasierten Schätzungen durch bilanzielle Inputgrößen zu überwinden.

7. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Eigenkapitalkosten, Implied Cost of Capital, Gewinnkapitalisierungsmodell, Residualgewinnmodell, Analystenprognosen, Markterwartungen, Renditeforderungen, DCF-Verfahren, CAPM, Prognosehorizont, Wachstum, Bilanzanalyse, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Ermittlung von Kapitalkosten in der Unternehmensbewertung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf zukunftsorientierten Ansätzen anstelle klassischer vergangenheitsorientierter Modelle liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Gewinnkapitalisierungsmodelle, Residualgewinnmodelle (RIM) und neue empirische Ansätze zur Bestimmung der Implied Cost of Capital.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie zukunftsorientierte Renditeforderungen der Marktteilnehmer methodisch korrekt in die Unternehmensbewertung einbezogen werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden vorrangig Literaturanalysen sowie eine vergleichende Betrachtung verschiedener mathematischer Bewertungsmodelle und Regressionsansätze genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Funktionsweisen und Schwächen verschiedener Modelle, wie etwa das Dividend-Discount-Model, die Gewinnkapitalisierungs- und die Residualgewinnmodelle, detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, Eigenkapitalkosten, Implied Cost of Capital, Analystenprognosen und zukunftsorientierte Renditen.

Warum wird das CAPM in der Arbeit kritisiert?

Das CAPM wird kritisiert, da es zur Schätzung der Kapitalkosten maßgeblich auf historische Aktienkursschwankungen zurückgreift, was nicht mit dem zukunftsorientierten Wesen einer Unternehmensbewertung korrespondiert.

Worin besteht der Vorteil des Residualgewinnmodells?

Der Hauptvorteil des RIM liegt darin, dass es sowohl für Unternehmen mit positiven als auch mit negativen Gewinnen anwendbar ist, was die praktische Einsetzbarkeit erhöht.

Was besagt die "gewaltsame Glättung" im Kontext der Modelle?

Dieser Begriff beschreibt die Kritik an den Modellen, da diese oft auf starren, langfristigen Wachstumsannahmen basieren, die in der Realität nicht zwingend Bestand haben.

Wie unterscheidet sich der neue ICC-Ansatz von klassischen Modellen?

Der neue Ansatz nutzt ein Querschnittsmodell, das zukünftige Gewinne basierend auf bilanziellen Inputgrößen wie Bilanzsumme und Dividenden regressionsgestützt schätzt, statt sich primär auf subjektive Analystenprognosen zu verlassen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die zukunftsorientierte Ermittlung der Kapitalkosten. Eine empirische Betrachtung
Hochschule
Universität Hohenheim  (Finanzierung und Externes Rechnungswesen)
Note
1,7
Autor
M.Sc. Meryem Önüt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V377763
ISBN (eBook)
9783668553736
ISBN (Buch)
9783668553743
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapitalkosten Eigenkapital Fremdkapital zukünftige Kaitalkosten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Sc. Meryem Önüt (Autor:in), 2014, Die zukunftsorientierte Ermittlung der Kapitalkosten. Eine empirische Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377763
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