Diese Hausarbeit geht der wissenschaftlichen Fragestellung nach, worauf ein geschulter Konfliktmanager in seiner Funktion als Moderator in Konfliktsituationen besonders achten sollte. Dabei wird Bezug genommen zu einem aktuellen Konflikt im beruflichen Umfeld der Autorin.
Zunächst wird der Autor Friedrich Glasl vorgestellt, danach wird der Begriff „sozialer Konflikt“ definiert und es wird auf verschiedene Typen von Konflikten eingegangen und beschrieben. Dadurch gewinnt der Leser einen ersten Einblick in die Thematik. Weitergehend wird die Dynamik der Eskalation mit den verschiedenen Phasen dieser aufgezeigt und anschließend werden Strategien zur Konfliktbehandlung dargestellt.
Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit dem aktuellen Konflikt aus dem beruflichen Umfeld der Autorin um aufzuzeigen, wie die Theorie mit der Praxis verknüpft werden kann. Hierbei wird der Typus des Konfliktes bestimmt, der Verlauf und die Behandlung werden expliziert dargestellt und zudem, wie dieser Konflikt hätte effektiver gelöst werden können. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
Die Ausarbeitungen der vorliegenden Arbeit beziehen sich auf das theoretische Grundlagenwissen aus dem Buch „Konfliktmanagement - Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater“ des Autors Friedrich Glasl.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konfliktmanagement nach F. Glasl
2.1. Sozialer Konflikt
2.2. Konfliktdiagnose
2.2.1. Typologie von Konflikten
2.3. Dynamik der Eskalation
2.3.1. Phasenmodell der Eskalation
2.4. Strategie der Konfliktbehandlung
2.4.1. Strategie- und Rollenmodelle der Konfliktbehandlung
3. Fallbeispiel aus der beruflichen Praxis
3.1. Ausgangslage
3.2. Der Konflikttyp und die Eingruppierung im Eskalationsmodell nach F. Glasl
3.3. optimierte Version
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen des Konfliktmanagements nach Friedrich Glasl darzustellen und auf Basis eines konkreten Praxisbeispiels aufzuzeigen, wie Konflikte verlaufen und effektiver moderiert werden können, um eine Deeskalation zu erreichen.
- Grundlagen des Begriffs "sozialer Konflikt"
- Differenzierung von Konflikttypen und Eskalationsstufen
- Anwendung des Phasenmodells der Eskalation nach Glasl
- Rolle und Aufgaben eines Moderators in Konfliktsituationen
- Analyse und Optimierung eines praktischen Fallbeispiels aus der Familienhilfe
Auszug aus dem Buch
3.1. Ausgangslage
Zunächst wird durch Informationen zu der Familie ein Überblick über die Situation und den Ursprung des Konflikts gegeben.
Frau Müller und Herr Schmitz haben einen 1 ½ jährigen Sohn, Tim. Dieser leidet an einer diagnostizierten Wahrnehmungsstörung und ADHS. Frau Müller stellte einen Antrag auf ambulante Hilfe zur Erziehung beim Jugendamt der Stadt Köln. Dieser wurde bewilligt und in einem Hilfeplangespräch wurden 48 Stunden für einen Zeitraum von 6 Monaten bewilligt. Die sozialpädagogische Familienhelferin Frau Seidel ist zum Berichtszeitraum seit zwei Monaten in der Familie. Die ursprüngliche Aufgabe lag darin, eine Entlastung der Mutter zu schaffen, indem Herr Schmitz in die Betreuung des Sohnes und in die Haushaltsführung öfter miteingebunden wird.
Auch die Wohnung war in einem mangelhaften hygienischen Zustand. Es wurde bereits in mehreren Sitzungen gemeinsam nach einem Lösungsweg hierfür gesucht und verschiedene Modelle für die Einführung der Unterstützung durch Herrn Schmitz ausprobiert. Zum Erlebniszeitpunkt wurde an einem Haushaltsplan gearbeitet, in dem die Aufgaben des Haushalts für die kommende Woche und die Betreuungszeit für Tim klar geregelt werden sollten.
An einem dieser Termine war ich zur Hospitation anwesend. Meine Kollegin erzählte mir im Vorfeld einige Details über die Familie und warnte mich vor, dass es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Frau Müller und Herrn Schmitz während den Terminen komme. Außerdem sei es generell schwierig, den Kontakt zu Herrn Schmitz herzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Konflikten im Alltag sowie am Arbeitsplatz dar und definiert das Ziel der Arbeit, theoretische Faktoren anhand eines Praxisbeispiels zu erläutern.
2. Konfliktmanagement nach F. Glasl: Dieses Kapitel stellt den Autor Friedrich Glasl vor und führt in die theoretischen Grundlagen von sozialen Konflikten, deren Diagnose und Eskalationsdynamik ein.
3. Fallbeispiel aus der beruflichen Praxis: Hier wird ein konkreter Konflikt aus dem Arbeitsumfeld der Autorin geschildert, in das Eskalationsmodell eingeordnet und eine optimierte Lösungsstrategie erarbeitet.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein geschulter Moderator durch frühzeitiges Erkennen von Warnsignalen und einen ressourcenorientierten Ansatz maßgeblich zur Deeskalation beitragen kann.
Schlüsselwörter
Konfliktmanagement, Friedrich Glasl, Sozialer Konflikt, Eskalationsmodell, Konfliktdiagnose, Moderation, Prozessbegleitung, Win-win, Win-lose, Lose-lose, Konfliktbehandlung, Kindeswohl, Familienhilfe, Kommunikation, Konfliktanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Konfliktmanagement auf Basis der Theorien von Friedrich Glasl und wendet diese auf ein praktisches Fallbeispiel an.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition sozialer Konflikte, den verschiedenen Eskalationsstufen, den Rollen von Mediatoren sowie der praktischen Anwendung dieser Modelle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die theoretischen Faktoren der Konfliktentstehung und -eskalation darzustellen und durch ein Praxisbeispiel zu verdeutlichen, wie Konflikte effektiver gelöst werden könnten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die theoretische Literaturrecherche sowie die Fallanalyse zur Verknüpfung von Theorie und beruflicher Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung des Konfliktmanagements und eine detaillierte Fallbeschreibung aus der sozialpädagogischen Familienhilfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Konfliktmanagement, Eskalationsstufen, Moderation, soziale Konflikte und ressourcenorientierte Lösungsansätze.
Wie lässt sich der im Buch beschriebene Konflikt einordnen?
Der Autor ordnet den beschriebenen Konflikt als "heißen Konflikt" ein, der sich auf Stufe 2 des Eskalationsmodells nach Glasl befindet.
Welche Rolle spielt die Moderatorin in dem Fallbeispiel?
Sie fungiert als Hospitantin und beobachtet den Konfliktverlauf, während ihre Kollegin versucht, deeskalierend einzugreifen und zwischen den Parteien zu vermitteln.
Welche optimierte Strategie schlägt die Autorin für das Fallbeispiel vor?
Es wird empfohlen, Herrn Schmitz in einem Einzelgespräch zu befragen und gegebenenfalls einen Schutzplan für das Kind zu erstellen, um das Kindeswohl sicherzustellen.
- Citation du texte
- Marie Steinkamp (Auteur), 2017, Konfliktmanagement nach Friedrich Glasl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377864