Innovationsfördernde Führungsstile bei "Google"


Hausarbeit, 2016
14 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersicht der grundlegenden Führungsstile
2.1. Erläuterung des Begriffs Führungsstil
2.2. Eindimensionale Führungskonzeption
2.3. Zweidimensionale Ansätze

3. Innovative Mitarbeiterführung bei Google

4. Zusammenfassung und Handlungsempfehlung

5. Literaturverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Kontinuumtheorie von Tannenbaum und Schmidt (Olfert,2015,S.319) 3

Abbildung 2 Definition Managerial Grid, Gabler Wirtschaftslexikon,2016 5

1. Einleitung

Unternehmen haben sich im Lauf der Zeit fundamental verändert. Neben der Unternehmensführung wird auch die Personalführung sowie der Führungsstil einer Führungskraft als ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmen gesehen. Ein effektiver Führungsstil und wirksame Entscheidungen sind heute wichtiger denn je. Der Begriff Führungsstil umschreibt die Art und Weise wie eine Führungskraft seine unterstellten Mitarbeiter führt. Auch ein Global Player wie Google besitzt Führungskräfte um seine Mitarbeiter zu einem zielorientierten handeln zu bewegen. 2015 erhielt Google die Auszeichnung „ World’s Best Multinational Workplace 2015“ von Fortune, ist somit als der beste multinationale Arbeitgeber geeignet, die Mitarbeiterführung dieses Unternehmens genauer zu beleuchten. Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, sich intensiv mit der Mitarbeiterführung bei Google zu beschäftigen und herauszufinden mit welchem innovativen Führungsstil Google seine Mitarbeiter zu einer optimalen Leistungsbereitschaft im Unternehmen bringt. Um die formulierte Zielsetzung zu einem Ergebnis zu führen, wird vorausgesetzt, dass ein umfassendes Literaturstudium von Nöten ist. Aufgrund der Vorgabe der Wörterzahl, wird die Arbeit auf die wichtigsten und grundlegendsten Führungsstilkonzepte fokussiert. Hierzu wird die Arbeit in fünf Kapitel gegliedert. Nachdem in Kapitel Eins, einleitende Worte über die Arbeit gefallen sind, wird in Kapitel Zwei eine theoretische Vertiefung zum Thema Führungsstil vorgenommen. Es wird eine Definition für den Begriff formuliert und im weiteren Verlauf werden zentrale Theorien und Konzepte zu diesem Thema vorgestellt. Dementsprechend werden in Kapitel Drei die erlangten theoretischen Führungskenntnisse auf die Praxis projiziert und mit Googles Ansätzen verglichen. Die Arbeit endet im Kapitel Vier mit einem Fazit und einer Handlungsempfehlung. Für die Fachliteratur im Literaturverzeichnis unter Kapitel Fünf wurde aufgrund der Themengestaltung der Innovationsfördernde Führungsstile die Auswahl auf aktuelle Literatur, welche nach dem Jahr 2010 erschienen ist, beschränkt. Demgegenüber steht jedoch der theoretische Fachteil, in welchem nur beschränkt mit aktueller Literatur gearbeitet werden konnte.

2. Übersicht der grundlegenden Führungsstile

2.1. Erläuterung des Begriffs Führungsstil

Der Begriff Führungsstil umschreibt die Art und Weise wie eine Führungskraft seine unterstellten Mitarbeiter führt, um ein geplantes zielorientiertes Arbeitsverhalten zu erreichen. Dabei handelt es sich um ein zeitlich anhaltendes und auf bestimmte Situationen bezogenes „konsistentes Führungsverhalten“(Jung, 2010, S.218). Einen optimalen Führungsstil zu definieren, ist jedoch ein schweres Unterfangen. Die Verhaltensweise einer Führungskraft seinen Mitarbeitern gegenüber ist nämlich von unterschiedlichen Faktoren abhängig. So kann in unterschiedlichen Unternehmen der Führungsstil auf Grund der Unternehmenskultur variieren. Ebenso spielt die Persönlichkeit der Führungskraft eine Rolle, auch die Arbeitssituation und das gesellschaftliche Umfeld, sind Faktoren welche auf einen Führungsstil Einfluss haben. Eine empirische Aussage kann jedoch getroffen werden, dass Führungsstile für Erfolg der Mitarbeiterführung maßgeblich sind, da diese Zufriedenheit, Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter beeinflussen. (Mentzel,2008, S.35ff)

In den folgenden Aufzeichnungen werden die Führungsstile nach Dimensionen unterteilt.[1]

2.2. Eindimensionale Führungskonzeption

Der am meist verbreitete Ansatz in Zusammenhang mit Eindimensionalen Führungsstilen ist das Kontinuum der Führungsstile nach Tannenbaum/Schmidt aus dem Jahr 1958.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Kontinuumtheorie von Tannenbaum und Schmidt (Olfert,2015,S.319)

In der obigen Abbildung ist zu erkennen, dass der Entscheidungsspielraum von autoritären Führungsstil (links), in Richtung kooperativer Führungsstil (rechts) ansteigt und somit sich die Mitwirkungs- und Entscheidungsmöglichkeit erhöht. Die Abbildung veranschaulicht zudem, dass sich die Theorie aus mehreren Führungsstilen zusammensetzt, welche die Veränderung des Entscheidungsspielraumes definieren, aufgrund der literarischen Bedeutung wird in dieser Arbeit der autoritäre und kooperative Führungsstil hervorgehoben. Bei dem autoritären Führungsstil hat die Führungskraft die alleinige Entscheidungs- und Anordnungskraft. Der Vorgesetzte entscheidet und handelt allein, ohne seine Untergebenen Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. (Glöckler et al., 2010, S. 29)[2] Ein Vorteil des autoritären Führungsstils ist eine schnelle Entscheidungsfindung, welcher bei Routinearbeiten erfolgreich angewendet werden kann. (Führungsstile nach Kurt Lewin, 2016) Der Nachteile dieses Führungsstils liegen in mangelnder Motivation, Selbstständigkeit und Entwicklungsmöglichkeit der Mitarbeiter, da diese die Aufgaben nicht aus eigenem Antrieb heraus erfüllen, sondern nur, weil Sie bei Weigerung die negativen Konsequenzen fürchten. (Olfert, 2015, S. 318) Im Rahmen des kooperativen Führungsstils werden betriebliche Aktivitäten im Zusammenwirken der Führungskraft und der Mitarbeiter sowohl in der Entwicklung von Ideen, als auch in der Umsetzung von Projekten eng zusammen begleitet. Die Mitarbeiter werden in den Entscheidungsprozess eingebunden und ihr Fachwissen ergänzt das, des Vorgesetzten. (Olfert, 2015, S.319) Ziel dieses Führungsstils ist die Förderung der Motivation und Integration des Mitarbeiters, sowie dessen Entwicklung seiner Fähigkeiten. (Drumm, 2008, S.445) Der Vorteil des kooperativen Führungsstils liegt vor allem in der Akzeptanz des Vorgesetzten die Mitarbeiter einzubeziehen, der Selbstständigkeit der Mitarbeiter und der daraus resultierenden hohen Motivation. Als Nachteil ist die Verlangsamung und Verzögerung in der Entscheidungsfindung auszumachen. (Drumm, 2008, S. 445 i.V.m. Olfert, 2015, S. 320).

2.3. Zweidimensionale Ansätze

Eines der bekanntesten Beispiele für eine Zweidimensionalen Konzeption ist das Verhaltensgitter, auch Managerial-Grid-Modell genannt, von Blake und Mouton, welches zu Beginn der 60er Jahre in seiner ersten Fassung erschien. Dieser Ansatz erweitert das Vorgesetztenverhalten um zwei weitere Verhaltensdimensionen, die Mitarbeiterorientierung und Aufgabenorientierung. Der Ansatz wurde nach einem Ausprägungsschema entwickelt, von einer sehr geringen Ausprägung (1) bis hin zu einer sehr starken Ausprägung (9). Beide Dimensionen wurden neunfach unterteilt, so ergibt sich eine 81-fache Dimensionskombination, welche stellvertretend für ein bestimmtes Vorgesetztenverhalten stehen. Blake und Mouton geben fünf Beispiele zu diesem Schema. (Drumm, 2008, S.447)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Definition Managerial Grid, Gabler Wirtschaftslexikon,2016

Der 1.1 Führungsstil der weder auf hohe Arbeitsleistung noch auf die Einflussnahme der Führungskraft konzentriert ist, wird auch als „Laissez-faire-Führung“ bezeichnet. Dies kommt aus dem französischem und steht für „machen lassen“ dieser Führungsstil zeichnet sich durch eine sehr große Freiheit aus. Der Vorgesetzte hält sich aus allem raus, gibt kaum Informationen weiter und die Mitarbeiter führen Selbstkontrollen durch. „Eigentlich handelt es sich hierbei eher um einen „Nicht-Führungsstil“(Olfert, 2015,S.320).

Der 9.1 Führungsstil zeichnet sich durch eine hohe Erwartung an Arbeitsleistung aus und vernachlässigt dabei das zwischenmenschliche zu den Mitarbeitern. Dieser Führungsstil zielt auf den autoritären ab. Befehl, Gehorsam und Kontrolle in Kombination mit materiellen Anreizen sind die Motoren der Motivation. (Olfert, 2015, S.322 i.V.m. Jung, 2010, S. 224)

Der 1.9 Führungsstil stellt das Gegenteil zum 9.1 Führungsstil dar. Dieser Führungsstil stellt die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund, dabei geht die Erwartung der erbrachten Leistung jedoch unter. (Olfert, 2015,S.322)

Der 5.5 Führungsstil stellt eine Balance zwischen beiden Dimensionen dar. Beide Dimensionen sind gleichstark ausgeprägt. Die Führungskraft zielt auf durchschnittliche Leistung und durchschnittliche Mitarbeiterzufriedenheit. Oftmals schwierig darzustellen, da es hin und wieder zu einem Disput zwischen der Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung kommen kann. (Olfert, 2015, S.322 i.V.m. Jung, 2010, S. 225)

Der 9.9 Führungsstil ist der „ideale“ Führungsstil. Mitarbeiter und Vorgesetzter verfolgen ein gemeinsames Ziel. Der Fokus liegt auf einer hohen Arbeitsbelastung und einer hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter. Der Motivationsmotor ist die Berücksichtigung der Wünsche und Interessen der Mitarbeiter zu maximalen Leistungsergebnissen. Kommunikation, gemeinsamer Entscheidungsprozess und Vertrauen sind die Grundbasis dieses Stils. (Olfert, 2015, S.322 i.V.m. Jung, 2010, S. 225)

Zur Vervollständigung der vollzogenen Literaturrecherche soll angemerkt sein, dass in der Literatur auch zusätzlich auf den Dreidimensionalen Ansatz eingegangen wird, auf welcher im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter eingegangen wird, da er die Relevanz des Themas verfehlen würde.

3. Innovative Mitarbeiterführung bei Google

Google Inc.[3], ein Tochterunternehmen der Alphabet Inc., wurde 1998 gegründet und ist durch seine gleichnamige Suchmaschine „Google“ zu einer der wertvollsten Marken der Welt herangewachsen. Google wurde wie Hewlett Packard und Yahoo! von zwei befreundeten Stanford-Studenten gegründet. (Unternehmen-Google, 2016 i.V.m. Interbrand, Rankings - 2015 - Best Global Brands - Best Brands – Interbrand, 2016) Das Unternehmen wurde 2015 erneut als Gewinner des „World’s Best Multinational Workplace 2015“(The List, 2016) ernannt und ist somit der beliebteste multinationale Arbeitgeber. In Zusammenarbeit mit dem Werk „Work Rules!“ des Senior Vice President People Operations, Lazlo Bock von Google und der von Google angestoßenen Case Study „Project Oxygen“ zu der Untersuchung „was die besten Manager anders machten als die schlechtesten […]“ (Bock, 2016, S.182), wird in den folgenden Aufzeichnungen eine Analyse über den innovationsfördernden Führungsstil von Google stattfinden.

[...]


[1] Eindimensionale Führungskonzeptionen werden in älteren Literaturen auch als Führungsstil bezeichnet, sodass diese beiden Wörter in den folgenden Aufzeichnungen dieses Unterpunktes Synonym anzusehen sind. Die folgenden Führungsstile wurden nach dem Kriterium der literarischen Bedeutung und Beachtung ausgewählt und nur oberflächlich skizziert. Dies ist durch die Tatsache zu begründen, dass keiner dieser Stile aufgrund unseres heutigen Menschenbildes und der fehlenden Werte in diesen Stilen, als alleiniger Führungsstil gewählt werden kann. (Drumm, 2008, S. 444)

[2] Das Einbringen von Ideen, Vorstellungen oder Kritik wird nicht geduldet, Fehler sogar bestraft. Abläufe und Arbeitsergebnisse werden von der Führungsperson kontrolliert. (Olfert,2015, S.317) Es herrscht ein strenges Über- und Unterordnungssystem, eine sogenannte „Top-Down-Beziehung“ (Management Führungsstile,2016)

[3] Google Inc. steht für Google incorporated und ist die Rechtsform des Unternehmens, in den weiteren Aufzeichnungen wird Google Synonym zu Google Inc. bezeichnet.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Innovationsfördernde Führungsstile bei "Google"
Hochschule
European Management School (EMS)
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V377932
ISBN (eBook)
9783668543751
ISBN (Buch)
9783668543768
Dateigröße
1625 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Führungsstil, Führung, Innovativ, Innovation, Google, Personalführung, Tannenbaum und Schmidt, Führungsstile, Managerial Grid, Mitarbeiterführung, Googlegeist, Eindimensionale Führungskonzeption, Zweidimensionale Führungskonzeption, Innovative Mitarbeiterführung, Heutige Mitarbeiterführung
Arbeit zitieren
Niko Simon (Autor), 2016, Innovationsfördernde Führungsstile bei "Google", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377932

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