Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe. Geschichte und Gefahren des Bergsteigens


Hausarbeit, 2014

14 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Tabellenverzeichnis

2 Die Geschichte des Bergsteigens

3 Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe auf den Körper
3.1 Die Hypoxie
3.2 Die Hypothermie
3.3 Die Dehydratation

4 Die Höhenkrankheit als Folge der Mangelerscheinung
4.1 Die milde AMS (akute Höhenkrankheit)
4.2 Das Höhenlungenödem
4.3 Das Höhenhirnödem

5 Bergsteigen - um jeden Preis?

1 Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Luftdruck, inspiratorischer Sauerstoffdruck und arterielle Blutgaswerte in verschiedenen Höhen (nach HECHT und WEST)

2 Die Geschichte des Bergsteigens

Immer schon haben Berge die Menschheit fasziniert. In vielen Sagen und Legenden spielen sie eine große Rolle. Auch diverse Religionen befassen bzw. befassten sich mit ihnen.

Schon in der griechischen Mythologie bewohnten, so die Sage, die zwölf Olympier, auch genannt Götter, unter der Leitung des Göttervaters Zeus den Berg Olymp. Tatsächlich ist der Olymp das höchste Gebirge Griechenlands (vgl. Schiwek, o. J., o. S.).

Auch im Hinduismus und Buddhismus gelten Berge als Heiligtum; so wurde zum Beispiel der rund 6700 Meter hohe in Tibet gelegene Kailash bis heute aus religiösen Gründen noch nicht bestiegen (vgl. ORF/kk, 2005, o. S.).

Obwohl Berge seit jeher in Geschichten und Legenden auftauchen, ist die erste Besteigung eines Berges, das heißt das Erklimmen einer Erhöhung ohne ersichtlichen Grund, sondern nur um des Erklimmens wegen, auf den 26. April 1336 dokumentiert, an dem der Dichter Francesco Petrarca den Gipfel des französischen Berges Mount Ventoux erreichte.

„Früher waren Berge wegloses Gelände für Götter, Dämonen und Hexen, Sinnbild für Himmel und Hölle, Brutkästen für Lawinen, Steinschlag und Gewitter, alles in allem jedenfalls kein Platz für klar denkende Menschen“ (Prantl, 2012, S. 12).

Der Grundstein war gelegt, jedoch sollte es noch mehr als 400 Jahre dauern, bis mit der Besteigung des mit 4810 Metern über NN höchsten Gipfels der Alpen, dem Mont Blanc durch Jaques Balmat und Michel-Gabriel Paccard im Jahr 1786 der moderne Alpinismus begann (vgl. Prantl, 2012, S. 13).

Seit diesem Ereignis zog es immer mehr Menschen in die Berge.

Dies hatte 1862 die Gründung des Österreichischen Alpenvereins (OEAV) und 1869 des Deutschen Alpenvereins (DAV) zur Folge, welcher bereits im Jahr 1914 circa 100.000 Mitglieder hatte (vgl. DAV, o. J., o. S.).

In der Zeit des Nationalsozialismus fand ein richtiger Wettkampf zwischen den verschiedenen europäischen Ländern statt, wer als erstes die noch bis dato unbezwungende Eiger-Nordwand besteigen würde, welchen schließlich der Österreicher und SS-Mitglied Heinrich Harrer gewann (vgl. Kreitling, 2012, o. S.).

Das große Interesse am Bergsteigen lässt sich leicht in der Anzahl der Mitglieder des DAV ablesen: Nach eigenen Angaben hat er inzwischen mehr als 1 Millionen Mitglieder (vgl. DAV, o. J., o. S.).

Jedoch ist der Alpinismus längst nicht mehr auf das Bergsteigen fokussiert: Vor allem in den letzten Jahrzehnten hat sich rund um das Thema Berge ein großer Wirtschaftszweig gebildet, sodass Touristen dort auch Skifahren, Wandern, Klettern, Radfahren und noch viele weitere Aktivitäten ausüben können.

Getreu dem Motto der olympischen Spiele „Schneller, Höher, Stärker“ sind vielen Bergsteigern und Bergsteigerinnen die Alpen durch die sehr weit fortgeschrittene Erschließung und der geringen Höhe der Berge zu klein geworden, sodass sich in die hochgelegenen südamerikanischen Anden und den asiatischen Himalaya nicht mehr ausschließlich die Profis des Bergsteigens trauen, sondern, bestärkt durch teure Reiseangebote kommerzieller Firmen, auch viele Menschen, die bisher sehr wenig bis gar keine Erfahrung in den Bergen gemacht haben, dennoch einen 8000er besteigen möchten. Dies führt sowohl bei den „Idolen des Bergsteigens“ auf große Kritik, als auch in der breiten Gesellschaft, da es bei Besteigungen kommerziell geleiteter Expeditionen durch eine ungenügende Vorbereitung der Teilnehmer/innen oft zu vielen Unglücken und Toten kommt. Gerade dieses Bergsteigen in extremer Höhe birgt ein sehr großes Risiko, die sehr gefürchtete Höhenkrankheit zu bekommen. Viele der in den letzten stark zugenommenen Anzahl an Bergsteigern und Bergsteigerinnen verlassen sich auf ihre Bergführer/innen, kennen selbst jedoch nicht die Risiken, die sie spielend in Kauf nehmen, um den Gipfel ihres Traumes zu erreichen.

3 Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe auf den Körper

Kein Mensch kann ohne körperliche Probleme einen hohen Berg besteigen. Nicht jede/r Bergsteiger/in erkrankt, jedoch, je nach Höhe des Berges, tritt eine immer höhere Wahrscheinlichkeit auf, an einer der bekannten Bergkrankheiten zu erliegen. Die typischsten Mangelerscheinungen aufgrund der Höhe sind Sauerstoffmangel, Unterkühlung und Wassermangel. Doch zunächst eine Einteilung der verschiedenen Höhen:

Man unterscheidet drei verschiedene Höhenstufen: Die mittlere Höhe (1500 Meter - 2500 Meter), die große Höhe (2500 Meter - 5300 Meter) und die extreme Höhe (5300 Meter - 8848 Meter).

Ab einer Höhe von 2500 Metern beginnt die Zone, in der sich ein Mensch akklimatisieren muss, das heißt sein Körper passt sich automatisch den neuen, schwierigeren Bedingungen an. Man spricht von der Schwellenhöhe (vgl. Prantl, 2012, S. 165f.).

Diese Anpassung führt er fort bis zu einer Höhe von circa 5300 Metern Höhe. Das heißt, es ist für Menschen physiologisch möglich, dauerhaft in Gebieten bis zu einer Höhe von 5300 Metern zu leben; tatsächlich befindet sich das höchste auf eine dauerhafte Bewohnung ausgelegte Dorf namens Auconquilcha genau an dieser Grenze in den chilenischen Anden (vgl. Biener, 1984, S. 28)1. Oberhalb dieser Zone, also in den extremen Höhen, kann sich der Körper nicht mehr vollständig regenerieren und verfällt mit der Zeit. Das heißt, ein dauerhafter Aufenthalt ist nicht mehr möglich; der Körper wird schwächer und schwächer und der Mensch stirbt nach einer gewissen Zeit.

[...]


1 Auch das Basislager des höchsten Berges der Welt, des Mount Everest befindet sich mit 5400 Metern gerade an dieser Grenze, denn ein Basislager dient der Vorbereitung und Akklimatisierung vor der Besteigung (vgl. Krakauer, 1999, S. 107).

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe. Geschichte und Gefahren des Bergsteigens
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,4
Autor
Jahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V377942
ISBN (eBook)
9783668554290
ISBN (Buch)
9783668554306
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bergsteigen, Höhe, Höhenbergsteigen, Trekking, Himalaya, Berge, große Höhe, Höhenkrankheiten, Gefahr Bergsteigen, Lungenödem, Hirnödem
Arbeit zitieren
David Stein (Autor), 2014, Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe. Geschichte und Gefahren des Bergsteigens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377942

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