Das Betrachtungsobjekt dieses Assignments ist das Themengebiet des Corporate Governance, der Fokus wird hierbei auf die internationalen und interkulturellen Aspekte gelegt. Der Begriff des Corporate Governance ist eines der wichtigsten Schlagwörter im Wirtschaftsgeschehen des 21. Jahrhunderts. Gleichwohl die Verbreitung des Begriffes noch sehr jung ist, besteht das Themengebiet, welches Corporate Governance umfasst seit dem Auftauchen der ersten Aktienunternehmen. So führte bereits Adam Smith im Jahre 1776 das Corporate-Governance-Dilemma an, indem er auf den Interessenskonflikt von Direktoren einer (Aktien-)Gesellschaft verwies, welche zum Großteil das Geld anderer Leute verwalten und in diesem Zuge andere Interessen als die Eigentümer hegen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themenaspektes
1.2 Ziele und Aufbau
2 Begriffsdefinition
2.1 Corporate Governance
2.2 Stakeholder
3 International relevante Leitsätze und Prinzipien für das Corporate Governance
3.1 Corporate-Covernance-Grundsätze der OECD
3.2 Einflussnahme der EU auf Corporate Governance
3.3 Sarbanes-Oxley Act
4 Interkulturelle Einflüsse
5 Schlussteil
5.1 Fazit
5.2 Kritische Würdigung
5.3 Ausblick und kritische Faktoren
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung und Analyse verschiedener internationaler Corporate-Governance-Prinzipien sowie deren Beeinflussung durch interkulturelle Faktoren in einem globalisierten Geschäftsumfeld.
- Grundlagen von Corporate Governance und Stakeholder-Definitionen
- Analyse der OECD-Grundsätze für gute Unternehmensführung
- Einfluss der Europäischen Union und des Sarbanes-Oxley Act auf internationale Standards
- Bedeutung interkultureller Besonderheiten bei der Implementierung von Governance-Systemen
- Herausforderungen durch unterschiedliche kulturelle Dimensionen nach Hofstede
Auszug aus dem Buch
3.1 Corporate-Covernance-Grundsätze der OECD
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine supranationale Organisation deren Ziel es ist, eine Politik zu fördern, die zu einer gesteigerte Wirtschaftsleistung und einem gesteigerten Lebensstandard beitragen kann. Die Organisation hat ihre Anfänge in den 1960er Jahren, als 18 europäische Länder sich mit den USA und Kanada zusammenschlossen, um die wirtschaftliche Integration zu fördern. Derzeit hat die OECD 35 Mitgliedsstaaten aus vielen Teilen der Welt wie Deutschland, Japan, USA, Russland, etc. Weiterhin arbeitet die Organisation mit Ländern wie China und Indien zusammen, welche keine Mitglieder sind. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde in 1999 erstmalig die OECD Grundsätze der Corporate Governance veröffentlicht, welche in 2004 eine Neufassung erfuhren. Diese Grundsätze haben zwar keinen rechtsverbindlichen Charakter, enthalten aber Empfehlungen die eine erhebliche Wirkung auf nationale Regulierungsansätze und das Verständnis einer guten Unternehmensführung haben. Die Grundätze umfassen sechs Themengebiete:
1. Sicherung der Grundlagen eines effektiven Corporate-Governance-Rahmens: Dieser Rahmen sollte eine eindeutige Trennung der Regulierungs-, Aufsichts- und Vollzugsinstanzen beinhalten sowie die Leistungsfähigkeit und Transparenz fördern. Weiterhin muss eine Abstimmung auf die jeweilige Rechtsstaatlichkeit vollzogen werden sein.
2. Aktionärsrechte und Schlüsselfunktionen der Kapitaleigner: Hiermit wird der Interessenskonflikt zwischen Eigentümern (Aktionären) und Managern behandelt. Die Macht der Aktionäre soll gestärkt werden, indem beispielsweise die grundlegenden Rechte wie eine regelmäßige Offenlegung von Informationen durch das Unternehmen angesprochen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas Corporate Governance im Kontext der Globalisierung und definiert das Ziel sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Begriffsdefinition: Hier werden die zentralen Termini Corporate Governance und Stakeholder definiert, wobei der Fokus auf einem weiten, an Interessenvertretern orientierten Ansatz liegt.
3 International relevante Leitsätze und Prinzipien für das Corporate Governance: Das Kapitel analysiert die OECD-Grundsätze, die regulatorischen Initiativen der EU und den Einfluss des US-amerikanischen Sarbanes-Oxley Act auf internationaler Ebene.
4 Interkulturelle Einflüsse: Diese Ausführungen untersuchen, wie kulturelle Unterschiede, wie sie etwa durch Hofstedes Kulturdimensionen beschrieben werden, die Anwendung von Governance-Regelungen beeinflussen.
5 Schlussteil: Der abschließende Teil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung internationaler Governance-Systeme.
Schlüsselwörter
Corporate Governance, OECD, Stakeholder, Globalisierung, Sarbanes-Oxley Act, EU-Richtlinien, Interkulturalität, Kulturdimensionen, Hofstede, Transparenz, Unternehmensführung, Shareholder, Mitbestimmung, Risikomanagement, Compliance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Corporate Governance im internationalen Kontext und untersucht, wie nationale sowie supranationale Regelungen durch kulturelle Unterschiede beeinflusst werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Definition von Stakeholdern, internationale Regelwerke wie die OECD-Grundsätze, EU-Aktionspläne, den US-amerikanischen Sarbanes-Oxley Act sowie interkulturelle Aspekte der Unternehmensführung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Darstellung unterschiedlicher internationaler Corporate-Governance-Prinzipien und die Analyse der Herausforderungen, die sich bei deren grenzüberschreitender Implementierung ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Methodik basiert auf einer Literaturanalyse, dem Rückgriff auf Fachliteratur, Studienbriefe und der Auswertung bestehender Corporate-Governance-Erklärungen sowie Internetrecherchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die OECD-Grundsätze, die Einflussnahme der EU durch Richtlinien und Grünbücher, der Sarbanes-Oxley Act sowie die fünf Kulturdimensionen nach Hofstede detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Corporate Governance, Stakeholder, internationale Leitsätze, Interkulturalität und Konvergenz von Regelungssystemen.
Welche Rolle spielt der Sarbanes-Oxley Act in der Arbeit?
Der SOX wird als Beispiel für eine reaktive, US-amerikanisch geprägte Regelung aufgeführt, die durch ihren extraterritorialen Einfluss eine hohe internationale Relevanz besitzt, insbesondere im Bereich der Finanzberichterstattung.
Wie beeinflussen kulturelle Faktoren die Corporate Governance?
Die Arbeit zeigt auf, dass kulturelle Unterschiede, wie beispielsweise die Machtdistanz oder die Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung, maßgeblich bestimmen, welche Anforderungen an ein Governance-System in verschiedenen Ländern gestellt werden.
- Arbeit zitieren
- Marco Herz (Autor:in), 2017, Corporate Governance. Internationale und interkulturelle Aspekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378008