Mensch versus Maschine? Technologien im Alltag


Einsendeaufgabe, 2015
13 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vor- und Nachteile eines gesellschaftlichen Wandels
1.1 Beziehungen und Familie
1.2 Arbeit und Beschäftigung
1.3 Privatsphäre

2. Branchen und Arbeitsplätze, die durch Computer ersetzt werden könnten
2.1 Dienstleistungs-Sektor
2.1.1 Hotellerie und Gastronomie
2.1.2 Facility Management
2.1.3 Einzelhandel
2.2 Transport-Sektor
2.2.1 Personen- und Güterbeförderung
2.3 Industrie-Sektor
2.3.1 Montage und Fertigung
2.3.2 Logistik/Hilfsarbeiter
2.4 Wirtschafts-Sektor
2.4.1 Bürotätigkeiten
2.4.2 Finanzen

3. Intelligente Informationssysteme in der Grafikabteilung der INTERSPORT Deutschland
3.1 Aufgaben in der Grafikabteilung
3.2 Mögliche Aufgaben für intelligente Informationssysteme
3.3 Ausgeschlossene Aufgaben für intelligente Informationssysteme

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Vor- und Nachteile eines gesellschaftlichen Wandels

Egal ob Smartphones, Tablets oder leistungsfähige Computer – sie sind Teil unseres Alltags und haben einen essentiellen Stellenwert in den verschiedensten Altersgruppen, sozialen Schichten und diversen Berufen. Sie sind allgegenwärtig, erschwinglich und erfüllen die verschiedensten Bedürfnisse. Doch ist das alles ein großer Segen für jeden von uns und für unsere Gesellschaft? Was wenn diese kleinen Weggefährten anfangen wie Menschen zu denken?

1.1 Beziehungen und Familie

Sind die intelligenten Maschinen erst einmal[1] vollständig in unsere Gesellschaft integriert und akzeptiert wird die nächste Generation schon von Geburt an mit ihnen an ihrer Seite aufwachsen. Der „unsterbliche“ Weggefährte wäre ein gravierender Einschnitt in die menschliche Sozialsphäre, waren doch bisher alle Beziehungen endlich und an das biologische Altern gebunden. Die Rede ist von einem Roboter, der verschiedene Aufgaben bewältigen kann. Sei es die Überwachungsfunktion der Vital-Werte zur Vermeidung des plötzlichen Kindstodes, der Spielgefährte oder der Erzieher und Kita-Ersatz, Eltern wären entlastet und könnten anderen Tätigkeiten nachgehen oder aber weiter ihre Karriere verfolgen. Dies käme hauptsächlich den Frauen zugute, die meist mindestens ein Jahr in ihrem Beruf pausieren. Sinkende Geburtenraten könnten somit gestoppt und die demografische Pyramide verändert werden.

Ebenso würde dieser mechanische Partner auch emotional an seine Grenzen stoßen. Zwischenmenschliche Gefühle wie Wut, Hass, Liebe oder Eifersucht könnten nicht vermittelt werden und soziale Werte und Leitbilder die unsere Gesellschaft prägen würden auf der Strecke bleiben.

Auch der Einfluss des Roboters auf seinen menschlichen Partner könnte ein gewisses Risiko mit sich bringen. Kaufentscheidungen, politische Ansichten oder religiöse Glaubensrichtungen könnten vorgegeben und weitergegeben werden – von der Maschine ginge ein großes Machtpotenzial aus, welches den freien und eigenen Willen des Menschen gänzlich unterdrücken könnte.

1.2 Arbeit und Beschäftigung

Prinzipiell wird Arbeit als eine „Tätigkeit aufgefasst, die dazu dient, ein bestimmtes Ziel zu erreichen“.[2] Sie ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens und sichert das Überleben und den Fortschritt. Viele Berufsfelder könnten in den nächsten Jahren von einer Automatisierung betroffen sein, wie zum Beispiel das Transportwese, Büro- und Verwaltungstätigkeiten oder die Logistik (siehe Kapitel 2). Was geschieht nun aber mit der Gesellschaft, wenn prognostizierte 90% der Berufe von intelligenten Informationssystemen ersetzt werden?

Zunächst einmal muss man sagen, dass die Einführung der Roboter neue Arbeitsplätze mit sich bringt. Neue Berufe und Anforderungen werden auf die menschlichen Arbeitnehmer zukommen, auf die sie flexibel reagieren müssen. Ebenso sind Berufe mit einem hohen Bildungsgrad, Geschicklichkeit und Flexibilität weniger von diesem Problem betroffen, als beispielweise einfache Hilfsarbeiter Jobs. Nichtsdestotrotz würde die Gesellschaft Gefahr laufen eine strukturelle Massen-Arbeitslosigkeit zu riskieren, wie sie bisher in der Geschichte der Menschheit noch nie da war.[3]

Dennoch können auch positive Hoffnungen in diese Neuerungen gelegt werden. Durch die geringeren Lohnkosten und Stundensätze, die mithilfe der Roboter eingespart werden können, werden Unternehmen deutliche höhere Gewinne erzielen, was sich wiederum auf ein höheres BIP und höhere Steuereinnahmen bemerkbar machen wird. Somit könnte der Sozial-Haushalt und das damit zusammenhängende Arbeitslosengeld I und II oder sogar ein Grundeinkommen für jeden gesichert werden. Dennoch: Die Menschen würden ohne Arbeit den eigentlichen Sinn hinter einer lebensnotwendigen Aufgabe und Beschäftigung verlieren.

Eine der neusten wissenschaftlichen Untersuchungen über die möglichen Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt stammen von zwei Wissenschaftlern der Universität Oxford.[4] Durch Auswertungen in den Bereichen der sozialen Intelligenz, Kreativität sowie eine ausreichend gute Wahrnehmung der Umwelt und die Fähigkeit, diese zu manipulieren fanden sie heraus, dass es sich um bei den 700 untersuchten Berufen ausschließlich um Berufe unserer momentanen Gesellschaft handelt. Denn die voranschreitende Automatisierung wird neue Berufe, Berufsfelder und Kompetenzanforderungen mit sich bringen. Somit werden bisherige Berufe durch intelligente Informationssysteme ersetzt – aber auch Neue erschaffen! Somit wird es neue Erkenntnisse, Wissenschaften, Studiengänge, Berufe und Herausforderungen für die nächste Generation geben.

1.3 Privatsphäre

Im Zuge der Kommunikation, der immer weiteren digitalen Vernetzung und dem späteren autonomen Denken der intelligenten Informationssysteme geht es in diesem Abschnitt um die Veränderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit, der Privatsphäre und des Datenschutzes.[5]

Aufgrund der sich immer mehrenden Verbrechen an öffentlichen Plätzen auf der ganzen Welt ist die Gefahr groß, dass auch die Waffenentwicklung weiter voranschreitet, intelligenter und effektiver wird. Daher wird das Verlangen der Bevölkerung nach einer strengeren Überwachung auf öffentlichen Plätzen immer größer. Mithilfe des „Gläsernen Menschen“ und der absoluten Transparenz sollen potentielle Verbrecher und bereits geschehene Taten schneller und sicherer erkannt und ermittelt werden. Intelligente und selbst lernende Algorithmen sollen bestimmte auffällige Bewegungsmuster, wie z.B. nervöse Gangarten, veränderte Mimik, unbewusste Gesten und Verhaltensweisen die jeder Attentäter vor einer Tat aufweist frühzeitig erkennen und die Gefahr so rechtzeitig bannen.[6]

Intelligente Kameras und Mikrofone können mithilfe der Gesichtserkennung und durch Stimmerkennungen alle Personen binnen Sekunden identifizieren und orten. Durch längeres Speichern sämtlicher Informationen können auch Menschen Zugriff auf alle persönlichen Details erhalten und spätestens hier stellt sich die Frage: Wer überwacht die Wächter?

Wer sich also in Städten oder an besonderen Plätzen aufhält muss damit rechnen, beobachtet zu werden und seine Ziele und Absichten offenbaren. Eine Gesellschaft in einer solchen Welt funktioniert anders, als in einer ohne Überwachung. Alleine das Wissen kontrolliert und überwacht zu werden, übt einen starken gesellschaftlichen Druck aus und lässt Menschen anders handeln – es kommt zu Druck, Anpassung und Selbstzensur. Durch die konstante Ungewissheit, werden sie dazu verleitet ihr Verhalten zu ändern, ohne jedes äußere Eingreifen und alleine durch die eigene Psyche.[7]

Diese Überwachung wird sich allerdings nicht nur auf den öffentlichen Bereich beschränken, auch das private und kommerzielle Leben wird davon betroffen sein. Ein Teil der schon heute das Leben vieler maßgeblich beeinflusst sind die sozialen Netzwerke. Längst dienen sie nicht mehr dem reinen schnellen Informationsaustausch zwischen Freunden sondern bieten vielmehr Raum zur Selbstdarstellung und Eigen-Inszenierung. Man „liked“ Produkte und Dienstleistungen, die einem gefallen oder „postet“ Bilder von Personen und Orten. Dies stellt jetzt schon ein leichtes Auswerten des jeweiligen Nutzer-Profils dar und maßgeschneiderte Werbung des jeweiligen Nutzers ist für Unternehmen ein lukratives Geschäft.

Die sozialen Netzwerke sind allerdings nur ein kleiner Ausschnitt des „World Wide Web“ und das Gesamtwerk Internet bedient viele Facetten, ohne die das Leben in der heutigen und zukünftigen Zeit undenkbar wäre. Schon allein die Verbreitung des mobilen Internets und der Personen die „online“ sind ist in den letzten Jahren exorbitant gewachsen. Viele alltägliche Dinge wären ohne Internet nahezu nicht mehr zu bewältigen, sei es die Kommunikation mittels E-Mail oder die vernetzte Weltwirtschaft.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Anzahl der Internetnutzer weltweit von 1997 bis 2014 (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/186370/umfrage/anzahl-der-internetnutzer-weltweit-zeitreihe/)

Schon in der Vergangenheit gelang es den Geheimdiensten durch ein ausgeklügeltes Spionagesystem weltweit bedeutende Knotenpunkte des digitalen Kommunikationssystems anzuzapfen. Die eigentliche Aufgabe in den intelligenten Informationssystemen der Zukunft liegt darin, wichtige Informationen von Unwichtigen zu trennen und Diskretion darüber zu bewahren. Allerdings wird jeder Nutzer in der Zukunft gleichzeitig immer transparenter und damit auch vorsichtiger. Auch die Politiker werden vor neue Aufgaben gestellt neue Gesetze und Verordnungen zum Thema Datenschutz zu erlassen, sodass die Privats- und Intimsphäre der Bevölkerung in neuem Maße geschützt werden.[8]

2. Branchen und Arbeitsplätze, die durch Computer ersetzt werden könnten

Der Einsatz von intelligenten Informationssystemen wird in den kommenden Jahren voraussichtlich Millionen von Arbeitsplätzen auch in Deutschland gefährden. Volkswirte der ING-Diba haben einen Wegfall von bis zu 59 Prozent aller Arbeitsplätze in den nächsten Jahrzenten prognostiziert.[9] Hauptvorteil besteht im Wegfall der teuren menschlichen Stundenlöhne von durchschnittlich 12 Euro und dem Einsatz billigerer automatisierter, maschineller Prozesse.

Die Übernahme durch Maschinen ist zwar schleichend, dennoch bestimmte Berufsgruppen sind mehr betroffen als andere. Grundsätzlich gilt je höher der Bildungsgrad und die Karrierestufe desto geringer ist das Risiko von einem Roboter ersetzt zu werden. Dennoch ist die gute Nachricht dabei, dass durch die Automatisierung auch neue Aufgaben, Tätigkeiten und Berufe entstehen können.[10]

2.1 Dienstleistungs-Sektor

2.1.1 Hotellerie und Gastronomie

Im Bereich der Hotellerie könnten Empfangsmitarbeiter durch immer gut gelaunte und höfliche Roboter-Kollegen ersetzt werden. Ein Schlüssel-Ausgabe- und Informations-System wäre ohne weiteres realisierbar. Es gäbe 24-Stunden Schichten die ohne Nacht- oder Sonderzuschläge bewältigt werden können.

In der Gastronomie könnten Bedienungen durch Maschinen ersetzt werden, diese wären vermutlich zeitlich schneller unterwegs und könnten sich zudem Bestellungen besser merken – die Fehlerquote könnte auf ein Minimales reduziert werden.

[...]


[1] Vgl. Bittmann, F. 2014, S. 105 ff

[2] Vgl. Bittmann, F. 2014, S. 137

[3] Vgl. Schäfers, M. 2014, S. 125 ff

[4] Vgl. Frey, C., Osborne, M.: The future of employment working paper.pdf

[5] Vgl. Schaar, P. Das Ende der Privatsphäre. 2007. S. 34 ff

[6] Vgl. Bittmann, F. 2014, S. 170 ff

[7] Vgl. Foucalt, M.: Überwachen und Strafen. 1994. S. 54 ff

[8] Vgl. Heller, C.: Prima leben ohne Privatsphäre. 2011. S. 78

[9] Vgl. welt.de: Maschinen könnten 18 Millionen Arbeitnehmer verdrängen. www.welt.de
(Stand 17.09.15)

[10] Vgl. welt.de: Maschinen könnten 18 Millionen Arbeitnehmer verdrängen. www.welt.de
(Stand 17.09.15)

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Mensch versus Maschine? Technologien im Alltag
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V378029
ISBN (eBook)
9783668576155
ISBN (Buch)
9783668576162
Dateigröße
728 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mensch, maschine, technologien, alltag
Arbeit zitieren
Ramona Ensslen (Autor), 2015, Mensch versus Maschine? Technologien im Alltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378029

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