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Können Männer und Frauen 'nur' Freunde sein? Eine Beleuchtung heterosexueller cross-sex Freundschaften im Hinblick auf Attraktion und gender-differenzielle Erwartungen

Titre: Können Männer und Frauen 'nur' Freunde sein? Eine Beleuchtung heterosexueller cross-sex Freundschaften im Hinblick auf Attraktion und gender-differenzielle Erwartungen

Dossier / Travail de Séminaire , 2017 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit untersucht Freundschaften zwischen Männern und Frauen, auch genannt cross-sex Freundschaften, da der gesellschaftliche Blick auf diese immer noch misstrauisch ist und sich Theoretiker nicht einig sind, inwiefern solche Freundschaften eher same-sex Freundschaften oder romantischen Beziehungen ähneln. Somit ist es besonders wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, inwiefern Sex und Attraktion wirklich eine Rolle in diesen Freundschaften spielt und welche Auswirkungen cross-sex Freundschaften auf das soziale Leben der Beteiligten haben.

Im Gegensatz zu gleichgeschlechtlichen Freundschaften scheinen cross-sex Verbindungen diversen Schwierigkeiten entgegen zu stehen. Forscher sehen genau hier einen interessanten, bisher wenig beleuchteten Teil der Forschung. Während same-sex Freundschaften und (heterosexuelle) Partnerschaften wenig hinterfragt werden, stehen Männer und Frauenfreundschaften unter dem strengen Blick der Gesellschaft. Aber auch innerhalb dieser Freundschaften können Probleme auftreten. Die Art der emotionalen Verbindung muss geklärt werden: Es wird hinterfragt, inwiefern Sexualität einen Platz in dieser Verbindung hat. Die Freundschaft muss in der Öffentlichkeit im Hinblick auf ihre Authentizität verteidigt werden und in der Dyade soll genderrelevante Gleichheit herrschen. Außerdem bergen gegengeschlechtliche Freundschaften die Gefahr, Partner eifersüchtig zu machen und somit diese Beziehung zu schwächen.

Gegengeschlechtliche Freundschaften bieten beiden Parteien Vorteile wie Intimität und die Perspektive des anderen Geschlechts, die sie durch Sex nicht verkomplizieren möchten. Insgesamt schätzten Männer und Frauen die Chance platonischer Freundschaften hoch ein, gehen aber auch davon aus, dass es in über der Hälfte der Freundschaften heimliches sexuelles oder romantisches Interesse von mindestens einer Partei gibt. Dabei zeigt sich, dass Männer davon ausgehen, ihre spezifische Freundin habe Interesse an ihnen, generalisieren dies aber nicht auf alle Freundschaften. Frauen und Männer projiziieren ihr eigenes Interesse auf das Interesse ihres Gegenübers, wobei Frauen das Interesse von für sie attraktiven Partnern überschätzen und das nicht-attraktiver unterschätzen. Obwohl Männer in mehreren Studien angaben, dass sie mehr sexuelles Interesse an ihren weiblichen Freunden haben, wissen sie die Vorteile platonischer Freundschaften oftmals zu schätzen und versuchen sexuellen Kontakt mit engen Freundinnen eher zu vermeiden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsstand und Relevanz

2. Attraktion in cross-sex Freundschaften

2.1. Sexuelle Aktivitäten in Freundschaften

2.2. Gender-relevante Unterschiede

2.3. Entstehung von Attraktion in cross-sex Freundschaften

3. Möglichkeit platonischer Freundschaften

4. Studie (1): Hart, Adams und Tullett (2016)

4.1. Forschungsfragen

4.2. Methode

4.3. Ergebnisse und Diskussion

5. Studie (1): Koenig, Kirkpatrick und Ketelaar (2007)

5.1. Forschungsfrage

5.2. Methode

5.3. Ergebnisse und Diskussion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Dynamik heterosexueller, gegengeschlechtlicher Freundschaften, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen platonischer Verbundenheit, sexueller Attraktion und geschlechtsspezifischen Erwartungshaltungen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit solche Freundschaften als rein platonisch existieren können und wie Männer und Frauen sexuelles Interesse sowie die Absichten des jeweils anderen Geschlechts in diesen Dyaden wahrnehmen und interpretieren.

  • Die Rolle von sexueller und romantischer Attraktion in platonischen Freundschaften.
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Wahrnehmung und Fehlinterpretation von sexuellem Interesse.
  • Der Einfluss medialer Skripte und gesellschaftlicher Normen auf die Definition gegengeschlechtlicher Freundschaften.
  • Die Bedeutung von Selbstwert und evolutionären Theorien (z.B. Mate Value) für das Beziehungsmanagement.
  • Die Vereinbarkeit von platonischen Freundschaften mit festen Partnerschaften und dem damit verbundenen Unbehagen.

Auszug aus dem Buch

2.3. Entstehung von Attraktion in cross-sex Freundschaften

Diverse Theorien versuchen die Rolle von Attraktion in Freundschaften zu erklären. Verschiedene Theoretiker haben sich auf den medialen Einfluss von Filmen und Büchern spezialisiert: „The media portrays ‘normal’ relationships between men and women as sexual, and hence non-sexual relationships between men and women as strange and essentially impossible.“ (Bleske-Rechek et al., 2012, S. 571). So entwickeln fast alle cross-sex Freunde im Laufe der Geschichte romantische Gefühle füreinander oder werden zumindest einmal intim (vgl. McDonnell & Mehta 2016). Darüber hinaus wird argumentiert, dass sich Menschen ihren kognitiven Skripts entlang orientieren. „As a result of gender role socialization, men and women tend to view one another as sexual and/or romantic partners, rather than friends“ (Monsour et al., 1994, S. 56). Da es für gegengeschlechtliche Freundschaften noch nicht ausgereifte kulturelle Skripte gibt, die deutlich machen, was erlaubt ist und was nicht, orientieren sich Menschen an ihrer Umwelt und ihren eigenen Erfahrungen um herauszufinden, wie man sich in diesen Freundschaften benehmen kann (ebd.). „Those guidelines suggest male-female interaction should be predominantly romantic or sexual in nature“ (Monsour et al., 1994, S. 56). Für diese These spricht beispielsweise, dass die Hälfte der Probanden in einer Studie von Afifi und Faulkner (2000, S. 218), die angaben jemals Sex mit einem Freund gehabt zu haben, dies auch in mehreren Freundschaftsdyaden taten. Somit wäre ihre Erfahrung in ihre Wissensstruktur, wie gegengeschlechtliche Freundschaften funktionieren können, integriert worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsstand und Relevanz: Definiert cross-sex Freundschaften als freiwillige Bindungen und skizziert die gesellschaftlichen sowie theoretischen Herausforderungen hinsichtlich der Klärung emotionaler Verbindungen und der Rolle von Sexualität.

2. Attraktion in cross-sex Freundschaften: Analysiert die ambivalenten Auswirkungen von Attraktion, die Spannungsfelder durch sexuelle Aktivitäten und die geschlechtsabhängigen Unterschiede in der Einschätzung von Anziehung.

3. Möglichkeit platonischer Freundschaften: Diskutiert, ob Männer und Frauen tatsächlich an platonische Freundschaften glauben und welche Faktoren, trotz gegenseitiger Vorteile wie Intimität, das Vertrauen in diese Verbindungen beeinflussen.

4. Studie (1): Hart, Adams und Tullett (2016): Untersucht mittels Onlinefragebogen die Einschätzungen von Studierenden zur Möglichkeit platonischer Freundschaften und zur Wahrnehmung heimlichen sexuellen Interesses.

5. Studie (2): Koenig, Kirkpatrick und Ketelaar (2007): Beleuchtet durch zwei Teilstudien die Fehlinterpretationen von sexuellem und romantischem Interesse in Freundschaftsdyaden und testet die Hypothese zur Projektion eigenen Interesses.

7. Fazit: Fasst zusammen, dass platonische Freundschaften zwar als möglich angesehen werden, aber durch Unbehagen bei Partnern und das Fehlen klarer sozialer Skripte in einem permanenten Spannungsfeld stehen.

Schlüsselwörter

Cross-sex Freundschaft, platonische Freundschaft, sexuelle Attraktion, romantisches Interesse, Gender-Unterschiede, Beziehungsdynamik, Fehlinterpretation, sexuelle Spannung, Mate Value, soziale Skripte, Partnerwahrnehmung, Dyade, Intimität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung von gegengeschlechtlichen Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen und der Frage, wie diese trotz potenzieller sexueller oder romantischer Attraktion als platonische Beziehungen bestehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Wahrnehmung von Attraktion, die Unterschiede in der Erwartungshaltung zwischen den Geschlechtern, die Rolle von medial geprägten sozialen Skripten und die Herausforderungen bei der Abgrenzung von Freundschaft zu romantischer Partnerschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es zu ergründen, ob Männer und Frauen die Chancen für rein platonische Freundschaften unterschiedlich einschätzen und inwieweit gegenseitiges sexuelles Interesse oder dessen Vermutung die Realität dieser Freundschaften beeinflusst.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine Literaturarbeit erstellt, welche bestehende psychologische und sozialwissenschaftliche Studien (insbesondere von Hart et al. und Koenig et al.) analysiert, vergleicht und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zur Attraktion in Freundschaften gelegt, gefolgt von der detaillierten Vorstellung und Diskussion zweier empirischer Studien, die unterschiedliche Aspekte von Wahrnehmung, Fehlinterpretation und den Einfluss von Beziehungsstatus beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Cross-sex Freundschaft, platonische Freundschaft, sexuelle Attraktion, Geschlechterunterschiede und Fehlinterpretation.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Mate Value“-Theorie für die Ergebnisse?

Die Theorie postuliert, dass Menschen dazu neigen, das sexuelle Interesse potenzieller Partner zu überschätzen, um biologische Chancen nicht zu verpassen; die Arbeit diskutiert, inwiefern dies Fehlinterpretationen bei Männern und Frauen in Freundschaften erklärt.

Warum berichten Studien oft über Unbehagen in platonischen Freundschaften, wenn der Partner involviert ist?

Das Unbehagen resultiert daraus, dass beide Geschlechter sich des Potenzials für heimliches sexuelles Interesse bewusst sind, was das Vertrauen in die Reinheit platonischer Freundschaften des Partners einschränkt.

Inwieweit beeinflussen mediale Darstellungen die Wahrnehmung von Freundschaften?

Medien vermitteln oft das Bild, dass Interaktionen zwischen Männern und Frauen notwendigerweise einen sexuellen oder romantischen Charakter haben müssen, was dazu führt, dass Menschen Schwierigkeiten haben, alternative Skripte für rein platonische Freundschaften zu entwickeln.

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Résumé des informations

Titre
Können Männer und Frauen 'nur' Freunde sein? Eine Beleuchtung heterosexueller cross-sex Freundschaften im Hinblick auf Attraktion und gender-differenzielle Erwartungen
Université
University of Cologne
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
22
N° de catalogue
V378084
ISBN (ebook)
9783668552197
ISBN (Livre)
9783668552203
Langue
allemand
mots-clé
Attraktion Freundschaft Gender Beziehung Männer Frauen Beste Freunde Bindung sexuelle Anziehung Liebe Partnerschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2017, Können Männer und Frauen 'nur' Freunde sein? Eine Beleuchtung heterosexueller cross-sex Freundschaften im Hinblick auf Attraktion und gender-differenzielle Erwartungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378084
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Extrait de  22  pages
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