Das Thema Big Data, vor allem in Verbindung mit dem Datenschutz, wird aktuell wieder umfassend in den Medien diskutiert. Die Verwendung von Big Data ist besonders für Unternehmen in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Aber auch jede Privatperson weiß, ohne die Daten, die weltweit verfügbar gemacht werden, ist so gut wie gar nichts mehr möglich.
Mit jedem Online-Einkauf, mit jeder Eingabe in das Navigationsgerät oder auch durch die Verwendung von GPS der sog. „Smart- Phones“ können Daten verwendet und ausgewertet werden. Das Problem dabei ist jedoch, dass der Großteil der Bevölkerung nicht weiß, ob welche und wie viele Daten überhaupt von sich veröffentlicht, verwendet und verarbeitet werden. Dies wirft schließlich die Kernfrage dieser Arbeit auf: „Hat nicht jeder Mensch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung?“ Aufgrund dieser Überlegungen ist nun das Ziel dieser Arbeit, zu verdeutlichen, wie Big Data mit den Grundsätzen des aktuellen Datenschutzrechtes verwendet werden kann, ohne die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen maßlos zu verletzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen zu den Begriffen Big Data und Datenschutz
2.1 Big Data
2.1.1 Definition
2.1.2 Potenzial
2.1.3 Anwendungsbereiche
2.2 Datenschutz
2.2.1 Was ist Datenschutz überhaupt?
2.2.2 Prinzipien
3 Zusammenführung von Big Data und Datenschutz
3.1 Problemstellung und Herausforderung
3.2 Lösungsansätze
3.2.1 Datenschutzkontrolle
3.2.2 Anonymisierung
3.2.3 Pseudonymisierung
3.2.4 Privacy by Design
4 Kritische Analyse
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Vereinbarkeit der technologischen Möglichkeiten von Big Data mit den grundlegenden Prinzipien des geltenden Datenschutzrechts zu untersuchen, um Wege aufzuzeigen, wie datenschutzkonforme Analysen ohne die Verletzung der Persönlichkeitsrechte betroffener Personen realisiert werden können.
- Theoretische Fundierung der Begriffe Big Data und Datenschutz
- Analyse der Zielkonflikte zwischen Big Data-Methoden und Datenschutzprinzipien
- Untersuchung von Lösungsansätzen wie Anonymisierung und Pseudonymisierung
- Bewertung des Konzepts Privacy by Design als proaktive Schutzmaßnahme
- Kritische Analyse der praktischen Wirksamkeit dieser Schutzmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Privacy by Design
Ein weiterer wichtiger Lösungsansatz für die Zusammenführung von Big Data und Datenschutz ist das Konzept des Privacy by Design. Um zunächst einmal einen Überblick über Privacy by Design zu gewinnen, dienen die sieben Prinzipien von Ann Cavoukian.104 Als Übersicht zu diesen sieben Prinzipien von Ann Cavoukian dient die nachfolgende Abbildung 5. Anschließend wir der Autor die in der Abbildung benannten Prinzipien kurz erläutern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein, verdeutlicht die Risiken von Big Data für das informationelle Selbstbestimmungsrecht und legt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Grundlagen zu den Begriffen Big Data und Datenschutz: Dieses Kapitel definiert die technologischen Aspekte von Big Data sowie die rechtlichen Grundlagen und Prinzipien des Datenschutzes.
3 Zusammenführung von Big Data und Datenschutz: Hier werden die Zielkonflikte zwischen der massenhaften Datennutzung und den datenschutzrechtlichen Anforderungen analysiert sowie technische Lösungsansätze wie Anonymisierung, Pseudonymisierung und Privacy by Design vorgestellt.
4 Kritische Analyse: In diesem Teil werden die zuvor genannten Lösungsansätze kritisch hinterfragt, insbesondere hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gegen Re-Identifizierung und ihrer praktischen Umsetzbarkeit.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die zukünftige Notwendigkeit einer proaktiven Berücksichtigung des Datenschutzes durch technische Konzepte wie Privacy by Design.
Schlüsselwörter
Big Data, Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Zweckbindung, Anonymisierung, Pseudonymisierung, Privacy by Design, Datensparsamkeit, BDSG, DSGVO, Re-Identifizierung, Datenschutzrecht, Personenbezogene Daten, Datenschutzkontrolle, Datensicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Spannungsfeldes zwischen den massiven Datenauswertungsmöglichkeiten durch Big Data und dem Schutz personenbezogener Daten im Rahmen des geltenden Datenschutzrechts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die technischen Dimensionen von Big Data, die rechtlichen Prinzipien des Datenschutzes, die Konfliktfelder bei deren Zusammenführung sowie technische Lösungsstrategien für den Datenschutz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Big Data unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Prinzipien genutzt werden kann, ohne die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen unzulässig zu beeinträchtigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, gesetzlichen Regelungen sowie spezifischen Lösungsansätzen für den Datenschutz im Kontext von Big Data.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Herausforderungen der Zusammenführung von Big Data und Datenschutz sowie konkrete technische Verfahren wie Datenschutzkontrolle, Anonymisierung, Pseudonymisierung und das Konzept Privacy by Design detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Big Data, Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Anonymisierung und Privacy by Design charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Konzept der „Vier V's“ in dieser Untersuchung?
Die vier V's (Volume, Velocity, Variety und Veracity) bilden die theoretische Grundlage zur Definition und Charakterisierung von Big Data und verdeutlichen, warum die Verarbeitung solcher Datenmengen besondere Herausforderungen für den Datenschutz birgt.
Warum ist Anonymisierung im Kontext von Big Data problematisch?
Die Anonymisierung ist problematisch, da moderne Big Data-Analysen aufgrund der Menge und Verknüpfbarkeit der Daten die Gefahr einer Re-Identifizierung der betroffenen Personen bergen, wodurch die Anonymisierung ihre Schutzwirkung verlieren kann.
Was zeichnet den Lösungsansatz „Privacy by Design“ aus?
Privacy by Design zeichnet sich dadurch aus, dass Datenschutzanforderungen nicht nachträglich, sondern bereits proaktiv als fester Bestandteil in die Entwicklung und den Lebenszyklus einer Big Data-Anwendung integriert werden.
- Arbeit zitieren
- Nina Gerlt (Autor:in), 2017, Problemstellung und Herausforderung von Big Data. Wie lässt sich Big Data mit dem Datenschutz vereinbaren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378138