Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz bei Energieversorgungsunternehmen


Hausarbeit, 2014

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz
2.1. Theoretisches Potential
2.2. Technisches Potential
2.3. Gesetzlich/politisch vorgeschriebenes Potential
2.4. Betriebswirtschaftliches Potential
2.5. Gesamtwirtschaftliches Potential
2.6. Realisierbares Potential

3. Gesetzliche Regelungen
3.1. Europäische Energieeffizienzrichtlinie
3.2. Energiewende
3.3. „10-Punkte-Energie-Agenda“
3.4. EnEV und EnEG

4. Energiemanagement bei Energieversorgungsunternehmen
4.1. Organisation
4.2. Technologischer Fortschritt
4.3. Interne und externe Einflussfaktoren

5. Fazit

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1 „Entwicklung der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland nach Energie- trägern in Mrd. Kilowattstunden“, Aus Bundesverband für Energie- und Was- serwirtschaft, https://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_Energiedaten Stand 11.11.2014

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1: „10-Punkte-Energie-Agenda“, Eigene Kreation, mit Bezug zu „10- Punkte-Energie-Agenda“, HTTP://WWW.BMWI.DE/BMWI/REDAKTION/PDF/0-9/10-PUNKTE- ENERGIE- AGEN- DA,PROPERTY=PDF,BEREICH=BMWI2012,SPRACHE=DE,RWB=TRUE.P DF Stand: 11.11.2014

1. EINLEITUNG

„So wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und zugleich so viel wie möglich aus jedem Tropfen Öl, jedem Kilogramm Kohle, jedem Sonnenstrahl und jeder Windbrise zu gewinnen - das ist Energieeffizienz.“1

So kennzeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Weg zur Energiewende und definiert Energieeffizienz. Es gibt verschiedene An- sätze Energieeffizienz zu definieren. Folgt man der Bundesregierung ist Ener- gieeffizienz, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen bei möglichst geringer Ressourcenaufwendung. Eine weitere ähnliche Definition ist die optimale Nut- zung der verfügbaren Energie, welche nicht die Erzeugung fokussiert, sondern die anschließende Verwendung. Andere Definitionen setzen den Austausch durch erneuerbare Energien mit der Steigerung von Energieeffizienz gleich. Durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und die Energieeinsparungsver- ordnung (EnEV) sind Rahmenbedingungen in Deutschland geschaffen, den Energieverbrauch im privaten und gewerblichen Bereich effizienter zu nutzen. Betrachtet man die Energiebranche, lässt sich zwischen konventionellen Ener- gieträgern und erneuerbaren Energien unterscheiden. In dieser Arbeit sollen Po- tentiale zur Steigerung der Energieeffizienz aufgezeigt werden und insbesondere auf Energieversorgungsunternehmen eingegangen werden. Dabei wird zunächst geklärt was Energieeffizienz ist und in wie weit man den Begriff verwenden kann. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgerufen, dass erneuerbare Energien zukünftig den größten Teil des deutschen Energiemix ausmachen sollen.2 Bis es soweit ist, bleiben konventionelle Energieträger wie Öl, Kohle oder Gas Haupt- lieferanten von Energie. Energieeffizienz Steigerung heißt nicht nur das Substi- tuieren von fossilen Brennstoffen durch erneuerbare Energien, sondern bedeutet ebenso das Ausnutzen von aktuellen Energielieferanten zu optimieren. Wie diese Aufgabe von Energieversorgungsunternehmen in Deutschland aufgenommen wird und verarbeitet wird, soll anhand der Möglichkeiten im Energiemanage- ment im Hauptteil aufgezeigt werden. Vorab werden gesetzliche Regelungen, wie die „20-20-20 Ziele“, die „10-Punkte-Energie-Agenda“ des Bundesministe- rium für Wirtschaft und Technologien (BMWi3 ) und die europäische Energieeffizienzrichtlinie genauer analysiert und vorgestellt. Abschließend folgen eine Prognose und ein Fazit, welches einen Ausblick auf die weitergehende Entwicklung geben soll und den Fortschritt aktueller Maßnahmen bewertet. Mit dieser Seminararbeit möchte ich einerseits den aktuellen Stand des Prozesses in Deutschland analysieren und die Pläne und Aussichten zur Energiewende sowohl politisch als auch unternehmensseitig bewerten.

2. POTENTIALE ZUR VERBESSERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ

2.1.THEORETISCHES POTENTIAL

Das theoretische Potential beschreibt all das, was innerhalb der physikalischen Grenzen möglich ist. Dies bedeutet nicht nur bereits bestehende Techniken und Kenntnisstände werden genutzt, sondern es wird auch erweitert auf alles physi- kalisch Mögliche.4 Es ist dementsprechend der Rahmen, in dem sich bewegt wird.

2.2.TECHNISCHES POTENTIAL

Das technische Potential zeigt auf, was nach dem heutigen Stand der Forschung möglich ist. Grundsätzlich umfasst dieses Potential den Rahmen des aktuell möglichen, relativiert auf den technischen Stand und wissenschaftlichen Fort- schritt.

2.3.GESETZLICH/POLITISCH VORGESCHRIEBENES POTENTIAL

Dieses Potential ist von Staat zu Staat unterschiedlich, obgleich die Europäische Gemeinschaft eine Richtlinie (EU-Energieeffizienzrichtlinie5 ) den Staaten auferlegt hat. Es sagt zum Beispiel aus, dass in Deutschland der Ottokraftstoff einen Bioanteil von mindestens fünf Prozent haben muss.

2.4.BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHES POTENTIAL

Bezeichnet Ersparnisse die durch Subventionen oder steuerliche Besserstellungen herbeigeführt werden können. Manche vermeintlich kostenintensive Investitionen, werden durch diese externalisierten Kosten rentabel, sodass Unternehmen sich eher dazu entschließen umweltfreundlicher handeln.

2.5.GESAMTWIRTSCHAFTLICHES POTENTIAL

Fehlendes Kapital, Zeitmangel, fehlende Ressourcen oder Ähnliches werden betrachtet.6 Ist die Investition im Vergleich mit anderen wichtigen Anschaffungen nicht rentabel genug, könnte diese wegfallen.

2.6.REALISIERBARES POTENTIAL

Differenzieren zwischen rationalem und emotionalem Nutzen, beispielsweise Image und Außenwirkungen sind emotionale Nutzen. Rationale Nutzen sind alle in monetären Einheiten ausdrücklichen Ergebnisse. Unterscheiden muss man hier auf Mikro- und Makroebene, sind es doch andere Beweggründe für den deutschen Markt als für ein einzelnes Unternehmen.

Alle diese Potentiale spielen eine Rolle, betrachtet man Maßnahmen von Unter- nehmen oder auch Haushalten, die Energieeffizienz zu steigern. Da davon aus- zugehen ist, dass solche Veränderungen wie die Steigerung der Energieeffizienz mit Kosten verbunden sind, müssen alle Potentiale nicht nur nach ihrer Hand- habbarkeit geprüft werden, sondern auch auf die jeweilige finanzielle und struk- turelle Situation.

3. GESETZLICHE REGELUNGEN

3.1.EUROPÄISCHE ENERGIEEFFIZIENZRICHTLINIE

Am 25. Oktober 2012 hat die EU die Richtlinie 2012/27/EU7 hinsichtlich der Thematik Energieeffizienz angenommen. Diese Richtlinie soll Rahmenbedin- gungen innerhalb der Union schaffen, um die Förderungen von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz voranzutreiben. Das übergeordnete Energieeffi- zienzziel ist eine Steigerung der Effizienz um 20 Prozent bis zum Jahr 2020. Gleichzeitig sollen weitere Energieeffizienzverbesserungen für die Zeit danach vorbereitet werden.

In dieser Richtlinie wird geregelt, dass der Energiemarkt ein Eigeninteresse hin- sichtlich der Energiewende hat und dass andere Probleme die entgegen der Effi- zienz der Energieversorgung stehen beseitigt werden. Durch den EU Beitritt Kroatiens am 01. Juli 2013 wurde die Richtlinie noch einmal modifiziert. Bis zum Jahr 2020 wurden verschiedene Kennzahlen ausgerufen die durch verschie- dene Maßnahmen erreicht werden sollen. 2007 wurden Projektionen erstellt, die verschiedene Kennzahlen und Werte die relevant für die Energieeffizienz sind enthalten. Basierend auf diesen Zahlen ist es möglich den Prozess überwachen zu können und am 31. Dezember 2020 eine Bewertung über das Erreichte tref- fen zu können.

Der Energieverbrauch der Union darf im Jahr 2020 nicht mehr als 1.483 Millio- nen Tonnen Rohöleinheiten (RÖE) Primärenergie oder nicht mehr als 1.086 Mil- lionen Tonnen RÖE Endenergie betragen. Endenergie ist der gebliebene Teil der Primärenergie, der nach Energiewandlungs- und Übertragungsverlusten übrig bleibt.8 Durch den Beitritt Kroatiens wurden die Mengen um 9 Millionen RÖE Primärenergie, respektive 8 Millionen RÖE Endenergie angepasst.9 Des Weite- ren soll auch der Anteil der anderen primären Energieträger und der Ausstoß von Treibhausgasen um 20 Prozent gesenkt werden. Zum Erreichen dieser Kennzah- len, ist für große Unternehmen Pflicht, mindestens alle vier Jahre Energieaudits durchzuführen.

3.2.ENERGIEWENDE

Die Bundesregierung setzt bei der Energiewende auf einen stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energien, auf die Abschaltung der Kernenergie und eine bessere Energieeffizienz. Bis zum Jahr 2025 sollen erneuerbare Energien zwi- schen 40 und 45 Prozent der Stromversorgung in Deutschland ausmachen. Bis 2050 sollen es bis zu 80 Prozent sein. Neben den Bemühungen erneuerbare Energien wirtschaftlicher zu machen, sollen die Primärenergieträger effizienter und umweltfreundlicher genutzt werden. Gründe für die Energiewende aus poli- tischer und wirtschaftlicher Sicht lassen sich mehrere finden. Die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten soll verringert werden, die Energiewende soll Deutschland als Industriestandort voran bringen und zu Wachstum und mehr Beschäftigung beitragen und letztendlich andere Staaten zum Nachahmen brin- gen um den globalen Klimaschutz voran zu bringen. Aktuell stammen 25 Pro- zent des deutschen Energie-Mixes aus Wind-, Sonne, Wasserenergie und Bio- masse.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 „Entwicklung der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern in Mrd. Kilowattstunden“

(Aus Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft, Stand 11.11.2014)10

Anhand der Abbildung „Entwicklung der Brutto-Stromerzeugung in Deutsch- land nach Energieträgern in Mrd. Kilowattstunden“, lässt sich der Trend deutlich erkennen.

[...]


1 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie URL: http://www.bmwi.de/ Stand: 16.08.2014

2 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie http://www.bmwi.de/ Stand: 16.08.2014

3 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie URL: http://www.bmwi.de/ Stand: 16.08.2014

4 Vgl. VDI Württembergischer Ingenieurverein e.V. URL: http://www.vdi-stuttgart.de/ Stand: 12.08.2014

5 Amtsblatt der Europäischen Union L 315, 55. Jahrgang 25. Oktober 2012 „RICHTLINIE 2012/27/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES“

6 Vgl. Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen URL: http://www.strom.ch/ S.3 Stand: 21.08.2014

7 Vgl. Europäische Kommission URL: http://ec.europa.eu/ Stand: 21.08.2014

8 Vgl. Energie Lexikon URL: http://www.energie-lexikon.info/ Stand 19.11.2014

9 Vgl. Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz

10 Vgl. Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. URL: https://www.bdew.de/ Stand: 11.11.2014

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz bei Energieversorgungsunternehmen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V378166
ISBN (eBook)
9783668554474
ISBN (Buch)
9783668554481
Dateigröße
610 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
energieeffizienz, energieversorgungsunternehmen, klimawandel, klimaschutz, energiesektor, energiewende, ENEV, EnEG, Technischer FOrtschritt
Arbeit zitieren
Lars Steilmann (Autor), 2014, Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz bei Energieversorgungsunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378166

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