Die Märchensammlung als "Erziehungsbuch"?

Zum ethischen und didaktischen Gehalt der "Kinder- und Hausmärchen" (1812/15) der Brüder Grimm


Masterarbeit, 2017

50 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Märchen
2.1. Definition
2.2. Abgrenzung des Märchenbegriffs
2.3. Volksmärchen – Kunstmärchen

3. Werte
3.1. Bestimmung und Abgrenzung von Ethos, Moral, Werten, und Normen
3.2. Tugenden
3.3. Sünden

4. Analyse der Werte anhand mehrerer Märchen der Kinder- und Hausmärchen
4.1. Sterntaler
4.2. Marienkind
4.3. Frau Holle
4.4. Hans im Glück
4.5. Der Froschkönig
4.6. Fazit

5. Die Bedeutung von Märchen für Kinder und ihr Einsatz in der Pädagogik

6. Schluss

7. Bibliographie

1. Einleitung

Nahezu jedes Kind kommt vermutlich im Laufe seiner Entwicklung mit Märchen in Berührung. Ob nun von den Großeltern oder Eltern vor dem Schlafengehen erzählt, in der Schule zusammen mit dem Lehrer gelesen oder als Disney Filmversion gesehen, es findet sich wohl kaum ein Kind, das noch nie etwas von Märchen gehört hat. Vor allem aber die Märchen der Brüder Grimm erlangten große Bekanntheit, da sie ein „gattungsbestimmendes Zentraldokument“ darstellen.[1] Vorab soll daher skizziert werden, wer die Brüder Grimm waren und wo Märchen ihren Ursprung haben.

„Was Herkunft und Alter, sowie die Bedeutung des Märchens selbst betrifft, so sind die Forschungsergebnisse und -hypothesen [...] fast so vielfältig divergierend, wie es Interessenten an diesen Fragen gibt.“[2]

Das Wort „Märchen“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und ist ein Diminuitiv von diu maere, „Mär“. Diu maere stand zunächst für Kunde, Bericht, Erzählung und Gerücht und bezeichnete also ursprünglich eine kurze Erzählung.[3] Im Wandel der Zeit unterlag der Begriff, „einer Bedeutungsverschlechterung und wurde auf erfundene und unwahre Geschichten angewendet.“[4] Eine weitere Bedeutung von maere war die Wunderbotschaft, und weil in der Zeit der Aufklärung Wunder als irrational abgewertet wurden, waren Märchen negativ konnotiert als Lügengeschichten.[5] Erst im 18. Jahrhundert setzte eine Gegenbewegung gegenüber dieser Bedeutungsverschlechterung ein, als Feenmärchen und Geschichten aus Tausendundeiner Nacht aus Frankreich an Popularität gewannen.[6] Dank der Märchenforschung und der Märchensammlung der Brüder Grimm konnte sich das Märchen als Oberbegriff der Erzählgattungen „Volksmärchen“ und „Kunstmärchen“ etablieren.[7] Im Folgenden sollen zunächst die Charakteristika des Märchens im Allgemeinen und anschließend die Unterschiede zwischen Volks- und Kunstmärchen im Besonderen dargestellt sowie eine Abgrenzung zu anderen literarischen Gattungen vorgenommen werden.

Dass der Bekanntheitsgrad von Märchen stieg, beruht nicht zuletzt auf den historischen Umständen im 19. Jahrhundert: Erstens sehnten sich die Menschen nach einer gemeinsamen Kultur und Geschichte der deutschsprachigen Gebiete, mit Blick auf eine gemeinsame politische Einheit und zweitens nach Transzendenz, das heißt nach etwas, das jenseits ihrer Erfahrung liegt. Die politische Situation im 19. Jahrhundert war schwierig; im Zuge der Befreiungskriege kam in Deutschland immer mehr das Verlangen nach einer einheitlichen Nation auf. Zudem kann das Märchen, da es sowohl reale als auch irreale Bestandteile enthält, vielfältige menschliche Bedürfnissen befriedigen wie Trost oder Hoffnung.[8] Das Interesse an ihnen entspringt folglich einem doppelten Bedürfnis.

In Bezug auf die Forschungslage kann man ohne Zweifel erkennen, dass Märchen ein stark kontroverses Thema darstellen, vor allem was die didaktische Position betrifft.[9] Es findet sich vor allem die literaturwissenschaftliche Märchenforschung mit dem Schwerpunkt, die Strukturen der Gattung zu definieren und weniger nach deren Funktionen zu fragen, was oft kritisiert wird, sowie die psychologische, aber auch die völkerkundliche und neuerdings soziologische Märchenforschung, auf die hier nicht weiter eingegangen werden sollen.[10]

Die wohl bekanntesten Herausgeber von Märchen, Jacob und Wilhelm Grimm, kamen durch Clemens Brentano zu dem Entschluss, alte Geschichten, die sie aus dem Volksmund kannten, zu sammeln und zu publizieren.[11] Und so begann die Arbeit für ihr bis heute weit verbreitetes Werk: die Kinder- und Hausmärchen. Um dieses Ziel verfolgen zu können, waren die beiden Brüder auf die Hilfe von Gewährsleuten angewiesen, welche ihnen dabei halfen, die unterschiedlichsten Geschichten, die vorher nur mündlich erzählt wurden, zu sammeln. Einige der bekanntesten Gewährsleute waren unter anderem Dorothea Wild, die Schwestern Hassenpflug und Friederike Mannel. Sie alle sandten den Brüder Erzählungen, welche sie in ihrer Umgebung gehört hatten, zu den Brüdern. Auffällig hierbei ist, dass es sich dabei ausschließlich um weibliche, gut gebildete Gewährsleute handelte. Dies deutet auch schon auf eine Tendenz hin, dass das Vorlesen von Märchen im 19. Jahrhundert zum Domäne der Frauen geworden war. Die Brüder Grimm sind also nicht, wie oft behauptet, durch Deutschland gezogen und haben Märchen gesammelt, sie haben diese „nur“ zusammengeführt und weitgehend wortgetreu abgeschrieben; ihre Gewährsleute haben das Sammeln für sie übernommen. Dabei war es Jacob Grimm, der eine wissenschaftliche Herangehensweise zeigte, da er die Texte erhalten wollte, während Wilhelm Wundersames an den Stellen hinzufügte, die ihm etwas leblos erschienen, der den Text weiter ausschmückte und ergänzte.[12]

Schon im Jahre 1811 vertrat der jüngere der beiden Brüder Grimm die Meinung, dass Märchen jedem, der sie in der Kindheit gehört habe, eine goldene Lehre [...] durchs ganze Leben mit auf den Weg gebe.[13] Diese Äußerung machte er, noch bevor die Kinder- und Hausmärchen veröffentlicht wurden; Wilhelm Grimm war also der Auffassung, dass Märchen das Potenzial besäßen zu belehren. Was das Märchen so besonders macht, ist, dass das klassische Märchen den Eindruck erweckt, der Leser sei Teil einer universalen Gemeinschaft mit allgemeingültigen Werten und Normen.[14] Und genau um diese Werte in den Märchen soll es nun gehen. Ziel dieser Arbeit ist zu untersuchen, ob Märchen wirklich als „Erziehungsbuch“ gemäß den bürgerlichen Werten des 19. Jahrhunderts angesehen werden können und ob sie das Potenzial besitzen, Moral, Ethik und Tugend zu vermitteln.[15]

Zu Beginn der vorliegenden Arbeit steht zunächst der Versuch einer Definition der Gattung Märchen, auf die eine Untersuchung einzelner Werte aus dem 19. Jahrhundert folgt. Auf diese Weise soll die theoretische Grundlage geschaffen werden, die für die spätere exemplarische Analyse einiger Märchen der Brüder Grimm im Hinblick auf die in ihnen enthaltenden Wertvorstellungen notwendig erscheint. Es gilt zudem herauszufinden, ob die Kinder- und Hausmärchen auch wirklich dazu beitragen können zu belehren und zu erziehen. In diesem Zusammenhang soll in einem kleinen Exkurs die Bedeutung von Märchen für Kinder und ihr Einsatz im Unterricht geprüft werden. Da sich Märchen auch heute noch großer Bekanntheit erfreuen, scheinen sie sich für den Unterricht in der Unterstufe geradezu anzubieten.

2. Märchen

Die hier getroffene Definition stellt nur einen Versuch dar, die Hauptmerkmale, Motive und Inhalte von Märchen zu erfassen, da eine allgemeingültige Begriffsbestimmung nicht vorzuliegen scheint.

2.1. Definition

Schon die Brüder Grimm hatten Schwierigkeiten den Begriff ‚Märchen’ in ihrem Wörterbuch zu definieren. Insgesamt sieben einzelne Einträge gibt es zu ihrer Erklärung, wobei die ersten auf dem Ursprung des Begriffs basieren, der bereits in der Einleitung erwähnt wurde. Sie beschreiben das Märchen als Synonym für eine Botschaft oder Kunde, die als Gerücht weitergetragen wird und gehen soweit zu sagen, dass ein Märchen auch etwas bewusst Gelogenes oder Erfundenes enthalten könne. Erst in ihrem vorletzten Punkt schreiben sie von einer, mit dichterischer Phantasie entworfenen Erzählung, besonders aus der Zauberwelt.[16] Und auch noch heutzutage ist diese Begriffsdefinition gängig. Sogar der Duden beschreibt Märchen als eine

„im Volk überlieferte Erzählung, in der übernatürliche Kräfte und Gestalten in das Leben der Menschen eingreifen und meist am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden“ oder als „umgangssprachlich, unglaubwürdige erfundene Geschichte“.[17]

Es ist also zu erkennen, dass sich die Bestimmung von Märchen nicht verändert hat, sondern nur verfeinert und detaillierter geworden ist. Was heute im Allgemeinen unter Märchen verstanden wird, firmiert gemeinhin unter dem Begriff des Volksmärchens. Max Lüthi hat als wesentliches Merkmal die mündliche Tradierung für das Volksmärchen genannt, was sich mit dem Bild der am Kamin sitzenden Großmutter deckt, die ihren Enkeln Märchen erzählt. Am Beispiel der Brüder Grimm, wie in der Einleitung schon beschrieben wurde, kann man jedoch sicher sein, dass es sich bei dieser Vorstellung nur um einen Mythos aus dem Volksmund handelt. Alle Märchen haben einen ursprünglichen Autor, auch wenn sich dieser vielleicht heute nicht mehr zurückverfolgen lässt.[18] Die Gewährsleute der Brüder Grimm haben ihre jeweiligen Märchen auch immer von einer bestimmten Quelle.[19] Auch weitere Märchenforscher wie zum Beispiel Hans-Jörg Uther oder Heinz Rölleke unterstützen diese Meinung.[20] Hierbei soll es sich um eine Konstruktion des 19. Jahrhunderts handeln, die „dazu dienen sollte, eine nationale Einigung der deutschsprachigen Länder durch die ‚Entdeckung’ gemeinsamer kultureller Wurzeln vorzubereiten.“[21] Dies bedeutet aber nicht, dass das Merkmal der mündlichen Tradierung geleugnet werden soll, ganz im Gegenteil, schließlich fehlen bis ins 18. Jahrhundert schriftliche Zeugnisse, oder sie waren nur sehr schwer zugänglich. Durch die mündliche Weitergabe wurden auch Veränderungen hinzugefügt, die vielleicht heute Grundlage für die uns bekannten Erzählungen sind.[22]

Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm stehen inhaltlich prototypisch für die Volksmärchen. Diese lassen sich am einfachsten über textinterne Merkmale definieren. Es gibt, idealtypisch gesehen, keine Nebenhandlung in den Märchen, sondern immer nur eine einsträngige Handlung und zudem sind sie ort- und zeitlos.[23] Dies unterstützt, zusammen mit den Einleitungs- und Schlussformeln, die gewollte Fiktionalität des Märchengeschehens.[24] Zusätzlich sind die Figuren eindimensional, sie sind also entweder gut oder böse, nicht beides. Außerdem kehren die Handlungen und Schauplätze immer wieder, genau so wie manche Figuren, zum Beispiel Prinzessinnen oder Könige, aber auch Geschwisterpaare und Stiefmütter. Sie sind meistens auch nicht namentlich bekannt, sondern eher durch Attribute charakterisiert, wie zum Beispiel im Titel von Das tapfere Schneiderlein. Handlungstechnisch gesehen befinden sich die Helden der Erzählungen gleich zu Beginn in einer Mangel- oder Notsituation und werden mit einem Problem konfrontiert, das es dann zu lösen gilt. Diese auffällige Struktur ist typisch für das Volksmärchen. Ein weiteres Merkmal der Märchen liegt in der Art der Konfliktüberwindung, bei der die Helden, auf ihrem Weg zur Lösung unerwartete Hilfe durch (übernatürliche)Wesen oder Tiere bekommen, die sich problemlos mit den Menschen unterhalten können und die auch wie selbstverständlich auftreten, das heißt, dass die Helden sich nicht über diese Kreaturen wundern, sondern diese als normal ansehen.[25] Überdies enthalten die Märchen immer etwas Wunderbares oder Numinoses, das sich auch als etwas Selbstverständliches durch die Handlung zieht.[26] Des Weiteren sind sie sprachlich einfach gehalten, ohne Nebensätze und schwierigem Vokabular und beinhalten auch immer wiederkehrende Formeln, wie zum Beispiel die typischen Eingangs- und Schlusssätze, sowie das Happy End.[27] Was die Funktionen des Märchens betrifft so beschreibt Lutz Röhrich meiner Meinung nach treffend, dass „das Märchen [...] sich nicht erst in der technisierten Welt der Gegenwart verwandelt [hat], sondern immer und zu allen Zeiten [...] sich dem jeweiligen Wirklichkeitsbild angepasst [hat].“[28]

Otto Gmelin jedoch findet klare Gegenworte für diese Auffassung und sieht in den Märchen nur Ausdruck einer bestimmten Zeit/Epoche, sodass nichts Ewiges in ihnen zu finden sei. Er ist der Meinung, dass diese Teile aus heutiger Sicht falsch und ideologisch seien.[29] Eine weitere Funktion des Märchens ist laut Rudolf Schenda die Flucht aus der Gegenwart in die idealisierte Darstellung des Vergangenen, doch dies kann auch auf andere Gattungen bezogen werden.[30] Andere Forscher, wie zum Beispiel Jack Zipes, sind jedoch der Meinung, dass die im Märchen beschriebenen Handlungen nicht mehr der Gegenwart entsprechen, sondern, im Gegensatz zur Gegenwart, veraltet sind.[31] Er bezieht diese Aussage auf die traditionellen Volksmärchen, die Kinder- und Hausmärchen miteinbezogen und stellt sie neueren Märchen, wie beispielsweise die von Charles Dickens oder Oscar Wilde, gegenüber.[32] Er teilt aber mit Röhrich die Einschätzung, dass Märchen als allererstes eine mimetische Funktion besitzen und die zeitgenössische, vielleicht auch kritisch dargestellte, Realität widerspiegeln, in der sie entstanden sind.[33]

Die Motive des Märchens projizieren nach Ansicht von Werner Ziesenis die ganze Fülle zwischenmenschlicher Beziehungen und menschlicher Möglichkeiten. Sie berichten von Armut, Lohn und Strafen, Glück und Unglück. Das Zentrale Märchenthema bleibt aber eher die Überwindung der anfänglichen Notsituation, sowie die Lösung der Probleme, die dem Held auf seinem Weg begegnen. Es gibt also eine große Ähnlichkeit mit dem Wandermotiv, bei dem der Held auf der Suche nach sich selbst ist. Oftmals wird im Zusammenhang mit Märchen aber auch auf den sozialen Aspekt verwiesen, da sich arm und reich, oben und unten gegenüberstehen und das Ende immer mit dem sozialen Aufstieg endet.[34] Eine meiner Ansicht nach ziemlich umfassende Definition gibt Pierers Konversationslexikon von 1891: Märchen gehören zur

„Dichtung der epischen Gattung, deren Entwicklung unter dem Einfluss wunderbarer Mittel und übernatürlicher Wesen erfolgt, sodass das übernatürliche natürlich, die phantastische Welt als die wirkliche erscheint, [und] daher Lieblingsdichtung der Kinder und kindlich phantasievoller Erwachsener [ist].“[35]

Abschließen sollte noch erwähnt werden, dass die Kinder- und Hausmärchen eigentlich nicht den Volksmärchen zugerechnet werden können, wurden sie doch vor allem von Wilhelm Grimm bis zur Ausgabe letzter Hand immer wieder bearbeitet, also modifiziert. Dies entspricht nicht der Definition des Volksmärchens. Deshalb wurde für sie der passendere Begriff ‚Buchmärchen’ eingeführt.[36]

2.2. Abgrenzung des Märchenbegriffs

Das Volksmärchen, von dem der moderne Begriff des Märchens abgeleitet wurde, hat mit den hier angeführten Erzählgattungen gemeinsam, dass sie alle eine Neigung zum Übernatürlichen und Wunderhaften besitzen. Nichtsdestotrotz muss es von Schwank, Mythos, Sage, Legende und Fabel abgegrenzt werden.[37] Diese Unterschiede sollen im Folgenden herausgearbeitet werden, mit Schwerpunkt auf die Hauptmerkmale der jeweiligen Kontrastgattung.

Der Ursprung der Sage liegt im Bedürfnis der Menschen nach Erklärungen für bestimmte, auffallende reale Gegebenheiten seiner Umwelt, zum Beispiel für die Form eines Berges oder ungewöhnliche Orts- und Familiennamen. Andere basieren auf authentischen Erlebnissen.[38] Die Sagen leben also mit dem Anspruch, reale Vorgänge zu berichten, die sich aber schon wieder von der Wirklichkeit entfernt haben, sei es durch die mündliche Tradierung, in deren Verlauf immer wieder kleine Änderungen vorgenommen wurden, sei es aus bewusster dichterischer Gestaltung, wie zum Beispiel bei der Heldensage. Mit dem Begriff der Sage ist aber auch in einem engeren Sinn die Vorstellung des Außergewöhnlichen verbunden, was der Name ‚Heldensage’ schon verspricht.[39] Im Unterschied zu Märchen sind Sagen ortsgebunden und enthalten angeblich einen wahren Kern.[40] Max Lüthi beschreibt Sagen als geheimnisvoll-numinos und die Wesen aus dem Jenseits als Hauptinteresse der Sagen, man denke an Riesen, Wald- oder Wasserwesen oder Wüstendämonen, während das Märchen seinen Blickpunkt mehr auf die eigentliche Handlung richtet.[41] Andere beschreiben sie als historischer im Vergleich zu den poetischen Märchen.[42] So wird die Sage als insgesamt einfacher und realistischer beschrieben, sogar als Erlebnisbericht, im Gegensatz zu den kunstvollen und optimistischen Volksmärchen.[43] Dies wird vor allem in der Art und Weise deutlich, wie beide Gattungen mit dem Wundervollen und Numinosen umgehen. Im Märchen treten die jenseitigen Wesen ganz selbstverständlich auf und die Figuren wundern sich nicht darüber. Anders in der Sage, in der die Figuren dem Numinosen mit einer gewissen Distanz begegnen. Die Sage ist also weitaus emotionaler als das Märchen, da hier die Figuren eine innere Gedankenwelt mit Gefühlen zugeschrieben wird, im Gegensatz zu den Märchen.[44]

Die Legende ist der Sage sehr ähnlich und teilt sogar ihren Namen im Französischen, wo nur durch die Begriffe ‚légende populaire’ und ‚légende religieuse’ zwischen beiden Gattungen unterschieden wird.[45] Die Legende beruht aber im Gegensatz zum übernatürlichen Geschehen der Sage auf „einem festen religiösen System“.[46] Es wird in der modernen Legendenforschung zwischen der eigentlichen Legende, die vom irdischen Leben heiliger Personen berichtet, und der Mirakelerzählung unterschieden, „die von Wundern als Offenbarungen Gottes oder als Hinweis auf ihn berichtet.“[47] Im Vergleich zum überirdischen Wunder des Märchens wird das Wunder folglich irdischer charakterisiert; die Legende steht aber im Großen und Ganzen der Sage näher als dem Märchen.[48]

Der Begriff des Mythos ist noch umstrittener und unklarer als der des Märchens. Im Vergleich zum Märchen und auch zu den anderen bisher beschriebenen Gattungen ist die Handlung im Mythos nicht auf Menschen bezogen, sondern auf Götter. In ihm wird von der Gliederung der natürlichen und menschlichen Welt erzählt, im Gegensatz zum Märchen, in dem vom Blick des Irdischen auf das Jenseitige gesprochen wird. Im Mythos wird das Geschehen stärker aus dem Irdischen und der Zeitlichkeit herausgehoben.[49] Mythen finden sich jedoch in vielen Texten wieder, unabhängig von ihrer jeweiligen Gattungszugehörigkeit und sind deshalb nicht als Gattungsbegriff tauglich.[50]

Gemeinsam mit dem Märchen hat die Fabel, dass sie inhaltlich auch über das Irdische hinaus erzählt und sprechende Tiere als selbstverständlich auftreten.[51] Des Weiteren enthält die Fabel bekanntermaßen Gleichnisse aus der Tierwelt in Vers und Prosa und verfolgt in erster Linie pädagogische Zwecke.[52] Hier ist dann auch ein großer Unterschied zum Märchen festzustellen. Die Fabel wird mit einem konkreteren Ziel, der Vermittlung einer Lehre, geschrieben. Indem die Figuren menschliche Züge erhalten und dementsprechend bildlich handeln, wird zum Schluss eine Moral transportiert. Fabeln sind demnach von Anfang an vom Verfasser auf Belehrung angelegt, was ursprünglich nicht der Fall war.[53] Insofern kann es bei den hier untersuchten Märchen nur mittelbar, also indirekt, um die Vermittlung von Werten und Tugenden gehen. Die Lehre steht bei der Gattung der Märchen nicht im Vordergrund.

Abschließend sollen noch Unterschiede zwischen dem Schwank und dem Märchen aufgeführt werden: Was dem Schwank eine Ähnlichkeit zum Märchen verleiht, ist die Tatsache, dass er im Gegensatz zu realistischen Erzählungen oftmals Unmögliches thematisiert, was durch seinen Hang zur Satire und Parodie hervorgehoben wird. Der Schwank will jedoch, im Gegenteil zum Märchen, den Leser zum Lachen bringen.[54] Er gehört als Unterkategorie zur Komödie und soll Unmögliches enthalten. Dennoch enthalten Märchen auch bisweilen schwankhafte Züge, wie zum Beispiel das Märchen Hans im Glück zeigen wird.[55] Der Schwank ist aber nicht nur in Märchen enthalten, sondern kann auch zu anderen Gattungen gehören, indem er sich zum Beispiel im Legendenschwank über die heiligen Personen lustig macht und diese in ein komisches Licht setzt.[56] Insofern kann der Schwank auch als ‚Schwundstufe’ verschiedener Gattungen angesehen werden.[57]

Das Nebeneinanderleben derart ähnlicher Erzählgattungen „hat André Jolles dazu bewogen, von ‚einfachen Formen’ zu sprechen, ein Begriff, der in der wissenschaftlichen Diskussion eine starke Resonanz gefunden hat.“[58]

2.3. Volksmärchen – Kunstmärchen

Wie in der Einleitung schon erwähnt, wird im Allgemeinen zwischen dem Volks- und dem Kunstmärchen unterschieden. Da es trotz einer Vielzahl an Kunstmärchenstudien keine zufriedenstellende Definition der Kunstmärchen gibt, sollen an dieser Stelle die unterschiedlichen Merkmale von Kunst- und Volksmärchen herausgearbeitet werden.[59]

Max Lüthi differenziert diese beiden Formen wie folgt:

„Zum Begriff des Volksmärchens gehört, dass es längere Zeit in mündlicher Tradition gelebt hat und durch sie mitgeformt worden ist, während man das Kunstmärchen zur Individualliteratur rechnet, geschaffen von einzelnen Dichtern und genau fixiert, heute meist schriftlich, in früheren Kulturen durch Auswendiglernen überliefert.“[60]

Im Unterschied zum Volksmärchen ist das Kunstmärchen das Werk eines einzelnen Autors. Zudem ist die Handlung nicht linear, es gibt also auch zeitliche Rückblenden und es existieren Nebenhandlungen, was im Volksmärchen nicht der Fall ist. Außerdem kommt noch ein komplizierter Satzbau und ein reicherer Wortschatz hinzu. Im Gegensatz zum Volksmärchen befinden sich im Kunstmärchen genaue Zeit- und Ortsangaben und die Figuren sind nicht eindimensional. Sie werden psychologisiert, sind also nicht nur gut oder böse, sondern können auch beide Wesenszüge besitzen und machen oftmals eine Entwicklung durch. Des Weiteren haben Kunstmärchen oft ein unglückliches Ende mit meist offenem Schluss, im Gegensatz zum Happy End im Volksmärchen. Die bekannten Eingangs- und Schlussformeln, wie sie im Volksmärchen auftreten, fehlen im Kunstmärchen. Des Weiteren kann im Kunstmärchen der Autor eigene Reflexionen und Kommentare frei einfügen, was im Volksmärchen nur durch den Erzähler selbst vorkommen kann, nicht aber im Sinne des Urhebers, wie im Kunstmärchen.[61]

Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Märchensorten. In beiden befindet sich die Hauptperson am Anfang der Erzählung in einer Not-oder Mangelsituation und auf der Suche nach der Lösung begegnen ihr wunderbare Wesen oder Gegenstände, um Hilfe zu leisten. Auch müssen die Helden im Kunstmärchen ebenso wie im Volksmärchen scheinbar alltägliche Probleme, wie zum Beispiel Generationskonflikte, bewältigen, sodass sie mit ihrem Verhalten symbolisch zur heutigen Zeit stehen.[62] Nach neuerer Auffassung wird die Unterscheidung in Volks- und Kunstmärchen jedoch immer öfters als Hindernis für eine adäquate Definition der Märchengattung angesehen.[63]

Was die Märchen so attraktiv macht, ist zweifelsohne die Tatsache, dass Märchen allgemeine menschliche Probleme wie Reife, Rollenverhalten und Hoffnung „thematisieren und durch ihre einfache Struktur ein breites Publikum ansprechen.“[64] Außerdem ist ihre Wirkung deshalb gesichert, da Märchen das Unbewusste und Bewusste, den Intellekt und die Phantasie ansprechen und somit sowohl unterhalten als auch belehren. Sie vermitteln Hoffnung und Optimismus, spenden jedoch auch Trost.[65] Vermutlich können sich Kinder besser mit den sozialen und menschlichen Problemen der Volksmärchen identifizieren, als mit den Märchen der Erwachsenen, denn Kunstmärchen erscheinen den Kindern zu lang und zu ernst und dessen Vortragsweise ist ihnen fremd.[66]

3. Werte

Im folgenden Punkt wird versucht, einen Abriss der bürgerlichen Werte des 19. Jahrhunderts zu geben, da im späteren Verlauf der vorliegenden Arbeit fünf Märchen auf diesen Aspekt hin analysiert werden. Dazu werden nun anfangs einige Begriffe kurz definiert und später wird untersucht, wie sich die Werte in den Texten des 19. Jahrhunderts niederschlagen.

3.1. Bestimmung und Abgrenzung von Ethos, Moral, Werten, und Normen

Zunächst geht es darum, die Begriffe Ethik, Moral, Werte und Normen zu definieren. Da dies nur als eine Einführung in das Hauptthema dient, wird die Bestimmung dieser Begriffe recht kurz ausfallen.

Angefangen wird mit der allgemeinen Ethik, da sie die Grundlage für alle weiteren Begriffserklärungen bildet. Hier sind vor allem die Arbeiten von Platon oder Hegel zu nennen, die die Begriffsgeschichte prägten, es gibt aber auch noch diejenigen, die alles Vorherige in Frage stellen und relativieren, wie Marx, Nietzsche oder Freud.[67] Etymologisch gesehen stammt der Begriff der Ethik aus dem griechischen êthos und bedeutete, zu Beginn noch auf Tiere bezogen, deren Lebens- und Verhaltensweise.[68] Auf den Menschen bezogen stand êthos für die Wohnsituation und somit auch für alles, was im Rahmen des gemeinsamen Wohnens Sitte und Brauch war.[69]

„Von hier aus gewinnt das Wort die Bedeutung des auf die gemeinsame Sitte bezogenen Charakters des einzelnen und meint schließlich überhaupt die Handlungsweise, die Einstellung und die Gesinnung von Personen.“[70]

[...]


[1] Bluhm, Lothar : Es war zugleich Absicht […]. Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm im Wandel der Bildungsdiskurse. In : Dawidowski, Christian (2013) : Bildung durch Dichtung, S. 179.

[2] Rölleke, Heinz (2004) : Die Märchen der Brüder Grimm, S. 103.

[3] Vgl. Ziesenis, Werner: Epische Kurzformen. In : Lange, Günter (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, S. 523.

[4] Ziesenis, Werner: Epische Kurzformen. In : Lange, Günter (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, S. 523.

[5] Vgl. Solms, Wilhelm (2012) : Die Wahrheit der Märchen und die moralische Urteile des « Erzählers » Wilhelm Grimm, http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=17414.

[6] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 1.

[7] Vgl. Ziesenis, Werner: Epische Kurzformen. In : Lange, Günter (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, S. 523.

[8] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 5ff.

[9] Vgl. Ziesenis, Werner: Epische Kurzformen. In : Lange, Günter (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, S. 530.

[10] Vgl. Ziesenis, Werner: Epische Kurzformen. In : Lange, Günter (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, S. 530.

[11] Vgl. Messner, Rudolf : Kinder und Märchen. Was sie verbindet und was sie trennt. In : Garlichs, Ariane (1988) : Kinder leben mit Märchen, S. 7.

[12] Vgl. Rölleke, Heinz (2004) : Die Märchen der Brüder Grimm, S. 76-93.

[13] Vgl. Grimm, Wilhelm (1811) : Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen, S. 26.

[14] Vgl. Zipes, Jack (1988) : The Brother Grimm : From enchanted forests to the modern world, S. 148.

[15] Brüder Grimm (1843): Kinder-und Hausmärchen. Band 1. Vorrede zur Ausgabe letzter Hand, S.16.

[16] Vgl. http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GM01300 (Stand 06.05.17, 18 :26).

[17] http://www.duden.de/rechtschreibung/Maerchen (Stand 06.05.17, 18:31).

[18] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 3.

[19] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 134.

[20] Vgl. Uther, Hans-Jörg (2008) Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm oder Rölleke, heinz (2004) : Die Märchen der Brüder Grimm.

[21] Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 19.

[22] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 3.

[23] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 5.

[24] Vgl. Pöge-Alder, Kathrin (2011) : Märchenforschung, S. 29.

[25] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 5.

[26] Vgl. Pöge-Alder, Kathrin (2011) : Märchenforschung, S. 29.

[27] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 5.

[28] Röhrich, Lutz (2001) : Märchen und Wirklichkeit, S. 54.

[29] Vgl. Gmelin, Otto (1977) : Böses aus Kinderbüchern und ein roter Elefant, S. 25.

[30] Vgl. Schenda, Rudolf (1988) : Volk ohne Buch, S. 479.

[31] Vgl. Zipes, Jack (1983) : Fairy-tales and the art of subversion, S. 170.

[32] Vgl. Zipes, Jack (1983) : Fairy-tales and the art of subversion, S. 171.

[33] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 24.

[34] Vgl. Ziesenis,Werner : Epische Kurzformen. In : Lange, Günther et al. (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, Band 2, S. 527.

[35] Bastian, Ulrike (1981) : Die Kinder- und Haumärchen der Brüder Grimm in der literatur-pädagogischen Diskussion des 19. und 20. Jahrhundert, S. 5.

[36] Vgl. Mayer&Tismar (1997) : Kunstmärchen, S. 85.

[37] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 6.

[38] Vgl. Ziesenis,Werner : Epische Kurzformen. In : Lange, Günther et al. (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, Band 2, S. 527.

[39] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 6.

[40] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 4.

[41] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 7.

[42] Vgl. Ziesenis,Werner : Epische Kurzformen. In : Lange, Günther et al. (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, Band 2, S. 525.

[43] Vgl. Ziesenis,Werner : Epische Kurzformen. In : Lange, Günther et al. (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, Band 2, S. 526.

[44] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 7ff.

[45] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 9.

[46] Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 10.

[47] Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 10.

[48] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 10.

[49] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 11.

[50] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 4.

[51] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 13.

[52] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 4.

[53] Vgl. Lüthi, Max (1979): Märchen, S. 13.

[54] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 13.

[55] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 13.

[56] Vgl. Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 13.

[57] Vgl. Ranke, Kurt : Schwank und Witz als Schwundstufe. In : Festschrift für Will-Erich Peuckert (1955), S. 41ff.

[58] Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 14.

[59] Vgl. Mayer&Tismar (1997) : Kunstmärchen, S. 4.

[60] Lüthi, Max (1979) : Märchen, S. 5.

[61] Vgl. Pöge-Alder, Kathrin (2011) : Märchenforschung, S. 30.

[62] Vgl. Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 8.

[63] Vgl. Mayer&Tismar (1997) : Kunstmärchen, S. 2.

[64] Neuhaus, Stefan (2005) : Märchen, S. 7.

[65] Vgl. Ziesenis,Werner : Epische Kurzformen. In : Lange, Günther et al. (1986) : Taschenbuch des Deutschunterrichts, Band 2, S. 532.

[66] Vgl. Bastian, Ulrike (1981) : Die Kinder- und Haumärchen der Brüder Grimm in der literatur-pädagogischen Diskussion des 19. und 20. Jahrhundert, S. 23.

[67] Vgl. Anzenbacher, Arno (2012) : Einführung in die Ethik, S. 5.

[68] Vgl. Anzenbacher, Arno (2012) : Einführung in die Ethik, S. 5.

[69] Vgl. Anzenbacher, Arno (2012) : Einführung in die Ethik, S. 15.

[70] Anzenbacher, Arno (2012) : Einführung in die Ethik, S. 15.

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Details

Titel
Die Märchensammlung als "Erziehungsbuch"?
Untertitel
Zum ethischen und didaktischen Gehalt der "Kinder- und Hausmärchen" (1812/15) der Brüder Grimm
Hochschule
Universität Trier
Note
3,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
50
Katalognummer
V378282
ISBN (eBook)
9783668557963
ISBN (Buch)
9783668557970
Dateigröße
642 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
märchensammlung, erziehungsbuch, gehalt, kinder-, hausmärchen, brüder, grimm
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Jil Hoeser (Autor), 2017, Die Märchensammlung als "Erziehungsbuch"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378282

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