Schreibblockaden im Studium. Ursachen und Gegenmaßnahmen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Definition der Schreibblockade
2.2 Wie entstehen Schreibprobleme?
2.2.1 Eine Auflistung nach Otto Kruse
2.3 Schreibblockade als Gehirnzustand
2.4 Schreibmotivation
2.4.1 Übungen für kreatives Schreiben
2.5 Sofortmaßnahmen bei Hemmungen
2.6 Man sollte sich immer bewusst machen

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Du weißt nicht, wie es ist, den ganzen Tag mit dem Kopf in den Händen zu verharren und zu versuchen, dein unglückliches Gehirn auszuquetschen, um ein Wort zu finden“ - Gustave Flaubert (1866) (Flaherty, 2004, p. 145)

In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Problem der Schreibblockade im Studium. Ich werde versuchen herauszufinden, wie sie entstehen kann und was man als Student am besten dagegen tut. Auch für mich persönlich finde ich es interessant, so viel wie möglich über dieses Thema zu erfahren, da ich hoffe somit Schreibblockaden im weiteren Studienverlauf entgehen zu wirken oder schnell überwinden zu können.

2. Hauptteil

2.1 Definition der Schreibblockade

Jeder Mensch hat sicher schon mal eine Schreibblockade erlebt. Das häufigste Beispiel in meinem Bekanntenkreis war dabei die Facharbeit in der Schule. Man sitzt vor dem Computer und weiß einfach nicht, womit man anfangen soll, wie man das Thema interessant wiedergibt oder man muss sich zum schreiben zwingen, weil es keinen Spaß macht. Schreibhemmungen tauchen nicht nur in der Schule auf, sie sind besonders an Universitäten verbreitet. „Zehn Prozent der Studenten haben deutliche Anzeichen von Schreibblockade, und die Hälfte der graduierten Studenten macht schließlich alles andere, als Dissertationen zu schreiben“ (Flaherty, 2004, p. 107). Dabei ist es egal, in welcher Schreib- Entwicklungsphase man sich befindet, also ob zu Beginn des Studiums, in Hausarbeiten, der Bachelor- oder Masterarbeit - die eigenen Gedanken wollen sich nicht in Worte fassen lassen. Aber auch im Berufsleben können die Schreibblockaden auftreten (vgl. Kruse, 2007).

2.2 Wie entstehen Schreibprobleme?

Doch was sind die Ursachen für solche Blockaden? (mit besonderen Blick auf Studenten) An der Universität müssen sich alle Abiturienten erstmals mit der neuen Art des Lernens auseinander setzen. In der Schule sollte man seine Texte immer an einem Stück verfassen. Diese Aufsatzdidaktik muss nun abgelegt werden. Als Student hat man sehr viel mehr Zeit, sich Gedanken zu machen, Inhalte nochmals zu überarbeiten und somit komplexere Hausarbeiten abgeben zu können, als es zu Schulzeiten nötig / möglich war. Diese neue Methode, das Schreiben zu entzerren, ist für viele Studenten anfangs nicht ganz einfach, wodurch sie ins „Schleudern“ geraten.

Des Weiteren stellen sich die meisten Studenten selbst viel zu hohe Anforderungen. Sie wollen dem Niveau der Hochschule von Anfang an gerecht werden und setzen sich die wissenschaftlichen Texte, welche sie in den Seminaren bekommen, zum Standard. So kann es vorkommen, dass sie sich an falschen Vorbildern orientieren, da von manchen Wissenschaftlern Sprachnebel, also ungenaues und zu wissenschaftliches ausdrücken, verwendet wird, um unschlüssige Argumentationen zu verbergen (vgl. Becker and Herkommer, 1994, pp. 24 f.). Dadurch verstehen die Studenten die Texte oft nicht richtig und wollen trotzdem in ihren Arbeiten genau so wissenschaftlich klingen.

Noch eine Ursache für die Schreibblockaden können die Lehrenden darstellen. Häufig „setzen sie Fähigkeiten voraus, die sie erst vermitteln müssten.“ (Pyerin, 2007, p. 37), wie beispielsweise die richtige Zitierweise oder worauf es bei der Themenwahl ankommt.

2.2.1 Eine Auflistung nach Otto Kruse

Otto Kruse stellt in seinem Buch „Keine Angst vor dem leeren Blatt“ eine Liste der Anforderungen auf, welche die Studenten, neben den neuen Scheibmethoden, zu Beginn des Studiums erwarten. Normalerweise bleiben diese Anforderungen unausgesprochen, doch sie können zu starken Schreibhemmungen führen, weshalb Kruse zu jedem Punkt Tipps für eine mögliche Lösung gibt:

- Die Selbstkritik ist nicht nur bei Studenten verbreitet - sondern auch Buch- Autoren kennen dieses Problem. Dank des inneren Zweiflers ist kein Satz gut genug, um ihn eingetippt zu lassen. Dadurch kommt der Schreiber nicht von der Stelle und die Schreibhemmung tritt auf. Sein Tipp: den Kritiker so lange zum schweigen zu bringen, bis der Text fertig ist, um ihn dann nochmals ordentlich zu überarbeiten.
- Es ist schwierig einen Anfang zu finden. Die ganzen Gedanken, die einem im Kopf rumschwirren, werden zu einem Gedankenstrudel, wodurch man keine konkrete Kontur zu fassen bekommt. Es kann daran liegen, dass man zu viel auf einmal sagen möchte oder daran, dass man nicht weiß, was der nächste, in der Reihenfolge der Arbeit, richtige Schritt wäre. "Das Schreiben durch mehrere Schritte vorbereiten und die Gedanken erst strukturieren, bevor man sie dann in kleinen Portionen zu Papier bringt." (Kruse, 2007, p. 28) würde laut Kruse helfen.
- Viele Studenten aus den Schreibkursen haben ihre schriftliche Arbeit immer weiter aufgeschoben und, statt zu schreiben, alles andere gemacht. Kruse ist der Überzeugung, dass es leichter wird zu schreiben, sobald man weiß worauf es bei einer wissenschaftlichen Arbeit ankommt.
- Ein weiteres Problem ist der Schreibschmerz welcher empfunden wird, sobald man an die Hausarbeit denkt oder den Schreibtisch sieht. Ich persönlich kann mir darunter nichts vorstellen: ist dieser Schmerz wie Kopfschmerzen? Da davon aber nicht nur in dem Buch „Keine Angst vor dem leeren Blatt“ die Rede ist, sondern auch die Neurologin Alice W. Flaherty darüber schreibt, muss es wohl ein nicht ganz so seltenes Symptom der Schreibblockade sein. Kruse sagt „typisch für die Situation, in der der Schmerz auftritt, ist die Hilflosigkeit gegenüber der Aufgabe. Solange man eine Lösungsidee hat, hat der Schreibschmerz keine Chance.“ (Kruse, 2007, p. 243).
- Häufig sorgt auch Angst, dem Niveau der Universität nicht gerecht zu werden, für Schreibhemmungen. Man befürchtet etwas Falsches zu schreiben und sich bloß zu stellen. Kruse empfiehlt, die Schwächen nicht zu verbergen, sondern bei Dozenten nachzufragen und sich Hilfe zu holen. Des Weiteren sollte man herausfinden, was einem beim Schreiben einer Hausarbeit hilft. Bei mir sind das zum Beispiel eine gut sortierte Bibliothek und das Schreibprogramm Citavi.
- Schreibprobleme enden sehr häufig in Formulierungsproblemen. Andersherum kann auch das Fehlen der richtigen Worte zu einer Blockade führen. Oft drücken die Wörter nicht das aus, was man eigentlich sagen möchte. Laut Kruse ist Schreiben der Näherungsprozess an das, was man sagen will (vgl. Kruse, 2007, p. 29). Mut und Übung, sowie die Lektüre seines Buches sollen gegen diese Art der Blockade helfen.
- Wie bereits bei den Ursachen (2.2.) erwähnt, sind die ungenauen Angaben der Lehrenden auch ein weitverbreitetes Problem, welchem man jedoch gut entgegen wirken kann: Nachfragen ist das A und O!

2.3 Schreibblockade als Gehirnzustand

Wie kann man die Schreibblockade medizinisch betrachten? Ist sie eine Krankheit? Kann man Medikamente dagegen verschreiben? Mit diesen Fragen hat sich die Neurologin Alice W. Flaherty in ihrem Buch „Die Mitternachtskrankheit“ unter anderem beschäftigt und ich werde im Folgenden ihre Erkenntnisse zusammenfassen:

Da Schreibblockaden noch nicht so gut erforscht sind vergleicht sie die Autorin mit besser untersuchten Krankheiten, welche ähnliche Symptome aufweisen (beispielsweise den Schreibkrampf, Depressionen und die Angstzustände).

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Schreibblockaden im Studium. Ursachen und Gegenmaßnahmen
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
10
Katalognummer
V378367
ISBN (eBook)
9783668554955
ISBN (Buch)
9783668554962
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Studium, Schreibblockade, Studenten, Schreiben, Problem, Inspiration, Wissenschaftliches Arbeiten
Arbeit zitieren
Alina Röder (Autor), 2014, Schreibblockaden im Studium. Ursachen und Gegenmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378367

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