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Kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich

Diskursanalytische Auseinandersetzung auf der Grundlage von Paulo Freire

Title: Kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich

Master's Thesis , 2015 , 110 Pages , Grade: 1

Autor:in: Elisabeth Wieser (Author)

Pedagogy - Adult Education
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In der vorliegenden Arbeit geht die Autorin näher auf die aktuelle Erwachsenenbildungslage und deren wahrscheinliche Entwicklung in Österreich ein. Dabei ist es ihr ein Anliegen, die Sinnhaftigkeit einer emotionalen und philosophischen Bildung im Hinblick auf Autonomieentwicklung und geistige Gesundheit zu erklären. Das bringt sie exemplarisch mit dem Modus der Selbstkritik zur Geltung und macht eine kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung damit nachvollziehbar.

Für die praktische Umsetzung von Bildungsprojekten in diesem Sinne zieht sie Vergleiche zur brasilianischen Befreiungspädagogik der 1970er Jahre, die der Patron der brasilianischen Bildung, Paulo Freire, entwickelt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Forschungslogischer Ablauf

2. Zur Kritik

2.1. Kritische Bildung

2.1.1. Selbstkritische Untersuchung (der Verfasserin)

3. Emanzipatorische Erwachsenenbildung

3.1. Was bedeutet Emanzipation?

3.2. Information – Wissen – Bildung

3.3. Aktuelle Begriffsdefinition der Erwachsenenbildung

3.4. Lebenslanges Lernen/ Lebensbegleitende Bildung

3.5. THEORETISCHE GRUNDLAGE - Befreiungspädagogik: Paulo Freire (1970)/ Pädagogik der Unterdrückten

3.5.1. Einleitende Informationen

3.5.2. Exzerpt: Kapitel 1

3.5.3. Exzerpt: Kapitel 2

3.5.4. Exzerpt: Kapitel 3

3.5.5. Exzerpt: Kapitel 4

4. Zur Lage der Erwachsenenbildung in Österreich (EU-Richtlinien und deren Verwirklichung)

4.1. Lifelong Learning

4.1.1. Evidenzen

4.1.2. LLL in der Gesellschaft

4.2. EQR - NQR

4.3. Zwischenresümee

5. Diskursanalyse: Kritisch emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich

5.1. Grundzüge

5.2. Initiative Kritische Erwachsenenbildung

5.2.1. Kritik

5.2.2. Freiheit und Zwang

5.2.3. Widerstand

5.2.4. Emanzipation

5.2.5. Mündigkeit

5.2.6. Autonomie

6. Zusammenfassung, Fazit, Schluss

6.1. Persönliches Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich vor dem Hintergrund aktueller ökonomisierter Bildungsdiskurse. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie in Zeiten globaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse ein emanzipatorisches Bildungsverständnis aufrechterhalten werden kann, um Demokratie zu stützen und individuelles sowie kollektives Bewusstsein zu fördern.

  • Analyse aktueller gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen im österreichischen Bildungssektor.
  • Diskursanalytische Auseinandersetzung mit der "Initiative Kritische Erwachsenenbildung".
  • Theoretische Fundierung durch Paulo Freires "Pädagogik der Unterdrückten".
  • Kritische Reflexion der "Ökonomisierung" des lebenslangen Lernens (LLL).
  • Verbindung von wissenschaftlicher Analyse mit biographischer Selbstanalyse der Verfasserin.

Auszug aus dem Buch

1.1. Forschungslogischer Ablauf

Gegen Mitte meines Studiums der Erwachsenen- und Berufsbildung überkam mich eine Tendenz auszusteigen: ich hatte es satt, ständig mit Studienkolleginnen in Konkurrenzsituationen gewürfelt zu werden, die mit der Erforschung menschlicher Berufung und dem Anspruch an Bewusstseins-Bildung nichts mehr zu tun hatten. Wie ich dachte. (Nun, nach meiner kritischen Selbstanalyse im Zuge dieser Masterarbeit, weiß ich, dass es sehr wohl damit zu tun hatte, wie ich selbst mich auf dem Weg zur Erfüllung meiner Berufung in Konkurrenzsituationen verhalte und dass ich diese überhaupt erst als solche wahrnehme.) Es war mir zuwider, ständig mithalten zu müssen, wobei ich festhalten muss, dass mich ja niemand dazu gezwungen hat. Ich selbst hatte mich entschieden, diesen Weg zu beschreiten und die sich zuspitzenden Konkurrenzsituationen sind wohl eine Begleiterscheinung, wenn die Stufen höher werden, der Pfad wird schmäler und es geht darum die eigene Richtung auszumachen. Trotzdem fühlte ich mich nicht gut, ich wollte das nicht für mich, keine oberflächliche Performance hinlegen, wie es in den Seminaren zur professionellen Handlungskompetenz gefordert wurde und ich wollte meine Persönlichkeit erst längst nicht wirtschaftlichen Interessen ausliefern.

Mir schien, manche Kolleg*innen kämpften verbissen um die beste Performance, waren rasant und nahezu perfekt in ihren Bestrebungen, exzellente Ergebnisse zu liefern. Es herrschte für mich kein kollegiales Klima wie im Bachelorstudium der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, sondern es war wie eine Kampfarena. Ein weiterer Faktor, der mich beinahe in den Widerstand trieb, waren die für mich schockierenden Erlebnisse, die ich in Seminaren des Wirtschaftsstudiums im Zuge der gebundenen Wahlfächer absolvierte – ich widersetzte mich bei zweien, sie abzuschließen. Ich fand es eine Ungeheuerlichkeit, was da mit dem wirtschaftswissenschaftlichen Blick an einer Universität mit den Erkenntnissen aus den Kulturwissenschaften und zudem aus der Geschlechterforschung getrieben wurde. Wertvolle Forschungsergebnisse wurden schamlos für wirtschaftliche Zwecke verdreht, tatsächlich in der Aussage völlig der ethischen Grundlage beraubt und somit, meiner Meinung nach, herabgewürdigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Motivation und den persönlichen Forschungsweg ein, der durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem ökonomisierten Bildungsbetrieb geprägt ist.

2. Zur Kritik: Dieses Kapitel erläutert den Modus der Kritik als Instrument, um Machtstrukturen und Bewertungssysteme innerhalb der Bildungslandschaft zu hinterfragen.

3. Emanzipatorische Erwachsenenbildung: Hier werden theoretische Grundlagen wie Emanzipation und der Bildungsbegriff diskutiert und Paulo Freires Befreiungspädagogik als zentrales Konzept für kritische Bildungsarbeit eingeführt.

4. Zur Lage der Erwachsenenbildung in Österreich (EU-Richtlinien und deren Verwirklichung): Das Kapitel analysiert aktuelle EU-Rahmenbedingungen, den Fokus auf lebenslanges Lernen und die ökonomischen Steuerungsmechanismen wie den EQR und NQR.

5. Diskursanalyse: Kritisch emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich: Die diskursanalytische Untersuchung österreichischer Stimmen und der "Initiative Kritische Erwachsenenbildung" steht hier im Fokus, strukturiert durch Kategorien wie Kritik, Widerstand und Mündigkeit.

6. Zusammenfassung, Fazit, Schluss: Ein Fazit zur Rolle der kritischen Perspektive in einer sich wandelnden Bildungslandschaft, ergänzt durch ein persönliches Resümee der Verfasserin.

Schlüsselwörter

Emanzipation, Erwachsenenbildung, Kritische Theorie, Paulo Freire, Lebenslanges Lernen, Bildungsökonomie, Mündigkeit, Widerstand, Autonomie, Diskursanalyse, Transformation, Bildungspraxis, Machtverhältnisse, Empowerment, Pädagogik der Unterdrückten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kritisch-emanzipatorischen Erwachsenenbildung in Österreich und untersucht, wie ein emanzipatorischer Bildungsansatz in einem zunehmend von ökonomischen Interessen geprägten Umfeld bestehen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Kritik an der Ökonomisierung von Bildung, die Rolle der Mündigkeit und Autonomie im Bildungsprozess sowie die praktische Umsetzung emanzipatorischer Pädagogik nach Paulo Freire.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine kritische Perspektive und politische Bildung eine gesellschaftliche Transformation angestoßen werden kann, anstatt sich lediglich marktorientierten Anpassungszwängen zu unterwerfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Methode, um österreichische Stimmen zur kritisch-emanzipatorischen Erwachsenenbildung zu untersuchen, ergänzt durch eine starke selbstkritische Komponente der Verfasserin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Freire, die Analyse europäischer Bildungsrichtlinien (LLL, EQR/NQR) und die konkrete diskursanalytische Untersuchung von Schlüsselbegriffen innerhalb der kritischen österreichischen Bildungslandschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Emanzipation und Kritik stehen insbesondere Begriffe wie Widerstand, Autonomie, Machtverhältnisse und das Konzept des "Territoriums" im Mittelpunkt.

Warum bezieht die Verfasserin eine "selbstkritische Untersuchung" mit ein?

Die Verfasserin nutzt ihre eigene Bildungsbiografie, um die Theorie in eine gelebte Praxis zu übersetzen und die persönlichen Spannungsfelder zwischen individuellem Anspruch und institutionellen Anforderungen zu verdeutlichen.

Inwieweit spielt die "Pädagogik der Unterdrückten" für die österreichische Debatte eine Rolle?

Paulo Freires Werk dient als theoretischer Ausgangspunkt, um aktuelle Bildungsreformen kritisch zu beleuchten und Wege zu finden, wie Bildung als "Praxis der Freiheit" anstatt als Instrument zur "Entmenschlichung" gestaltet werden kann.

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Details

Title
Kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich
Subtitle
Diskursanalytische Auseinandersetzung auf der Grundlage von Paulo Freire
College
Klagenfurt University  (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung)
Grade
1
Author
Elisabeth Wieser (Author)
Publication Year
2015
Pages
110
Catalog Number
V378470
ISBN (eBook)
9783668571907
ISBN (Book)
9783668571914
Language
German
Tags
Kritik - Emanzipation - Befreiungspädagogik - Lebenslanges Lernen - Machtverhältnisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Wieser (Author), 2015, Kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378470
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