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Optimale Ausgestaltung von Krankenversicherungsverträgen. Medical-Savings-Accounts als Instrument zur Finanzierung von Gesundheitssystemen

Titel: Optimale Ausgestaltung von Krankenversicherungsverträgen. Medical-Savings-Accounts als Instrument zur Finanzierung von Gesundheitssystemen

Seminararbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ensar Anik (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der steigenden Ausgaben für die Gesundheit befinden sich viele gemeinschaftlich organisierte Krankenversicherungssysteme bei der Finanzierung ihrer Gesundheitsausgaben in einer Herausforderung. So führen steigende Gesundheitsausgaben, aufgrund von Informationsasymmetrien zwischen den einzelnen Akteuren des Gesundheitsmarkts und gesellschaftlichen- und technischen Trends zu steigenden Beitrags-sätze. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Optimalität der aktuell existierenden Krankenversicherungs-systeme in Frage.

Die vorliegende Arbeit möchte einen theoretischen Überblick über die alternativen Möglichkeiten der Finanzierung von Gesundheitssystemen geben. Der thematische Schwerpunkt liegt auf MSA.
Zunächst werden im 2. Kapitel die Ursachen und die Folgen der steigenden Gesundheitsausgaben erläutert. Hierbei liegt der besondere Fokus dieser Arbeit auf das durch Moral Hazard ausgelöste Problem der zunehmenden Gesundheitsausgaben. Mit einer Darstellung dieser Ursachen wird das Problem der gemeinschaftlich organisierten Krankenversicherungssysteme hinsichtlich der steigenden Gesundheitsausgaben verdeutlicht. Anschließend werden am Ende des 2. Kapitels steigende Beitragssätze als Folgen dieser Probleme demonstriert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Didaktischer und thematischer Überblick

2 Probleme und Folgen der Krankenversicherungen

2.1 Steigende Gesundheitsausgaben als Problem der Krankenversicherungssysteme

2.1.1 Gesellschaftliche- und technische Trends als Ursache der steigenden Gesundheitsausgaben

2.1.2 Moral Hazard als Ursache der steigenden Gesundheitsausgaben

2.2 Steigende Beitragssätze als Folge der steigenden Gesundheitsausgaben

3. MSA als Instrument zur Finanzierung von Gesundheitssystemen

3.1 Das Konzept der MSA

3.2 Unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten der MSA

3.2.1 Einführung der MSA in Singapur

3.2.2 Einführung der MSA in Südafrika

3.2.3 Vergleiche und Unterschiede der MSA-Systeme

3.3 Motivationen einer Einführung von MSA

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Effizienz aktueller, gemeinschaftlich organisierter Krankenversicherungssysteme angesichts steigender Gesundheitsausgaben und bewertet die Einführung von Medical Savings Accounts (MSA) als alternatives Finanzierungsinstrument. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle von MSA bei der Reduktion von Moral Hazard und der Entlastung von Gesundheitssystemen durch höheres individuelles Kostenbewusstsein.

  • Ursachenanalyse steigender Gesundheitsausgaben (Moral Hazard, demografischer Wandel).
  • Funktionsweise und Konzepte von Medical Savings Accounts.
  • Vergleichende Analyse der MSA-Modelle in Singapur und Südafrika.
  • Diskussion der Auswirkungen auf Kostenbewusstsein und Versorgungsqualität.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Moral Hazard als Ursache der steigenden Gesundheitsausgaben

Neben dem Leistungserbringer als Anbieter der Gesundheitsleistungen und dem Patienten bzw. Versicherten als Nachfrager der Gesundheitsleistungen befinden sich mit dem Versicherer als Finanzierer der Gesundheitsleistungen drei Teilnehmer in dem Gesundheitsmarkt. Die Verhältnisse zwischen diesen einzelnen Teilnehmern in diesem Markt sind geprägt von Informationsasymmetrien.11

Informationsasymmetrien sind gekennzeichnet durch asymmetrische Verteilung der Informationen zwischen einzelnen Akteuren in einem bestimmten Markt, sodass eine Marktseite besser informiert ist als die andere. Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen den Akteuren des Gesundheitsmarkts ist zu Unterscheiden. Während Informationsasymmetrien vor Vertragsabschluss zur Adversen Selektion führen, führen Informationsasymmetrien nach Vertragsabschluss zu Moral Hazard. Moral Hazard beschreibt die Veränderung des Verhaltensanreizes eines Individuums, das sich nach dem Vertragsabschluss aufgrund Bestehen einer Versicherung opportunistisch verhält und der Versicherer keine Möglichkeit hat den Versicherten zu kontrollieren. 12 In dieser Arbeit wird die Adverse Selektion vernachlässigt und nur das Problem des Moral Hazard thematisiert, da diese einen großen Beitrag zu den steigenden Gesundheitsausgaben macht. 13 Ferner geht die Arbeit nur auf die Beziehungen zwischen Versicherten mit der Versicherung und dem Anbieter ein.

Das Verhältnis zwischen Versicherten und Versicherer ist geprägt durch asymmetrische Verteilung der Informationen zugunsten der Versicherten, denn die Versicherung kann den Gesundheitszustand der Versicherten im Krankheitsfall nicht beobachten. Auch das Verhalten des versicherten hinsichtlich der Gesundheit ist nicht beobachtbar. Deshalb muss eine Versicherung die Ausgaben für Gesundheitsleistungen des Versicherten akzeptieren.14 Aufgrund dessen eröffnet sich für den versicherten die Möglichkeit des Moral Hazards.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Didaktischer und thematischer Überblick: Einführung in die Problematik steigender Gesundheitsausgaben und die Vorstellung von MSA als alternative Finanzierungsmöglichkeit.

2 Probleme und Folgen der Krankenversicherungen: Analyse der Ursachen für steigende Gesundheitskosten, insbesondere durch Moral Hazard und demografischen Wandel, sowie deren Konsequenz in Form steigender Beitragssätze.

3. MSA als Instrument zur Finanzierung von Gesundheitssystemen: Erläuterung des Konzepts der Gesundheitssparkonten anhand der Fallbeispiele Singapur und Südafrika sowie Analyse der motivierenden Faktoren für deren Einführung.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von MSA als wirksames Instrument zur Eindämmung von Moral Hazard und zur Sicherung der Finanzierbarkeit von Gesundheitssystemen im Alter.

Schlüsselwörter

Medical Savings Accounts, Krankenversicherung, Gesundheitsausgaben, Moral Hazard, Gesundheitsmarkt, Singapur, Südafrika, Finanzierungssysteme, Kostenbewusstsein, Informationsasymmetrien, demografischer Wandel, Risikopooling, Gesundheitsleistungen, Beitragssätze, Kapitalstock.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen gemeinschaftlich organisierter Krankenversicherungssysteme angesichts stetig steigender Gesundheitsausgaben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Problematik des Moral Hazard, die Ursachen für Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und der Vergleich von internationalen MSA-Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll untersucht werden, ob Medical Savings Accounts (MSA) als Finanzierungsinstrument dazu beitragen können, das Kostenbewusstsein zu erhöhen und die Ausgabenentwicklung in Gesundheitssystemen effektiv zu kontrollieren.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie einem internationalen Vergleich der Umsetzung von MSA-Systemen in Singapur und Südafrika.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ursachen von Gesundheitsausgaben, die Funktionsweise von MSA und eine detaillierte Gegenüberstellung der Ausgestaltungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Medical Savings Accounts, Moral Hazard, Informationsasymmetrien und beitragsfinanzierte Gesundheitssysteme.

Wie unterscheidet sich Moral Hazard im Kontext von MSA?

Das Konzept der MSA führt zu einem höheren Kostenbewusstsein bei Versicherten, wodurch Anreize für medizinisch nicht notwendige Inanspruchnahmen gemindert und das Moral-Hazard-Problem reduziert wird.

Welche Rolle spielt der demografische Wandel für das untersuchte Modell?

Der demografische Wandel belastet beitragsfinanzierte Systeme; MSA können hier als Kapitalstocklösung dienen, um finanzielle Mittel für das Alter anzusparen.

Warum werden Singapur und Südafrika als Vergleich herangezogen?

Diese Länder dienen als Praxisbeispiele, da sie MSA bereits erfolgreich in ihre jeweiligen Gesundheitssysteme integriert haben, wenngleich unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Können MSA ohne Einschränkungen auf Deutschland übertragen werden?

Der Autor betont, dass eine Übertragung zwar zur Kontrolle von Beitragssätzen führen könnte, jedoch die spezifischen Rahmenbedingungen und kulturellen Unterschiede bei der Einführung zwingend berücksichtigt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Optimale Ausgestaltung von Krankenversicherungsverträgen. Medical-Savings-Accounts als Instrument zur Finanzierung von Gesundheitssystemen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Wirtschaftspolitik Seminar
Note
2,0
Autor
Ensar Anik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V378501
ISBN (eBook)
9783668577404
ISBN (Buch)
9783668577411
Sprache
Deutsch
Schlagworte
optimale ausgestaltung krankenversicherungsverträgen medical-savings-accounts instrument finanzierung gesundheitssystemen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ensar Anik (Autor:in), 2015, Optimale Ausgestaltung von Krankenversicherungsverträgen. Medical-Savings-Accounts als Instrument zur Finanzierung von Gesundheitssystemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378501
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Leseprobe aus  18  Seiten
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