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Reparaturmechanismen und Dominanz in Konversationen

Eine Diskursanalyse

Title: Reparaturmechanismen und Dominanz in Konversationen

Term Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa Gößner (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Dass Gespräche, die nicht im Fernsehen zu sehen sind oder sich auf einer Bühne abspielen, nie so verlaufen wie man es plant, ist bekannt. Beim spontanen Sprechen schleichen sich allerdings gerne mal ein paar Fallen ein. Indem man sich verspricht oder versucht, sich Gehör zu verschaffen, um eine dominierende Position einzunehmen. Anhand von verschiedenen Beispielen werden Konversationsausschnitte dargestellt und auf den Aspekt der Reparaturmechanismen und der Dominanz untersucht. Beide Phänomene gehören zu fast jeder spontanen Unterhaltung. Ein Fehler ist schnell gemacht und mindestens ebenso schnell auch wieder verbessert. Es stellt sich hierbei die Frage, wie Sprecher und Hörer agieren, wenn sich zum Beispiel der Sprecher verhaspelt und welche Reaktion der Hörer zeigt. Oder wie ein Hörer reagiert, wenn der Sprecher ein dominierendes Sprechverhalten aufweist. Es kommen hierbei die Fragen „Wie definiert sich Dominanz?“ und „Wie kann diese aussehen?“ auf und werden mithilfe von befragten Menschen, die nicht Linguistik studieren und/oder nichts mit diesem Thema zu tun haben, beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reparaturmechanismen

2.1 Beispiel 1 Selbstinitiierten Reparatur

2.2 Beispiel 2 Fremdinitiierte Reparatur

3. Dominanz

3.1 Beispiel 1 Dominanz durch „Reinreden“

3.2 Beispiel 2 Dominanz durch Lautstärke

3.3 Befragung zum Thema „Dominanz“

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene Reparaturmechanismen und Dominanz in spontanen Konversationen, um zu verstehen, wie Sprecher Fehler korrigieren und durch welches Verhalten dominierende Positionen in Interaktionen eingenommen und wahrgenommen werden.

  • Analyse von Reparaturprozessen bei Versprechern
  • Untersuchung von Dominanz durch Sprechverhalten wie Unterbrechungen
  • Einfluss von Lautstärke auf die Gesprächskontrolle
  • Empirische Befragung zur Wahrnehmung von Dominanz
  • Anwendung des GAT 2 Transkriptionssystems zur Datenanalyse

Auszug aus dem Buch

3.2 Beispiel 2 Dominanz durch Lautstärke

Dominanz lässt sich aber nicht nur durch das Unterbrechen von einem Sprecher darstellen, sondern auch durch Lautstärke. Wer lauter spricht versucht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Kontrolle des Gesprächs zu behalten. In dem gegebenen Beispiel sitzen sich ein junger Mann und eine junge Frau in einem Restaurant gegenüber und unterhalten sich. Im nächsten Moment kommt Niklas, ein Freund der beiden, dazu, setzt sich an den Tisch und redet mit.

Man kann unschwer erkennen, dass die Stimme immer dann laut geworden ist, als sich der Sprecher 1 angegriffen gefühlt hat und sofort die Lautstärke ansteigt, damit er die Kontrolle wieder übernimmt und man nur ihm zuhört. Er fällt sogar dem Sprecher 2 ins Wort und wird in seiner Äußerung lauter. Es ist extrem auffällig, dass die Stimme von Yannik (S1) um einiges lauter wird, als der andere Mann sich an den Tisch setzt. Die Lautstärke soll wahrscheinlich Niklas (S3) zeigen, wer der Dominantere ist und dass er es gar nicht erst versuchen soll, sich in die Konversation mit einzubringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Untersuchung von Reparaturmechanismen und Dominanz in spontaner Sprache und stellt das verwendete Transkriptionssystem GAT 2 vor.

2. Reparaturmechanismen: Dieses Kapitel definiert verschiedene Arten der Selbstreparatur sowie Fremdreparatur und veranschaulicht diese anhand konkreter Beispiele aus der Alltagssprache.

2.1 Beispiel 1 Selbstinitiierten Reparatur: Anhand eines Beispiels aus einer Talkshow wird der Prozess einer selbstinitiierten Reparatur nach Egberts Schema detailliert analysiert.

2.2 Beispiel 2 Fremdinitiierte Reparatur: Dieses Kapitel zeigt an einer Unterhaltung zwischen zwei Personen, wie ein Hörer den Sprecher durch Korrekturen auf Fehler hinweist.

3. Dominanz: Hier wird der theoretische Rahmen für Dominanz und Macht in der Konversationsanalyse abgesteckt und deren Relevanz für spontane Dialoge begründet.

3.1 Beispiel 1 Dominanz durch „Reinreden“: Die Analyse des Interviewausschnitts mit Klaus Kinski verdeutlicht, wie durch ständige Unterbrechungen ein dominanter Redeanteil gesichert wird.

3.2 Beispiel 2 Dominanz durch Lautstärke: Dieses Kapitel zeigt, wie eine gezielte Steigerung der Lautstärke genutzt wird, um die Kontrolle über ein Gespräch zu erlangen und Aufmerksamkeit zu erzwingen.

3.3 Befragung zum Thema „Dominanz“: Durch eine Befragung von Laien werden Definitionen und Wahrnehmungen von Dominanz erhoben, insbesondere im Hinblick auf das Verhalten von Klaus Kinski.

4. Zusammenfassung: Die Autorin resümiert die Analyseergebnisse und stellt fest, dass Reparaturen als entspanntes Phänomen wahrgenommen werden, während Dominanz oft mit Sturheit und Arroganz verbunden ist.

5. Literatur: Dieser Abschnitt listet die wissenschaftlichen Quellen auf, die für die theoretische Fundierung der Arbeit genutzt wurden.

Schlüsselwörter

Diskursanalyse, Reparaturmechanismen, Selbstreparatur, Fremdreparatur, Dominanz, Macht, Konversationsanalyse, GAT 2, Transkription, Sprecheranteil, Unterbrechung, Lautstärke, Gesprächskontrolle, verbale Interaktion, Spontansprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen in spontanen Gesprächen Fehler korrigieren (Reparaturen) und wie sie versuchen, durch bestimmte Verhaltensweisen eine dominante Position einzunehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen der Selbstreparatur und Fremdreparatur sowie den kommunikativen Strategien zur Etablierung von Dominanz und Macht innerhalb eines Gesprächs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Prozesse hinter Reparaturmechanismen zu verstehen und zu analysieren, wie Dominanz durch linguistische Mittel wie Unterbrechungen oder Lautstärke ausgelebt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der Diskursanalyse, wobei Transkripte nach dem GAT 2 System erstellt und qualitativ in Bezug auf das Sprechverhalten der Akteure untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Fallbeispiele aus Talkshows und Alltagsgesprächen hinsichtlich Reparaturabläufen und machtvollen Sprechmustern, ergänzt durch eine Befragung zur Wahrnehmung von Dominanz.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Diskursanalyse, Reparaturmechanismen, Dominanzverhalten, Gesprächsführung und interaktive Kommunikation.

Warum spielt das GAT 2 Transkriptionssystem eine wichtige Rolle?

Es bietet eine klare Definition und einfache Lesbarkeit, was die Analyse paralinguistischer Phänomene wie Pausen, Lachen oder Überlappungen erst präzise möglich macht.

Welche Rolle spielt Klaus Kinski in der Analyse?

Klaus Kinski dient als Extrembeispiel für dominante Gesprächsführung, an dem die Befragten besonders deutlich Arroganz, Monologisierung und die Missachtung kommunikativer Normen festmachen konnten.

Wie unterscheiden sich Selbstreparatur und Fremdreparatur nach den Ergebnissen?

Selbstreparaturen werden oft als entspannter empfunden, während Fremdreparaturen bei den beteiligten Personen zu Spannungen führen können, wenn die Dominanz der Sprecher dabei in Konflikt gerät.

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Details

Title
Reparaturmechanismen und Dominanz in Konversationen
Subtitle
Eine Diskursanalyse
College
University of Cologne
Grade
1,3
Author
Lisa Gößner (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V378573
ISBN (eBook)
9783668561823
ISBN (Book)
9783668561830
Language
German
Tags
Diskursanalyse Linguistik Transkription Analyse Interview Fragebogen Sprachen Sprachwissenschaft Reparaturmechanismen Diskurs Deutsch Sprache Kommunikation Pragmatik Dominanz Gespräch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Gößner (Author), 2015, Reparaturmechanismen und Dominanz in Konversationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378573
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