Die Schweiz ist ein faszinierendes Land. Als ich drei Monate in dem ältesten Hotel des touristischen Kurortes Interlaken (Hotel Interlaken****) im Berner Oberland verbracht habe, lernte ich Land und Leute kennen und es bewegte mich. Die Schweiz ist nicht Österreich!
Ich bin Maturantin einer Tourismusschule in Österreich – und schweizbegeistert. Was verbindet Österreich mit der Schweiz? Die Alpen. So wird in der folgenden Arbeit eine österreichische mit einer schweizer Region zu vergleichen. Mit Hilfe meines Geografie-Professors, kam ich dann auf das Salzkammergut, trotz dem sie geologisch eher unterschiedlich sind, aber welcher Teil der Alpen ist das nicht.
Eines möchte ich noch vorweg erzählen. Ich habe zwei Vorträgen von Schweizer Rednern beigewohnt, einer davon war am 8. März 2002, der den Mystery Parc in Interlaken / Berner Oberland initiiert hat. Darüber hinaus habe ich zahlreiche Schweizer Einschaltungen im Fernsehen mitverfolgt. Nicht zuletzt, die 3-monatige Praxis in dem Land hat mich zu einer Erkenntnis gebracht: Österreich ist einzigartig, aber die Schweizer und ihre Mentalität sind uns weit überlegen – ihre historische Geschicklichkeit wie sie sich zu einer Eidgenossenschaft zusammengeschlossen haben, die strategisch ausgeklügelte Wirtschaftlichkeit dieses Staates und schlicht ihr ausgebildetes Selbstbewusstsein. Das sind ein paar der Dinge, die die Schweiz zur Schweiz machen.
Ich hatte mit den zwei Tourismusregionen und Kulturlandschaften viel Arbeit vor mir. Private Probleme führten zu einer Beeinträchtigung meiner Leistung. Doch das Thema interessierte mich weiterhin und ich ließ mir nicht den Wind aus den Segeln nehmen. So stürzte ich mich auf alles was das Salzkammergut in Österreich mit dem Berner Oberland in der Schweiz miteinander verbindet – geologisch, historisch, kulturell, touristisch.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Einleitung
3. DAS SALZKAMMERGUT
3.1. Grundlagen
3.1.1. historisch
3.1.2. geologisch
3.1.3. geographisch
3.2. Sommertourismus
3.2.1. Entstehung
3.2.2. Touristisches Angebot
3.2.3. Kulturelles Angebot
3.3. Marketing
3.3.1. Angebotspolitik
3.3.2. Preispolitik
3.3.3. Kommunikationspolitik
3.3.4. Distributionspolitik
4. DAS BERNER OBERLAND
4.1. Grundlagen
4.1.1. historisch
4.1.2. geologisch
4.1.3. geographisch
4.2. Verkehrsanbindung/Infrastruktur
4.2.1. Anreise
4.2.2. Unterkunft
4.3. Sommertourismus
4.3.1. Entstehung
4.3.2. Touristisches Angebot
4.3.3. Kulturelles Angebot
4.4. Marketing
4.4.1. Angebotspolitik
4.4.2. Preispolitik
4.4.3. Kommunikationspolitik
4.4.3. Distributionspolitik
5. SCHWERPUNKT: VERGLEICH
5.1 Skizzierung
6. SCHWEIZ TOURISMUS
6.1. Geschichte
6.2. Volkswirtschaftliche Bedeutung
6.3. Probleme der touristischen Entwicklung
7. THUNERSEE-PROJEKT
7.1. Die Idee
7.2. Ziele
7.3. Verwirklichung
8. Literatur- / Quellenverzeichnis
NACHGEREICHTER TEIL: SCHWERPUNKT: VERGLEICH
5.1 Lage
5.2. Tourismusentwicklung
5.3. Marketing heute
5.3.1. Angebote
5.3.2. Die Dachverbände beider Länder im Internet
5.3.3. Expo02
5.4. Probleme der touristischen Entwicklung im Alpenraum
5.5. Quellen
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist ein fundierter Vergleich zweier bedeutender alpiner Tourismusregionen – dem Salzkammergut in Österreich und dem Berner Oberland in der Schweiz – um deren touristische Vermarktungsstrategien und Entwicklungsgeschichte einander gegenüberzustellen.
- Historische und geologische Grundlagen der beiden Regionen.
- Entwicklung des Sommertourismus und Wandel zur modernen Tourismusindustrie.
- Analyse der Marketinginstrumente, insbesondere Angebotspolitik, Preispolitik und Distributionswege.
- Untersuchung aktueller Tourismusprojekte und regionaler Zukunftsvisionen.
- Betrachtung der Rolle der Schweiz als Vorreiter im Alpentourismus und der Besonderheiten des österreichischen Weges.
Auszug aus dem Buch
3.1.1. historisch
Das Salzkammergut hatte, wie der Name auch schon sagt, immer schon eine wichtige Bedeutung als Salzstätte. In der Zeit der Kelten, Römer und im Mittelalter herrschte reger Nord-Süd-Handel mit Salz. Auf Saumtieren wurde das Salz nach Süden befördert. In den Norden wurden Wein, Gewürze und andere orientalische Köstlichkeiten transportiert. Die Handelsverbindungen waren weitreichend. Die einzige Wehranlage des inneren Salzkammergutes war bis in das 18. Jahrhundert die Burg Wildenstein auf einem Felsvorsprung der Katrin. Dort amtierte auch das Pflegegericht „zu mehrerer Hülff und Handhabung des Salzwesens“. Jahrhunderte lang wurden von dort aus, die sich kreuzenden Handelsstraßen kontrolliert.
Für die Habsburger als österreichische Landesfürsten war das Salz eine tragende Säule ihrer wirtschaftlichen und somit politischen Bedeutung. Der große Wert der Erträge der Salzbergwerke in dieser Region veranlasste die Habsburger dazu, von 1311 bis 1656 die Ausbildung dieses einzigartigen „Salzwirtschaftsstaates“ als Staat im Staat zu betreiben. So wurde 1453 das Salzamt im Kammerhof in Gmunden errichtet, das bis heute die Stadt und Region geprägt hat. Erst 1782 wurde das Kammergut von Kaiser Joseph II. aufgelöst und der regulären Landesverwaltung Oberösterreichs eingegliedert, aber einige Funktionen der alten Salzämter blieben weiter bestehen, den Salzburgern vorbehalten. Die über vier Jahrhunderte geltende Sonderstellung des Salzkammerguts kam der Region sehr zustatten. Die Städte Gmunden, Bad Ischl, die Märkte und Dörfer Hallstatt, Lauffen, Altmünster, Ebensee, Traunkirchen, später auch Gosau, St. Wolfgang und andere verdanken ihre Entwicklung und ihre bemerkenswerte Architektur dieser besonderen Einbindung in die Salzwirtschaft.
Mittlerweile wird im Land Salzburg kein Salz mehr abgebaut, wohl aber im Salzkammergut. „Schaubergwerke“ in Hallstatt („hal“ bedeutet in vielen Sprachen „Salz“ – „Heller“ Geld aus Salzprofit), Hallein, Altaussee und Bad Ischl halten die Erinnerung an diesen einst fundamentalen Wirtschaftszweig wach.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Begeisterung für die Schweiz und die fachliche Motivation, diese mit dem Salzkammergut zu vergleichen.
2. Einleitung: Erläuterung der Zielsetzung, touristische Vergleichsregionen und die methodische Herangehensweise der Arbeit.
3. DAS SALZKAMMERGUT: Detaillierte Betrachtung der historischen, geologischen und geographischen Merkmale sowie des touristischen Angebots und der Vermarktung.
4. DAS BERNER OBERLAND: Untersuchung der historischen Entwicklung, Geologie, Infrastruktur und touristischen Vermarktung dieser Schweizer Region.
5. SCHWERPUNKT: VERGLEICH: Eine Zusammenführung der Ergebnisse mit Fokus auf die Erschließung, Angebote und Vermarktung im direkten Vergleich.
6. SCHWEIZ TOURISMUS: Analyse der historischen Entwicklung des schweizerischen Tourismus und der volkswirtschaftlichen Bedeutung.
7. THUNERSEE-PROJEKT: Fallstudie über das regionale Entwicklungskonzept zur Nutzung kultureller und landschaftlicher Werte.
Schlüsselwörter
Salzkammergut, Berner Oberland, Sommertourismus, Alpentourismus, Marketing, Angebotspolitik, Preispolitik, Infrastruktur, UNESCO-Welterbe, Tourismusentwicklung, Wirtschaftsregion, Kulturlandschaft, Alpen, Vermarktung, Regionalentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht das österreichische Salzkammergut mit dem Schweizer Berner Oberland hinsichtlich ihrer touristischen Entwicklung, Vermarktungsstrategien und kulturellen Einzigartigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Tourismusgeschichte, Geographie, Angebotsgestaltung, Preispolitik, Marketinginstrumente sowie die Rolle des Tourismus als wirtschaftlicher Faktor in alpinen Regionen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der touristischen Erschließung und Vermarktung der beiden Alpenregionen aufzuzeigen und Strategien für eine nachhaltige Zukunft zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf umfangreicher Recherche, Dokumentation und vergleichender Analyse, ergänzt durch aktuelle Daten (Stand 2001/2002) und Fallbeispiele wie das Thunersee-Projekt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Grundlagen, das touristische und kulturelle Angebot sowie die Marketingstrategien (Angebot, Preis, Kommunikation, Distribution) beider Regionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Tourismusmarketing, Alpenraum, kulturelles Erbe, Sommertourismus, Regionalentwicklung und Standortwettbewerb.
Welche Bedeutung hat das Thunersee-Projekt für die Arbeit?
Das Thunersee-Projekt dient als aktuelles Fallbeispiel, das zeigt, wie Regionen durch Vernetzung und ganzheitliche Konzepte ihre wirtschaftliche Wertschöpfung steigern können.
Warum wird Erich von Däniken im Zusammenhang mit dem Berner Oberland genannt?
Erich von Däniken ist der Initiator des "Mystery Park" in Interlaken, welcher als wichtiger touristischer Impulsgeber für die Region betrachtet wird.
Wie unterscheidet sich die touristische Ausgangslage der beiden Regionen?
Das Berner Oberland war früh auf internationales Publikum (vor allem Engländer) ausgerichtet, während sich das Salzkammergut primär als Sommerfrische für den Adel und das Bürgertum entwickelte.
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- Anita Hradil (Author), 2002, Zwei touristische Regionen der Alpen. Ein Vergleich zwischen Österreich und der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378587