Unterrichtliche und außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Allgemeine Pflichten eines Lehrers

3. Unterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers

4. Außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers

5. Literatur

1. Einleitung

„Am Vormittag unterrichten sie ein paar Stunden, und pünktlich um 13 Uhr beginnt der Feierabend. Lehrer haben einen lauen Halbtagsjob.“[1]Diese gängige Vorstellung über das Jobprofil eines Lehrers ist immer noch weit verbreitet. Betrachtet man die reine Unterrichtszeit eines Lehrers, was ja schließlich die Hauptaufgabe der Lehrkraft ist, so mag dies auch teilweise zutreffen. Hinzu kommen jedoch unzählig viele weitere (außerunterrichtliche) Verpflichtungen, die sich teilweise bis hin zu einer 55-Stundenwoche summieren. Diese zusätzlichen Pflichten werden in Kapitel zwei dieser Arbeit erläutert. In Kapitel drei wird im Speziellen auf die Verpflichtungen eines Sportlehrers im Sportunterricht eingegangen und was dieser alles in seinem Unterricht zu berücksichtigen hat. Hinzu zum Aufgabenprofil einer Sportlehrkraft kommen noch seine außerunterrichtlichen Tätigkeiten, auf welche in Kapitel vier genauer eingegangen wird.

2. Allgemeine Pflichten eines Lehrers

Unterrichtspflichtzeit

Abbildung 1 Unterrichtspflichzeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei Lehrerinnen und Lehrern wird die Arbeitszeit nicht wie sonst üblich als Wochenarbeitszeit festgelegt. Das Kultusministerium legt lediglich die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden fest. Betrachtet man die Abbildung 1, die auf der Internetseite des bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus zu finden ist, kann man sehr schnell erkennen, dass für die Schulart Gymnasium eine Unterrichtspflichtzeit von 23 Wochenstunden für all diejenigen Lehrer besteht, die in wissenschaftlichen Fächern unterrichten. Für alle Lehrer mit den Fächern Musik, Kunsterziehung und Sport liegt die Unterrichtspflichtzeit jedoch bei 27 Wochenstunden, was im Wesentlichen auf die kürzere Vor- und Nachbereitungszeit und den wesentlich geringeren Korrekturaufwand in diesen Fächern zurückzuführen ist.[2]

Vor- und Nachbereitung des Unterrichts

Die Dienstordnung für Lehrkräfte an staatlichen Schulen in Bayern (Lehrerdienstordnung – LDO) schreibt in § 3(2) vor, dass man sich als Lehrer sorgfältig auf den Unterricht vorzubereiten hat. Dazu gehört sowohl eine fachlich kompetente, als auch eine methodisch didaktische Vorbereitung. Zu einer guten Vorbereitung gehören u.a. folgende Aufgaben: Aufschriebe erstellen bzw. überarbeiten; Lehrplanabgleich; Schulbücher sichten; Arbeitsblätter, Folien etc. erstellen; Internetrecherchen; Hausaufgaben auswählen; mündliche Abfragen planen usw.[3]Ebenso ist im nächsten Absatz der LDO eine Nachbereitung des Unterrichts vorgeschrieben. Um diese gewissenhaft durchzuführen, sollte der Lehrer in der Lage sein, den eigenen Unterricht, die angewandte Methodik und den Lernfortschritt der Schüler zu reflektieren und auch die Konsequenzen daraus zu ziehen.[4]Neben dem Unterrichten als Hauptaufgabe einer Lehrkraft, nimmt die Unterrichtsvor- und Nachbereitung einen großen zeitlichen Block in deren Tagesablauf ein.

Fachliche Zusammenarbeit

Um eine Überforderung der Schüler zu vermeiden sind die Lehrer einer Klasse dazu angehalten, sich untereinander zu verständigen und auszutauschen. Dazu gehören pädagogische, organisatorische und fachliche Besprechungen mit Kollegen, Fachbetreuern, der Schulleitung, dem Sekretariat etc. und dient der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Auch die LDO verpflichtet uns Lehrer in § 3(4) zu einer fachlichen Zusammenarbeit.[5]

Fortbildung

Der §9(2) besagt, dass man als Lehrkraft dazu verpflichtet ist sich fortzubilden. Lehrerfortbildungen unterstützen die Lehrer/innen bei der Bewältigung der vielfältigen Anforderungen des Schulalltags und sind eine der tragenden Säulen der Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung der Schulen. Neben Veranstaltungen der staatlichen Lehrerfortbildung können Lehrkräfte auch Veranstaltungen von externen Anbietern besuchen und die Teilnahme in Rücksprache und mit Einverständnis des jeweiligen Dienstvorgesetzten, in der Regel des Schulleiters oder der Schulleiterin, auf die individuelle Fortbildungsverpflichtung anrechnen lassen. Speziell für den Sportunterricht schreibt das Staatsministerium zweimal im Jahr zentrale und dezentrale Maßnahmen im Rahmen der Staatlichen Lehrerfortbildung für den Sportunterricht aus. Deren Durchführung obliegt der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport als unmittelbar nachgeordnete Dienstbehörde. Die einerseits nachfrageorientierte und andererseits konzeptionelle Neuerungen aufgreifende Angebotsausrichtung reicht dabei von sportartübergreifenden bzw. sportartspezifischen Fort- bzw. Weiterbildungslehrgängen bis hin zu schulartübergreifenden bzw. schulartspezifischen Maßnahmen.[6]

[...]


[1]https://www.youtube.com/watch?v=BHNJVke94xg

[2]http://www.km.bayern.de/

[3]§ 3(2) LDO

[4]§ 3(3) LDO

[5]§ 3(4) LDO

[6]http://www.km.bayern.de/ministerium/sport/sportlehrkraefte/fort-und-weiterbildung.html

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Unterrichtliche und außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Sportzentrum)
Veranstaltung
Seminar zum studienbegleitenden fachdidaktischen Schukpraktikum
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V378710
ISBN (eBook)
9783668595057
ISBN (Buch)
9783668595064
Dateigröße
768 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtliche, pflichten, sportlehrers
Arbeit zitieren
Dominik Kremer (Autor), 2015, Unterrichtliche und außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378710

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