„Am Vormittag unterrichten sie ein paar Stunden, und pünktlich um 13 Uhr beginnt der Feierabend. Lehrer haben einen lauen Halbtagsjob.“ Diese gängige Vorstellung über das Jobprofil eines Lehrers ist immer noch weit verbreitet. Betrachtet man die reine Unterrichtszeit eines Lehrers, was ja schließlich die Hauptaufgabe der Lehrkraft ist, so mag dies auch teilweise zutreffen. Hinzu kommen jedoch unzählig viele weitere (außerunterrichtliche) Verpflichtungen, die sich teilweise bis hin zu einer 55-Stundenwoche summieren. Diese zusätzlichen Pflichten werden in Kapitel zwei dieser Arbeit erläutert. In Kapitel drei wird im Speziellen auf die Verpflichtungen eines Sportlehrers im Sportunterricht eingegangen und was dieser alles in seinem Unterricht zu berücksichtigen hat. Hinzu zum Aufgabenprofil einer Sportlehrkraft kommen noch seine außerunterrichtlichen Tätigkeiten, auf welche in Kapitel vier genauer eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Pflichten eines Lehrers
3. Unterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers
4. Außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers
5. Literatur
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem gängigen Vorurteil des „Halbtagsjobs“ eines Lehrers auseinander und beleuchtet das tatsächliche berufliche Anforderungsprofil unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Pflichten einer Sportlehrkraft im unterrichtlichen sowie außerunterrichtlichen Kontext.
- Analyse der gesetzlichen Dienstpflichten gemäß Lehrerdienstordnung (LDO).
- Darstellung des Vor- und Nachbereitungsaufwands im Schulalltag.
- Untersuchung der speziellen Sicherheits- und Aufsichtspflichten im Schulsport.
- Bewertung der administrativen und organisatorischen Zusatzbelastungen durch außerunterrichtliche Veranstaltungen.
- Vergleich von Rolle und Anforderungsprofil zwischen regulärem Unterricht und Schulsport-AGs.
Auszug aus dem Buch
Jugend trainiert für Olympia
Im Jahr 2014 feierte der Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ bereits sein 45-jähriges Jubiläum. Bei Schülern sind Wettbewerbe, speziell wenn man sich mit anderen Schulen messen kann, meist ein großer Ansporn und deshalb auch sehr beliebt. Für Lehrer bedeutet dies allerdings erneut einen Mehraufwand an Arbeit. Diese Art von Veranstaltung ist häufig mit einer längeren Anfahrt zum Wettkampfort verbunden, weshalb es einer speziellen Vorbereitung und Organisation bedarf. Der Sportlehrer ist hier nicht nur Trainer und Betreuer, sondern auch die Aufsichtsperson. Die durch die Veranstaltung entfallenden Unterrichtsstunden sind der Schulleitung rechtzeitig zu melden und es sind gegebenenfalls Vertretungsaufgaben bereitzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die gängige gesellschaftliche Fehleinschätzung des Lehrerberufs als „Halbtagsjob“ der Realität einer hohen Wochenarbeitsbelastung gegenüber.
2. Allgemeine Pflichten eines Lehrers: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Lehrerdienstordnung, inklusive Unterrichtspflichtzeiten, Vor- und Nachbereitungsaufgaben sowie klassenleitende Tätigkeiten.
3. Unterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers: Der Fokus liegt hier auf der besonderen Sicherheits- und Aufsichtspflicht im Sportunterricht sowie dem korrekten Umgang mit Sportstätten und Schülerausrüstungen.
4. Außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers: Dieses Kapitel beschreibt den organisatorischen Zusatzaufwand durch Schulveranstaltungen wie Bundesjugendspiele, Wettbewerbe und Wintersportwochen.
5. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendeten Rechtsquellen, Fachliteratur und Internetquellen auf, die der Arbeit zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Sportlehrer, Schulsport, Lehrerdienstordnung, Aufsichtspflicht, Unterrichtsvorbereitung, Sicherheit, Unfallprävention, Schwimmunterricht, Klassenleitung, Schulveranstaltungen, Jugend trainiert für Olympia, Arbeitsbelastung, Dienstpflichten, Sportstätten, Schulentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem tatsächlichen Arbeitspensum von Lehrkräften und konzentriert sich dabei speziell auf die vielfältigen Pflichten eines Sportlehrers im und außerhalb des Unterrichts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die rechtlichen Dienstpflichten, die spezifische Sicherheitsverantwortung im Sport, der organisatorische Aufwand bei Veranstaltungen sowie die Rolle des Sportlehrers jenseits der reinen Lehrtätigkeit.
Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Arbeitsprofil des Sportlehrers transparent zu machen und zu verdeutlichen, dass neben dem eigentlichen Unterrichten umfangreiche Vorbereitungs-, Aufsichts- und Organisationspflichten existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Ausarbeitung auf Basis der Analyse relevanter Rechtsvorschriften (LDO), pädagogischer Grundlagen und sportwissenschaftlicher Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die allgemeinen Lehrerpflichten, die spezifischen Anforderungen im Sportunterricht (inkl. Sicherheit) und die außerunterrichtlichen Aufgaben wie Sportveranstaltungen und Projektwochen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Sportlehrer, Aufsichtspflicht, Unterrichtspflichtzeit, Sicherheit im Sport, Schulsportveranstaltungen und Dienstordnung.
Warum gelten für Sportlehrer in Bayern andere Unterrichtspflichtzeiten als für Lehrer in wissenschaftlichen Fächern?
Dies begründet sich durch den geringeren Korrekturaufwand in den Fächern Musik, Sport und Kunsterziehung, weshalb die wöchentliche Unterrichtspflichtzeit höher angesetzt ist.
Welche besonderen Regelungen gelten für den Schwimmunterricht bezüglich der Aufsicht?
Aufgrund der erhöhten Gefahr im Schwimmunterricht muss die Lehrkraft als Erste die Anlage betreten, die Schülerzahl kontinuierlich kontrollieren und den Unterricht zwingend vom Beckenrand aus leiten.
Inwiefern unterscheidet sich die Rolle des Sportlehrers in einer Sport-AG von seiner Rolle im normalen Unterricht?
In einer Sport-AG tritt die Lehrkraft stärker in die Rolle des Trainers, was eine Kooperation mit Vereinen ermöglicht und das Lehrer-Schüler-Verhältnis positiv beeinflussen kann.
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- Dominik Kremer (Autor), 2015, Unterrichtliche und außerunterrichtliche Pflichten eines Sportlehrers, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378710