Es handelt sich um die Auswertung eines Orientierungspraktikums an einem Gymnasium. Dabei wird insbesondere auf das Thema Motivation von Schülerinnen und Schülern eingegangen. Eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern der Praktikumsstätte liefert empirische Daten, die mit einer theoretischen Untersuchung mit der einschlägigen Fachliteratur kombiniert werden. Als Ergebnis können wichtige Einsichten und Vorschläge zur geeigneten Unterrichtsgestaltung präsentiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Schulportrait
2. Beobachtungsschwerpunkt Lernmotivation
2.1. Motiv und Motivation
2.1.1. Motiv
2.1.2. Motivation
2.2. Warum lernst du?
2.3. Einflussnahme des Lehrers auf die Motivation
2.4. Motivation und Unterrichtsstile
2.5. Ursachen für Motivationsstörungen
2.6. Fazit
2.7 Literaturverzeichnis
3. Evaluation des Praktikums zum studierten Lehramt
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dokumentiert ein Orientierungspraktikum an einem Gymnasium und untersucht schwerpunktmäßig die Lernmotivation von Schülern. Ziel ist es, theoretische Ansätze zur Motivation mit praktischen Beobachtungen aus dem Schulalltag zu verknüpfen, um ein tieferes Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die das Engagement und die Lernhaltung von Schülern beeinflussen.
- Grundlagen von Motiv und Motivation
- Einflussfaktoren des Lehrers auf die Schülermotivation
- Analyse verschiedener Unterrichtsstile
- Ursachenforschung bei Motivationsstörungen
- Evaluation des Praktikums für die eigene angehende Lehrertätigkeit
Auszug aus dem Buch
2.3. Einflussnahme des Lehrers auf die Motivation
„Da nur in Ausnahmen davon ausgegangen werden kann, dass der Schüler von sich aus motiviert ist, also beispielsweise ein hochmotivierter Schüler ist oder motivierende sachbezogene Gütemaßstäbe gegeben sind, hat der Lehrer die Verpflichtung, sich extrinsische Lernmotivierungen zu überlegen oder Lerninhalte so zu arrangieren, dass der Schüler sachbezogene Gütemaßstäbe entwickelt“ (Aschersleben 1977, S. 85)
Guter Unterricht motiviert Schüler auf vielerlei Weisen. Er motiviert dazu, Ehrgeiz zu entwickeln, am Unterrichtsgeschehen aktiv teilzunehmen und sich für neue Sachverhalte zu interessieren. Der Lehrer ist der Vermittler schulischer Lernprozesse und somit ein wichtiger Faktor der Motivation. Schüler setzen oft ein Unterrichtsfach mit der Lehrkraft gleich, also beeinflusst dieser direkt das Interesse für das Fach und die einzelnen Themen. (vgl. Schiefele 1974, S. 340)
Der Beginn von Motivation liegt am Anfang einer Unterrichtsstunde. „Schüler können ihre Motivation erst dann einschalten, wenn sie wissen, um was es geht. Deshalb will im informierenden Unterrichtseinstieg der Lehrer seine eigenen Absichten so weit verdeutlichen, wie es für den lernenden Schüler nützlich ist. (Miller 1986, S. 232) Ein Unterrichtseinstieg, der verpasst für das Stundenthema zu interessieren, sorgt schnell für Desinteresse, Langeweile und im schlimmsten Fall Unterrichtsstörungen. Es gibt multiple Möglichkeiten dies zu verhindern. Während des Praktikums wurden zwei Arten besonders häufig benutzt: die Problemfrage oder ein einleitendes Video.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Schulportrait: Beschreibt das Profil der Praktikumsschule, die als offene Ganztagsschule organisiert ist, und erläutert deren pädagogisches Konzept sowie die räumliche Ausstattung.
2. Beobachtungsschwerpunkt Lernmotivation: Analysiert theoretische Grundlagen und praktische Beobachtungen zur Entstehung, Förderung und Störung der Lernmotivation bei Schülern.
2.1. Motiv und Motivation: Differenziert zwischen den Begriffen Motiv und Motivation und erläutert verschiedene Motivarten wie Leistungs-, Macht- und Anschlussmotiv.
2.1.1. Motiv: Definiert das Motiv als Ursache zielgerichteten Verhaltens und erläutert seine Einteilung in Leistungsmotiv, Machtmotiv und Anschlussmotiv.
2.1.2. Motivation: Beschreibt den Übergang vom Motiv zur aktuellen Bereitschaft des Individuums, Handlungen auf ein Ziel auszurichten, unter Einbezug von Maslows Bedürfnishierarchie.
2.2. Warum lernst du?: Präsentiert Ergebnisse einer unter Schülern durchgeführten Umfrage zur subjektiven Lernmotivation in verschiedenen Jahrgangsstufen.
2.3. Einflussnahme des Lehrers auf die Motivation: Erörtert die Rolle der Lehrkraft bei der Gestaltung motivierender Unterrichtseinstiege und die Bedeutung von Aktionsformen.
2.4. Motivation und Unterrichtsstile: Vergleicht autokratische, demokratische und Laissez-faire Führungsstile und deren Auswirkungen auf die Lernmotivation der Schüler.
2.5. Ursachen für Motivationsstörungen: Identifiziert vier zentrale Ursachenbereiche für mangelnde Motivation: Familie, Schule, Schülerpersönlichkeit und gesellschaftliche Einflüsse.
2.6. Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Förderung in der komplexen Unterrichtsrealität.
2.7 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Grundlagen der Arbeit auf.
3. Evaluation des Praktikums zum studierten Lehramt: Reflektiert den Wert des Orientierungspraktikums für die eigene professionelle Entwicklung und die Sichtweise auf den Lehrerberuf.
Schlüsselwörter
Lernmotivation, Schulisches Lernen, Unterrichtsstile, Motivationsstörungen, Lehrerrolle, Pädagogik, Orientierungspraktikum, Schulpraxis, Schülermotivation, Didaktik, Bildungsforschung, Selbstmotivation, Erziehungsstile.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert Erfahrungen aus einem Orientierungspraktikum an einem Gymnasium und untersucht dabei schwerpunktmäßig das Thema Lernmotivation aus theoretischer und praktischer Sicht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Motiv und Motivation, die Möglichkeiten der Einflussnahme durch Lehrkräfte, die Analyse von Unterrichtsstilen sowie die Ursachen für Motivationsstörungen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, theoretische psychologische und pädagogische Grundlagen zur Motivation mit den tatsächlichen Beobachtungen im Schulalltag zu verknüpfen, um die Motivation von Schülern besser zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine empirische, qualitative Feldbeobachtung und eine Umfrage unter Schülern im Rahmen des Praktikums.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung von Umfrageergebnissen zur Motivation, eine Analyse des Lehrereinflusses, der Unterrichtsstile sowie eine Untersuchung möglicher Motivationsstörungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lernmotivation, Unterrichtsstile, Schülermotivation, Lehrerrolle, Pädagogik und Orientierungspraktikum treffend beschreiben.
Warum spielt das soziale Umfeld für die Motivation eine Rolle?
Die Arbeit zeigt auf, dass Faktoren wie das Elternhaus und die gesellschaftliche Einstellung zu Arbeit und Leistung einen direkten Einfluss auf die Haltung der Schüler gegenüber schulischen Anforderungen haben.
Welche Rolle spielt die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler?
Eine gestörte Lehrer-Schüler-Beziehung wirkt sich laut der Arbeit negativ auf die Lernhaltung aus; umgekehrt ist eine unterstützende, bekräftigende Lehrerhaltung ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Motivation.
Wie unterscheidet sich die Motivation in verschiedenen Altersstufen?
Die Umfragen zeigen Unterschiede zwischen Unter- und Oberstufe; während bei jüngeren Schülern der elterliche Erwartungsdruck stärker präsent ist, verschieben sich die Prioritäten mit zunehmendem Alter und dem Herannahen des Abiturs.
Warum ist der demokratische Führungsstil laut Arbeit ideal?
Der demokratische Führungsstil wird als ideal bewertet, da er einen ausgewogenen Mittelweg zwischen notwendiger Strenge und der Freiheit zur eigenen Entfaltung der Schüler bietet.
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- Nane Möller (Author), 2017, Motivation im Unterricht. Empirische und theoretische Erkenntnisse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378779