Seit mehreren Jahren steigt die Anzahl an Personenfahrzeugen rapide an. Die Auswirkungen spürt jeder Bürger auf eine andere Art und Weise. Stau in der Innenstadt, mangelnde Plätze in Parkhäusern und nicht zuletzt der erhöhte CO2-Ausstoß. Eine mögliche Lösung ist ein Konzept, welches seit einigen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erregt, aber bisher noch nicht seinen Durchbruch hatte: die Elektrofahrzeuge bzw. die sogenannte „E-Mobilität“. Das Prinzip der E-Mobilität könnte durch sogenannte „E-Parkhäuser“ revolutioniert werden und dadurch der Energiewirtschaft von großem Nutzen sein. Allerdings stehen Fragen nach Investoren, Platz und die Auswirkungen auf die Strompreise immer noch im Raum. Wie kann solch ein Projekt realisiert werden und was ist nötig, damit der Anstoß in die richtige Richtung erfolgt, um in puncto erneuerbare Ressourcen den Schritt zu machen, der längst fällig ist?
Wolfgang Huber diskutiert in seinem Buch die spannende Frage nach dem Nutzen einer fortschrittlicheren E-Mobilität und die damit zusammenhängende Infrastruktur. Er teilt die Problemstellung in verschiedene Akteure auf und analysiert, was nötig wäre, damit alle potentiellen Beteiligten wirtschaftlich positiv dastehen. Er führt den Leser Schritt für Schritt an das Thema heran und veranschaulicht durch Grafiken und Tabellen genau, wie die verschiedenen Komponenten zueinander in Beziehung stehen, und gibt Ideenanstöße für mögliche Geschäftsmodelle.
Aus dem Inhalt:
- E-Mobilität;
- Energie;
- Infrastruktur ;
- Energiewirtschaft
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Arbeitsabgrenzung
2 Aufbau der Arbeit
3 Grundlagen
3.1 CO2 – Emissionen
3.2 E-Mobilität
3.3 Adapter und Verbindungskabel
3.4 Übersicht Energiemarkt Strom
3.5 Park and Ride
4 Parameter Definition
4.1 E-Mobilist
4.2 Ladesystem
4.3 Park & Ride
4.4 Energie
4.5 WEB-App
4.6 Geschäftsmodelle
5 Methode der Auswertung
6 Zusammenfassung der Parameter
6.1 Zusammenhang E-Mobilist – P+R-Anlage
6.2 Zusammenhang E-Mobilist – Energie
6.3 Zusammenhang P+R Anlage – Energie
7 Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
7.1 E-Mobilist
7.2 P+R Anlage
8 Conclusio, Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Parkgaragen als Bindeglied zwischen Elektromobilität und Energiewirtschaft fungieren können, um die Infrastruktur für erneuerbare Energien im urbanen Raum zu verbessern und Synergien zwischen den Akteuren zu nutzen.
- Holistischer Ansatz für die Zusammenarbeit von E-Mobilisten, Parkhausbetreibern und Energieversorgern
- Analyse von Nutzerbedürfnissen hinsichtlich Ladeinfrastruktur und Parkraum
- Integration von E-Mobilität in das bestehende P+R-Konzept
- Nutzung von volatiler erneuerbarer Energie mittels intelligenter Steuerung
- Entwicklung von Geschäftsmodellen für Parkgaragenbetreiber und Energieversorger
Auszug aus dem Buch
3.2 E-Mobilität
Unter E-Mobilität fallen alle Fahrzeuge die mit einem Elektromotor betrieben werden wie zum Beispiel Elektroroller, Elektroauto aber auch U-Bahn, Eisenbahn, O-Bus oder Straßenbahn (Abbildung 3-1).
Im heutigen Sprachgebrauch reduziert sich der Begriff auf ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) bzw. batteriebetriebene Elektrofahrzeuge, die eine Ladeinfrastruktur benötigen um die mitgeführten, wieder aufladbaren Batterien zu laden. In Abbildung 3-1 sind die Fahrzeugtypen folgendermaßen eingefärbt:
Orange: keine Relevanz für die Masterthesis, nicht nutzbar
Orange – Grün: bedingte Nutzbarkeit
Grün: Fahrzeugtypen, die die Masterthesis betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Grundlagen der Mobilität, die Notwendigkeit der CO2-Reduktion und die Problemstellung der mangelnden Ladeinfrastruktur.
2 Aufbau der Arbeit: Gibt einen Überblick über die methodische Vorgehensweise und die Modellierung der Akteursbeziehungen.
3 Grundlagen: Erläutert die theoretischen Rahmenbedingungen zu CO2-Emissionen, E-Mobilität, Ladetechnik und dem Energiemarkt.
4 Parameter Definition: Definiert die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse der Akteure E-Mobilist, Parkgarage und Energiewirtschaft.
5 Methode der Auswertung: Beschreibt das interdisziplinäre Vorgehen und die methodische Herangehensweise zur Modellbildung.
6 Zusammenfassung der Parameter: Führt die definierten Parameterwerte zusammen und analysiert die Zusammenhänge zwischen den Akteuren.
7 Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Bewertet die Potenziale und analysiert die Auswirkungen der entwickelten Lösungsansätze.
8 Conclusio, Handlungsempfehlung: Leitet aus den Ergebnissen Empfehlungen für die Praxis und weiterführende wirtschaftliche Fragestellungen ab.
Schlüsselwörter
E-Mobilität, Park and Ride, P+R-Anlage, Ladeinfrastruktur, CO2-Reduktion, Energiewirtschaft, Smart-Grid, E-Mobilist, Ladestation, Wallbox, Geschäftsmodell, Elektromobilität, Strommarkt, Infrastruktur, Nachhaltigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Parkgaragen als Schnittstelle zwischen der Elektromobilität und der Energiewirtschaft dienen können, um eine effiziente Ladeinfrastruktur zu schaffen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die E-Mobilität, die Ladeinfrastruktur in Parkhäusern, die Einbindung in das Park & Ride-System sowie die Nutzung von erneuerbarer Energie für den Ladevorgang.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Synergien zwischen E-Mobilisten, Betreibern von P+R-Anlagen und Energieversorgern zu identifizieren, um realisierbare Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturrecherche, der Definition variabler Parameter und deren Korrelationsbetrachtung in einem deterministischen Modell.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die Definition der relevanten Akteursparameter und die konkrete Ausarbeitung von Geschäftsmodellen zur Energiebereitstellung in Parkanlagen behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind E-Mobilität, P+R, Ladeinfrastruktur, CO2-Reduktion und Energiemanagement im urbanen Raum.
Warum wurde die P+R-Anlage Aderklaaer Straße als Standort gewählt?
Der Standort wurde aufgrund seiner guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr (U1), seiner materiellen und sozialen Infrastruktur in der Nähe sowie der aktuell geringen Auslastung gewählt.
Wie soll die Ladeoptimierung für den E-Mobilisten erfolgen?
Die Optimierung erfolgt über eine WEB-Applikation, die es ermöglicht, Ladepräferenzen anzugeben und den Ladevorgang netzabhängig oder zeitgesteuert zu steuern.
Welchen Vorteil hat der Energieversorger bei diesem Modell?
Der Energieversorger kann durch die Bündelung von Ladevorgängen in Parkgaragen Lastspitzen ausgleichen und überschüssige erneuerbare Energie effizient vermarkten.
- Arbeit zitieren
- Ing. Dipl.-Ing. Wolfgang Huber (Autor:in), 2017, E-Mobilität und E-Parkhäuser als Zukunftslösung. Wie kann eine Infrastruktur für mehr erneuerbare Energien auf den Straßen geschaffen werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378959