Die Identitäre Bewegung (IB) ist eine neurechte Gruppierung, die europaweit aktiv ist. Die vorliegende Arbeit betrachtet insbesondere deren deutsche Sektion. Neben der Geschichte, der Ideologie und dem öffentlichen Auftreten der IB steht die Frage nach dem revolutionären Potenzial der Gruppe im Mittelpunkt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung und Vorgehen
Die Identitäre Bewegung – Avantgarde einer neurechten Revolution?
Was ist die Identitäre Bewegung?
Geschichte
Vordenker und Ideologie
Aktionen und öffentliche Wirkung
Was ist Revolution?
Herbert Marcuse
Hannah Arendt
Die Rückkehr des Faschismus? Zur Perspektive der IB
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht das revolutionäre Potenzial der Identitären Bewegung (IB) und analysiert, inwieweit diese als Avantgarde einer neurechten Revolution betrachtet werden kann, wobei insbesondere der Rückgriff auf theoretische Konzepte von Herbert Marcuse und Hannah Arendt sowie das Revolutionsverständnis zentraler Akteure der IB im Fokus stehen.
- Ideologische Grundlagen und historische Einordnung der Identitären Bewegung
- Analyse der Aktionsformen und der öffentlichen Wahrnehmung der Gruppe
- Vergleichende Untersuchung der Revolutionsbegriffe von Marcuse, Arendt und der IB
- Einordnung der Identitären Bewegung in den Kontext der "Neuen Rechten"
- Diskussion über das Potenzial für autoritäre Entwicklungen und gesellschaftliche Krisen
Auszug aus dem Buch
Was ist die Identitäre Bewegung?
Die IB bezeichnet sich selbst als "eine europaweite patriotische Jugendbewegung, die mittels friedlichen Aktionismus, politischer Bildungsarbeit sowie gemeinschaftlicher und kultureller Aktivitäten für die Werte Heimat, Freiheit und Tradition einsteht." Ihr geht es, nach eigenen Angaben, um die Bewahrung kulturellen Erbes, welches Deutschland und Europa über Jahrtausende geprägt habe. Die IB will den "ethnokulturellen Traditionsfaden fortspinnen." Sie will sich nicht "in vorgefertigte politische Koordinaten von links bis rechts" einreihen. Patriotismus und Heimatliebe seien zentrale gesellschaftliche Leitwerte, die keiner politischen Schablonen bedürfen. Das Bekenntnis zur eigenen Identität sei ein selbstverständlicher Grundkonsens, der keiner Parteiprogramme bedürfe.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung und Vorgehen: Diese Einleitung führt in das Forschungsobjekt der Identitären Bewegung ein, stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren revolutionärem Potenzial und definiert den methodischen Rahmen unter Einbezug von Herbert Marcuse und Hannah Arendt.
Die Identitäre Bewegung – Avantgarde einer neurechten Revolution?: Dieses Kapitel legt den Grundstein für die Untersuchung, indem es die Geschichte, die ideologischen Hintergründe und die Aktionen der Identitären Bewegung beleuchtet.
Was ist Revolution?: Hier wird der Revolutionsbegriff auf theoretischer Ebene erörtert und die Sichtweise von Martin Sellner unter Bezugnahme auf Herbert Marcuse und Hannah Arendt kritisch verglichen.
Die Rückkehr des Faschismus? Zur Perspektive der IB: Das abschließende Kapitel diskutiert die gesellschaftliche Gefahr der Bewegung und reflektiert deren Rolle als Katalysator für eine neurechte Entwicklung im Kontext aktueller globaler Krisen.
Schlüsselwörter
Identitäre Bewegung, Neue Rechte, Revolution, Ethnopluralismus, Herbert Marcuse, Hannah Arendt, Konservative Revolution, Politik, Ideologie, Aktivismus, Identität, Heimat, Patriotismus, Gesellschaft, Faschismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identitären Bewegung (IB) und analysiert deren ideologische Ausrichtung sowie ihr Potenzial, als revolutionäre Kraft innerhalb der sogenannten "Neuen Rechten" zu agieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte und Ideologie der IB, deren öffentliche Aktionen, das theoretische Revolutionsverständnis im Vergleich zu Philosophen wie Marcuse und Arendt sowie die gesellschaftliche Einordnung der Bewegung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, zu klären, welches revolutionäre Potenzial die Identitäre Bewegung besitzt und ob sie berechtigterweise als Avantgarde einer neurechten Revolution bezeichnet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die den Rückgriff auf relevante Texte und Schriften der Akteure (insbesondere Martin Sellner) sowie den theoretischen Abgleich mit den Revolutionskonzepten von Herbert Marcuse und Hannah Arendt umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische und ideologische Einordnung der IB, eine Analyse ihrer medialen Aktionen sowie eine tiefgehende theoretische Diskussion über das Wesen von Revolution.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Identitäre Bewegung, Ethnopluralismus, Neue Rechte, Revolution, Konservative Revolution und politische Identität charakterisiert.
Wie steht die Identitäre Bewegung laut der Arbeit zum Begriff "Revolution"?
Die IB interpretiert Revolution primär als eine "geistige Revolution" und strebt nach eigenen Aussagen keine gewaltsame Umwälzung im klassischen marxistischen Sinne an, sondern eine metapolitische Veränderung der Gesellschaft.
Welche Rolle spielt Carl Schmitt für das Denken der Identitären Bewegung?
Carl Schmitt wird in der Arbeit als einflussreicher Vordenker identifiziert, dessen Unterscheidung von "Freund und Feind" sowie seine Ablehnung des Universalismus das kollektivistische Weltbild der IB stark prägen.
- Citar trabajo
- Franz Hausmann (Autor), 2017, Die Identitäre Bewegung. Avantgarde einer neurechten Revolution?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379072